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Aller Spaß auf Erden – Verdi´s Falstaff – Oper mal in komisch – 2001

Am Di., 10. Juli 2001

Wie so oft besuchen Annette und ich mitten im heißen Monat Juli wieder eine Aufführung im Münchner Nationaltheater. Verdis letzte Oper Falstaff - Eine grandiose Komödie: Der dicke Lebemann Sir John schreibt denselben Liebesbrief an zwei verschiedene Frauen. Logisch: das führt zu Turbulenzen auf der Bühne. Das heitere Alterswerk Verdis gipfelt in der weisen Erkenntnis: "Alles ist Spaß auf Erden". Ambrogio Maestri als Falstaff! Verdis letzte Oper war sein erst zweiter Ausflug ins komische Genre: Fast fünfzig Jahre nach dem Misserfolg des Frühwerkes Un giorno di regno wagte er sich an den Shakespearschen Stoff, den sein Librettist Arrigo Boito kongenial aufbereitete. Falstaff solle Geist haben, schrieb Verdi an Boito, und der ergänzte zu diesem Zweck die Vorlage, Shakespeares The merry wifes of Windsor, durch Passagen aus Henry IV (in dem Shakespeare Sir John Falstaff erstmals auftreten ließ), sparte nicht an literarischen Verweisen und dichterischen Kunstgriffen und erfand einige der wunderbarsten Schimpftiraden der Literaturgeschichte. Verdi folgte dem Libretto mit einer detailreich durchkomponierten Tour de Force voll Witz und Tiefe, in der die treibende Groteske ebenso unvergleichlich in Musik gesetzt ist wie die lyrischen Momente. Feinsinnige Regie! Verdi-Herz was willst du mehr?

Mit dabei
  • Annette & Michael Kamm

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.