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Amerikanische Exaltiertheit & deutsche Verzweiflung – Textilmaschinenmesse ITMA in Mailand – 2015

Von Fr., 13. November 2015 bis So., 15. November 2015

Mitte November ging es für mich von einer Sitzung des Textilbündnisses in Berlin mit dem für mich letzten Flug der Alitalia direkt in die Lombardei nach Mailand weiter. Im Messezentrum Rho - nördlich der norditalienischen Metropole - fand die bedeutende Textilmaschinenmesse ITMA statt. Mein wichtigstes Meeting hatte ich mit Josh Van Dernoot - dem amerikanischen Geschäftsführer der Firma Cosmo-Starensier aus Bayfield (MA). Mit Cosmo, die PU Membrane und Laminate produzieren, pflegten wir bereits eine lange Zusammenarbeit. Im Unternehmen stand nun ein Generationenwechsel an. Richard Vandernot, ein gewiefter Businessman aus Boston, hatte das Unternehmen Starensier/Cosmo zu dem gemacht was es heute war. Eine konkurrenzfähige Company, die die großen Namen in ihrem Kundenportfolio vorweisen konnte. Von Adidas über Caterpillar bis hin zu Reebok und Under Armour. Nun war der Sohn Josh gefragt, der die Geschäfte weiterhin auf Kurs halten sollte. So richtig traute ihm das leider keiner zu. Er reiste mit seiner äussert exaltierten Frau nach Mailand. Annette hatte keine Not, sie für einen ausgiebigen Shoppingtrip zu begeistern. Milano und das berühmte Luxus Shopping Quartier mit der Via Napoleone, der Via Spiga und der Via Manzoni sind dafür ja mehr als prädestiniert. Am Abend wurden dann stolz die italienischen Errungenschaften in Form von diversen Schuhen und Taschen präsentiert. Der Tag war gerettet. Die Gespräche mit Josh hingegen waren extrem schwierig. Unser ganzes Team hatte Schwierigkeiten, sich mit seinen Vorstellungen auch nur annähernd anzufreunden, geschweige denn einen Konsenz zu finden. Es gibt eben schwierige Charaktere, die man - trotz aller Diplomatie - einfach nicht handeln kann. Die Rettung war - wie so oft in Italien - ein tolles Lokal am Abend und ein perfektes Dinner, bei dem wir die ganze kulinarische Klaviatur spielten. Manchmal können Dinge auch einfach sein...

Mit dabei
  • Monica Billes, Michaele Hellwege, Annette & Michael Kamm, Josh Van Dernoot und seine Gattin

Das Messezentrum in Rho wurde in 2005 für schlappe 750 Millionen Euro erneuert und bezeichnet sich heute als "avantgardistische Ausstellungsmaschine"

Die internationale Textilmaschinenausstellung ITMA hat sich im Laufe der letzten Jahre zur internationalen Leitmesse entwickelt. Aussteller aus 45 Ländern präsentieren hier im Rhythmus von vier Jahren die neuesten Trends und Technologien der Branche. Entscheidungsträger sowie Unternehmer, die in der textil verarbeitenden Branche tätig sind, aber auch Studenten können sich hier eingehend und umfassend informieren. Im Research und Innovation Pavillon bieten Universitäten und andere Bildungseinrichtungen Trainingsmöglichkeiten an und stellen die neuesten Forschungsergebnisse und Projekte der Branche vor. Auf der Veranstaltung werden außerdem Preise für besonders nachhaltige Leistungen vergeben, von denen auch Studenten profitieren können.

Insgesamt begrüßten die Veranstalter an den 8 Messetagen, vom 12. November bis 19. November 2015, rund 1700 Aussteller und 123000 Besucher aus 147 Ländern auf der ITMA in Rho. Die ITMA findet das nächste Mal an 7 Tagen von Donnerstag, 08. Juni bis Mittwoch, 14. Juni 2023 in Mailand statt.

Belle rose per belle raggazze. Und der Shopmanager freut sich auch...

Ein tolles Ambiente beim Abendessen. Das zähneknirschende Lächeln von Monica Billes ist jedoch nicht zu übersehen

Alles was das kulinarische Herz begehrt und was das Meer so hergibt. Köstlichkeiten on ice

Auch wenn man glaubt man kann einfach nicht mehr, ein "dolce" geht immer

Die italienische Küche ist grundsätzlich sehr abwechslungsreich und bietet in jeder Region dieses wunderbaren Landes typische Spezialitäten, die sich aus Produkten der jeweiligen Landschaft zusammensetzen. Die Italiener lieben ihre eigenen Erzeugnisse und verarbeiten sie zu wahren Delikatessen, die meistens ohne grossen Schnick-Schnack oder Verzierung auskommen und einfach aufgrund ihrer Frische und des hervorragenden geschmacklichen Zusammenspiels köstliche Gerichte ergeben. So ist es auch mit den Spezialitäten der Lombardei, die man in den Restaurants in Mailand probieren sollte. Ein echter Klassiker der Mailänder Küche ist das „Osso Buco alla milanese“ (Kalbshaxe in Scheiben), das zusammen mit einem „Risotto allo Zafferano“ (Safran-Risotto) serviert wird. Aber auch eine goldgelb gebratene Polenta zu einer Portion „Involtini alla Mostarda di Cremona“ (Roulade mit süssem Senf aus Cremona) ist zu empfehlen. Polenta wird nicht nur als Beilage zu Fleisch-oder Fischgerichten serviert, sondern steht als eigenständiges Gericht mit zerlassener Butter und zartschmelzendem Parmigiano – oder als besonders „edle“ Variante mit gehobelten Trüffelscheiben auf den meisten Speisekarten der gehobenen Restaurants. Sehr viel bodenständiger ist da sicher die „Busecca“ (Kuttelsuppe), die in und um Mailand gerne gegessen wird. Sie ist insofern aufwendig in der Zubereitung, als die Kutteln (Pansen) viele Stunden in Salzwasser gekocht werden, ehe sie mit den restlichen Zutaten, d. h. Gemüse und Zwiebeln weiterverarbeitet werden. Wer seine Suppe lieber weniger „fleischig“ mag, ist mit einer „Minestrone alla Lombarda“ gut beraten, denn er erhält eine Gemüsesuppe, die aus Reis, Kartoffeln, diversen Gemüsesorten und Kräutern besteht und mit geriebenem Käse (meist Parmesan) bestreut serviert wird.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.