BESPO Tagung in Köln – 2015
Ein nicht unwichtiger Bereich der deutschen Textilindustrie ist die Berufs-, Sport- und Freizeitbekleidung, die im GermanFashion Modeverband unter der Abkürzung BESPO läuft. Einmal jährlich treffen sich die in diesem textilen Marktsegment organisierten Unternehmen zu einem fachlichen Austausch, der jeweils auch mit einem Social Event verbunden ist. Im Jahr 2015 fand die BESPO Tagung in Köln statt und ich besuchte Anfang Oktober im Namen der Firma Sympatex - gemeinsam mit unserem kompetenten Bereichsleiter Work Wear Dirk Rosenbauer - diesen Event. Neben den fachlichen Diskussionen zur Situation der deutschen Schutzbekleidungsindustrie haben die Verantwortlichen ein interessantes Rahmenprogramm einschließlich der intensiven Besichtigung des Kölner Doms zusammengestellt.
- Dirk Rosenbauer und Michael Kamm
Der Kölner Dom ist ein mittelalterliches Gebäude, das aus statischer Sicht sehr solide errichtet wurde. Gleichzeitig aber benötigt der Steinbau kontinuierliche Pflege und Renovierung. Die Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner formulierte: „Der Kölner Dom ohne Gerüst ist keine Wunschvorstellung, sondern eine Schreckensvorstellung. Es hieße nämlich, dass wir uns den Dom nicht mehr leisten könnten.“
Ganz gleich ob Kölner oder Nicht-Kölner, den Dom sollte jeder einmal bestiegen haben. Klar – sind die 533 Stufen kein Kinderspiel und die 90 Höhenmeter sollten auch nur erklommen werden, wenn man schwindelfrei ist – oben angekommen wird man aber auf der Plattform des Südturms mit einem unglaublichen Rundumblick über Köln und den Rhein belohnt.
Die Architektur des Kölner Doms steht in der Tradition der gotischen Kathedralen Frankreichs, die von Chartres über Reims und Amiens nach Beauvais und Köln führt. Allerdings zeigt der Kölner Domchor eine „unübersehbare, geradezu klassische Reinheit“, die ihn deutlich von den Vorbildern abhebt. Diesen Eindruck hat der Baumeister erreicht, indem er sich mit großer Konsequenz um eine einheitliche formale Ordnung bemüht hat, der eine detaillierte, offenbar geometrisch und mathematisch durchkalkulierte Planung zugrunde lag.
Unter uns liegt das Museum Ludwig. Es ist ein Museum der Stadt Köln für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und zählt heute zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas.
Im Hintergrund kann man die Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen sehen. Sie ist eine 567 Meter lange Hängebrücke.
Unsere Tour durch den Dom führte durch abenteuerliche Treppenhäuser sowie versteckte und enge Zwischenböden in Galerien in ungeahnter Höhe
Es taten sich immer wieder spektakuläre Blicke in das Kirchenschiff auf
Die Damen vom Organisationsteam German Fashion haben sich wirklich was Interessantes einfallen lassen
Von den Dommusikern erhielten wir sogar ein privates Konzert im Dach des Doms, wo der Probenraum der Musiker untergebracht ist
Bei der Höhe ist der Dom selbstverständlich auch eine optimale Aussichtsplatform
Der Kölner Dom (offiziell: Hohe Domkirche Sankt Petrus) ist eine römisch-katholische Kirche in Köln unter dem Patrozinium des Apostels Petrus. Er ist die Kathedrale des Erzbistums Köln sowie Metropolitankirche der Kirchenprovinz Köln. Der Kölner Dom ist eine der größten Kathedralen im gotischen Baustil. Sein Bau wurde 1248 begonnen und erst 1880 vollendet. Einige Kunsthistoriker haben den Dom wegen seiner einheitlichen und ausgewogenen Bauform als „vollkommene Kathedrale“ bezeichnet. Ursprünglich als repräsentative Kathedrale der Kölner Erzbischöfe und monumentales Reliquiar für die Gebeine der Heiligen Drei Könige geplant, galt der Dom bei seiner Vollendung im 19. Jahrhundert als Nationalsymbol für Deutschland. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der scheinbar unversehrte Dom inmitten der ausgebombten Stadt als „Wunder“ verstanden und zu einem emotionalen Symbol für den Lebenswillen.[ Der Dom zählt seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe und zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Tatsächlich war der vollendete Dom nur wenige Jahre ohne Gerüst zu sehen. Nach der offiziellen Domvollendung 1880 wurden noch rund 20 Jahre Nacharbeiten durchgeführt. Dombaumeister Richard Voigtel stellte kurz vor seinem Tod 1902 öffentlich fest, dass der Dombau endlich abgeschlossen sei. Nachdem aber 1906 die Flügel einer Engelsfigur von der Fassade gefallen waren, nahmen die Dombaumeister die Bausanierung wieder auf. Der Dom ist aus verschiedenen Gesteinen errichtet, die aufgrund ihrer Eigenschaften unterschiedlich stark verwittern. Die filigranen Strebebögen und Strebepfeiler sind von allen Seiten der Witterung ausgesetzt] und werden durch Wasser und den Schwefelgehalt der Luft sowie durch Vogelexkremente angegriffen. Besonders ab den 1960er Jahren setzte der saure Regen den Steinen stark zu und färbte sie zunehmend schwarz. Erst ab der 1990er Jahre nahm die Belastung durch die Maßnahmen zur Luftreinhaltung ab.
Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.