Argo und Canadian Caper – Kebab & Safran Hühnchen in Teheran – 2016
In einer kleinen Gruppe bayerischer und österreichischer Familienunternehmer des Münchner ALPHAZIRKEL besuchte ich im März 2016 den Iran. Die von Andreas Mach und Albert Geiger organisierte Reise sollte uns das Interesse der jungen gebildeten Bevölkerung an der Wiederaufnahme von engen wirtschaftlichen Beziehungen zu westlichen Ländern zeigen. So trafen wir uns in Teheran zum Austausch mit Studenten der Technischen Universität und bekamen die Geschäftsideen mehrerer Start Ups präsentiert. Wir besuchten führende Köpfe der persischen Kunst & Kultur Szene in ihren Ateliers und streiften durch die Hot Spots iranischer Antiquitätenläden und Galerien in der Stadt. Zudem waren wir rund um die Uhr beim Essen - auf private Einladung wie auch in Restaurants - und genossen persische Köstlichkeiten. Zum Kennenlernen möglicher Produktionspartner für Schuhe und Textilien war ich zudem noch alleine in der Region unterwegs. Auf meinen Touren kam ich mehrfach an den riesigen Gefängnisanlagen der Revolutionsgarden vorbei und stellte im Gespräch mit meinem gebildeten Fahrer fest, wie dieses herrliche Land mit seinen gastfreundlichen Menschen zwischen dem gewünschten Aufbruch der aufgeschlossenen jungen Generation in eine moderne Welt und den ewig gestrigen Anhängern religiöser Revolutionäre zerrissen wird. Finales und negatives Erinnerungs-Highlight ist das bei jeder Heimreise an der Flughafen Autobahn gelegene und nicht zu übersehende überdimensionierte Mausoleum des Ajatollah Ruhollah Chomeini, der aus seinem französischen Exil heraus im Jahr 1979 den damaligen Schah Reza Pahlavi stürzte.
- Uli Ehrlich, Andreas Mach, Albrecht Geiger, Moni Sandler und Michael Kamm
Der Bordsch-e Milad ist mit 435 Metern Höhe das höchste Bauwerk des Iran und zudem der sechsthöchste Fernsehturm der Welt. Er wurde im Jahr 2006 eröffnet und vom Architekten Reza Hafezi entworfen.
Auf den Straßen der Stadt ist zwar immer alles in Bewegung, dies jedoch alles sehr gemütlich, da man stundenlang im Stau steht. Gut, daß man bei schönem Wetter in Richtung Norden mit dem mächtigen Elburs-Gebirge eine attraktiven Blick hat
Die meisten der vielen attraktiven iranischen Frauen schlagen der Sittenpolizei dadurch ein Schnippchen, daß Sie zwar - wie gesetzlich vorgeschrieben - immer ein Kopftuch tragen, dieses aber immer weiter nach hinten rutschen lassen, damit die tollen Haare der schönen Perserinnen besser zum Vorschein kommen.
Die Minarette der zahlreichen Moscheen prägen das Bild der Stadt von weitem
Das riesige Mausoleum des Ajatollah Ruhollah Khomeini war fast 30 Jahre nach dessen Tod am 3. Juni 1989 - meinem 30. Geburtstag - immer noch im Bau
Teheran, die Hauptstadt des Irans, platzt aus allen Nähten. Die Millionenmetropole am Rande des Elburs-Gebirges ist charmant-chaotisch, aber auch westlich-modern. Nicht nur altehrwürdige Paläste und Monumente machen den Reiz der Stadt aus, auch das ganz normale tägliche Leben der Iraner ist mitreißend bunt, exotisch und lebensfroh.
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