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Diplomatie & Optimismus – Sympatex Polymere von DSM aus Emmen – 2010

Von Mo., 20. Dezember 2010 bis Di., 21. Dezember 2021

Kurrz vor Weihnachten fuhr ich mit unserem CFO Jürgen Steffensen und Dr. Martin Mayerhofer in die niederländische Provinz Drenthe nach Emmen. Dr. Mayerhofer, Leiter unserer Sympatex Entwicklungsabteilung und echter Chemie-Freak, benötigte Unterstützung. Wir besuchten einen Produktionsstandort von DSM, ca 300 km entfernt vom niederländischen Headquarter in Heerlen. DSM ist ein börsennotierter Chemie-Gigant mit über 22.000 Beschäftigten weltweit. Er zeichnete auch verantwortlich für die Produktion unserer Granulat Polymere. Da Sympatex ein spin off von Akzo Nobel war und Akzo Nobel diesen Produktionsstandort bereits früher nutzte, blieb somit alles beim Alten. DSM - Dutch State Mines - wurde 1902 eigentlich als Bergbauunternehmen gegründet. Im Laufe der Jahre wurde das Unternehmen auch auf dem Chemiesektor tätig. In den 1960er Jahren traf die niederländische Regierung die Entscheidung, alle staatseigenen Kohlebergwerke zu schließen. Ein schwerer Schlag für die Kumpel. Die Regierung förderte die Chemiestandorte, um Arbeitsplätze für die arbeitslosen Bergleute zu schaffen. 1989 wurde DSM privatisiert und der Konzern begann sich zu diversifizieren. Da war natürlich Auslastung des riesigen Maschinenparks gefragt, die wir mit unseren "homöopathischen" Mengen nicht wirklich befriedigen konnten. Nur an 3 Tagen im Monat liefen die Maschinen. Allein das Einrichten und Finetunen der komplexen Anlage war sehr aufwändig, aber auch notwenig, um die immer gleichbleibende Zusammensetzung und Struktur der Polymere zu gewährleisten. Denn irgendwann wurde aus den Granulaten ja die gestretchte Membran. Wir versuchten Optimismus zu versprühen und um die geforderte Subvention herumzukommen. Unser CFO hatte Bauchschmerzen, unser Entwickler behaarte auf der Qualität und mein Gedankenkarussell lief auf Hochtouren. Wie so oft die Quadratur des Kreises...

Mit dabei
  • Dr. Martin Maierhofer, Jürgen Steffensen und Michael Kamm

Ein riesiger Maschinenpark im Emmen - und das alles für klitzekleine Granulat Polymere, die aussehen wie homöopathische Globolis

Schutzhelm auf - denn ohne Schutz geht gar nichts bei der Besichtigung der riesigen Anlage, die schon im Oktober verschneit war

Von aussen Eisenhaufen, von innen High-Tech

Jürgen Steffensen rechnet schon...die Ratlosigkeit ist ihm - selbst als erfahrener CFO - anzusehen

Dieser Teil der riesigen Anlage war das Problem ... die Verteilung war nicht effizient genug und musste daher umgebaut und modernisiert werden .... und sofort war viel Geld im Spiel, das wir bitte liefern sollten

Ein Polymer ist ein chemischer Stoff, der aus Makromolekülen besteht. Die Makromoleküle dieser Stoffe sind aus einer oder mehreren Struktureinheiten, den sogenannten konstitutionellen Repetiereinheiten oder Wiederholeinheiten, aufgebaut. Das Adjektiv polymer bedeutet entsprechend „aus vielen Teilen aufgebaut“. In vielen Fällen besteht ein Polymer aus nicht identischen Makromolekülen, da die Anzahl der Wiederholeinheiten und damit die Molekülmasse der Moleküle variiert. Synthetische oder halbsynthetische Polymere sind die Hauptkomponente für die Herstellung von Kunststoffen. Von Lebewesen erzeugte Polymere werden Biopolymere genannt und haben essentielle Bedeutung für das Leben.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.