Famiglia Visconti & Cavazzi – Fine settimana di Pasqua in Gardone – 2015
Das sonnige verlängerte Osterwochenende nutzen Annette und ich, um das Haus in Gardone-Riviera für den Sommer vorzubereiten. Wir kommen mit einem Anhänger aus München, bringen neue Möbel und Equipment mit und nehmen auch noch Einrichtungsgegenstände, die Dierk und Michi gehören zurück nach Deutschland. Zudem machen wir ein paar Trips in die Region und ich nähere mich erstmals dem Monte Pizzocolo mit einem Mountain Bike. Der Monte Pizzocolo ist ein über dem Gardasee in der italienischen Provinz Brescia in der Region Lombardei aufragender Berg. Er zählt zum Gebirgszug der Gardaseeberge und ist mit 1581 m Höhe die höchste Erhebung im Umkreis von 15 Kilometern am Westufer des Sees. Er erhebt sich unmittelbar nordwestlich von Toscolano-Maderno. Durch seine exponierte Lage an jener Stelle, an der sich der weiter nördlich sehr schmale Gardasee in eine weite Wasserfläche gen Süden öffnet, ist er von zahlreichen Ufern aus verschiedenen Richtungen sichtbar. Der Monte Pizzocolo besitzt auf Grund eines ausgeprägten Felsvorsprunges an seiner Nordostflanke eine sehr charakteristische Silhouette und einen hohen Wiedererkennungswert. Der Berg ist ein beliebtes Ausflugsziel, und der Gipfel kann zu Fuß oder mit dem Mountainbike über die nur mäßig ansteigenden Süd- und Westhänge erreicht werden. Die Flanken der Nordseite fallen im Vergleich dazu relativ steil ab. Der Monte Pizzocolo wird wegen seiner charakteristischen Gipfelformation von den Einheimischen auch Naso de Napoleone genannt. In Süd-Nord-Richtung sieht er aus wie das Gesichtsprofil des liegenden Kaisers Napoleon Bonaparte. Zudem geniessen wir das noch ziemlich leere Salò und machen uns schlau, was über den Winter alles passiert ist
- Annette und Michael Kamm
Der Blick von Cisano über die Bucht von Salò und ihren Hausberg San Bartolomeo ... nördlich dahinter liegt der Monte Pizzocolo
Der herrliche Blick vom Wohnzimmer und Balkon unseres Haus in der Via Panoramica über die Isola del Garda und den vor uns liegenden See ... ob er auch von Tati genossen wird?
Aus München bringen wir im Hänger einen neuen Esstisch sowie neue Stühle mit
Das Hotel Spiaggia d´Oro in Barbarano. Hier verbrachten über viele Jahre jede Menge Freunde und Bekannte ihren Urlaub. Im Winter wurden kräftig investiert und endlich auch die marode Terrasse erneuert
Der erste Hugo in der Bar Italia ...
Noch sind keine Blätter an den Bäumen und wir haben eine klare Sicht bis zum noch mit Schnee bedeckten Gipfel des Monte Baldo
Salò ist unser mit Abstand wichtigster Meeting Point zum Einkaufen täglicher Nahrungsmittel (Metzger, Gemüse und Obst), zum Flanieren und Cafe trinken und auch Boot fahren
Salo ist als eine überaus reizvolle Stadt am Ufer Gardasee bekannt und berühmt, sie erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von rund 30 Quadratkilometern und beheimatet mehr als 10.000 Menschen. Somit stellt Salo eine der größten Städte am See dar. Signifikant ist die Lage in der Westbucht, sie ist die weitflächigste ihrer Art in der Region. Durch diese Besonderheit ist die Stadt klimatisch geschützt, und aufgrund der hohen Berge, die sich hinter dem Stadtgebiet auftun, gilt die Luft in Salo als besonders gut. Die Temperaturen sind zudem ganzjährig im höher stelligen Bereich angesiedelt, sodass der Ort auch im Winter zahlreiche Urlauber aus dem um diese Zeit meist stark abgekühlten Mitteleuropa anzieht. Die Geschichte von Salo ist im Gegensatz zu anderen Städten am Gardasee deutlich friedlicher und kürzer. Im 14. Jahrhundert residierte hier die Familie der Visconti, wobei Salo selbst im Jahre 1337 die Hauptstadt der Magnifica Patria wurde. Dabei handelte es sich um einen Zusammenschluss, den die westlichen Orte am Gardasee aufgrund verwaltungstechnischer, wirtschaftlicher und politischer Gründe ins Leben riefen. 1887 war ein großes Jahr für die Stadt, als sie einen Anschluss an die Straßenbahnstrecke von Brescia nach Gargnano erhielt. Somit war Brescia nunmehr auch per Straßenbahn zu erreichen, was umgekehrt dazu führte, dass zahlreiche Einwohner aus der nahe gelegenen Stadt ins erholsame Salo kamen. 1943 wiederum kam Salo zu einer eher umstrittenen und die Einwohner alles andere als Stolz machenden Ehre, als Benito Mussolini den Ort zu seiner Residenz und Hauptstadt machte. Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die man in Salo besichtigen kann. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang vor allem die Villa Laurin, die im Jugendstilbau erbaut ist, sowie die Büste von Gasparo da Salò, dem Stadtvater. Darüber hinaus verfügt die Gemeinde über einen eigenen Dom, der das Wahrzeichen darstellt und zu Rundgängen einlädt. Signifikant am Dom ist neben einigen anderen Dingen vor allem die Außenfassade, die abwechslungsreich verziert ist. Auch der Hafen der Stadt gilt als sehr sehenswert und pulsierend, er lädt nach der Besichtigung der Altstadt zum Schlendern oder Verweilen in den Cafés ein.
Nah an der Stadtgrenze befindet sich darüber hinaus der Lago di Valvestino, ein fjordartig geformter Stausee, der in eine einzigartige Gebirgskulisse eingebettet ist. Wer einen Tagesauflug zur Isola del Garda plant, wird diese Entscheidung ganz gewiss nicht bereuen. Dieses Naturidyll verzaubert als größte und einzige Insel des Gardasees, auf der bis heute einige Nachkömmlinge der exzentrischen Gräfin Cavazza leben. Im Jahr 2001 öffnete die Adelsfamilie erstmals die Pforten für Besucher. Heute erhalten wissbegierige Weltenbummler von Mai bis Oktober die Gelegenheit, den unberührten Park vor Ort in Augenschein zu nehmen. Flanieren Sie über das Eiland, um den englischen Garten und Teile der Villa aus nächster Nähe zu bewundern. Und mit etwas Glück begegnen Sie dabei sogar der Gräfin, die sich der Pflege ihrer Rosen widmet. Generell eignet sich eine Rundreise durch den Westen des Gardasees für alle Globetrotter, die sich fernab des Massentourismus vom stressigen Alltag erholen möchten. Zwischen sanft im See wiegenden Segelbooten und noblen Hotelanlagen strahlt dieses unbescholtene Fleckchen Erde eine besondere Ruhe aus. Eines der schönsten Ausflugsziele ist das pittoresk an einem Berghang gelegene Städtchen Limone, das mit seinen urigen Zitronengärtchen die Blicke magisch anzieht. Die Ortschaft Gargnano scheint nur im ersten Moment im Schatten Limones zu stehen. Denn dieses Kleinod lockt nicht nur mit besten Bedingungen für Surfanfängern, sondern ebenfalls einem immensen Reichtum an Pinien- und Kastanienwäldern.
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