Gardone Finale im Altweibersommer – Indian Summer on the way home – 2021
Auch der schönste Sommer geht im Oktober in der Regel leider immer wieder zu Ende. Seit Anfang Mai haben Annette und ich - nur durch kurze Stippvisiten in der Schweiz und München sowie unseren sonstigen beruflichen Einsatzgebieten nördlich der Alpen unterbrochen - annähernd sechs herrliche Monate in unserem Ferienhaus in Gardone-Riviera am Gardasee verbracht. In dieser Zeit haben wir nicht nur recht effizient in unserem Home-Office gearbeitet, sondern auch jede Menge private Abwechslung geniessen können. Wir hatten einen ganzen Schwung Freunde zu Besuch, haben schöne Events besucht oder wie den Lugana Ryder Golf Cup selbst organisiert und zudem eine ganze Reihe besonders köstlicher und extrem abwechslungsreicher Abendessen am See genossen. Hobbies wie Biken, Golfspielen und Bootfahren sind ebenfalls nicht zu kurz gekommen. Dies alles bei konstant schönem Wetter, besonders im Vergleich zum verregneten bayerischen Sommer. Nachdem zu Mitte Oktober die meisten Restaurants und Hotels für einige Zeit schliessen, haben wir all unsere Favoriten noch einmal besucht und ich auch einem meiner Lieblings Golfplätze einen finalen Besuch abgestattet. Unsere Werft von Alberto Arcangeli war bereits seit Ende September geschlossen und so unternahm ich meine letzte Bootsfahrt mit Mathias und Hugo auf der Boston Whaler. Am Montag ging es dann im Rahmen einer spätsommerlich herrlichen Fahrt durch Südtirol und über den Jaufenpass zurück nach München.
- Mathias & Susanne Gehrckens, Edda & Ottmar, Bruno Weidl
Auf meiner Heimfahrt aus dem Sommer in den Herbst gab es noch einen wehmütigen Blick zurück nach Oberitalien ... hier von der Südrampe des Jaufen Passes durch das Passaiertal in Richtung Meran
Der Jaufenpass gilt zu Recht als einer der schönsten Alpenpässe. Der Ausblick ist gigantisch. Er reicht von den imposanten Ötztaler Alpen im Norden über die Sarntaler Alpen und das Passeier Tal bis ins Burggrafenamt im Süden von Südtirol. Ein Erinnerungsfoto oder ein Selfie von diesem Logenplatz ist ein absolutes Muss. Ebenso spektakulär wie die Aussicht ist auch die Passstraße. Vor allem bei Motorrad- und Rennradfahrern ist sie heißbegehrt. Kurve um Kurve schraubt sich die Strecke zwischen sattgrünen Wäldern und saftigen Almwiesen vom Wipptal hinauf auf den Pass. Direkt auf dem Jaufenpass liegt auf 2.094 Metern die Edelweißhütte und nur wenige Meter darunter die Enzianhütte als beliebte Einkehrmöglichkeiten. Nicht nur das Panorama lockt an, sondern auch die hausgemachten Torten und Strudel und köstlichen Wurstplatten als Stärkung für die Weiterfahrt
Mit jeder weiteren Kurve bergauf eröffnen sich neue spektakuläre Blicke in das grandiose Panorama der Südtiroler Berge
Unten im Tal liegt St. Leonhart, der letzte Ort vor dem kurvenreichen Anstieg zum Jaufenpass
St. Leonhard in Passeier ist Hauptort des Tales und auch Geburtsort des Freiheitskämpfers Andreas Hofer. Die Marktgemeinde St. Leonhard in Passeier zählt 3.500 Einwohner und gilt als wirtschaftlicher und politischer Hauptort des Tales. Zur Gemeinde gehören sechs Ortschaften, die sich in einer Höhe von 693 m bis 1.262 m ü.d.M. verstreuen. Das Gemeindegebiet befindet sich direkt im Naturpark Texelgruppe, an der Weggabelung zum Timmelsjoch und zum Jaufenpass. Wiesen, Wälder und hohe Bergspitzen prägen das Landschaftsbild rund um St. Leonhard in Passeier. Und auch kulturell hat die Gemeinde so einiges zu bieten: das Museum Passeier im Geburtshaus des bekannten Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, die Pfistradalm und die Jaufenburg.
Auf meiner Fahrt durch das wunderbare Südtirol - das von unzähligen deutschen Touristen bevölkert war - besuchte ich in Lana noch die Golfanlage von Ferdinand von Brandis, einem Internatsfreund aus Neubeuern
Abfahrt mit unserem Fiat 500 aus der Via Panoramica nach München
Am Abend davor waren Annette und ich zu einem Abendessen mit Mathias und Hugo Gehrckens in unserem Lieblings-Asiaten-Lokal Brunati in Salò verabredet; hier trafen wir auch zufällig Giorgio und Katie - die Besitzer des Rustico Il Chiostrino in Morgnaga, in dem in der Regel die Familie Hellmann ihre Gardasee Urlaube verbringen
Mit Hugo und Henri bei Sanne vor dem Schlagerspiel des FCB gegen Leverkusen .... es ging 5:1 für die Bayern aus
Ein letzter Trip mit der Boston Whaler um die Insel "Isola del Garda" zu einem kurzen Lunch im Ristorante Darino in der Bucht von Manerba ... endlich gab es hier mal wieder Alio Olio
Mit Heike und Charly Hornberger genossen wir ein traumhaftes Mittagessen im Ristorante Casino ... als Special Guests allein auf der Terrasse. Nur das Personal um den Oberkellner Fabio, der - wie der Chef Nicolas Labhardt seinen letzten Tag im Restaurant hatte - nahm noch ein paar Drinks mit uns ein
Ginger gehört schon ziemlich fest zu unserem Haushalt ... die Verweilzeiten der mittlerweile dreijährigen Vizsla Dame bei Ette, Tati und mir werden immer länger
Mit Susanne Gehrckens sowie Edda und Ottmar - einem reizenden Ehepaar aus dem Kleinwalsertal - spielte ich auch noch eine letzte Runde im Gardagolf Club
Besonders beeindruckt hatte mich auf dieser Runde, daß unsere beiden Mitspieler - was man Ihnen nicht ansah - jeweils 82 Jahre alt waren und erst mit 68 Jahren mit dem Golfspielen begonnen haben. Ottmar hat kaum noch was gesehen und musste von seiner Frau Edda bei jedem Schlag Richtungs- und Entfernungs-mäßig ausgerichtet und instruiert werden. Die beiden waren in ihrer Jugend allerdings hervorragende Skifahrer und Tennisspieler - und haben sich diesen sportlichen Spirit bis ins hohe Alter perfekt erhalten ....
... da ging es bei Bruno und mir erheblich gemütlicher zu; gemeinsam mit Jan Woitschätzke - beides sind Mitstreiter aus meinem Büro in der Schwabinger Leopoldstrasse - spielten wir nach meiner Rückkehr noch eine sportliche Runde im Golfclub Eichenried
Von Annette kommt zur gleichen Zeit bereits die Meldung aus Paris, daß Sie mit Ihren Gästen beim großen Jaeger-LeCoultre Event in Frankreich gut unterwegs ist und jeder zufrieden ist ... auch gut!
Wenn sich die warme Jahreszeit dem Ende zuneigt, wird es draußen langsam wieder kälter und die Tage werden kürzer. Die Sonnenstrahlen sind nun spürbar kühler: ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Herbst beginnt. Ende Oktober wird es merklich kühler und die bunten Blätter fallen zu Boden. Der Spätherbst ist der erste Vorbote für die bevorstehende kalte Jahreszeit, die Bäume werden kahl und es wird schon sehr früh dunkel. Oktober lässt sich von dem lateinischen Wort "octo" ableiten, was acht bedeutet. Denn in der Antike rechnete man mit einem anderen Kalender und auch als der Julianische Kalender - benannt nach dem römischen Herrscher Julius Cäsar - eingeführt wurde und der Oktober an die zehnte Stelle rückte, behielt man den Namen bei. Im Mittelalter galt dieser Herbstmonat als heilig und viele Menschen, auch Könige, heirateten im Oktober.
In Deutschland sagte man früher auch oft Weinmonat, da nun die Weinlese stattfindet. Obwohl im September der Herbst beginnt, sprechen viele Menschen auch vom so genannten Altweibersommer. Mit dem Altweibersommer meint man die Tage im September und Oktober, die noch schön sonnig und recht warm sind. Aber was hat das eigentlich mit alten Frauen (veraltet "Weibern") zu tun? Genau genommen nichts, der Begriff ist vielmehr mit einer bestimmten Tierart verbunden, nämlich mit den Spinnen. Denn im September und Oktober weben junge fliegende Spinnen lange Fäden. "Weiben" ist auch ein veralteter Ausdruck für weben. Mit den Fäden, die die Spinnen weben, segeln sie durch die Luft. Im Frühherbst wird es in klaren Nächten schon recht kalt und in den frühen Morgenstunden bildet sich Tau, der die Spinnweben deutlich erkennen lässt. Diese Fäden glitzern im Sonnenlicht silberfarbig, beinahe wie graue Haare. Hier kommen nun doch die "alten Weiber" ins Spiel: Es verbreitete sich das Märchen von alten Frauen, die beim Kämmen ihre Haare verloren hätten.
In Nordamerika wird diese Zeit übrigens "Indian Summer" ("Indischer" oder "Indianischer Sommer") genannt: Jedes Jahr sind die Menschen aufs Neue von den prächtigen Herbstfarben der Bäume fasziniert. Ursprünglich bezieht man den Begriff nur auf bestimmte Gebiete in den USA und Kanada, die sich durch einen sehr kalten Winter auszeichnen. Dort geht der "Indian Summer" im Herbst typischerweise mit einem besonders trockenen, warmen Wetter sowie strahlend blauem Himmel einher und die bunten Blätter an den Bäumen leuchten intensiv. Der Name "Indian Summer" geht vermutlich auf eine indianische Legende zurück, nach der das Rot der Bäume das Blut eines erlegten Bären darstellt.
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