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Ganszipfel & Katzfischbucht – beim Grünäugl in Gstadt am Chiemsee – 2013

Am Fr., 2. August 2013

Die nette Geburtstagseinladung von Gaby Denk lockt Annette und mich nach längerer Zeit mal wieder ins Chiemgau - meine langjährige zweite Heimat. Der Chiemsee ist der größte See in Bayern und liegt in malerischer Voralpenlandkulisse. Seinen Reiz machen nicht nur die landschaftliche Schönheit, sondern auch die vielfältige Freizeitmöglichkeiten aus, die ihn zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands machen. Die Feier findet im Haus des Schwagers Uli Lohr - er ist mit Gaby´s Schwester Birgit verheiratet - in Gstadt am Chiemsee statt. Der Ort Gstadt liegt direkt gegenüber der Fraueninsel am Chiemseeufer und war in meiner Jugend oft und gerne Anlaufstelle, wenn wir uns ein Boot beim Bootsverleih Grünäugl ausgeliehen haben, um damit schnell und individuell zum Inselwirt oder dem Gasthaus Linde auf der Insel zu kommmen. An die Kleiderordnung haben wir uns bei der Party nicht gehalten - denn der Gegend entsprechend kam der Großteil der Gäste in Tracht - und hatten dennoch unseren Spaß.

Mit dabei
  • Anne und Paul, Gaby Denk, Birgit Denk, Uli Lohr, Annette und Michael Kamm

Das wunderbar gemütliche Fest ist im vollen Gange .... und die Gäste sind überall in lebhafte Gespräche verstrickt.

Annette ist eine der wenigen, die sich nicht in die Tracht geworfen haben. Aber auch eine der vielen, die sich köstlich unterhalten haben ... in diesem Fall hier mit Uli Lohr, dem Gastgeber für das Fest seiner Schwägerin Gaby

An diesem heißen August Abend kann frau schon mal die Dirndlbluse weglassen ... in diesem Fall ist die rechte Blusenweglasserin unsere Freundin Birgit, die Schwester des Geburtstagskindes Gaby

Auch die Goaslschnalzer kommen auf der grünen Wiese zu ihrem Auftriitt

Der Kulturspaziergang durch Gsadt am Chiemsee beginnt bei der katholischen Kirche St. Johannes am Ortsweiher von Breitbrunn. Er führt zunächst durch den Ort, wo man in der Seestraße den Geschwistern Gunild Keetman, Komponistin und Mitarbeiterin von Carl Orff, und Peter Keetman, Vertreter der sogenannten Subjektiven Fotografie, begegnet. Anschließend läuft man durch die Wolfsberger Straße. Dort sammelten sich Autoren der innovativen literarischen Gruppe 47, die sich nach ihrem Gründungsjahr 1947 benannte. Beim naturnahen, frei zugänglichen Strandbad Stadl ist ein Badestopp möglich. Danach spaziert man am Ufer der Halbinsel Urfahrn mit ihrer artenreicher Flora entlang. Von deren äußerster Spitze setzte König Ludwig II. nach Herrenchiemsee über, um den Baufortschritt seines Schlosses zu begutachten. Später ließ sich hier der Schriftsteller und Deutschlands erster Urologe Felix Schlagintweit nieder. In der Nähe wohnte auch der Maler Eugen Croissant. Dessen pastellige, winterliche Ruhe atmende Aquarelle machten ihn als den „Wintermaler des Chiemsees“ bekannt. Nun steigt der Weg an zur 556 m hoch gelegenen Aischinger Höhe in Gstadt, einem der schönsten Aussichtspunkte am Chiemsee mit Blick auf See, Inseln und Alpenkette. Kein Wunder, dass mehrere Freilichtmaler dort eine Malerkolonie bildeten. Sie eröffneten Malschulen, und wer es sich leisten konnte, baute sich am Hang eine Villa. Einige von ihnen stehen heute unter Denkmalschutz. Von der Aischinger Höhe führt der Weg zurück nach Breitbrunn. Die Gegend um Breitbrunn war schon früh besiedelt. Die ersten Siedlungsspuren reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Im Gemeindegebiet fand man Pfeilspitzen, Keramik und eine Steinaxt. Während der Römerzeit gehörte der Chiemsee zur römischen Provinz Noricum. Im Norden des Chiemsees kreuzten sich zwei wichtige römische Fernstraßen. Bei Unterkitzing/Breitbrunn stand in der Nähe von einer dieser Straßen eine Villa rustica, ein römisches Landhaus mit Badehaus, das als Versorgungsstation für die Reisenden diente.

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