Häuslebauer im Oberland on Tour – Option Ohlstadt im heimisch gewordenen Murnauer Umfeld – 1993
Nach der Geburt von Larissa im Jahr 1989 haben Carolina und ich noch weitere zweieinhalb Jahre in unserer schönen See-Wohnung in Seeshaupt gelebt und dies auch nach Pauls Geburt im Juni 1991 einige weitere Monate getan. Im Herbst haben wir uns aus Platzgründen schweren Herzens dazu entschieden etwas Größeres zu suchen und zudem mehr Nähe zu einer städtischen Infrastruktur sicher zu stellen. Die in Seeshaupter Nähe in Frage kommenden Städte Penzberg, Wolfratshausen, Weilheim, Starnberg und Tutzing schieden aus unterschiedlichen Gründen aus. Einmal war es die fehlende Attraktivität der Innenstadt oder auch die zu große Entfernung zur Autobahn oder zu meinem North Sails Büro in Penzberg. So wurden wir nach Abwägung aller Argumente im sehr schönen Murnau am Staffelsee sesshaft. Allerdings mieteten wir zunächst noch ein Haus, bei dem die Eigentümer bereits nach zwei Jahren Eigenbedarf für ihren Sohn geltend machten und wir daher Anfang 1993 wieder erneut auf die Suche nach einer eigenen Immobilie gingen. Paare und Familien, die im Großraum München ein Eigenheim erwerben wollen, stehen oft vor der großen Herausforderung ein gemeinsames Zuhause für die Familie samt Kinder zu finden. Ein Haus in einer attraktiven Lage bietet dabei in Oberbayern eigentlich eine langfristige sowie wirtschaftliche und persönliche Existenzgrundlage. Auf der Wunschliste der meisten Deutschen steht das Eigenheim zu Recht ganz oben. Carolina und ich machen da keine Ausnahme: Unsere Suche führte uns bei unserer intensiven Suche Mitte Januar dabei auch nach Ohlstadt, einem kleinen idyllischen Flecken mit Geschichte, wo wir bei zwei Immobilien auch zufällig unsere Freunde Hans-Peter und Elke Quodt trafen, die das gleiche Ziel wie wir verfolgten und letztlich in Antworf gelandet sind, wo sie bis heute wohnen. Ohlstadt bei Murnau prägt dabei eine ganz eigene Mischung aus Prominenten der Vergangenheit und Gegenwart. Der Gast begegnet dem Wirken der Maler Friedrich August von Kaulbach. Auch Max Beckmann, Wilhelm Busch, Ludwig von Ganghofer, Ludwig Thoma, Luise Rinser und Richard von Kühlmann verbrachten einen Teil Ihres Lebens in Ohlstadt. Der Maler Friedrich August von Kaulbach lebte von 1850 bis 1920. Er erbaute 1893 die Kaulbachvilla in Ohlstadt, die ihm bis 1910 als Zweitwohnsitz im Sommer und von 1910 bis zu seinem Tod als Hauptwohnsitz diente. Sein Atelier dient heute als Museum (auf dem Gelände der Ohlstadtklinik der Landesversicherungsanstalt Unterfranken) und öffnet das Auge für die Motive und Arbeitsweise eines Künstlers des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
- Carolina & Michael Kamm mit Larissa und Paul
Die vier Räume des Ohlstädter Dorfmuseums in der Kaulbachvilla zeigen ein früheres Büro, historische Werkzeuge der Landwirtschaft, Trachten, alte Schlafgemächer und eine Babywiege.
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