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Hölle, Teufelsgraben & Schöpfungsweg – Biblische Wege bei fränkischen Bambergern – 2003

Von Sa., 9. August 2003 bis So., 10. August 2003

Im August verbringen Annette und ich ein flottes Wochenende bei Schneiders in Bamberg. Grund für unsern Besuch im Frankenland ist die Abholung von Paul, der einige Tage bei Phlipp in Bamberg verbracht hatte. Ich selbst war in der Vorwoche mit den beiden im Europa Park Rust bei Freiburg gewesen und hatte die jungen Herren dann während unserer Rückfahrt mit dem Auto aus dem Badischen nach München von Augsburg aus mit dem Zug nach Bamberg versandt. Nun also geniessen wir die schöne Stadt in erweiterter Runde übers Wochenende gemeinsam. Hügel aufwärts, Hügel abwärts, Einkehrschwung: Das ist der richtige Rhythmus für die fränkische Bier-Hochburg mit ihrem Barock, den vielen Gärten und Kirchtürmen Sie führt einen an der Nase herum, die fränkische Welt­kulturerbe­-Stadt mit ihren drei histo­rischen Bezirken: In den Altstadtgassen der barocken Inselstadt duftet es nach backfrischen "Hörnla", nach Würstel und natürlich nach Malz, Hopfen und Hefe. In der Gärtnerstadt auf der anderen Seite der Regnitz erschnuppert man Süßholz und Spitzwegerich. Von einst 600 Betrieben bauen noch 40 Ge­müse, Blumen und Kräuter an, wie Sebastian Niedermaier.das liebe­voll gestaltete Gärtner- und Häckermuseum. Im Mussärol, dem Schaugarten von Gertrud Leumer, wachsen zwischen Wildem Majoran, Ananasminze und Lavendel. Auf dem Benediktinerweg hinauf zur Bergstadt schließlich liegen Silvaner und Honig in der Luft. Seit der Landes­gartenschau 2012 wachsen auf dem Hang unter der Stiftskirche St. Michael wieder Reben. Wer Bamberg erwandert, geht biblische Wege, kommt wahr­scheinlich an der "Hölle" vorbei, die wiederum auf die "Untere Seelgasse" trifft. Im "Teufelsgraben" steht ein Zirkuszelt, und der "Schöpfungsweg" führt über eine Streuobstwiese zum Café Villa Remeis hoch über der Stadt. Dort oben im Paradiesweg geniessen auch Schneiders ihr familiäres Leben und wir kommen immer wieder gerne zu Besuch.

Mit dabei
  • Birgit, Klaus & Philip Schneider, Annette, Paul & Michael Kamm

Aus dem Gewusel der mittelalterlichen Dächer ragen die Residenz und der Dom, in dem der berühmte Bamberger Reiter über das Papstgrab von Clemens II. wacht. Mindestens 20 Kirchtürme sind zu zählen. Zu Hoch­-Zeiten der Bamberger Fürstbischöfe waren alle wichtigen Orden vertreten. Als die Klöster in die Krise kamen, schlug die Stunde der Privatbrauereien, denn das Braurecht war an die Grundstücke gebunden. Im 19. Jahrhundert waren es 65, heute füllen elf Privatbrauereien im Stadt­gebiet ab, nirgendwo ist die Brauerei­ dichte höher als im Bamberger Land.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.