Internationales Messepublikum im Sachsen Hub – GPEC in Leipzig – 2012
Mitte September führte mich mein Weg nach Leipzig. Auf der GPEC - der General Police Equipment Exhibition & Conference - sprich einer internationalen Fachmesse für Innere Sicherheit - hatten wir mit Sympatex unseren ersten Messeauftritt. Von der Walther PPK bis hin zu Maulkörben für Polizei- und Schnüffelhunde war alles an Behörden-Equipment vertreten, was der Markt bietet. Als deutscher Bürger, für den die innere Sicherheit ja in den meisten Fällen eine gefühlte Selbstverständlichkeit ist, geht einem da schon mal ein Licht auf. Das Behörden-Wesen wie z.B. Polizei, Zoll, Justiz etc. war für Sympatex eine wichtige Umsatzsparte. In die Ausschreibungsprozesse überhaupt reinzukommen, die teilweise jahrelang dauerten, war die eigentliche Herausforderung. Der Fakt, daß unser übermächtiger Hauptkonkurrent W.L. Gore den Behörden bei der Erstellung der Ausschreibungen teilweise die Feder führte, machte es auch nicht einfacher. Aber wir konnten den ein oder anderen mit unserer Nachhaltigkeits-Story überzeugen. Wir hatten ja auch einen Profi an Bord. Kerstin Effring, die dem Goliath Gore den Rücken kehrte und zum David Sympatex wechselte. Auf der Messe gab es sogar eine catwalk Präsentation. Ich musste schmunzeln, denn vor meinem inneren Auge verband ich den Laufsteg immer noch mit Samt, Seide und size zero Mädchen und nicht mit klobigen Workwear Stiefeln. Aber man ist ja flexibel.
- Kerstin Effring, Michaela Hellwege, Michael Kamm
Die Demotools winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv waren kleine Teststationen. Einfach die Hand reinhalten und probieren wie es sich anfühlt
3M und Gore - die Giganten der Branche wie immer sehr präsent
Da war Sympatex doch eher minimalistisch unterwegs - dafür aber mit gutem Konzept
"Leibzsch" mit knapp 600.000 Einwohnern ist die grösste Stadt in Freistaat Sachsen. Und mit Freistaat kennen wir uns ja aus. Der Lokalkolorit ist zugegebermassen gewöhnungsbedürftig, aber umgekehrt sagen das die Sachsen wohl auch von den Bajuwaren. Leipzigs Tradition als bedeutender Messestandort in Mitteleuropa mit einer der ältesten Messen der Welt geht auf das Jahr 1190 zurück und war eng mit der langjährigen Rolle Leipzigs als internationales Zentrum des Pelzhandels verknüpft. Im Zuge der Montagsdemonstrationen 1989, die einen entscheidenden Impuls für die Wende in der DDR gaben, wurde Leipzig als Heldenstadt bezeichnet. Die informelle Auszeichnung für den so mutigen wie friedlichen Einsatz vieler Leipziger Bürger im Umfeld der Leipziger Nikolaikirche prägte den Ruf der Stadt. Da passen doch unsere Helden der inneren Sicherheit ganz prima dazu..
Die Weltwirtschaftskrise, beginnend mit dem New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929, hatte den Weiterbau der Leipziger Messe im Frühjahr 1930 beendet. Laut Peter Leonhardt dauerte es sieben Jahre, bis der Weiterbau der Leipziger Messe fortgeführt werden konnte: „Erst 1937 wurde das Vorhaben unter den veränderten Bedingungen der NS-Diktatur wieder aufgegriffen und zeigt wie an wenigen Stellen die Brüche des Jahres 1933 für die Architekturgeschichte“. Curt Schiemichen war inzwischen zu einer „Art Generalarchitekt der Leipziger Messe“ aufgestiegen. Statt mit transparenten Verglasungen arbeitete Schiemichen nun mit Werksteinverkleidungen, so beim Eingangsgebäude an der Prager Straße zur Messehalle.
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