Kaiserzeiten unter Goldenem Dach – Sehenswürdigkeiten in Innsbruck – 2019
Endlich mache ich wieder einmal einen kurzen Besuch im schönen Innsbruck. Ich erkunde die Stadt bei einem Stop auf der Fahrt von München an den Gardasee und während Annette Ihre Kunden in der Stadt besucht. Das überregional bekannte Goldene Dachl ist natürlich Pflichtprogramm; zudem habe ich allerdings auch keine Mühen gescheut und kletterte auf den Stadtturm rauf. Ein guter Aussichtspunkt zur Orientierung und um Innsbruck aus romantischer Perspektive kennenzulernen.
- Annette und Michael Kamm
Mitten in der Altstadt von Innsbruck befindet sich das weltberühmte Goldene Dachl, das Wahrzeichen der Stadt Innsbruck, und das dazugehörige Museum. Kaiser Maximilian I. (1459 - 1519) ließ den spätgotischen Prunkerker anlässlich seiner Eheschließung um 1500 n. Chr. erbauen. Dieser Erker sollte die Gerüchte um die kaiserliche Geldnot zunichte machen und bei öffentlichen Darbietungen und Turnieren als Loge dienen. Das Gebäude selbst wurde bereits unter Herzog Friedrich IV. im frühen 15. Jahrhundert erbaut.
Ein Großartiger Blick über Innsbrucks Dächer wie einst die Turmwächter im Mittelalter. Fast 450 Jahre lang hielten sie vom Stadtturm Ausschau und warnten die Bürger vor Feuer und anderen Gefahren. Die unteren Stockwerke dienten derweil als Gefängnis. Über 133 Stufen erreichen Besucher die 31 Meter hohe Aussichtsplattform. Und sehen nicht nur mittelalterliche Gassen sondern haben auch Bergisel, Patscherkofel, den Inn und die Nordkette im Blick.
Die bunten Häuser direkt am Inn zeugen von der Schönheit dieser Straßen. Hier finden sich viele schöne Plätze abseits des Touristenrummels rund um das Goldene Dachl.
Bereit für eine kurze Verschnaufpause besuchte ich gemäß dem Tages-Motto „Unterwegs über den Dächern Innsbrucks“ das Cafe 360° im 7. Stock der Rathausgalerien. Das runde Café mit hohen Glasfronten und 360°-Balkon macht seinem Namen alle Ehre – Ruhe vom Stadtrummel und eine gemütliche Pause mit guter Sicht auf die Dächer der Stadt sind garantiert.
Der Stadtturm ist gut 50 Jahre älter als das Goldene Dachl, wurde 1450 fertiggestellt und grenzt an das alte Rathaus. Im Vergleich zu modernen Bauwerken wirkt er zwar nicht riesig. 1450 waren seine 51 Meter Höhe allerdings stattlich und ein stolzes Zeichen vom Selbstbewusstsein der Innsbrucker.
Innsbruck bietet eine große Auswahl an unterschiedlichsten Geschäften. Von modernen Shops in den Bereichen Mode, Elektronik, Schmuck, Lebensmittel und Delikatessen, Optik, Schuhe u.v.m. bis zu kleinen, seit Jahrzehnten familiengeführten Fachgeschäften ist alles dabei. Die bekannten Einkaufsstraßen sind die Maria-Theresien-Straße, die Anichstraße sowie iviele kleine Gassen in der Innsbrucker Altstadt.
Die Tiroler Landeshauptstadt hat alles, was eine lebendige Stadt braucht – und ist doch so klein, dass man sich binnen 10 Minuten im Hochgebirge wiederfinden kann. weniger anzeigen Innsbrucker sagen über Innsbruck gern, die Tiroler Landeshauptstadt sei nichts als ein zu groß geratenes Dorf. Das zeugt von stolzer Liebe zur viertgrößten Stadt Österreichs und gleichzeitig von leichter Abschätzigkeit gegenüber allzu Vertrautem. Tatsache ist: Innsbruck ist klein genug, dass fast alle Wege zu Fuß bewältigt werden können. Und Innsbruck ist groß genug, um an den Rändern gierig in Richtung der echten Dörfer in der Umgebung auszufransen. Innsbruck ist klein genug für eine mitunter behäbige Biederkeit, und Innsbruck ist groß genug für den Lebenshunger von 30.000 Studierenden, eine vielfältige Kulturszene, zahllose Restaurants und Lokale für jeden Geschmack und jede Interessenslage. Für Einheimische ist es nicht ungewöhnlich, nach der Arbeit noch schnell eine kleine Mountainbike-Tour auf eine der umliegenden Almen zu unternehmen. Es ist die normalste Sache der Welt, untertags eine schweißtreibende Skitour zu absolvieren und abends eine Oper im Tiroler Landestheater zu genießen oder zum Gig eines DJs in der Bogenmeile zu tanzen.
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