Lokführer unter sich – Märklin Aufsichtsrat in der Burg Staufeneck bei Göppingen – 2009
Nachdem ich im Vorjahr beim Plüschtierunternehmen Nici als Interims CEO intensive Erfahrungen mit der Spielwaren- und Geschenkartikelbranche gemacht hatte, war der Weg zu technischem Spielzeug nicht weit und ich erhielt über Atreus ein weiteres Angebot für das CEO-Mandat eines Marktführers. Wer kennt sie nicht? Seit mehr als 160 Jahren ist die Firma Märklin eine Ikone unter den Spielwarenherstellern und sorgt vor allem mit seinen Modelleisenbahnen bei Kindern und Sammlern für Begeisterung. 1859 gründete Theodor Friedrich Wilhelm Märklin im baden-württembergischen Göppingen eine Firma für Spielzeug im Kleinformat. Bereits die ersten Modelle von Miniatureisenbahnen zeugten von einem hohen Qualitätsanspruch. Jedes Stück wurde mit realistischer Sorgfalt aus Metallen und Legierungen hergestellt, die aus dünnen Blechen, Aluminium, Holz oder synthetischen Materialien bestanden. Die erste Eisenbahn von Märklin erblickte 1891 das Licht der Welt. Sie bestand aus einer Lokomotive mit Uhrwerk. Doch erst in den 1930er Jahren konnte Märklin seine Vormachtstellung festigen. Doch nicht nur auf die Technik wurde viel Wert gelegt, auch auf die Gestaltung der Modellzüge sowie deren Miniaturwelten. Berge, Dörfer und Bahnhöfe sollten möglichst realistisch erscheinen. Und so fuhren die Züge durch dichte nordische Wälder, karge Ebenen des Wilden Westens oder moderne Städte. Es war das goldene Zeitalter der elektrischen Modelleisenbahn. Aber, die Zeiten änderten sich. Im Frühjahr 2009 folgte, trotz aller Bemühungen, die Insolvenz. Den Januar hatte ich noch mit meinen Vertragsverhandlungen mit den PE-Eigentümern in London, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Michel Perraudin in Kitzbühel und dem Aufsichtsrat samt aktuellen Management bei einer Standort Analyse in Burg Staufeneck im Kreis Göppingen verbracht. Die Hohenstaufenstadt Göppingen liegt zwischen Stuttgart und Ulm in einer der schönsten Landschaften Baden-Württembergs. Eine Landschaft, die vielen Miniatureisenbahnfreunden aus dem Modellformat vertraut sein dürfte! Hat aber alles nichts genutzt, denn wenige Monate übernahm der Insolvenzverwalter das Ruder und so wurde ein neuer CEO überflüssig. Schließlich wurde Märklin 2013 von Deutschlands größtem Spielwarenhersteller, der Simba-Dickie-Group, übernommen. Nach dieser dramatischen Phase startete Märklin 2014 mit der Entwicklung des Digital-Decoders mFx+, der den Fahrstand sowie den Energieverbrauch (Kohle, Sand, Diesel) simuliert, wieder durch. Bereits seit 2010 werden regelmäßig neue Eisenbahnmodelle wie der SAPSAN veröffentlicht. 2019 feierte die Marke Märklin ihr 160-jähriges Bestehen.
- Rob Calhoun, Michel Perraudin, Michael Kamm
Vollendeten Genuss, Entspannung auf höchstem Niveau – all das inmitten der faszinierenden Naturlandschaft der Schwäbischen Alb bietet das Hotel Burg Staufeneck im Kreis Göppingen.
Eine fabelhafte Küche mit wunderbaren Weine und eine Auszeit im Wellnessbereich mit beheiztem Panorama-Außenpool bietet sich bei einem unglaublichen Ausblick über das Filstal hoch über den Dächern von Salach ebenfalls an.
Dies gilt besonder dann, wenn man nicht zum Arbeiten hier ist ...
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