Mythos Riva & San Vigilio – Synonym für legendäre Zeiten am Lago di Garda – 2009
Was den Gardasee angeht sind wir lange schon unverbesserliche Wiederholungstäter. Wir selbst, wie auch die Hellmann Family und viele andere unserer Freunde und Familie. Der See, die oberitalienische Landschaft, das Essen, die Sonne und das ganze italienische Lebensgefühl lassen uns seit Jahren nicht mehr los. Jeder Frühling hier ist wunderbar und einzigartig. Besonders verliebt haben wir alle uns in San Vigilio, einen der romantischsten und magischsten Punkte des Gardasees. San Vigilio gilt als einer der schönsten Flecken am Gardasee - mit Sicherheit ist er einer der markantesten. Die Landzunge zwischen Garda und Torri del Benaco gilt mit ihrem kleinen Hafen und der Kirche aus dem 13.Jahrhundert, der Villa Brenzone und der angrenzenden Locanda di S.Vigilio als landschaftliches Gesamtkunstwerk. Daneben ist auch die Bucht von Manerba mit seiner abwechslungsreichen Uferlinie und einigen unserer bevorzugten Lokale ein weiterer Favorit von uns.
- Eva, David, Christopher und Thomas Hellmann sowie Annette und Michael Kamm
Da liegen unsere beiden Schätzchen in all ihrer Schönheit und Pracht! Die zwei Rivas, eine Ariston mit dem Namen Giuco "das Spiel" von der Familie Hellmann und unsere Aquarama "Extravaganza"
Einfach ein traumhaftes Plätzchen: Die Mole am Hafen von San Vigilio.
Nicht umsonst gilt Punta San Vigilio als das Portofino vom Gardasee. Die wunderschöne Halbinsel, die sich zur Mitte des Sees erstreckt, befindet sich seit langem im Besitz der Grafen Guarienti von Brenzone und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Garda.
Mit diesem Anblick und Ausblick kaum zu toppen! Und das auch noch früh im Jahr am Osterwochenende
Ein Ort, der dank dieser Eigenschaften und seiner antiken Gebäude in der Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Auch die Inschrift, die auf dem Eingangsbogen für diejenigen eingraviert ist, die vom Hafen auf die Halbinsel kommen, ist dieselbe Inschrift, die vor 600 Jahren Reisende willkommen geheißen hat: „Lasciate gli affari e gli affanni alla città“, auf Deutsch: „Lasst die Geschäfte und die Sorgen in der Stadt“. Und kommt mit dem Boot!
Ette, immer aufs neue hingerissen von der Kulisse und ihrem Flair
Eva ist glücklich, dass ihre Söhne auch dabei sind.
David ... der nach einiger Zeit in Südafrika jetzt wieder in München lebt
Und Christopher, der wie sein Bruder speziell diese herrliche Ecke liebt
Nach einem Abschiedsblick auf die wunderbare Villa der Eigentümer von San Vigilio geht unsere Fahrt zurück zum Westufer des Sees
in unsere "Heimat". Hier grüßt uns schon das Grand Hotel Fasano.
Die Geschichte des Ristorante Casinò ist sehr interessant: Die Jugendstilvilla wurde im Jahr 1909 errichtet und diente anfangs als Kurhaus und Kursaal, d.h. als öffentliches Lokal, das für die Unterhaltung der Kurgäste bestimmt war.
In der Tat wurde war Gardone Riviera in diesen Jahren bei Deutschen, Engländern, Polen und Russen wegen des milden und gesunden Gardaseeklimas äußerst beliebt. Von September bis Mai fanden hier allerlei Veranstaltungen, Konferenzen und Konzerte statt. Die Villa hatte auch einen 40.000 qm großen Park und im ersten Stock befand sich ein Spielsalon, der in den Jahren 1911/12 und in der ersten Hälfte der zwanziger Jahre in Betrieb war.
Wenn die Geschichte von Romeo und Julia einen glücklichen Ausgang gehabt hätte, könnte man sich den durchaus hier vorstellen. Etwa 20 Minuten von Verona entfernt, hätte sich das Liebespaar heimlich am Ufer des Gardasees treffen können. Wie Sie, wären sie über den Strand zur Villa Fiordaliso gelangt, diesem neoklassischen Wunderwerk, mit seinen Fassaden aus Siena-Erde, den langen Zitronenbaumhecken und dem Salon mit venezianischen Fenstern. Sie hätten ein Zimmer mit Blumennamen wählen können: Iris, Mimosa, Orchidee, Magnolia… und hätten den Abend in der eleganten Pianobar im San Marco-Turm im privaten Hafen ausklingen lassen.
Unterhalb des Vittoriale liegt nicht zu übersehen die Torre San Marco aus dem 19. Jh. Der quadratische Aussichtsturm diente Mussolini als Liebesnest.
Und natürlich das Darsena ... unser liebster Beach Club!
Weiter am Ufer entlang geht unser Trip nach Barbarano, wo sich der "Küchen-Löchle" aus Grafing dieses Schätzchen gegönnt hat
vorbei an versteckten Stegen ... hier gehört er zu einem entzückenden Häuschen der Gräfin Terzi, was früher von Hellmanns über den Sommer gemietet war
Bis zu einem weitern Lieblingspot: In Manerba empfängt uns das Ristorante da Rino mit weißen Tischdecken ... und der längst gedientesten Bedienung der netten Truppe
Vom Restaurant und von der Gartenterrasse aus genießt man einen herrlichen Blick auf den Golf von Manerba und das natürliche Amphitheater der Moränenhügel über Salò. Das Restaurant liegt am Hafen Porto Torchio in Manerba del Garda, dem Ausgangspunkt für Ausflüge in den Park Rocca di Manerba del Garda, zur Insel San Biagio (oder Kanincheninsel) und zur Insel Borghese (oder Gardainsel).
Wie wunderbar, hier im April schon den Vorgeschmack des Sommers zu genießen!
Geburt des Mythos Riva ... angeblich begann 1842 alles mit einem Unwetter und dessen zerstörerischen Folgen... ... für die gesamten Fischerboote, seinerzeit Basis des Lebensunterhalts der meisten Einwohner des kleinen Örtchens Sarnico am Lago d‘ Iseo und mit den unglaublichen Fähigkeiten, eines gerade in Sarnico eingetroffenen jungen Bootsschreiners, diese extrem beschädigten, aufgegebenen Boote wieder zu reparieren. Sein Name war Pietro Riva und er legte den Grundstein für eine der bekanntesten Werften Italiens und für eine weltweite Motorbootlegende, die bis heute nichts an Faszination verloren hat.
Auf Pietro folgt Sohn Ernesto, der die RIVA Boote erstmals mit Verbrennungsmotoren ausstattet und mit dem Bau größerer Transportboote beginnt. Unter Serafino Riva wendet sich RIVA nach Ende des 1. Weltkriegs dem Bau von Sportbooten zu und gewinnt in den 20er und 30er Jahren unzählige nationale und internationale Rennen. Die Marke RIVA ist geboren und wird von Carlo Riva in den 50er Jahren endgültig zu einem Kultobjekt entwickelt: mit seinen Modellen „Ariston“, „Tritone“, „Sebino“ und „Florida“ steht RIVA für Eleganz, Perfektion und Stil, für die Verwendung der besten Materialien, die mit unvergleichlichem handwerklichen Können auf Basis der einhundertjährigen Erfahrung verarbeitet werden.
Als 1962 die „Aquarama“ auf der 3. Internationalen Mailänder Bootsmesse vorgestellt wird, erreicht der Mythos seinen absoluten Höhepunkt. Die „Aquarama“ (ihr Namen ist von dem Begriff „cinerama“ abgeleitet, also den Großleinwänden der amerikanischen Kinos) wird und ist bis heute zu DEM Symbol und Inbegriff von RIVA und zum Objekt der Begierde unter den Prominenten, Reichen und Schönen.
Das Who is Who der bekennenden RIVA-Fans reicht in den 60er Jahren vom Adel (Fürstenfamilie Grimaldi, Prinzessin Ira zu Fürstenberg, Prinz Aga Khan, König Hussein), über Filmstars (Brigitte Bardot, Liz Taylor und Richard Burton, Anita Ekberg) bis hin zum Jet Set, dessen berühmtester Vertreter an RIVA Liebhabern wohl Gunther Sachs sein dürfte. Er war dafür bekannt, sich inmitten der schönsten Covermodels und in illustrer Gesellschaft mit Viktor Emanuel von Savoyen, dem letzten Kronprinzen des italienischen Königreichs, sowie mit Aga Khan, William Holden und amerikanischen Freunden der Kennedys entlang der Côte d’Azur auf einer Aquarama zu vergnügen.
Der „Aquarama“ folgen weitere Modelle, wie die „Aquarama Super“ und die „Aquarama Special“. Obwohl die Werft bereits 1969 parallel mit der Konstruktion von Glasfaserbooten begann, verlässt erst 1996 die letzte „Aquarama Special“ die Produktion. Insgesamt wurden genau 4.352 RIVA Boote in Holz gebaut und davon gerade mal 288 der „Aquarama“. Unglaublich also, wie groß vermeintlich klein sein kann... heute gehört RIVA zur Ferretti Gruppe und stellt – man glaubt es kaum – Motorboote und Yachten der Luxusklasse her, natürlich nicht mehr aus Holz, aber mit dem für RIVA-typischen Stil der zeitlosen Klasse.
Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.