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Orangha im Gärtnerplatzviertel – Runder Geburtstag von Nina Hallwachs – 2001

Am Sa., 15. Dezember 2001

Nina Hallwachs - Freundin, Branchenkollegin und Nachbarin aus der Möhlstrasse feiert ihren 40. Geburtstag und lädt Annette und mich zu ihrem Fest in das Restaurant Orangha in die Klenzestrasse ein. Damals eine gute Location, die später geschlossen hat und dann Jahre später wieder zurück kam. Das Bar-Restaurant von Tommy Bauer hat nämlich nach sieben Jahren Gastro-Abstinenz wieder in den alten Räumen in der Klenzestraße 62 geöffnet. Es hat sich einiges dort getan, seit Bauer im Juli vor elf Jahren unter gleicher Adresse mit Roswitha Kirchgässner erstmals an den Start ging. 2004 musste Bauer trotz bester Kritiken Insolvenz anmelden. Stefan Alof übernahm das Lokal und baute daraus das Rubico, zusammen mit dem Ex-Orangha-Küchen-Chef Martin Baudrexel, der das Restaurant ab 2006 alleine betrieb. Baudrexel stieg bei den Küchenchefs von Vox inzwischen zum Fernsehkoch auf und eröffnete 2009 das Isargold in der Ismaningerstraße. Zuviele Baustellen, weshalb Baudrexel den im Juli diesen Jahres auslaufenden Mietvertrag fürs Rubico nicht mehr verlängerte. Die Isar-Renaturierung 2011 hat dem Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel noch einmal einen ziemlichen Schub gegeben. Immer mehr In-Lokale eröffnen. Im "The Seven" in der Müllerstraße entstanden die teuersten Wohnungen der Stadt, in der Nachbarschaft hippe Läden für Turnschuhe und Brillen. Mit einem Durchschnittsalter von 39,1 Jahren hat der Bezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt laut Statistik der Stadt nach dem Univiertel Maxvorstadt.die zweitjüngsten Einwohner in München. Das Glockenbachviertel ist so ein bisschen das Williamsburg von München. Gentrifizierung, teure Mieten und hipsterisierte Szeneläden beschreiben auch das Glockenbachviertel heute ohne Frage recht treffend. Doch das war natürlich nicht immer so – und würde man vor allem ältere Münchner fragen, was sie mit dem Viertel verbinden, kämen in ihren Erzählungen wahrscheinlich kein überteuertes Augustiner in 0,3-Flaschen und Barbershops vor. Was mir an dem Viertel damals besonders gefallen hat, war der entspannte und weltoffene Flair. Genau wie in Williamsburg auch, lag das vor allem an den Künstlern, Kreativen und Freischaffenden, die seit den 1980er Jahren in die damals noch günstigen Altbauwohnungen zogen. Heute kaum noch vorstellbar. Doch ursprünglich war die Gegend zwischen Müllerstraße und Isar ein Gewerbe- und Arbeiterviertel, weshalb es auch in den 1980er Jahren dort noch verhältnismäßig günstigen Wohnraum gab.

Mit dabei
  • Nina Hallwachs, Michael Kamm

Schade. In der Klenzestraße gibt es das „Orangha“ schon lange nicht mehr.

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