Rallye von Annelie & Fritz Curtius in Lindau am Bodensee – 1990
Carolina, und ich sind zum 50. Geburtstag von Fritz Curtius nach Lindau eingeladen und nehmen zu diesem Trip auch Larissa und unsere Babysitterin aus Seeshaupt mit. Annelie - die aktive Gattin von Fritz - hat eine große Rallye mit vielen Gästen geplant. Wir können am Haggen - oberhalb von Bregenz - in einem entzückenden Haus am Berg wohnen, das wir uns mit Iris und Roman Sauermann teilen. Ein wirklich gelungenes Fest, sehr liebe- und fantasievoll gestaltet und mit tollen Gästen und traumhaftem Wetter belohnt!
- Carolina, Larissa und Michael Kamm, Kurt Rossknecht, Roman Sauermann
So sehen Sieger aus! Caro und Kurt, Teamgefährten bei der Schnitzeljagd, holen sich den ersten Preis. Ihr Werbespot für ein fiktives Joghurt Produkt erhält die meisten Punkte. Vollkommen verdient!
Unser idyllisches Quartier am Haggen. Dieses kleine Häuschen hat uns Cornelius Wiedemann liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt. Auf halber Höhe zum Pfänder, dem Hausberg oberhalb von Bregenz liegt es ganz unberührt und hat atemberaubende Ausblicke zu bieten.
Davon ist auch Caro sehr begeistert.
Der kleinen Larissa gefällt es hier ausgesprochen gut. Viel Auslauf auf der großen Terrasse, im Hintergrund weite Blicke auf den Bodensee.
So ein süßer Lockenkopf,
und immer auf Entdeckungstour.
Annelie und Fritz Curtius bewohnen zu dieser Zeit die herrliche Villa Elena, die ehemalige Villa der Familie Seutter von Lötzen, eine reiche Anlage im Stil der italienischen Spätrenaissance, seeseitig mit Loggia über Altane, Terrassen und Freitreppen, von Eugen Drollinger 1891–1893 erbaut, die Gartenanlage nach Entwurf von Evariste Mertens. Sie liegt direkt am Bodensee mit einmaliger Lage auf die Inselstadt Lindau.
Allerhand Beobachtungsmaterial liefert die 50 zunächst einmal zweifellos den Volkskundlern und Empirischen Kulturwissenschaftlern. Wenn sie 50 Jahre verheiratet sind, feiern die Leute Goldene Hochzeit. Zu ihrem 50. Geburtstag laden sie meist besonders viele Gäste ein, und ein Verein, der 50 Jahre alt wird, erlebt sein erstes wirklich großes Jubiläum. Doch ist an dieser Zahl mehr dran, als dass sie eben schön rund anmutet und die Hälfte der noch runderen 100 ist? Zumindest in der Alltagsbedeutung wohl kaum, meint Volkskundler Professor Hermann Heidrich. Mit mythologieschwangeren Zahlen wie der 7 oder der 12 könne die 50 jedenfalls schwerlich mithalten. Das ist zwar zweifellos richtig, heißt aber nicht, dass nicht trotzdem ein bisschen mehr dahintersteckt. Die oft freud-, zumindest aber immer bedeutungsvolle Seite der 50 lässt sich schließlich bis in die griechische Mythologie zurückverfolgen. Von den Ur-Riesen Hekantocheires und Centimanes heißt es, sie hatten fünfzig Köpfe. Gleich eine ganze Reihe von Gottheiten und Königen der alten Griechen soll zudem 50 Kinder gehabt haben. Munter weiter geht es im Judentum, in dem 50 Tage zwischen dem Passahfest und Schawuot, dem Erntedankfest, liegen. Die Christen wollen dem nicht nachstehen und feiern ihrerseits regelmäßig 50 Tage nach Ostern das Pfingstfest. Der hübsche alttestamentarische Brauch, alle 50 Jahre ein Jubeljahr auszurufen und allseits die Schulden zu erlassen, ist jedoch wohl zum Leidwesen so manches neuzeitlichen Finanz-Hasardeurs aus der Mode gekommen. Der jüdische Religionsphilosoph Philo von Alexandrien, gestorben wohl im Jahr 50 (!) nach Christus, gerät in seiner ›Vita Contemplativa‹ sogar richtiggehend ins Schwärmen über die Zahl 50: »Sie ist die heiligste und der Natur am meisten entsprechende Zahl, da sie aus der Potenz des rechtwinkligen Dreiecks gebildet wurde, welches der Anfang für die Entstehung ist. 32+42+52 = 50. Dieses rechtwinkelige Dreieck ist ein wahres Symbol des Kosmos; die Summe der Katheten 3+4=7 ergibt die Zahl der Planeten, zählt man die Hypotenuse hinzu, 7+5=12, kommt man zur Zahl der Tierkreiszeichen, die Potenz ergibt, wie schon gezeigt, die Zahl 50.« Auch wenn nicht jeder im rechtwinkligen Dreieck ein Symbol des Kosmos zu erkennen vermag und sich die Zahl der Planeten seit der Zeit des zitierten Philosophen auf neun – beziehungsweise nach der jüngsten Rückstufung von Pluto zum Zwergplaneten nur noch acht – erhöht hat, gebührt Philo von Alexandrien zweifellos diese eine Ehre: Niemand hat der 50 schöner gehuldigt als er.
Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.