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Relaxter Gebrauchtwagenkauf in Puerto de la Cruz – bei César Manrique, Ziggy, Biggy & Benjamin auf Teneriffa – 1985

Von Sa., 18. Mai 1985 bis So., 26. Mai 1985

Nach unseren im Frühjahr geschriebenen Examensprüfungen gönnen Nici und ich uns eine Auszeit und fliegen auf die kanarischen Inseln, um dort unsere Auswandererfreunde Ziggy & Biggy zu besuchen. Wir haben uns im sehr schönen Hotel Semiramis eingebucht, einer herrlichen Anlage mit üppigen Garten, tollem Pool und grandiosem Ausblick. Puerto de la Cruz ist eine Stadt an der Nordküste Teneriffas, der größten der zu Spanien gehörigen Kanarischen Inseln. Sie ist für ihre Strände aus dunklem Vulkansand und den weitläufigen Zoo Loro Parque bekannt, der im Westen der Stadt liegt. Tagsüber genossen wir das schöne Wetter am Pool mit lesen und Nichtstun und abends trafen wir uns mit Freunden und Bekannten von Nuemanns und waren gemeinsam bei großartigen Abendessen. Zudem habe ich dort durch Ziggy ein schönes Auto entdeckt und mir einen Volvo 1800 ES gekauft! Biggy betrieb damals einen Wolladen für die touristischen und einheimischen Strickfans und Ziggy war als Reiseleiter für die TUI tätig. Sie hatten in bester Lage von Puerto Cruz ein sehr nettes kleines Haus in Puerto Cruz, zudem einen irischen Setter namens Benjamin und eine kleine Katze.

Mit dabei
  • Ziggy & Biggy Nuemann, Nicola Schielin und Michael Kamm

Eine verdiente Erholung nach dem ganzen Prüfungsstress! Dieser Ausblick durch die Kakteen in unserem Hotelgarten aufs tiefblaue Meer und die Anlage des Lago Martianez von César Manrique entschädigt für vieles. Cesar Manrique war ein bekannter Kreativer von den Kanarischen Inseln und wuchs in Puerto Naos, dem alten Hafen von Arrecife auf. Später absolvierte er ein Studium zum Bauingenieur an der Universität La Laguna auf Teneriffa. Durch Zeitschriften, die sein Vater von Geschäftsreisen mitbrachte, lernte er früh die Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse und Georges Braque kennen. Manrique verbrachte die Sommerurlaube mit der Familie im Nordwesten Lanzarotes in Caleta de Famara, einem kleinen Fischerdorf. Die dortige Steilküste und die sich schnell ändernden Wetterlagen mit ihrem wechselnden Farbenspiel auf den Felsen beeindruckten ihn in seiner Jugend und beeinflusste sein künstlerisches Schaffen.

Die großzügige Anlage unseres Hotels, das über 10 Stockwerke in die Steilküste gebaut ist und oben noch diesen gigantischen Pool in XL Format hat

Stricken geht in jeder Lebenslage und auf jedem Breitengrad.

Zwischendurch ein paar Bahnen schwimmen.

Mal zur Abwechslung etwas Schöngeistiges lesen

und das alles in diesem tropischen und gepflegten Paradiesgarten.

Eine überaus gute Wahl, das Hotel Semiramis.

Nur noch übertroffen von meinem neuen Liebling ... einem Fundstück aus Teneriffa

Den Schneewittchensarg – diesen märchenhaften, aber auch makabren Spitznamen muss er sich mit dem Messerschmitt Kabinenroller und mit dem Braun Phonosuper SK 4 teilen.

Die Fahrt in unser heutiges Abendlokal - in dem es köstliche kleine runde Kartoffeln gab - führte auch an interessanten Grundstücken vorbei

Ausflüge mit dem Volvo machen auf diesen engen und kurvigen Strassen richtig Spaß!

Stolzer Besitzer! Der Schneewittchensarg P1800 ES ist einer der beliebtesten schwedischen Klassiker – und gemeinsam mit seinem Coupé-Bruder P1800 auch mit Abstand der teuerste klassische Volvo. Rund 25.000 Euro sind für ein gepflegtes Exemplar im Zustand 2 laut Classic Analytics fällig (Stand 11/2014). Für mäßige Fahrzeuge im Zustand 4 liegt der Einstiegspreis bei rund 7.500 Euro. Alltagstaugliche Exemplare von Kombi und Coupé gibt es ab etwa 10.000 Euro. Das Coupé wurde übrigens knapp fünf mal so häufig gebaut – ca. 39.500 Exemplare gegenüber 8.078 Kombis.

Tja, Ziggy, der stand auch Dir gut!

Weiter geht die Fahrt über die Insel Teneriffa, die viel zu bieten hat.

Hoch hinaus – im wahrsten Sinne des Wortes – wollte Puerto de la Cruz in den 1960er Jahren. Die Stadt wuchs rasant und wurde die Top-Urlaubs-Destination der Kanarischen Inseln und ganz Spaniens. Der Preis den die Stadt dafür zahlte, war hoch und ist bis heute zu sehen: Hochhäuser, Verkehrschaos, Verlust der eigenen Identität. Ende der 1960er begann ein Umdenken: Zurück zum Ursprünglichen, weniger Hochhäuser – und wenn, dann niedriger, Einbeziehung der natürlichen Gegebenheiten in die Stadtplanung. Einer, der an dieser Entwicklung einen maßgeblichen Anteil hatte, ist César Manrique. Der Architekt, Maler und Umweltschützer stammt von Teneriffas Nachbarinsel Lanzarote. Dort setzte er sich für eine traditionelle Architektur ein. Er trug maßgeblich dazu bei, dass auf der Insel keine Hochhäuser gebaut werden durften – ganz im Gegensatz zu Teneriffa und auch Gran Canaria. Hier schossen die – aus heutiger Sicht – Bausünden jahrelang wie Pilze aus dem Boden. In Puerto de la Cruz bekam Manrique den Auftrag, eine Bademöglichkeit für die Stadt zu schaffen. Durch die starken Strömungen und Wellen ist das Baden an der Nordküste Teneriffas eher gefährlich. Anfang der 1970er Jahre begannen die Bauarbeiten zum Lago Martiánez. An einem von der Brandung meist überfluteten Kap am nördlichsten Zipfel der Stadt entstand eine riesige Badelandschaft mit einem großen See, dem Lago, und mehreren kleineren Schwimmbecken. Die neue Anlage grenzte direkt an das damals schon bestehende Schwimmbad von San Telmo. Dessen zwei Schwimmbecken wurden in den Lago Martiánez integriert.

Selbst Bananen gedeihen hier. Benjamin, der lebhafte Irish Setter, will jedenfalls nicht mehr weg.

So eine Augenweide!

¡Hola! Darf ich ihnen mein schönes Heim zeigen?

Meine niedliche Mitbewohnerin.

Unser lieber Gast aus München.

Gemütlich und geschmackvoll eingerichtet, ja, schön haben wir es hier.

Das haben diese beiden hier vollbracht, mein Frauchen und Herrchen. Echt klasse, die zwei.

Das ist ihr Strick & Woll Laden in Santa Cruz, ein Paradies für Nici, unsere Strickliesl.

Santa Cruz ist eine fröhliche und helle Stadt. Ihr wohl bekanntestes Fest ist zweifelsohne der Karneval, der zum Fest von internationalem touristischen Interesse erklärt wurde. Ihre jährliche Durchschnittstemperatur von 21,2 ºC lädt dazu ein, sich im Freien aufzuhalten, in den Alleen und in den Parks. Im Stadtzentrum gibt es zahlreiche, sehr belebte Fußgängerzonen, in denen es ein Vergnügen ist, einkaufen zu gehen, denn man findet dort Produkte aus aller Welt. Die bedeutsamsten historischen Gebäude stehen hier Seite an Seite mit großartigen Bauten der modernen Architektur. Außerdem gibt es hier mehrere Museen und Kunsthallen, doch ihr wohl größter Ausstellungsraum befindet sich unter freiem Himmel, denn in einigen ihrer Alleen und Parks stehen Werke von Henry Moore, Martín Chirino, Joan Miró, Óscar Domínguez und anderen Künstlern. Ihre beliebtesten Badezonen sind etwas vom Stadtzentrum entfernt. Hierzu zählen die entlegenen Strände Taganana und Benijos, aber auch die von Palmen gesäumte Playa de las Teresitas, die sich ganz in der Nähe des Fischerdorfs San Andrés befindet.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.