Roller Coaster und Bächle – Südwest-Excursion ins badische Freiburg im Breisgau – 2003
Während einer Reise durch die USA kommen Franz Mack und sein Sohn Roland 1972 auf die Idee, einen eigenen Freizeitpark mit einem Unterhaltungsangebot für alle Altersklassen zu eröffnen. Dieser soll zugleich als Ausstellungsfläche für die in Waldkirch von Mack Rides hergestellten Produkte dienen, damit potentielle Kunden sehen können, wie die Fahrgeschäfte in der Praxis laufen. Die Realisierung dieses Projektes dauert schließlich drei Jahre. So öffnet der Europa-Park 1975 zum ersten Mal seine Tore. Die Besucherzahlen geben ihnen recht: 250.000 Besucher kommen 1975, ein Jahr später bereits 700.000, 1978 die erste Besuchermillion. Ein entscheidender Schritt ist 1982 die Eröffnung des Italienischen Themenbereiches und die Umsetzung des europäischen Themenkonzeptes mit Bühnenbildner und Filmarchitekt Ulrich Damrau. Das europäische Themenkonzept wird mit viel Liebe zum Detail konsequent verfolgt: Es entstehen Holland (1984), England (1988), Frankreich (1990), Skandinavien (1992), Spanien (1994), und die Deutsche Allee (1996). Das Konzept erweist sich auch vor dem Hintergrund der parallel verlaufenden, politischen Neuordnung Europas als visionär. 1985 unterzeichnet, öffnet das Schengen Abkommen in den folgenden zehn Jahren die Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten. Der hohe Qualitätsanspruch der Brüder Mack - die mir im Frühjahr 2001 eine ihrer beiden Riva Aquaramas zum Kauf anboten - zahlt sich aus. Ob Gastronomie, Fahrgeschäfte, Gartenanlagen oder Shows: es wird stets auf höchstes Niveau geachtet. Bereits 1990 gibt die Stiftung Warentest dem Europa-Park als einzigem deutschen Freizeitpark die Note „sehr gut“. Zwei Millionen Menschen besuchen den Park 1991. Für Philip Schneider, Pauls Freund Christopher Harvey, Paul selbst und mich ist der Besuch in Freiburg und Rust das Finale einer gemeinsamen Urlaubswoche - die mit einem 30er Segeltörn um den Starnbergersee startete - wobei wir es uns auch nicht nehmen lassen in diese perfekt gemachte Scheinwelt einzutauchen. Allerdings sind wir beim Sightseeing im schönen Freiburg auch auf durchaus bodenständigen Badener Pfaden unterwegs.
- Philip Schneider, Christopher Harvey, Paul & Michael Kamm
Zwar kann man auch im Europapark selbst wohnen ... wir entschieden uns allerdings für das schöne Hotel Colombi mitten in der Freiburger Altstadt. Das ruhig gelegene Haus ist ein idealer Ausgangspunkt, um eine der schönsten Städte Deutschlands zu erkunden, um Ausflüge in die Weinregionen Kaiserstuhl und Markgräflerland, in den erholsamen Schwarzwald oder in das benachbarte Elsass zu unternehmen.
Die Freiburger Bächle sind ein Wahrzeichen der Stadt Freiburg im Breisgau. Seit dem Mittelalter urkundlich belegt, finden sich die mit Wasser der Dreisam gespeisten, künstlich angelegten Wasserläufe in den meisten Straßen und Gassen der Altstadt. Die Gesamtlänge der Bächle beträgt 15,9 Kilometer, von denen 6,4 Kilometer unterirdisch verlaufen.
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