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Ruhige Kugel in der Möhlstrasse – Geburtstag ohne Gäste – 2018

Am Mo., 3. Dezember 2018

Annettes Geburtstag feiern wir in diesem Jahr einmal nur zu zweit und ganz ohne Gäste in unserer Wohnung in der Möhlstraße 32. Erst am Wochenende waren wir von unserer Marokko Reise mit Hellmanns, Hafenmeiers und Warcholas nach Agadir zurückgekommen und ich musste am folgenden Dienstag sehr früh zu Sitzungen nach Brüssel. So genießen wir einen gemütlichen Abend allein und erfreuen uns unserer Wohnung in der wunderbaren Möhlstrasse. Die Möhlstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtteil Bogenhausen von München. Sie ist nach dem königlichen Hofgartendirektor Jakob Möhl benannt, der unter anderem die nahe gelegene Prinzregent-Luitpold-Terrasse geschaffen hat. Er wohnte auch als früherer Nachbar vor hundert Jahren schräg gegenüber von uns, denn 1894 wurde als eine der ersten Villen der späteren Möhlstraße eine Doppelvilla auf den Grundstücken Möhlstraße 35 und Möhlstraße 37 errichtet. Architekten waren die Gebrüder Adam, Johann Grässel und Max Krauss. Als Besitzer ist 1895 der »Königliche Hofgärtendirektor a.D.«Jakob Möhl eingetragen, der der ganzen Straße seinen Namen gab und als deren »Vater« er bezeichnet werden darf, da nach seinen Plänen Straßenführung, Bautrassen und Bauplatzverteilung der Möhlstraße erfolgte. Jakob Möhl selbst verkaufte sein Anwesen für 80.000 Mark aber bereits im Jahr 1900 weiter an den Rechtshistoriker Dr. Karl von Amira und seine Frau Maria. Ende der 1920er Jahre ging die ehemalige »Möhl-Villa« an das Apothekerehepaar Hilde und Hermann Vogel und an 1938 an die Familie des Bankdirektors Hallwachs, der sie noch heute in dritter Generation - durch unsere Freundin Nina und ihren Bruder - gehört. Seit Anfang 1946 war hier die »Hebrew Immigrant Aid Society« (HIAS) unter der Leitung von Henry Ortner tätig. Sie organisierte zusammen mit dem »American Joint Distribution Committee« (JDC) in der Siebertstraße 3 die Auswanderung jüdischer DPs.

Mit dabei
  • Annette & Michael Kamm

Das Wirte-Ehepaar Anna und Lorenz Betz ließen im 1900 zwei Villen auf Grundstücken in der Möhlstraße errichten. Eine der beiden Villen verkaufte man sofort nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1902 für 138.000 Mark an die Weißbierbrauerei Besitzerswitwe Mathilde Schneider. Bis heute ist die Villa im Besitz der Familie Schneider.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.