Sailing Capital of the World – Vanderbilts Breakers in Newport – 1994
Im Oktober genossen Carolina und ich mit unseren beiden Vorschulkids Larissa und Paul, eine Woche Urlaub im US amerikanischen New England. Im Rahmen dieser Reise war auch ein Tag für ein Board Meeting bezüglich North Sails eingeplant, das diesmal in Newport, Rhode Island, stattfand. Vor dem Hintergrund meines gerade mit Klaus J. Jacobs gestarteten Verkaufsprozesses bezüglich North Sails Windsurfing war dieses Meeting bezüglich notwendiger Compliance und späterer Vereinbarungen sehr wichtig für mich. Der Meetingort Newport war über viele Jahre das "Sailing Capital of the World". In den Gewässern rund um Newport fand während der Dominanzjahre der US Segler x-mal der legendäre Americas Cup statt und auch die Naval Station ist hier angesiedelt. Was dem kleinsten Bundesstaat der USA an Größe fehlt, macht er mit seiner reichen Kultur und natürlichen Schönheit mehr als wett. Den Spitznamen „Ocean State“ hat sich Rhode Island mit seinen 643 km Küste gänzlich verdient. Weisse Sandstrände soweit das Auge reicht und prächtige Villen, die Geschichten von Macht, Geld und Familiendramen erzählen. Willkommen bei den Vanderbilts. Im nahe gelegenen Milford im westlich angrenzenden Bundesstaat Connecticut war die North Sails Group Inc. ansässig. Von dort aus wurde weltweit der Bereich North Sails Yachtsegel durch Tom Whidden geleitet. Die internationalen Windsurfing Aktivitäten mit Sportswear und Special Sports wie Paragliding und Kitesurfing wurde durch Michi und mich in Penzberg gemanaged. Allerdings war ich damals bereits in der konkreten Planung, unsere North Sails Surf Group zu veräussern. Davon sollten unsere US Partner - die das letzte Wort bei Markenrecht und Lizensierung hatten, noch nichts wissen, bevor der KJJ Deal nicht in trockenen Tüchern war. Unsere Trumpf Karten in der Hinterhand wollten wir selbst ausspielen. Ganz "Good Boys" zahlten wir all unsere Lizenzverbindlichkeiten an die North Sails Group Inc vorzeitig zurück und machten damit alle super happy! Zudem zogen wir uns aus dem riskant werdenden Paraglider Geschäft zurück. Nach dem erfolgreichem Meeting hatte ich auch noch eine wunderbare Zeit mit der Familie.
- Carolina, Larissa, Paul & Michael Kamm
- David Johnson & North Sails Board
Die Breakers Villa. Das Gebäude ist die größte Privatresidenz von Newport und wurde von 1893 bis 1895 für rund sieben Mio. Dollar für Cornelius Vanderbilt II, Enkel von Cornelius Vanderbilt, an Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus der Familie erbaut. Davor erstreckt sich eine 5 Hektar große Gartenanlage. Breathtaking view auf den Atlantik!
Caro, Paul, Larissa und David Johnson vor dem Elternhaus von Jacqueline Bouvier, besser bekannt als Jackie Kennedy oder Jackie Onassis. Sie kam aus einer vermögenden Bankiersfamilie
Schon mal üben wie es sich als Hausherr so anfühlt … David Johnson aus der Westküsten Metropole Seattle schaut an der Ostküsten etwas betreten
Da stockt einem der Atem vor lauter Schönheit. Die im Wind klackernden Masten tun ihr Übriges. Rhode Island Feeling pur
Hier ist alles "big" und weitläufig. Die Amerikaner haben generell keine Berührungsängste mit ihrem Reichtum und zeigen ihn gerne. In Deutschland wäre eher eine Neiddebatte angesagt
Papa und die Kids nach dem Meeting und vor dem Bouvier Anwesen mit seinem Traumblick auf den Hafen
Die Küstenlinie ist fast 700 Kilometer lang. Ein sechs Kilometer langer Küstenwanderweg führt zwischen Atlantik und den Gärten und Parks der Villen am Rande von Newport entlang.
Nach dem Meeting war Familienzeit. Wir liefen den einzigartigen Cliff Walk, der sich ca. 6 km direkt an der Küste erstreckt und gigantische Ausblicke auf die herrschaftlichen Sommersitze der Astors, Rockefellers und Vanderbilts bietet. Im 19. Jahrhundert - dem sogenannten "Gilded Age", das die wirtschaftliche Blütezeit nach dem Sezessionskrieg einläutete - dienten die Paläste den steinreichen und einflußreichen Familien als Feriendomizil. Das prachtvollste der „Sommerhäuschen“ trägt den Namen The Breakers, welches wir auch innen besuchen konnten. Der Palast im Stil der italienischen Renaissance ist mit seinen 70 Zimmern ein besonderer Schatz der wohlhabenden Familie Vanderbilt, die holländische Wurzeln hat und mit railroad und shipping Business zu ihrem Reichtum kam. Mehr als die beeindruckende Architektur genossen wir jedoch die spektakuläre Landschaft und den täglichen catch of the day. Genuss für alle Sinne!
Das stolze Headquarter des New York Yacht Clubs - einem elitären Club, dem man nur per Einladung vom sogenannten Commodore beitreten kann. Der Club ist der Ausrichter des America Cups
Die harten Jungs vom Newport Football Rugby Club. Die neuzeitliche Kluft will so gar nicht in die traditionsumwobene Szenerie passen..
Die Vanderbilt Familie gehörte zu den Four Hundred, die New Yorker Elite während des Goldenen Zeitalters der USA (1870-1900). Die Gruppe wurde von der Astor Familie geführt und es waren mehrere alte amerikanische Kolonialfamilien darin vertreten: Livingston, Van Rensselaer, Schuyler, de Peyster, Bayard und Winthrop. Diese Kolonialfamilien waren die führende Elite bis zur Gründung der USA 1776 und waren von da an mit den Familien einzelner Gründerväter verbunden, in die sie auch heirateten.
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