Um Ihre Website-Nutzung zu optimieren, verwenden wir Cookies. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie diese Website weiter nutzen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung für weitere Informationen.

OK

Strategischer Abgleich mit Grauen Eminenzen – Abendmahl mit Dr. Leopoldo Poppi in Mailands bester Lage – 1991

Am Mi., 20. Februar 1991

Nachdem ich im Spätherbst 1990 zusammen mit Michael Plank von Terry Kohler die North Sails Surf Gruppe erworben hatte war ich im Frühjahr 1991 dabei unser Terrain zu sichern und abzustecken. Dazu gehörte unter anderem auch die klare Trennung der diversen North Sails Produktgruppen wie One-Design- und Yacht-Segel sowie deren internationale Kunden. Zudem ging es mir auch um den Umfang und das Vertriebsgebiet unserer North Sails Sportswear. Da wir uns seit einigen Wochen auch mit der Übernahme der Segelmacherei in Garatshausen beschäftigten und mit North Sails Surf Italy zudem eine Beach- & Surf- Bekleidungs-Kollektion im Angebot hatten, war mein wichtigster Gesprächspartner Dr. Leopoldo Poppi. Die graue Eminenz aus dem italienischen Ligurien war langjähriger North Sails Partner im Big Boat Business und zudem Distributeur von Marken wie Mistral, Gotcha, Henri Lloyd und anderen. Leo hatte sein Büro zwar in Rapallo, lebte allerdings auch in einer prächtigen Wohnung in Mailand, wohin er mich einlud, um unsere unterschiedlichen Standpunkte zu Kunden und Produkten zu besprechen. Bei Reisenden, die es nach Italien zieht, steht Mailand vielleicht nicht unbedingt ganz oben auf der Reiseliste – so mancher hat den Eindruck, dass die Stadt nicht besonders aufregend ist und dort eine eher geschäftliche Atmosphäre vorherrscht – dabei hat die Stadt eigentlich einiges zu bieten. So beherbergt das Refektorium von Santa Maria delle Grazie eines der absoluten Meisterwerke der italienischen Kunst: Das Abendmahl von Leonardo Da Vinci. Die sogenannte 'Ultima Cena' oder 'Cenacolo' wurde in einem Zeitrahmen zwischen 1494 und 1497 gemalt. Die Unterbringung dieses Werks eben dort, wo sich die Pater zum Essen trafen, ist alles andere als selbstverständlich. So wurde die Anwesenheit dieses Werks inmitten des alltäglichen Geschehens bei Mittag- und Abendessen zu einem ständigen Aufruf für die Pater, der fast darauf hinweisen sollte, dass das Leben der christlichen Gemeinde eine Erweiterung des Leben Christi und der Apostel ist. An diesem Ort vereint sich das religiöse Thema mit dem Historischen und Künstlerischen. Leonardo schuf mit dem letzten Abendmahl ein wunderbares Beispiel der neuen Perspektive in Norditalien, die ursprünglich der Florentiner Kunst entsprungen war. Dabei öffnete er die Hintergrundwand des Refektoriums mit der Illusion eines geräumigen Zimmers von der Kassettendecke. Im Jahr 1999 wurde nach über zwanzig Jahren der letzte Restaurierungseingriff abgeschlossen. Er brachte, dank der Entfernung vieler Übermalungen Reste dessen ans Tageslicht, was von den ursprünglichen Entwürfen übrig blieb.

Mit dabei
  • Dr. Leopoldo Poppi & Michael Kamm

Wer eine grandiose Aussicht über Mailand genießen will, sollte auf den Torre Branca (dt. „Branca Turm“) hinauffahren. Der 109 Meter hohe Eisenturm mitten im Simplonpark ist eines der höchsten Gebäude der Stadt. Von der Aussichtsplattform an der Spitze des Turms hat man einen einmaligen Blick über die Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie die Spitze des Mailänder Domes, das Castello Sforzesco und den Simplonpark. An klaren Tagen reicht die Sicht sogar bis zu den Alpen im Norden und zum Apennin im Süden.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.