Um Ihre Website-Nutzung zu optimieren, verwenden wir Cookies. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie diese Website weiter nutzen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung für weitere Informationen.

OK

The Peak, Happy Valley & Teambuilding in Hongkong – 2010

Von Fr., 12. März 2010 bis Mi., 17. März 2010

Im März flog ich zu meiner ersten Sympatex Sondierungsrunde nach Hongkong. Ich verschaffte mir ein Bild über die personelle sowie räumliche Situation im dortigen Office. Zugegebenermassen war ich überrascht. Wir logierten in einem sündhaft teuren Büro im Ocean Terminal auf der Hongkonger Kowloon Seite - mit genialem Blick auf den Victoria Harbour. Hier hätte man eher ein Unternehmen erwartet, daß floriert und nicht ab und an mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hat. Die Zeichen standen für uns eher auf Restrukturierung und so mussten wir uns neu und zukunftsfähig aufstellen. Zu den immensen monatlichen Mietkosten passte auch das m.E. unangebrachte Salaire des damaligen Managing Directors Aarun Kohli. Ein professioneller Textiler mit profundem Know-How, der sich gut verkaufen konnte und ein für sich sehr favorables Paket mit meinem Vorgänger verhandelt hatte. Inklusive Familie, Housing, Schooling und aller Annehmlichkeiten eines Expat Lebens - versteht sich. Die horrende Summe konnte sich Sympatex nicht mehr leisten und so trennten sich unsere Wege bereits zum zweiten Mal nach kürzester Zeit. Denn während meiner Aigner Zeit versuchte er bereits in der Lederbranche anzuheuern. Daniele Grasso, unser Semi-Italiener aus dem Headquarter in München startete mit neuen Kunden in Asien, bevor dann der Nachfolger von Aarun Kohli, Tony Wong, das Ruder in Hongkong übernahm. Das weitere Team bestand aus unserem deutschen Trainee Max, einem pfiffigen jungen Mann sowie einem Einkäufer und 2 engagierten Damen. Mit einer der beiden - Nathalie Chu - habe ich fast sieben Jahre lang super zusammen gearbeitet. Ein sehr überschaubarer Rahmen im Teambereich. Nun sind ja Antrittsbesuche entscheidend für das zukünftige Miteinander und unpopuläre Entscheidungen sind besser zu verdauen, wenn man eine gute persönliche Basis gefunden hat. Aus diesem Grunde unternahmen wir unser erstes Teambuilding-Event und wanderten um den Victoria Peak, die mit 552 m zweithöchste Erhebung rund um Hongkong. Wir nahmen die Peak Tram, die in 1888 - wie kann es anders sein - von Schweizern erbaut wurde. Am Abend gab es noch eine lockere Zockerrunde beim Pferderennen in Happy Valley. Ursprünglich ein malariaverseuchtes Sumpfgebiet und späterer Friedhof wurde der Sumpf im 19. Jahrhundert trockengelegt und unter anderem in 1846 die Pferderennbahn Happy Valley Racecourse ins Leben gerufen. Das in Hongkong Island gelegene Areal fasst 55.000 Zuschauer. Da wallte nicht nur das Jockey Blut...

Mit dabei
  • Aarun Kohli, Daniele Grasso, Christian Ewert und Michael Kamm

Unser überschaubares Team im Hongkong Office, das sich in Zukunft ein wenig neu aufstellen sollte...

Aarun Kohli mit offensichtlich indischen Wurzeln ahnte offensichtlich schon bei unserem Teambuilding Event, daß er nicht mehr lange Teil davon sein würde

Ausser Christian Ewert, meinem langjährigen Buddy aus North Sails Zeiten, lachte hier niemand

Ich nahms gelassen, denn manch harte Entscheidung musste auch in Zukunft getroffen werden

Als im 19. Jahrhundert die Malaria in Hongkong grassierte, war der Victoria Peak bevorzugtes Wohngebiet der Kolonialherren. Heute erreichen die Grundstückspreise am Peak astronomische Werte. Je höher je teurer ...

Wenn der milchige Nebel, der ständig über Hongkong Island wabert, sich lüftet ist es immer wieder wie "Vorhang auf"

und die Betonriesen kommen step by step zum Vorschein

Bald mussten sich unsere Kollegen vom schönen Ausblick auf den Victoria Harbour verabschieden. Auf zu neuen Ufern...

Der Happy Valley Racecourse by night - eine tolle Atmosphäre. Im chinesischen heisst es übersetzt: Platz für Pferdeauslauf.1884 wurde zur Förderung des Pferderennsports der Hong Kong Jockey Club gegründet

Um den britischen Einwohnern Pferderennen bieten zu können, beschloss die damalige Kolonialregierung den Bau einer Pferderennbahn. Das Gebiet war zuvor Sumpfland, aber gleichzeitig auch die einzige flache Ebene, die geeignet war, um eine Pferderennbahn auf Hong Kong Island zu errichten. Um Platz für die Rennbahn zu schaffen, verbot man den umliegenden Dörfern den Anbau von Reis. Happy Valley Racecourse wurde 1845 erbaut; das erste Rennen fand im Dezember 1846 statt. Im Laufe der folgenden Jahre wurde das Pferderennen auch bei den chinesischen Bewohnern immer beliebter. Am Nachmittag des 26. Februar 1918 brach eine vorübergehend errichtete Zuschauertribüne zusammen. Hunderte Menschen hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Tribune auf, als die aus Bambus errichtete Konstruktion nachgab. Beim Einsturz entflammten die Feuerstellen der dort aufgebauten Imbissstände den zum Bau verwendeten Bambus. Das Feuer griff rasch um sich, so dass bis zum Zeitpunkt, als das Feuer unter Kontrolle war, 614 Tote gezählt wurden. Die Anlage wurde im Laufe der Jahre weiter ausgebaut, die letzte größere Erweiterung war im Jahr 1995.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.