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Tutzing adieu – Penzberg olé – North Sails Powerhalse ins schöne Oberland – 1992

Am Mi., 20. Mai 1992

In Garatshausen - einem Ortsteil von Tutzing am Starnberger See - war seit dem Jahr 1972 die Heimat der deutschen North Sails Segelloft unter Leitung von Eckart Wagner. Ein schönes Fleckchen Erde zum Arbeiten und natürlich auch zum Live-Testen der Produkte, vor allem wenn der Wind am See draußen mal wieder ordentlich blies. Die Segelmacherei mit Produktion und Verwaltung war in einem eigenen Gebäude in der Alten Traubinger Strasse untergebracht und die Surf Division war Mieter der ehemaligen Kreidler Villa in der Hauptstrasse 10. Dieses Anwesen mit Seezugang war vor der Insolvenz der gleichnamigen Zweiradfirma von der Eigentümerfamilie Kreidler bewohnt und wurde dann zum Internationalen Headquarter der North Sails Surf Gruppe umfunktioniert. Damals war Surfen allerdings Trendsport und die Mitarbeiter Anzahl der Surfsegel-Company wuchs so schnell, daß es in Tutzing einfach zu eng wurde. So mussten wir uns leider von der Traum-Location verabschieden und zogen ins nahe Penzberg, wo wir ein grosses Verwaltungsgebäude anmieteten und uns ausbreiten konnten. Auf dem selben Grundstück befand sich in 200 Meter Entfernung auch noch unser zentrales Lager. Um final die gesamten Wassersportaktivitäten an diesem Standort zu konzentrieren, bauten wir 1992 noch eine neue Segelmacherei in Penzberg. Top ausgestattet, mit einem erfahrenen Team und einem wirklich guten Spirit. Die Wege waren nicht weit und die Arbeit wurde wesentlich effizienter. Denn Effizienz ist ja immer "erreichtes Ergebnis durch angestrebtes Ziel". Und wir hatten ein ganz klares Ziel vor Augen, das wir 2 Jahre später schon in die Tat umsetzen sollten - auch wenn der Gegenwind bisweilen heftig war ... mit North Sails hatte ich dabei immer eine tolle Zeit, die am 1. April 1988 als CFO und Geschäftsführer bei der North Saiils Surf Gruppe begann und am 30. Juni 1997 mit der Übergabe der CEO Position der Mistral Sports Group an Christian Ewert endete. Neun schöne und vor allem erfolgreiche Jahre, die mir später eine gutes Maß an wirtschaftlicher Unabhängigkeit ermöglichten.

Mit dabei
  • Michael Plank, Albert Schweizer, David Johnson, Christophe Hamon, Michael Kamm, Petra Plank, Carolina Kamm

Es war zwar keine Tutzinger Villa mit Vista sul Lago, aber dafür hatten wir sehr viel Platz und konnten uns ausbreiten. Vom lauen Lüftchen bis zum heftigen Sturm - auch die Windverhältnisse im office waren vielfältig

Im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau war Penzberg lange Jahre meine Heimat. Die Seeshaupter Strasse 60 wird mir immer in Erinnerung bleiben. Die Standorte meiner zukünftigen Engagements waren leider nicht zu vergleichen

Direkt neben dem Penzberger Verwaltungsgebäude wurde eine neue Segelmacherei gebaut. Licht und Raum war wichtig. Davon gab es mehr als genug

Riesige Flächen und Schnitt-Tische waren gefragt. Immer schön, die Theorie, die im Nebenhaus erdacht wird, auch gleich in der Praxis sehen zu können

Farbe macht einfach Laune. Nicht so wie beim traditionellen Zeesenboot aus der Zeit der Segelfischerei. Da waren die Segel alle braun

Beim gemütlichen bayerischen Abendessen. Unser US Partner Tom Whidden war immer angetan von Ente und süffigem Bier. Caro neben Christophe und Sophie Hamon

Anscheinend gabs tagsüber Diskussionen, die ich beim Abendessen mit Christian Ewert mit einem Peace Zeichen besiegelt hab. Damals übrigens noch mit Brille

Michi Plank mit seiner ersten Gattin Petra. Die Familien waren immer mit an Bord und so war auch mal Damenprogramm angesagt, wenn die internationalen Partner zu Meetings nach Penzberg anreisten

Da hat alles gepasst. Aussehen und Name. Albert Schweizer war zwar kein Theologe wie sein Namensvetter, aber Segeln war für ihn auch eine Religion. Er führte lange One Design Segel als Geschäftsführer. Schmachtblick von Petra Planks Schwester...

Oans, zwoa gsuffa - das geht interkontinental. Frank Peusch, unser Aussendienstleiter North Sails mit David Johnson, unserem US Statthalter beim Beertasting

Albert Schweizer: Albert Schweizer (53) bringt nicht nur 35 Jahre vielfältige Erfahrungen als Segelmacher mit, sondern ist gleichzeitig ein weltweit etablierter und gefragter Segeldesigner mit Praxisnähe, der jegliche Aufgabenstellung seiner Kunden mit ihnen und für sie umsetzt, gleich ob im kompromisslosen Regattasport oder im sportlichen oder gemütlichen Fahrtensegeln. Dabei hat er als Berater immer ein offenes Ohr für die Wünsche und Vorstellungen seiner Kunden und findet - seit Jahren mit großem Erfolg - auch für komplexe Ideen und Konzepte eine realisierbare Lösung. Im Regattasport hat Albert Schweizer zahlreiche Nationale-, Distrikt-, Europa- und Weltmeisterschaften in den verschiedensten Einheitsklassen wie Laser, 470, H-Boot, Drachen, Star, Melges 24, 6 m-R Yacht und X99 gewonnen. Hinzu kommen ebenfalls viele Siege im „Bigboat-Bereich“, die bei den wichtigsten Segelveranstaltungen im Team als Highlight gefeiert wurden: Admiral`s Cup, Sardinia`s Cup, Copa del Rey, SORC, Maxi Class, 50 „Footer“ IMS 600 etc.. Auf der anderen Seite ist es dieser Tage nicht ungewöhnlich, Albert Schweizer auch immer häufiger beim Fahrtensegeln anzutreffen, mal mehr sportlich auf den klassischen Yachten (A&R, Burmester, Oertz, Five u.v.m. sind seine große Leidenschaft), oder auf einem 45 ft. Daysailor. Dann wiederum trifft man ihn zum Relaxen auf einer weniger sportlichen aber dennoch wirklich gut ausgerüsteten und funktionellen Fahrtenyacht an. Perfekte Ausrüstung ist ihm wichtig, denn Fahrtensegeln soll einfach Spaß machen und sei es auch nur für den kurzen Törn in der knappen Freizeit.

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.