Um Ihre Website-Nutzung zu optimieren, verwenden wir Cookies. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie diese Website weiter nutzen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung für weitere Informationen.

OK

Vorzügliche Versorgungslage in der Maxvorstadt – Dinner Einladung am Karolinenplatz – 2001

Am Do., 5. April 2001

In der ersten Aprilwoche dürfen sich Annette und ich wieder einmal von den besonderen Kochkünsten unseres Freundes Karl überzeugen lassen, da Johanna und er uns zum Abendessen in ihre schöne Dachterassenwohnung am Karolinenplatz eingeladen haben. Der Karolinenplatz ist ein imposanter Platz im Münchner Stadtbezirk Maxvorstadt. Er ist der erste Platz in München, der das Motiv des Strahlenplatzes aufgreift. Gleichzeitig symbolisiert der Karolinenplatz die Entwicklung der besonderen Beziehung zwischen Bayern und Frankreich im frühen 19. Jahrhundert. Die Geschichte des Karolinenplatzes ist eng mit der Brienner Straße verknüpft. Karl von Fischer, der im Auftrag des damaligen Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. zusammen mit Friedrich Ludwig Sckell den ehemaligen Fürstenweg mit der Brienner Straße zu einer Pracht- und Hauptstraße ausbaute, versuchte den starren Rasterplan der Maxvorstadt durch Plätze aufzubrechen, die er an Stellen, an denen quer einfallende Straßen auf den Fürstenweg zuliefen, projektierte. Vor allem durch Erweiterungen der Brienner Straße selbst wurden diese Plätze realisiert. Anders als die anderen beiden Plätze, Wittelsbacherplatz und Königsplatz, entstand der Karolinenplatz 1809–12 nicht durch Erweiterung der Straße. Dieser wurde – als erster Platz in München überhaupt – mit dem Motiv des Strahlenplatzes konzipiert. Dadurch hebt sich der Karolinenplatz aus der freien Rhythmisierung der Brienner Straße heraus und erhält einen eigenständigen Charakter. Benannt wurde der Platz nach der zweiten Frau von König Maximilian I. Joseph, und damit Prinzessin Karoline von Baden, der ersten Königin von Bayern. Er ist zugleich ein Symbol der besonderen Beziehung zwischen Bayern und Frankreich. Der im Jahr 1833 enthüllte, 29 Meter hohe Obelisk in der Platzmitte erinnert an die im Jahr 1812 insgesamt 30.000 bayerischen Gefallenen des napoleonischen Russlandfeldzuges, bei dem Bayern auf Seiten Frankreichs stand. Brienner Straße und Barer Straße, die den Platz kreuzen, sind nach Orten von Schlachten der Befreiungskriege gegen Napoleon 1813 bis 1815 benannt, an denen bayerische gegen französische Truppen kämpften. Somit sind beide Seiten dieser besonderen Beziehung zwischen Bayern und Napoleon am Karolinenplatz vereint. Unter der NS-Diktatur waren zwischen Karolinenplatz und Königsplatz die Verwaltungsgebäude der NSDAP mit dem „Braunen Haus“ als Zentrum angesiedelt und am Karolinenplatz selbst befand sich das Oberste Parteigericht der NSDAP.

Mit dabei
  • Karl & Johanna Rheinheimer, Nina & Herbert Vogl, Annette & Michael Kamm

Der rechte Koch trinkt mit dem linken Rotweinfan

Fehler entdeckt, Änderungen & Ergänzungen gewünscht sowie eigene Photos zur Vervollständigung verfügbar? Bitte gerne per Mail an Michael@Kamm.info.