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Past Events - Review & Reminders

First Mover & Early Adopter – vom Fernsehturm zum Engelberg – 1959

Am Mi., 3. Juni 1959
Mein Zwillingsbruder Thomas und ich kamen am Mittwoch, den 3. Juni 1959 zwischen 10:03 Uhr und 10:17 Uhr in einer heute nicht mehr bestehenden privaten Frauenklinik in der Nähe des Stuttgarter Fernsehturms zur Welt. Ultraschall Untersuchungen gab es Ende der 50er Jahre noch nicht, daher war es damals dann doch eine ziemliche Überraschung, als ich 14 Minuten nach meinem erst geborenen Bruder auch noch das Licht der Welt erblickte. Unser pragmatisch veranlagter Vater hatte die Logistik erwartungsgemäß schnell im Griff und rauschte direkt zum Umtauschen der nötigen Erstausstattung los. Dies nachdem sich unsere Eltern neben Thomas auch noch für den bewährten Vornamen Michael entschieden hatten. Als wir dann einige Tage später gemeinsam mit unserer Mutter im neuen Familienheim im herrlichen Heckenweg 6 am Leonberger Engelberg ankamen, war alles schon da. Gemeinsames Zimmer mit zwei Betten und auch ein Zwillingskinderwagen, in welchem wir im beginnenden Sommer als Babies die Sonne im Garten geniessen konnten. Unser Garten lag damals - noch ohne Zaun - direkt am Fairway der Anlage des Stuttgarter Golf Clubs, wodurch die Bälle der zum Slice neigenden Spieler häufig in unserer Spielwiese landeten. Getroffen wurde nur der Kinderwagen und zum Glück nicht der jugendliche Inhalt. So haben wir das alles gut überstanden, jedoch wurde unser Vater kein Freund des Golfsports mehr.
Mit dabei waren
  • Dr. Thomas und Michael Kamm mit Uta und Karl-Heinz
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Dr. Stefanie & Dr. Thomas Kamm mit Severin & Donata – Stephanskirchen-Schloßberg – 1959

Am Mi., 3. Juni 1959
Die Beziehung zu meinem Zwillingsbruder ist nun wirklich meine allerlängste Liason, sozusagen ab dem Nullpunkt, da Thomas zwölf Minuten älter ist als ich. Im Vorfeld unserer Geburt wußten unsere Eltern allerdings noch gar nicht, daß da Zwillinge kommen werden. So war dann die Überraschung am 3. Juni 1959 doch ziemlich groß. Ein Ultraschallgerät gab es Ende der Fünfziger Jahre in der Praxis von Gynäkologen scheinbar noch nicht. Die ersten 20 Jahre liefen für uns beide weitgehend parallel ab: Kindheit am Heckenweg 6 in Leonberg, Jugend in der Industriestrasse 40-42 in Renningen. Dies jeweils in der selben Kindergartengruppe und der gleichen Schulklasse. Verwechslungsspielchen gab es auch keine, denn als zweieiige Zwillinge konnte man uns gut auseinanderhalten. Von der Berghalde 45 in Warmbronn erfolgte dann im Juni 1972 der Auszug ins bayerische Internat in Neubeuern und dort haben wir uns dann sicher und allmählich jeweils vom anderen abgenabelt. Nach unseres Abis ging es für Thomas erst zum BWL-Studium nach Regensburg und dann zur Kunstgeschichte nach München. Dort schon gemeinsam mit der heutigen Gattin iim finalen Ende mit ihren Promotionen unterwegs. Thomas zog es zurück in die Rosenheimer Heimat von Steffi und da wohnen sie auch heute noch im beschaulichen Schloßberg, einem Ortsteil von Stephanskirchen. Der Sohn Severin lebt mit Gattin Elisabeth in Washington DC und die jüngere Tochter Donata in München. Also alles im Plan ... Boot fahren sie auch noch .... und das brav elektrisch auf dem Chiemsee
Mit dabei waren
  • Thomas, Stefanie, Severin & Donata Kamm
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Jahresrückblicke – 1959

Am Do., 31. Dezember 1959
Die Nachrichten wurden im Jahr 1959 weltpolitisch von den Ereignissen auf Kuba beherrscht. Der siegreiche Kampf der revolutionären Kräfte, unter denen auch Ernesto "Che" Guevara war, brachte Fidel Castro an die Macht. Der gestürzte Diktator Fulgencio Batista entging durch seine Flucht in die Dominikanische Republik der Strafe für seine Verbrechen. Durch Korruption hatte er Geld angehäuft. Etwa 40 Millionen Dollar brachte er bei seiner Flucht außer Landes. In Kuba wurden nun marxistische Lehren einer sozialistischer Politik zugrunde gelegt, die Castro über Jahrzehnte beibehielt. Kuba ist noch immer eine sozialistische Republik. Im Jahr 1959 fand in New York die Spielwarenmesse „American Toys Fair“ statt. Die amerikanische Firma Mattel stellte ein Püppchen vor, das seinen Triumphzug in die Welt antrat. Inzwischen hat es schon seit mehreren Generationen die Herzen der Mädchen erobert – die Barbiepuppe. In der deutschen Kinolandschaft gelang dem Kriminalfilm „Der Frosch mit der Maske“ nach dem Roman von Edgar Wallace ebenfalls ein nachhaltiger Erfolg, der eine Krimileidenschaft auslöste, die viele Jahre andauerte. Und der Schriftsteller Günter Grass veröffentlichte eines der wichtigsten Werke der Nachkriegsliteratur: „Die Blechtrommel“. Das Jahrzehnt klang weltpolitisch mit einem Hoffnungsschimmer aus. Das sowjetische Staatsoberhaupt und der US-Vizepräsident Richard Nixon statteten sich gegenseitig einen Besuch ab, um der Konfrontation im Kalten Krieg keine neue Nahrung zu geben. Das neue Arzneimittelgesetz in der BRD besagt, daß Bestandteile des Medikaments auf der Packung stehen müssen. Die bundesdeutschen Arbeitgeber vereinbaren mit den Gewerkschaften den Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) für den Öffentlicher Dienst. Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, daß Rundfunk Ländersache ist und die von Bundeskanzler Konrad Adenauer geplante dem Bund unterstellte "Deutschland Fernsehen GmbH" verfassungswidrig ist. Die D-Mark wird um 4,75% Prozent aufgewertet. Franz-Josef Strauß wird zum Vorsitzenden der CSU gewählt. Die ersten Zivildienstleistenden treten in der Bundesrepublik ihren Dienst an. Der erste bemannte Weltraumflug der Geschichte startet mit der sowjetische Raumkapsel Wostok 1. Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin ist der erste Mensch im Weltall. Die vom US Geheimdienst CIA geplante Invasion von Exilkubanern in der Schweinebucht auf Kuba scheitert. Als Folge nähert sich Kuba stärker an die Sowjetunion an. Als erster Amerikaner fliegt der Astronaut Alan Shepard ins All. Die Antibabypille wird in der Bundesrepublik zugelassen. Chruschtschow schlägt Kennedy bei einem Treffen in Wien den Abschluss eines Friedensvertrages mit einem entmilitarisierte und neutralem West-Berlin vor. Sowohl Bundeskanzler Adenauer wie auch die drei Westmächte lehnen eine Entmilitarisierung Berlins ab Das "Zweite Deutschen Fernsehen" (ZDF) mit Sitz in Mainz wird gegründet. Walter Ulbricht (DDR Staats- und Parteichef) erklärt in einer Pressekonferenz: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten". Das Bundessozialhilfegesetze wird verabschiedet: Aufgabe der Sozialhilfe ist es, Hilfsbedürftigen ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Die Banken bleiben von nun an samstags geschlossen - das Bankgewerbe führt die "Fünf Tage Woche" ein. Das Kindergeld wird in der Bundesrepublik eingeführt. Die DDR kündigt Beschränkungen im innerdeutschen Reiseverkehr an. Der Warschauer Pakt berät über "Maßnahmen zur Sicherung des Friedens" und gibt seine Zustimmung zur Abriegelung der Fluchtwege nach West-Berlin. Bewaffnete Volkspolizisten der DDR riegeln Ost-Berlin gegen West-Berlin ab. Der Mauerbau in Berlin beginnt. Die DDR sperrt die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Protestdemonstration von West Berlins Bürgermeister Willy Brandt und 300.000 West-Berlinern vor dem Rathaus Schöneberg.