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Past Events - Review & Reminders

Reiterferien in Niederbayern – Sommer bei Lingauers in Oberzeitldorn – 1971

Von Sa., 7. August 1971 bis Sa., 28. August 1971
Anfang der Siebziger Jahre hatten unsere Mutter sowie ihre beste Freundin Irmi die grandiose Idee meinen Bruder Thomas und mich, sowie die Naber Söhne Thomas und Wolfi zu perfekten Reitern ausbilden zu lassen. So hatten wir zweimal die Woche Reitunterricht im Reitverein in Sindelfingen und wurden in den Ferien auf einen Reiterhof in Niederbayern versandt. Unsere Destination war über mehrere Jahre der heute nicht mehr bestehende Reiterhof der Familie Lingauer in Oberzeitldorn - einem kleinen Ort zwischen Regensburg und Straubing, der an der Donau liegt. Tante Irmi war mit Gerd Naber - einem gebürtigen Regensburger verheiratet und kannte sich daher in der Gegend aus. Pferde haben immer schon eine große Faszination auf Menschen jedes Alters ausgeübt. Die Beschäftigung mit dem Pferd – sei es vom Boden oder vom Sattel, Kutschbock oder Voltigiergurt aus – begeistert viele. Zum Reiten lernen sind zunächst keine besonderen Begabungen oder Fähigkeiten notwendig. Das heißt, jeder kann reiten lernen. Beim Reiten tritt der Mensch in Kontakt mit einem großen, starken und schnellen Tier und wird durch scheinbar unsichtbare Hilfen mit ihm zu einer harmonischen Einheit. Dabei ist es völlig unerheblich, ob man mit sportlichem Ehrgeiz an den Reitsport herangeht und auf Turnieren den direkten Leistungsvergleich mit anderen sucht, oder ob man eher breitensportlich im gemeinsamen Ausreiten Motivation und Erholung findet. Was auch immer das persönliche Ziel ist, der Weg ist zunächst einmal das Erlernen der reiterlichen Grundfertigkeiten. Und die werden immer noch am besten in einer qualifizierten Reitschule mit gut ausgebildeten Lehrpferden und Ausbildern vermittelt. Zum Reiten sind qualifizierte Reitschulen mit gut ausgebildeten Lehrpferden und Ausbildern besonders zu empfehlen. Der Ausbilder sollte freundlich, hilfsbereit und auskunftsfreudig sein, was beim alten Lingauer nicht wirklich der Fall war ... aber wir haben es trotzdem gelernt und auch immer viel Spaß in Niederbayern gehabt
Mit dabei waren
  • Thomas Naber, Evi Schiessl, Thomas Kamm
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Jahresrückblicke – 1971

Am Fr., 31. Dezember 1971
Von unserem neuen Wohnort Warmbronn fahren wir im Sommer fast jedes Wochenende in unsere Ferienwohnung in Prien am Chiemsee. Bei gut 300 Kilometer einfacher Wegstrecke ist das keine lockere Spazierfahrt. Allerdings ist unser Vater mittlerweile Fan großvolumiger Achtzylinder der Marke Daimler-Benz und durch seine sehr sportliche Fahrweise ist die linke Autobahnspur für uns reserviert. Nur bei München wird´s eng, denn eine Umgehungsstraße gibt es damals noch nicht, sondern es geht immer mitten durch die Stadt. Am Romanplatz dann allerdings auch direkt am ersten McDonalds Imbiss Deutschlands vorbei. Dieser Stop war dann jeweils vorprogrammiert. Was war sonst noch los in diesem Jahr: Verbot der Zigarettenwerbung im Rundfunk und Fernsehen in den USA. In Ägypten wird der Assuan-Staudamm eingeweiht. Die ersten Spätaussiedler aus Polen treffen gemäß den Vereinbarungen im Warschauer Vertrag in der Bundesrepublik ein. Der seit 1952 unterbrochene Telefonverkehr zwischen Ost- und West-Berlin wird wieder aufgenommen. Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen in der gesamten Schweiz. Insgesamt 13 mutmaßliche Mitglieder der terroristischen Baader-Meinhof-Gruppe werden verhaftet. Ab sofort sollen alle unverheirateten weiblichen Berufstätigen mit "Frau" anstelle von "Fräulein" angeredet werden. Eine neue Straßenverkehrsordnung tritt in der Bundesrepublik in Kraft. u.a. wird das neue achteckige Stoppschild eingeführt. Militärputsch in der Türkei. Mehrere tausend Menschen werden verhaftet und eingesperrt. Bangladesch wird unabhängig. US-Präsident Nixon gibt den Abzug von 100.000 amerikanischen Soldaten aus Vietnam bekannt. Langfristig sollen alle amerikanischen Truppen aus Vietnam abgezogen werden. Die Sowjetunion startet mit der Saljut 1 die erste Raumstation. Nach einem heftigen Streit innerhalb der Partei tritt Walter Ulbricht aus Altersgründen als Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED zurück. Sein Nachfolger wird Erich Honecker. Die Kreditinstitute in der Bundesrepublik und den Beneluxländern entscheiden sich für die Ausgabe einheitlicher Eurocheques und Eurocheque-Karten. Die Bundesregierung beschließt ein konjunkturpolitisches Stabilitätsprogramm und die Freigabe des D-Mark Wechselkurses. Der erste Datenschutzbeauftragter der Bundesrepublik wird in Hessen gewählt. Kritische Haushaltslage: Nach dem Rücktritt des Bundesfinanzministers Alexander Möller wird Karl Schiller zum Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen ernannt.