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Past Events - Review & Reminders

Lauberhorn, Jungfrau & Eiger – Ski-Urlaub in Wengen im Berner Oberland – 1975

Von Sa., 22. März 1975 bis So., 6. April 1975
In den Osterferien des Jahres 1974 waren wir mit der gesamten Familie - nach einigen Jahren Feriendomizil in Zermatt - das erste Mal im Berner Oberland im Skiurlaub und kamen auch Ende März dieses Jahres wieder. Vor Ort trafen wir uns mit der Schweizer Familie Näsli aus Rapperswil, einem Studienfreund unseres Vaters mit seiner Ehefrau und ihren drei Kindern. Wengen ist ein Schweizer Alpendorf im Berner Oberland. Bekannt ist es für seine Holzchalets und Jugendstilhotels. Die Jungfraubahn fährt bis auf den Gipfel der Jungfrau mit Blick auf den Aletschgletscher vom Sphinx-Observatorium. Eine Seilbahn führt zu den Hängen und Wanderwegen des Männlichen, von wo aus sich Blicke auf Eiger und Mönch eröffnen. Das Dorf im Berner Oberland gehört zur Gemeinde Lauterbrunnen in der Schweiz und liegt auf einer Höhe von 1274 Meter am Fusse der Berge Eiger, Mönch und Jungfrau, 400 Meter hoch über dem Lauterbrunnental. Seit 1893 kann Wengen ab Lauterbrunnen mit der Wengernalpbahn erreicht werden. Das Dorf selbst besitzt keinen Anschluss an das Strassennetz und ist deshalb nahezu autofrei. Einzige Fahrzeuge sind Taxis, Hotelfahrzeuge und Fahrzeuge von kleinen Firmen. Wengen ist das «Dorf der Jungfrau» und der Schauplatz des FIS-Ski-Lauberhornrennens. Die Bewohner lebten früher ein abgeschiedenes, einfaches Leben, bevor die ersten Touristen im 18. Jahrhundert auf der Durchreise von Lauterbrunnen über die Wengernalp und die Kleine Scheidegg nach Grindelwald ins Bergdorf Wengen kamen. 1859 wurde in Innerwengen ein erstes Gasthaus eröffnet. In den 1890er Jahren wurde die Bahn auf die Wengernalp gebaut, damals das modernste Verkehrsmittel. Im Zweiten Weltkrieg waren in Wengen britische und amerikanische Flieger sowie polnische Soldaten interniert. Nach dem Krieg ging es mit dem Tourismus wieder aufwärts. Alljährlich im Januar findet das berühmte Lauberhornrennen statt, welches aus einer Herren-Abfahrt, einem Slalom und einer Kombinationbesteht. Die Abfahrtsstrecke gilt neben der Streif, auf der das Hahnenkammrennen in Kitzbühel stattfindet, als die anspruchsvollste und schwierigste Piste des alpinen Skiweltcups und das Rennen hat den Status eines Klassikers. Mit der Wengernalpbahn fährt man zu den Skipisten der Allmend, der Wengernalp und der Kleinen Scheidegg. Mit der Luftseilbahn Wengen–Männlichen fährt man auf den Männlichen, von wo aus man die Pisten nach Grindelwald und zur Kleinen Scheidegg erreicht. Meistens kann man sowohl ins Dorf Grindelwald, wie auch ins Dorf Wengen mit den Skis fahren.
Mit dabei waren
  • Uta, Ulrike, Karl-Heinz, Thomas und Michael Kamm sowie eine befreundete Schweizer Famiie aus Rapperswil am Zürichsee
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Sprachen, Segeln und verlorene Liebe – Torquay an der Englischen Riveira – 1975

Von Sa., 26. Juli 1975 bis Sa., 16. August 1975
Nach hoch gerechnet circa 100 Liebesbriefen und mindestens genauso vielen Telefonaten aus einer hölzernen Telefonzelle im Schloß Neubeuern mit Susanne Hillig in Moers hatte ich beschlossen alles daran zu setzen meine Priener Sommerliebe aus dem Segel-Camp des vergangenen Jahres unbedingt in den Sommerferien dieses Jahres wieder zu sehen. Nachdem wir beide wussten, daß unsere Eltern damals stark daran interessiert waren, daß die Kinder Sprachen lernen, um sie dann später hoffentlich auch flüssig zu sprechen schlugen wir jeweils unabhängig voneinander einen Aufenthalt in einer Sprachschule in England vor. Große Begeisterung bei den Oldies in Moers und Leonberg, die nur mit dem Vorschlag verbunden war doch bitte jeweils auch den Bruder mitzunehmen. Susanne und ich hatten mit Torbay die englische Riviera ausgewählt, wo wir uns dann wie geplant auch in der Tat wieder trafen. Allerdings mit unseren jeweiligen Brüdern namens Thomas im Gepäck und nicht so geplant, daß sich Susanne dann nach wenigen Tagen in meinen Bruder verliebte und ich mich nach einer Alternative zum Schmusen umschauen musste. Zum Glück gab es an dieser Location Tausende von jungen Menschen, die alle mit demselben Ziel unterwegs waren und so war ich dann die verbleibende Zeit mit einer reizenden und attraktiven Schwedin unterwegs. Während dieser Sprachreise habe ich beim parallel stattfindenden Segelkurs Robert Frowein aus Düsseldorf kennen und schätzen gelernt, mit dem ich auch einen Ausflug nach London genoss. Robert habe ich dann Jahre später zufällig in München wieder getroffen, wo wir beide BWL an der LMU studierten und ich zu ihm – wie auch zu Susanne Christians – immer noch Kontakt habe.
Mit dabei waren
  • Susanne und Thomas Hillig, Robert Frowein, Thomas und Michael Kamm
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Jahresrückblicke – 1975

Am Mi., 31. Dezember 1975
Im Sommer trennt sich der lange gemeinsame schulische Weg von uns Zwillingen. Thomas entscheidet sich nach der 10. Klasse für eine Ehrenrunde und macht sein Abitur in Neubeuern dadurch ein Jahr nach mir. Durch seine Umgehung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr starten wir allerdings im Jahr 1979 beide wieder gleichzeitig mit unserem Studium. Den Sommer verbringen wir als 16jährige für einen Sprachurlaub im Süden Englands. In Torquay an der englische Kanalküste kombinieren wir Segeln mit Englisch Unterricht und Thomas spannt mir Susanne als Freundin aus. Ich lerne Robert Frowein kennen, den ich dann fünf Jahre später wieder beim BWL Studiium in München treffe. Was sonst noch geschah: Aus gesellschaftspolitischer Sicht begann das Jahr 1975 in Deutschland mit einer kleinen Revolution: Am 1.Januar trat der geänderte §2 des Bürgerlichen Gesetzbuches in Kraft, wonach das Volljährigkeitsalter in der Bundesrepublik von bisher 21 auf 18 Jahre sank. Rund 2,5 Millionen junge Menschen der Jahrgänge 1954 bis 1956 wurden dadurch quasi über Nacht zu mündigen Bürgern. Ende Februar 1975 bangte das Land um das Leben des Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz, der von Terroristen der „Bewegung 2.Juni“ gekidnappt worden war. Das erste und einzige Mal in der Geschichte gab eine Bundesregierung in diesem Fall den Forderungen der Entführer nach und tauschte im März fünf inhaftierte Gesinnungsgenossen der Terroristen gegen Lorenz aus. Schon im folgenden Monat scheiterte das RAF-Kommando „Holger Meins“ mit einem ähnlichen Erpressungsversuch: Bei dem Überfall und der anschließenden Geiselnahme in der deutschen Botschaft zu Stockholm starben zwei Botschaftsangehörige und zwei der sechs Terroristen. Ende April wurde in Südostasien der Schlußpunkt unter einen der grausamsten Kriege der Neuzeit gesetzt: Nordvietnamesische Truppen rückten in die südvietnamesische Hauptstadt Saigon ein und beendeten damit einen über 30jährigen Konflikt, der schätzungsweise mehr als fünf Millionen Menschenleben gekostet hatte. Dass weltweit die Zeichen 1975 dennoch auf Entspannung standen, bewiesen die Unterschriften unter der KSZE-Schlußakte von Helsinki: 35 Staaten aus Ost und West stellten ihre Zusammenarbeit in Sicherheits- und Menschenrechtsfragen damit auf ein neues Fundament. Und auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Rambouillet in Frankreich wird die Globalisierung der Wirtschaft durch die Staats- und Regierungschefs der sechs wichtigsten Industrienationen eingeläutet. Künftig wollen sie die Wirtschafts- und Finanzpolitik ihrer Länder aufeinander Abstimmen. Weitere wichtige Eckdaten des Jahres 1975 waren im November der Besuch von Bundespräsident Walter Scheel in der Sowjetunion und der Tod des spanischen Diktators Franco sowie die Verleihung des Friedensnobelpreises an den sowjetischen Dissidenten Andrej Sacharow im Dezember.