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Past Events - Review & Reminders

Carolina Kamm – Seeshaupt, Murnau und München – 1988

Von Mi., 13. Januar 1988 bis Do., 31. Juli 1997
Meine Ehe mit Carolina basiert auf einer relativ langen Vorgeschichte. Erstmals haben wir uns im Sommer 1983 im Englischen Garten gesprochen, wo ich Caro zufällig mit ihrer älteren Schwester Patricia auf einer Parkbank sitzend getroffen habe. In den Tagen zuvor war sie mir bereits in den Straßen um die Uni in Schwabing mehrfach aufgefallen. Carolina war damals als Studentin am Sprachen- und Dolmetscher Institut in der Amalienstrasse eingeschrieben und ich selbst war gerade dabei meine Diplom-Arbeit im Fachbereich Steuern fertig zu schreiben. Caros Schwester Patricia war wie ich selber auch BWL Studentin und stand damals - ein Jahr vor mir - vor ihrem Examen. Patricia kannte ich vom Lernen aus der Bibliothek, weshalb ich mich mit den beiden Damen auch ohne Hintergedanken im Park unterhielt und später gemeinsam einen Cafe trinken ging. Carolina hat mir damals bereits gut gefallen, allerdings war ich mit Nici liiert und somit gab es kein weiteres Treffen, was wir beide bedauerten! Vier Jahre später traf ich dann Ende August 1987 ihre Schwester Patricia auf der Hochzeit von Manuel von Moeller und Susanne Christians in Krefeld wieder. Patty hatte nach ihrem Examen einige Zeit in Denver gelebt und gearbeitet, bevor Sie nach Düsseldorf zog, um dort bei Elisabeth Arden in der Beauty Branche tätig zu werden. Hier erfuhr ich, daß Carolina mittlerweile als Stewardess bei der Lufthansa beschäftigt war und in Frankfurt lebte. Ende September des selben Jahres hatte ich geschäftlich in Frankfurt zu tun, spürte sie in Sachsenhausen auf und traf mich zum Essen mit ihr. Der schöne gemeinsame Abend reichte zum Verlieben und das Verhängnis bezüglich meiner Ehe nahm ihren Lauf. Mein diesbezügliches Outing bei Nici erfolgte dann schon zwei Wochen später im Oktober in unserem Spanienurlaub in Aquadulce. Zum Beginn des neuen Jahres trennten wir uns und ich zog Mitte Januar in die Wohnung meines Freundes Peter Schmitz in der Pfistermeisterstrasse, bevor ich nach meinem Jobwechsel zu North Sails an den Starnbergersee zog. Bis dahin sahen sich Caro und ich nur auf Distanz, da sie ja viel in der Luft und ich mit meinem neuen Job aktiv war. Im Hochsommer 1988 wurde Caro schwanger und in der Folge kam am 13. April 1989 Larissa zu Welt. Dies nachdem ich am 27. März 1989 von Nici geschieden wurde und unmittelbar danach Caro am 3. April in Seeshaupt geheiratet habe ...
Mit dabei waren
  • Carolina Kamm
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Klar zur Wende auf der Bootsmesse – Private & berufliche Veränderung in Bogenhausen & Düsseldorf – 1988

Von Sa., 23. Januar 1988 bis So., 24. Januar 1988
Am 13. Januar war ich aus der mit Nici gemeinsam gemieteten Wohnung in der Mandlstrasse ausgezogen und vorübergehend in die Bogenhausener Wohnung meines Freundes Peter Schmitz in der Pfistermeister Straße umgesiedelt. Hier fing ich schnell an, mir auf Basis meiner neuen Situation Gedanken über mein zukünftiges Leben zu machen. Den Plan zusammen mit Nici in Lindau eine Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei zu eröffnen, konnte ich knicken. Angestellter Steuerberater wollte ich auch nicht werden, weshalb ich meine Zukunft bevorzugt in einem interessanten Industrie-Unternehmen sah. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich drei völlig unterschiedliche Angebote auf dem Tisch liegen: Controller beim führenden Tabakkonzern Philip Morris, Junior Finanzer beim aufstrebenden Computerhersteller Compaq und kaufmännischer Geschäftsführer bei der angeschlagenen Windsurfmarke North Sails, für die ich in den vergangenen Jahren bereits als Arthur Andersen Berater tätig war. Meine noch alle im Januar stattfindenden Interviews brachten mir Klarheit. Die Marlboro Truppe rauchte mir deutlich zu viel und als Nichtraucher war ich ein Aussätziger. Der damalige Compaq Geschäftsführer war extrem anstrengend und Eckart Wagner - Gründer und charismatisch chaotischer Geschäftsführer der Firma in Penzberg - benötigte dringend Unterstützung. Daher nahm ich dessen Angebot an, schrieb selbst noch den Entwurf für meinen Arbeitsvertrag und flog mit diesem Schriftstück nach Düsseldorf, um mich im Rahmen der Messe Boot mit Eckart zu finalen Verhandlungen und unseren abschliessenden Unterschriften zu treffen. Hat alles geklappt ... ich konnte meine Gehaltsforderungen sowie den gewünschten Firmenwagen durchsetzen und wir einigten uns auf den 1. April als Arbeitsbeginn. Ich hatte zudem am Sonntag noch einen schönen Messetag in Düsseldorf, bevor es wieder zurück in die Pfistermeisterstrasse ging, um bis zum 15. Februar meine Kündigung an Arthur Andersen zu schreiben ... damals noch sechs Wochen bis zum Quartalsende, damit ich am 1. April in Penzberg starten konnte.
Mit dabei waren
  • Eckart Wagner und Michael Kamm
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Carl Spitzweg mit Caspar David Friedrich in Unterfranken – Kufi Einladung bei Schäfers in Schweinfurt – 1988

Von Fr., 29. Januar 1988 bis So., 31. Januar 1988
Die Einladung von Schorsch Schäfer zu seinem 30. Geburtstag führt mich - wenige Wochen nach meiner Trennung von Nici - nach Schweinfurt ins nordbayerische Unterfranken. Georgs Familie ist in dieser Industriemetropole größter Arbeitgeber und schon sein Großvater war - wie auch der Vater - ein bedeutender Kunstmäzen. Daher geniessen wir neben guter Partystimmung in einem Jagdhaus der Schäfers auch Kunst in der Stadt. In einen großartigen architektonischen Bau aus Travertin, Beton und Eiche ruht das Museum Georg Schäfer. Das Museum entstand über einer vorhandenen Tiefgarage, die als Sockelgeschoss in die skulpturale Form des Neubaus integriert wurde. Die Bauplastik reagiert mit Ein- und Unterschnitten auf stadträumliche Bezüge, um das verhältnismäßig große Bauvolumen in den kleinteiligen, fragmentarischen Altstadtblock einzubinden. Ausladende Freitreppen begleiten den Besucher auf seinem Weg zur bedeutendsten Privatsammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Wertvolle Einzelstücke sowie zusammenhängende Werkkomplexe von Carl Spitzweg und Caspar David Friedrich reihen sich neben unzählige bekannte Meister des Rokoko und Klassizismus sowie der Romantik und des deutschen Impressionismus. Auch für die wechselnden Grafik- und Sonderausstellungen ist die Institution mit ihren hochkarätigen Exponaten bekannt. Angelegt wurde die Sammlung ab den 1950er Jahren von dem Schweinfurter Großindustriellen und Sammler Dr.-Ing. e.h. Georg Schäfer (1896-1975). Zu seinen Lebzeiten wurden bereits viele Kunstwerke als Leihgaben in bedeutenden Museen gezeigt, dagegen konnten seine Museumsplanungen, u.a. von Ludwig Mies van der Rohe, noch nicht realisiert werden. Von seinen Erben wurden rund 1000 Gemälde und 4650 Zeichnungen, der Kern seiner Kollektion, in die 1997 gegründete Sammlung-Dr.-Georg-Schäfer-Stiftung eingebracht und seither durch umfangreiche Zustiftungen (2005, 2016, 2017) und weitere wichtige Leihgaben vermehrt. Damit beherbergt das Museum Georg Schäfer die bedeutendste Privatsammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen Raum.
Mit dabei waren
  • Georg & Vera Schäfer, Martin Kühner, Michael Kamm
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Sonntags Ausflug ins Oberland – Geburtstagsessen in Schönmühl an der Loisach – 1988

Am So., 14. Februar 1988
Mein beruflicher Freund Joerg von Petrikowsky lädt zu seinem Geburtstag ins Oberland ein. Jörg ist Steuerberater sowie Wirtschaftsprüfer und ich habe ihn in unserer gemeinsamen Zeit bei und mit Arthur Andersen (1984-2002) schätzen gelernt. Gerne folge ich daher seiner Einladung, mit ihm und seiner Frau Susanne im charmanten Gasthaus Schönmühl seinen Geburtstag zu feiern. Das Gasthaus Schönmühl ist ein ehemaliges Gasthaus im Penzberger Stadtteil Schönmühl. Die Tafernwirtschaft in Schönmühl wurde ursprünglich vom dort ansässigen Müller betrieben. Mühle und Tafernwirtschaft gehörten schon sehr früh zum Kloster Benediktbeuern . Der heute noch bestehende Steinbau zeugt vom Reichtum des Müllers, denn er stammt aus einer Zeit, in der die meisten Höfe in der Gegend aus Holz erbaut wurden. Mit dem Aufkommen der Flößerei auf der Loisach florierte das Gasthaus. In den 1990er-Jahren wurde Schönmühl zum Ziel der Münchner Schickeria. Ende 2019 wurde die Gaststätte, die zwischen 1937 und 1946 der Politiker Anton Prandl gepachtet hatte, geschlossen. Das Gebäude diente auch als Filmkulisse, unter anderem für Hölleisengretl (1994) und Josef Bierbichlers "Zwei Herren im Anzug" (2018).1. Die Speisekarte ist mit Bedacht klein gehalten. Schweinsbraten, Tafelspitz und Sülze mit Bratkartoffeln gibt es seit Jahrzehnten in immer gleicher Qualität. Manche Gäste erinnern sich noch an die Haltestelle der Kochelseebahn, nur wenige Meter vom Gasthaus entfernt. Als 1982 die Familie Schiermeier das Gasthaus pachtete, gab es die aber schon nicht mehr.

Snow Cup in Hinterthal – Weekender am Hochkönig & im Steinernen Meer – 1988

Von Fr., 19. Februar 1988 bis So., 21. Februar 1988
Im Februar stand der von Catherina Pollak organisierte Snow Cup 1988 im herrlichen Hinterthal an. Der Snow Cup war - wie auch der Golf Cup - eine immer sehr nette Einladung von Cathy in das schöne Haus Ihrer Familie im Salzburgerland. Dort trafen wir uns in einer größeren Gruppe ehemaliger Studienfreunde aus unterschiedlichen Fakultäten zu einem sportlich gemütlichen Wochenende. Ende Februar war ich sowohl in einem privaten - von Nici zu Carolina - wie auch beruflichen - von Arthur Andersen zu North Sails - Transfer Prozess und freute mich über jede nette Abwechslung mit alten Freunden. So pickte ich am Freitag gerne Karoline von Richthofen in ihrer Wohnung in der Heßstrasse auf und wir starteten gemeinsam in meinem Auto nach Hinterthal, wo wir uns noch abends mit der netten Truppe trafen. Samstag und Sonntag hatten wir phantastisches Wetter und genossen zwei grandiose Skitage am Hochkaiser. Am Samstag hatten wir zudem einen Super Abend in der Hinterthaler Almbar, in welcher wir dann im Jahr 2019 - und damit 31 Jahre später - auch den Polterabend von Louisa Poullain feiern sollten. Damals unterhielten wir uns auch sehr gut und spielten im Hause Pollak unterhaltsame Spiele. Leider habe ich zu den meisten damaligen Teilnehmern über die Jahre den Kontakt verloren und so sollte ich mich bemühen besonders Cathy, Hans Werner und Karoline wieder einmal zu kontaktieren.
Mit dabei waren
  • Catharina Pollak, Hans-Werner Bendix, Karoline von Richthofen und Michael Kamm
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Catch of the Day in Seeshaupt – Besichtigung meiner neuen Wohnung in der St. Heinricher Strasse – 1988

Am Mo., 22. Februar 1988
Über einen lokalen Makler hatte ich im Rahmen der Suche nach einer Wohnung in der Nähe meiner zukünftigen Arbeitsstätte bei der North Sails Windsurfing GmbH in Penzberg ein Inserat für eine Wohnung in Seeshaupt entdeckt. Am 22. Februar habe ich mich zu einer Besichtigung mit dem Makler und der Vormieterin Frau Mühlfellner aus Weilheim verabredet. Das Objekt lag nach der Beschreibung direkt am Starnbergersee und hatte neben dem direkten Seezugang und der Nutzung eines sehr schönen großen Gartens mit Bade- und Boots-Steg auch 3 1/2 Zimmer mit Küche und Bad und einer Garage zu bieten. Mit einem perfekter Schnitt, großen Fenstern und einem großartigen Ausblick übder den gesamt See war es eine Traumwohnung. Als Ort zählt Seeshaupt heute um die 3.250 Einwohner. Im Rahmen der Gebietsreform 1978 wurde die früher eigenständige Gemeinde Magnetsried und Jenhausen eingemeindet. Zusammen mit Iffeldorf - anfangs noch mit Bernried - bildet Seeshaupt seit 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft. Es gibt nur noch wenige landwirtschaftliche Anwesen im Ort. Die weitaus meisten Menschen pendeln täglich zur Arbeit nach Penzberg, Weilheim oder Tutzing und München. Einige Industrie- und Handwerksbetriebe bieten auch im Ort Arbeitsplätze an. Ein großer Teil der Bevölkerung nimmt regen Anteil an der Arbeit der Ortsvereine, die das Dorfleben bereichern. Diese gestalten das kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Leben der Gemeinde, sie helfen mit, altes Brauchtum zu bewahren, um zu verhindern, dass das Dorf im Trend unserer schnelllebigen Zeit in die Anonymität verfällt. Von der früheren Sommerfrische hat sich Seeshaupt zum Naherholungsgebiet für die Landeshauptstadt, die über die Autobahn München-Garmisch (A95) in ca. 30 Minuten erreichbar ist, gewandelt. Nach wie vor kommen jedoch auch Urlaubsgäste nach Seeshaupt, die neben der anmutigen, waldreichen Voralpenlandschaft die schönen Badestrände mit dem sandigen weit in den See hinausreichenden flachen und weichen Untergrund schätzen.

Sightseeing in Innsbruck & Skiausflug zur Axamer Lizum – Visite beim studentischen Schwager Adam in Tirol – 1988

Von Sa., 5. März 1988 bis So., 6. März 1988
Anfang März besuche ich meinen späteren Schwager Adam und meine Schwester Ulrike in Innsbruck. Adam studierte Jura an der bereits im Jahr 1669 gegründeten Leopold-Franzens-Universität, die die größte Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich ist. Sie gilt als Landesuniversität der österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg und liegt in einer traumhaften Lage. Die österreichische Stadt Innsbruck ist Kulturmetropole, ehemaliger Olympia-Austragungsort und Skigebiet in einem. Das Skigebiet Olympia SkiWorld Innsbruck bietet knapp 300 Abfahrtskilometer, das größte Gletscher-Skigebiet Österreichs und Snowparks, die allesamt per kostenlosem Skibus verbunden sind. So können Skifahrer und Snowboarder zum Beispiel am Vormittag das Goldene Dach’l besichtigen oder durch die Gassen schlendern und die Bauten aus der Zeit von Kaiser Maximilian I. bestaunen. Wie wir auch kann man dann am Nachmittag in den umliegenden Skigebieten Abfahrtskilometer sammeln. Die Axamer Lizum mit der Hoadl-Haus Sonnenterrasse auf 2.340 m ist ein beliebtes Halb- und Ganztagesausflugsziel für Familien, Sportler, Naturliebhaber und Genießer. Axamer Lizum bezeichnet ein Gebiet im hinteren Tal des Axamer Bachs, etwa elf Kilometer südwestlich der Innsbrucker Stadtmitte. Eine Lizum (Betonung auf dem „u“) bezeichnet im Tirolerischen eine 'kotige Weidefläche’. 

Nur 19 km von Innsbruck entfernt und bequem mit dem Bus zu erreichen, begeistert die hochalpine Kulisse der Kalkkögel immer wieder aufs Neue. Kein Wunder, dass die imposanten Berggipfel auch die „Dolomiten Nordtirols“ genannt werden. Dank der begünstigten Höhenlage ist schneesicherer Sonnenskilauf auf bestens präparierten Pisten garantiert. In der Axamer Lizum fährt man übrigens auf den Spuren großer Olympioniken. Das Skigebiet war Schauplatz der alpinen Ski Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 1964 und 1976, wobei ich als Neubeurer Internatsschüler bei der 76er Olympiade die Triumphe von Rosi Mittermaier miterleben durfte.
Mit dabei waren
  • Adam Schall-Riaucour, Michael Kamm
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Boomtown Frankfurt am Main – Bankentürme & Wolkenkratzer im Äppelwoi Stresstest – Besuch bei Caro in Sachsenhausen – 1988

Von Do., 10. März 1988 bis Fr., 11. März 1988
Nachdem ich Ende Januar den Arbeitsvertrag für meinen Anfang April beginnenden neuen Job bei North Sails auf der Messe Boot in Düsseldorf unterschrieben hatte, nehme ich meine mir verbliebenen fünfzehn Arthur Andersen Resturlaubstage und verbringe zwei Wochen mit Carolina in unserer ebenfalls gerade erst neu beginnenden Beziehung. Ich fahre von München mit dem Auto nach Frankfurt, um dort mit Carolina abends auszugehen und am kommenden Tag zum Musical "König der Löwen" nach Stuttgart und via Schwäbische Alb und München zum Skifahren nach Obertauern zu reisen. Frankfurt entwickelte sich damals so langsam in die richtige Richtung. Anfang der 70er Jahre liessen sich mehr und mehr Banken in Frankfurt nieder, die Stadt ändert ihr Gesicht. Zwischen alten Villen schießen Bürohäuser in die Höhe, Frankfurt wird zu „Mainhattan“. Die Entwicklung zu einem international führenden Bankenzentrum stößt allerdings nicht überall auf Begeisterung. Studentische Gruppen üben vielmehr Kritik an der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Sie wehren sich gegen eine Stadtplanung, die den Banken immer mehr Platz einräumt. Bodenspekulanten lassen zudem Häuser verfallen, um billig an den nötigen Baugrund zu gelangen. Es kommt zu Hausbesetzungen, Demonstrationen und Straßenschlachten mit der Polizei. Die Deutsche Bundesbank, die ehemalige Bank Deutscher Länder hat den guten Ruf der D-Mark begründet. Durch ihre Stabilitätspolitik entwickelte sich die D-Mark zu einer inoffiziellen Leitwährung in Europa. Mit der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion übernimmt die DDR ab dem 1. Juli 1990 große Teile der Wirtschafts- und Rechtsordnung der BRD. Nun gilt nur noch die D-Mark als Zahlungsmittel im bald wieder vereinten Deutschland. Löhne, Gehälter, Renten, Mieten und andere „wiederkehrende Zahlungen“ werden 1:1 umgestellt. Im Verlauf der 90er Jahre erlebt Frankfurt als Finanzplatz eine regelrechte Euphorie: Aktienboom und Neuer Markt bescheren den Banken gute Geschäfte, den Boom bezeugen immer höhere Wolkenkratzer im Bankenviertel. 1994 fällt die Entscheidung – trotz starker europäischer Konkurrenz – in Frankfurt die Europäische Zentralbank (EZB) anzusiedeln.
Mit dabei waren
  • Carolina Neeb und Michael Kamm
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Powdern in Obertauern – Wedel Woche in den österreichischen Alpen – 1988

Von Di., 15. März 1988 bis Mi., 23. März 1988
Wer ein ordentliches Skivergnügen erleben will, der ist in Obertauern sicher richtig. Ein erster gemeinsamer Urlaub mit Carolina nach unserem Kennenlernen führt uns Mitte März zum Skifahren nach Obertauern, einem beliebten Ski Gebiet im Salzburger Land. Caro war damals absolute Anfängerin, aber hat sich dank der Unterstützung eines schneidigen Skilehrers und ihrem naturgegebenen Talent zur Motorik gleich zum Skihasen upgraden lassen. Ich selber habe mich in dieser Woche in einen Snow Board Kurs eingeschrieben ... werde das Thema jedoch nicht dauerhaft verfolgen. In Obertauern haben wir im schönen Hotel Römerhof direkt an der Piste gewohnt. Das Hotel hat nicht nur sehr schöne Zimmer - Junior Suite für 930,- DM pro Kopf und neun Tagen Aufenthalt bei wahrlich köstlicher Halbpension - sondern auch einen einladenden Wellness Bereich sowie eine Indoor Golfanlage im Angebot. Diese Ausstattung konnten wir auch gut nutzen, da das Wetter etwas durchwachsen war und Caro zudem für zwei Tage krank - Betreuung durch Dr. Aufmesser - im Bett blieb. Unser Aufenthalt war dennoch sehr relaxed, wobei der Ort Obertauern selbst schnell erkundet ist. Daher zählen in erster Linie die Pisten, die Unterbringung und die abendlichen Events zu den Highlights: Wir kamen in unserer Woche sogar noch in den Genuss bei der Wahl zu Miss Obertauern dabei sein zu dürfen ....

Bezaubernde Barockstadt, Festung, Dom und Universität – Promovierter Salzburger Kunstgeschichtler in der Familie – 1988

Am Mi., 23. März 1988
Für die Durchführung seiner Promotion in Kunstgeschichte hat sich mein Zwillingsbruder Thomas für die Paris-Lodron-Universität Salzburg entschieden. Hier machen Carolina und ich auf unserer Fahrt von Obertauern - wo wir im Skiurlaub waren - nach St. Moritz - wo wir meine Eltern besuchen Stopp, um Steffi und ihn für ein gemeinsames Mittagessen zu besuchen. Umgeben von anspruchsvoller Kunst und Architektur, lässt sich in Salzburg Kunstgeschichte sowohl theoretisch als auch in unmittelbarer Anschauung studieren. Die für die Stadt charakteristische Vielfalt, die vom frühen Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart reicht, spiegelt sich in der Forschung und Lehre wider. Salzburg zählt zu den bekanntesten Kulturstädten der Welt. Die bezaubernde Barockstadt mit der Festung, dem Dom und den Schlössern ist nicht nur prächtige Kulisse, sondern auch Bühne für hochkarätige Kulturveranstaltungen.  Mit atemberaubend steilen Felsen ragt im Herzen der Stadt der gewaltige Festungsberg auf. Alpines Gestein und die darauf errichtete Festung Hohensalzburg dominieren Salzburgs Panorama. Der Besuch der größten vollständig erhaltenen Burg Mitteleuropas ist freilich in doppelter Hinsicht die perfekte Salzburg-Ouverture. Zunächst verschafft er einen idealen Überblick auf später angesteuerte Ziele: Die im Frühbarock errichtete Erzbischöfliche Residenz mit Prunkräumen und die Residenzgalerie mit europäischer Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts zählt wohl dazu. Doch zugleich vermittelt die Festung ein starkes Gefühl für Salzburgs historisches Flair und stimmt so auf Wolfgang Amadeus Mozart ein. Die Spuren des Genies sind ein verlässlicher roter Faden. Da wäre die kühle Weite des Salzburger Doms, in dem Mozart getauft wurde, das Mozart-Geburtshaus in der malerischen Getreidegasse, in dem der begnadete Komponist am 27. Jänner 1756 die ersten Töne hörte, oder das Mozart-Wohnhaus, in dem der Komponist acht Jahre wohnte.

Wo Wintersport erfunden wurde – St. Moritz im Engadin – Vorstellung im Carlton – 1988

Von Mi., 23. März 1988 bis Fr., 25. März 1988
Zum Jahresbeginn hatte ich mich von Nici getrennt und war nicht lange danach fest mit Carolina liiert. Durch unsere beiden Jobs ... ich kurz vor meiner am 1. April 1988 beginnenden Aufgabe als CFO und Geschäftsführer bei North Sails und Caro als noch in Frankfurt basierte Lufthansa Stewardess hatten wir uns allerdings noch nicht sehr oft gesehen. Die letzte Märzwoche hatten wir jedoch beide Urlaub und somit auch endlich einmal mehr Zeit für uns beide. Wir beschlossen daher in die Berge zu fahren und legten als erstes Ziel Obertauern im österreichischen Salzburgerland fest. Von dort aus ging es dann noch quer durch die Alpen ins Engadin in der Schweiz fest, da meine Eltern gerade ihren Skiurlaub in St. Moritz verbrachten. Dies war dann gleich eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen von Carolina. Neue Damen an meiner Seite waren meine Eltern ja schon gewöhnt. Nach Madeleine Tobisch aus Wien, Alexandra Zapp aus Stuttgart, Brigitte Eutermose aus Rosenheim, Kristiane Dongus aus Leonberg und Nici aus Lindau war in den letzten Jahren für Abwechslung gesorgt. Als ich damals mit Carolina aus Santiago im Carlton aufschlug war dennoch keinem von uns klar, daß es sich bei ihr um die einzige Schwiegertochter handeln sollte, die mit mir auch Enkelkinder in die Welt setzte. Über Enkelkinder wurde auch nicht ernsthaft gesprochen, nachdem wir uns - wie meine Eltern - im Carlton Hotel einquartiert hatten. Das Carlton Hotel in St. Moritz wurde vom Architekten Emil Vogt entworfen, in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Koch & Seiler erbaut und 1913 eröffnet. Es war damit das fünfte Fünf-Sterne-Hotel am Ort. Nach einem erfolgreichen Start des Hotels brach der Erste Weltkrieg aus. Die lange Kriegszeit führte zu einem erheblichen Rückgang der Gästezahl. Das Hotel ging in den Besitz der Schweizerischen Volksbank über. In den 1930er-Jahren wurde das Hotel erfolgreich geführt. Der Zweite Weltkrieg beendete diese Hochphase, im September 1939 wurde das Hotel geschlossen. Erst im Winter 1947/1948 öffnete das Hotel kurzzeitig seine Türen wieder. Es folgten zahlreiche Besitzerwechsel, bis 1987 das Carlton Hotel St. Moritz von der Tschuggen Hotel Group übernommen wurde und danach in neuem Glanz erstrahlte. Gut zwanzig Jahre später erfolgte 2006–2007 eine weitere Vollrenovierung des Hotels.
Mit dabei waren
  • Uta & Karl-Heinz Kamm, Carolina & Michael Kamm
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Hans Albers, Peter Maffay und Gloria – in bester Nachbarschaft am Westufer des Starnbergersees – 1988

Am So., 27. März 1988
Nach Kündigung meines Arbeitsverhältnisses mit Arthur Andersen zum 31. März 1988 zog ich aus München raus aufs Land, wobei zunächst der kleine Ort Garatshausen bei Tutzing am Starnbergersee meine neue Heimat wurde. Der Ort Garatshausen gehört zur Gemeinde Feldafing im oberbayerischen Landkreis Starnberg und liegt am südlichen Gemeinderand der Gemeinde Feldafing, bzw. geht direkt in die Gemeinde Tutzing über. Bis zum 18. Jahrhundert gehörte der kleine Ort den Familien Schrenck von Notzing, Vieregg und Basselet von La Rosée - aus letzterer Familie stammt der Ehemann von Xandi Hoesch - bis 1834 Herzog Max in Bayern Schloss und Hofmark erwarb. Im Jahr 1867 übergab der Herzog Schloss Garatshausen an seinen Sohn Ludwig, der es drei Jahre später an seine Schwester Marie, der Gemahlin des letzten Königs von Sizilien, Franz II., veräußerte. 1887 übernahm eine weitere Tochter von Herzog Max, Helene, die Witwe des Erbprinzen Maximilian Anton von Thurn und Taxis, den Besitz. Im Jahr 1951 erwarb der Landkreis Starnberg das „Neue Schloss“, um es als Altenheim zu nutzen. Das „Alte Schloss“ Garatshausen ist bis heute im Besitz der Familie Thurn und Taxis. Vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Dorf Feldafing nur ein relativ unbedeutender Teil der alten Hofmark Garatshausen. Heute ist Garatshausen mit der Nachbargemeinde Tutzing zusammengewachsen und bildet einen Ortsteil von Feldafing, so dass sich die früheren rechtlichen Abhängigkeitsverhältnisse nun umgekehrt darstellen. Bekannt wurde Garatshausen auch als Wahlheimat von Hans Albers, der 1933 ein über 27.000 Quadratmeter großes Anwesen auf dem sogenannten Garatshauser Mühl- oder Müllerbergl, das früher den Namen Kalvarienberg trug, erwarb. Seine Lebensgefährting und Erbin Hansi Burg-Blydt verkaufte das gesamte Areal an den Freistaat Bayern. Ab dem 1. April 1988 war mein neuer Arbeitgeber die Firma North Sails, die in Garatshausen eine Segelproduktion und in Penzberg das Verwaltungs Headquarter des Unternehmensbereich Windsurfing unterhielt. Bis zu meinem Umzug nach Seeshaupt wohnte ich in einer Wohnung meines Mitgeschäftsführers Eckart Wagner, der neben dem Herstellungsbetrieb für die Segel auch ein altes Bauernhaus mit Wohnungen besaß, in dem er mich in einer als Mieter aufnahm.

Schokoriegel, Katzenfutter und Chappi unter einem Dach – Mars Inspektion an der Aller – 1988

Von Mo., 28. März 1988 bis So., 3. April 1988
In der etzten Woche vor meinem Arbeitsbeginn bei North Sails Windsurfing besuche ich Carolina in Frankfurt, meinen früheren Arthur Andersen Kollegen Gerd Plettendorf in Verden an der Waller sowie Bettina und Thomas Poullain in Hamburg. Daher war es ein Trip per Auto in den Hohen Norden. Gerd war als Controller von Arthur zu Effem gegangen und hat es sich in diesem Rahmen an der Aller gemütlich gemacht. Verden an der Aller ist die Kreisstadt des Landkreises Verden in Niedersachsen und eine selbständige Gemeinde. Die Stadt liegt in der Mittelweserregion an der Aller unmittelbar vor deren Mündung in die Weser. Sie trägt als Zentrum der Pferdezucht und des Pferdesports den Beinamen Reiterstadt. Die Stadt befindet sich etwa 35 km von Bremen und 70 km von Hannover entfernt. Von 1517 bis 1683 fanden in Verden Hexenverfolgungen statt. 80 Frauen und neun Männer gerieten in Hexenprozesse, 26 Frauen und sechs Männer wurden verbrannt. Margarethe Sievers, 15 Jahre, Tochter eines Steinhauers, vermutlich nervenkrank, angezeigt von den eigenen Eltern, wurde 1618 enthauptet. Sechs Frauen starben unter der Folter, fünf in der Haft. Im Jahr 1606 wird bei 16 Prozessen vermerkt: Flucht, Prozessausgang unbekannt. Heinrich Rimphoff, ab 1642 Superintendent über das Bistum Verden, war für die Wiederaufnahme der Hexenverfolgungen im Bistum Verden verantwortlich. Zusammen mit dem Verdener Domkapitel, dem Magistrat und der juristischen Fakultät der Universität Rinteln war er 1647 treibende Kraft in einem Hexenprozess, der für mehrere Frauen mit dem Tod endete. Der Hexenprozess gegen Catharine Wolpmann war der Auslöser dafür, dass Königin Christina 1649 im schwedischen Königreich, zu dem Verden an der Aller damals gehörte, Hexenprozesse verbot. Durch den Westfälischen Frieden fiel das Bistum Verden als Reichslehen an die schwedische Krone. 1667 wurden die Norder- und Süderstadt durch die schwedische Krone zwangsvereint. Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg wurde 1675 Verden in einem Feldzug durch mehrere Staaten des Heiligen Römischen Reiches und Dänemark erobert und blieb bis zum Kriegsende 1679 in alliiertem Besitz. Soweit zur früheren Geschichte. In unserem Jahrhundert nahm im Jahr 1960 die Deutsche Petfood GmbH als Tochter der Mars Inc ihre erste Fabrik in Verden in Betrieb. Produziert wurde Heimtiernahrung wie Chappi, Kitekat und Trill für den deutschen, später auch kontinentaleuropäischen Markt. Ziel war es, die bereits in England erfolgreiche Fertignahrung in Dosen und Schalen, aber auch Trockenfutter in Deutschland zu etablieren. Mitte der sechziger Jahre wurde das Unternehmen umbenannt in Effem GmbH. Der Name setzt sich aus den Initialen des Besitzers Forrest Mars – F.M. – zusammen, wird aber "Effem" ausgesprochen. 1982 eröffnete die Effem GmbH ihren zweiten Standort in Minden. Seit 1961 werden auch die Süßwaren-Produkte der Mars Inc. auf dem deutschen Markt verkauft. Um die wachsende Nachfrage in Deutschland decken zu können, baute das Unternehmen im nordrhein-westfälischen Viersen eine Süßwarenfabrik, die 1979 in Betrieb ging. Sie firmiert unter dem Namen Mars GmbH Deutschland. 1986 kaufte Mars den Eiscremehersteller Dove und baute auch für Deutschland mit Schokoriegel auf Eis einen neuen Geschäftsbereich auf. Inzwischen sind die Eiskremvarianten von Mars, Twix und Snickers als Riegel- und Stieleis, aber auch im Becher in Deutschland etabliert. 2001 führte die Mars Inc. die deutschen Töchter (Mars GmbH und Effem GmbH) unter dem Namen Masterfoods zusammen. Seit 2007 firmieren sie unter dem Familiennamen Mars. Seit der Übernahme von Wrigley durch Mars Inc. im Jahr 2008 gehört auch die deutsche Niederlassung des Kaugummiherstellers in Unterhaching als eigenständige Tochter zu Mars Deutschland.
Mit dabei waren
  • Gerd Plettendorf & Michael Kamm
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Hart am Wind im Oberland – North Sails & Mistral Group – Penzberg – 1988

Von Mo., 4. April 1988 bis Mo., 30. Juni 1997
North Sails ist ein internationales Textilunternehmen sowie spezialisierter Segelmacher mit Niederlassungen in zahlreichen Ländern und wurde 1957 von Lowell North in San Diego (Kalifornien) gegründet. Seit dem 1. April 1988 war ich als kaufmännischer Geschäftsführer für das Unternehmen tätig, wobei der textile Lifestyle- und Surf-Bereich - nach einem durch mich initierten Management Buy Out im Frühjahr 1990 - von meinem langjährigen Freund und Partner Michael Plank und mir unternehmerisch von Oberbayern aus international entwickelt wurde. North Sails ist heute weltweit der führende Segelmacher mit einem Jahresumsatz von mehr als 200 Millionen US-Dollar und gehört mehrheitlich der britischen Private Equity-Gesellschaft Oakley Capital. Die ursprünglich schweizerische Marke Mistral wurde 1976 gegründet und entwickelte sich – auch durch die Erfolge des Mistral Team Surfers Robby Naish – zu einem bekannten Anbieter für Windsurf-Ausrüstungen. Im Jahr 1994 erwarb der Schweizer Investor Klaus J. Jacobs das Unternehmen und fusionierte es nach dem Zukauf der Firma North Sails Windsurfing mit dieser zur Mistral Sports Group. Bis ins Jahr 1997 führte ich als CEO diese neu entstandene Sportartikel-Gruppe, die später unter Boards & More firmierte. Heute ist das Unternehmen – auch ohne die beiden leider untergegangenen Surf-Marken North Sails und Mistral – mit ihren Brands Fanatic, ION und Duotone Weltmarktführer im Windsurfing-Bereich.
Mit dabei waren
  • Michael Plank und Michael Kamm
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Kunst & Kultur in Köln – Museum Ludwig – 1988

Von Fr., 15. April 1988 bis So., 17. April 1988
Im ersten Sommer unserer Beziehung konnten sich Carolina und ich räumlich bedingt - Caro lebte in Frankfurt und ich am Starnbergersee - und wir waren beide beruflich viel unterwegs nur an einzelnen Wochenenden sehen. Mitte April ging es in Sachen Kunst & Kultur nach Köln - ein Besuch des Museum Ludwig stand auf dem Plan. Das Museum Ludwig ist ein Museum der Stadt Köln für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und zählt heute zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas. Dort treffen uns mit Caros Schwester Patricia, die zu dieser Zeit bei Elizabeth Arden in Düsseldorf arbeitete. Auch Dina, die Mutter der beiden Schwestern war angereist und bei einem gemeinsamen Abendessen gab es eine gute Gelegenheit zum ersten Kennen lernen.

Perle des indischen Ozeans – Touch Down in Ceylon – 1988

Von Di., 19. April 1988 bis Mi., 4. Mai 1988
Wenn man die Fühler nach neuen Terrains ausstreckt, sollte man diese erstmal auf Herz und Nieren prüfen. So durch mich im Jahr 1988 geschehen. Im Rahmen meines Starts als CFO der North Sails Surf Group musste ich mir einen globalen Überblick über die wirtschaftliche und organisatorische Situation der Beteiligungsgesellschaften verschaffen. Dies führte mich u.a. nach Sri Lanka, wo das Unternehmen schon zu damaligen Zeiten Surfsegel produzieren ließ. 8 Jahre später in 1996 kam noch eine eigene Yachtsegel Production Site dazu. Bei meinem Abschied von North Sails arbeiteten in Sri Lanka über 700 Mitarbeiter in der Produktion, die mehr als 600 Segel pro Woche an den Start bringen. Zum Start fuhr ich noch mit Eckart Wagner - der damals noch unter dem Eigentümer Terry Kohler CEO der North Sails Gruppe war - nach Sri Lanka. Eckart war damals mein Mentor und beruflicher Ziehvater in der Segelbranche. Nach Michi Planks und meinem Management Buy-Out zwei Jahre später trennten sich unsere Wege jedoch. Das war nicht im Sinne von Eckart, doch zog er weiter und hatte mit dem Aerosail Programm von Mercedes Benz als deutsches Americas Cup Syndikat einen neuen Coup gelandet. Bei unserem ersten gemeinsamen Trip nach Sri Lanka gab es nach der Besichtigung der Produktionsstätten unserer Surfsegel ausreichend Zeit ein wenig vom Land kennenzulernen, das ich zum ersten Mal bereiste. So verbrachten wir ca. 20 km südlich der Hauptstadt Colombo, die auf an der Westküste liegt, ein wunderschönes Wochenende am Bolgoda Lake. Fast konnte man den indischen Ozean rauschen hören, aber die zahlreichen Wasseraktivitäten haben uns im traumhaften Yacht Club voll in Beschlag genommen. Hier war einfach alles möglich. Auch einfach nur faulenzen oder sich den kulinarischen Genüssen hingeben. Trotz allem zog es uns natürlich auch ans Meer, das nur einen Steinwurf entfernt lag und immer 26 bis 27 Grad Badewannen-Temperatur hatte. Ab 1983 herrschte in Sri Lanka, dem früheren Ceylon, blutiger Bürgerkrieg zwischen den Ethnien der Tamilen und Singhalesen. Glücklicherweise bekamen wir während unseres Aufenthaltes nicht besonders viel davon mit - wenn da nicht die schwer bewaffneten Polizisten am Flughafen in Colombo gewesen wären...
Mit dabei waren
  • Patricia Howard, Eckart Wagner, Rob Antill und Michael Kamm
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Pfaffenwinkel & Karwendel – Drives, Chipps & Putts in herrlicher Gegend – 1988

Am Do., 12. Mai 1988
Mitte Mai treffe ich mich mit meinem Studienfreund Hans-Werner Bendix zu einer Runde Golf im St. Eurach Land- und Golfclub im Süden des Starnberger Sees. In den früheren Jahren haben wir häufig im Golfclub Feldafing miteinander gespielt, diesmal hat es uns weiter in den Südwesten des Sees verschlagen. Hans-Werner ging nach seinem BWL Examen zurück in seine Heimatstadt Dülmen, um seinen Vater bei der Abwicklung des familiären Textil-Unternehmens zu unterstützen. In früheren Jahren war die Familie der größte Spinner der Region, nur hat das Unternehmen den Niedergang der Textilbranche nicht überlebt. Aus dem Westfälischen kommt Hans-Werner immer wieder gerne nach Bayaern, wobei wir uns diesmal in einer besonders hübschen Gegend treffen. Der Pfaffenwinkel liegt in der beliebten Urlaubsregion Oberbayern. Von Norden her führt die Romantische Straße von Landsberg am Lech entlang des Flusses durch die Region, die im Westen an die Gewässer Ammersee und Starnberger See grenzt. Woher stammt der Name „Pfaffenwinkel“ eigentlich? Der Name kommt daher, dass es auf diesem Landstrich eine Vielzahl von Klöstern und Kirchen gibt. „Pfaffe“ bedeutet „Geistlicher“ oder „Pfarrer“. So müssen einst viele Pfarrer auf einem „Winkel“, also Fleck, dort gelebt haben. Eine der bekanntesten Kirchen im Pfaffenwinkel ist die Wallfahrtskirche in Wies, auch Wieskirche genannt, die seit 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Der Hohe Peißenberg bildet den Mittelpunkt des Pfaffenwinkels, von hier aus hat man den herrlichsten Blick über die bayerische Landschaft. Bereits 1514 errichteten die Geistlichen des Klosters Rottenbuch eine Kapelle inmitten der idyllischen Landschaft. Auf dem Peißenberg befindet sich seit 1781 zudem das Meteorologische Observatorium. Die Mönche des Klosters Rottenbuch waren auch damals die ersten, die das Wetter beobachteten. Heute läd diese einmalig idyllische Landschaft zum gepflegten Golfspiel ein. Einzigartig schön gelegen und mit großer Verbundenheit zur Natur fügt sich die Anlage des St. Eurach Land- Golfclub in die Voralpenlandschaft südlich von München, in der Nähe des Starnberger Sees ein. Vom Platz aus, der ehemaliger Austragungsort der BMW Open war, hat man einen fantastischen Blick auf das Wettersteinmassiv, die Alpenkette mit der Zugspitze in ihrem Zentrum. Außerdem bieten sich auf vielen der Fairways Ausblicke auf das Karwendel-Massiv.
Mit dabei waren
  • Hans-Werner Bendix, Michael Kamm
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Food Festival, Kultur & Musik im Big Apple – Stop Over bei Chantal & Thomas in New York – 1988

Von Fr., 20. Mai 1988 bis Mo., 23. Mai 1988
Auf dem Weg zu meinem ersten North Sails Board Meeting als neuer CFO, welches beim Eigentümer Terry Kohler in Kohler in Wisconsin stattfindet, verbringe ich mit Carolina noch ein Wochenende in New York und wir besuchen Chantal Boissonas - die Freundin von Martin Kühner aus St. Galler Studienzeiten. Carolina und ich wohnen auch bei der gebürtigen Schweizerin, die damals mit dem Österreicher Thomas Ridder liiert war. Dieser Dummie hat Sie dann zwei Jahre später peinlicherweise kurz vor der geplanten Hochzeit in der Pontresina im Regen stehen lassen. Damals war in den USA noch alles im Lot und wir hatten viel Spaß im Big Apple, zumal wir uns auch noch mit Rüdiger Will - einem Freund aus Münster - trafen. Gemeinsame Exkursionen durch die Stadt, die niemals schläft. Wir waren Teil eines riesigen Strassenfestes, Bruce Springsteen spielte im Madison Square Garden und ein Besuch im Trump Tower stand auch auf unserer Agenda.

Sanitäre Highlights & Yacht-Segel – Kick Off Meetings im amerikanischen Westen – 1988

Von Di., 24. Mai 1988 bis Mi., 25. Mai 1988
Bereits kurz nach dem Start meines neuen Jobs als CFO bei North Sails im April, stand Ende Mai auch schon der erste Reporting Termin beim amerikanischen Shareholder in meinem Kalender. Ziel meiner Reise war Sheboygan - bzw. der Ort Kohler - der im Bundesstaat Wisconsin im mittlereren Westen nördlich von Milwaukee liegt. Zum Einstieg und der zeitlichen Aklimatisierung verbrachte ich das Wochenende vor dem ersten Business Termin erst noch privat in New York. Dies gemeinsam mit Carolina, für die es als Lufthansa Stewardess eine leichte Übung war mit mir in der selben Maschine von München nach JFK zu fliegen. In Big Apple trafen wir Chantal Boissonas und ihren damaligen Freund Thomas Ridder aus der Schweiz, sowie Rüdiger Will, eine Studienfreund aus Münster. Es war wie immer in dieser Stadt ein super spannendes Wochenende mit tollen Eindrücken und deutschen Expats als kundige Führer, die sich in Big Apple bereits sehr gut auskannten. Nach dem Spaß kam dann der Ernst, denn Caro flog heim nach MUC und ich weiter zum Kennenlernen unseres Eigentümers. Bei meinem ersten Board Meeting in Windway hatte ich es dann mit dem Chairman und Mehrheitsgesellschafter der North Sails Group - Terry Kohler zu tun, dessen erfolgreiche Familie ihr Geld eigentlich mit Keramik Toiletten verdient. Als begeisterter Segler setzte er aber mit uns seinen Traum von erfolgreichen Segelboot- und Windsurfing-Segeln in die Realität um.
Mit dabei waren
  • Terry Kohler, Tom Whidden, Eckart Wagner, John McClary und später in Seattle David und Roger Johnson sowie Michael Kamm
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Microsoft, Amazon, Boing & North Sails Windsurfing – Erfolgsmodelle aus State Washington & Seattle -1988

Von Do., 26. Mai 1988 bis So., 29. Mai 1988
Nachdem ich erst am 4. April - und damit dem Vormonat meiner aktuellen Reise - als CFO und kaufmännischer Geschäftsführer bei North Sails in Penzberg tätig geworden war, verbrachte ich zunächst einige Zeit auf Reisen, um mir einen persönlichen Eindruck zu den Niederlassungen und Beteiligungs-Gesellschaften der Gruppe zu machen. So hatte ich bereits eine Woche auf Sri Lanka verbracht und in der selben Woche wie meinem Seattle Trip auch ein erstes Board Meeting in Sheboygan am Michigan See absolviert. Von Milwaukee aus flog ich weiter an die Westküste zum gemeinsamen internationalen Flughafen der beiden Städte Seattle und Tacoma. In der kleineren Stadt Tacoma hatte Roger Johnson - David Johnsons Vater - eine große Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlei. David Johnson war unser North Sails Vertreter in den USA und damals noch komplett unabhängig. Allerdings auch immer knapp bei Kasse und somit war der Cash Flow auch der Grund meines Besuchs in seinem Büro in Seattle. Seattle ist dabei meines Erachtens eine der reizvollsten Städte der USA. Hoch im Norden an der Grenze zu Kanada gelegen überzeugt sie mit maritimen Charme. Mit über 700.000 Einwohnern ist sie kulturelles, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum der Metropolregion rund um die City. Die Stadt wird nicht umsonst „The Emerald City“ genannt, womit auf die vielen Grünflächen innerhalb des Stadtgebiets angespielt wird. In Seattle gibt es neben atemberaubender Natur vieles zu entdecken und zu erleben. Seattle liegt malerisch im Nordwesten des US-Bundesstaates Washington. Wie vielfach angenommen wird ist die City aber nicht dessen Hauptstadt, denn der Regierungssitz des Staates Washington befindet sich in Olympia. Die Stadt liegt auf einer Landenge zwischen dem Puget Sound und dem Lake Washington. Hierdurch entsteht die besondere maritime Atmosphäre. Hinter der Skyline der Stadt können die Olympic Mountains bestaunt werden. Ebenso befindet sich der höchste Berg Washingtons in unmittelbarer Nähe. Der Mount Rainer ist lediglich circa 90 Kilometer von Downtown entfernt. Musikenthusiasten ist Seattle besonders wegen den aus der Stadt stammenden Rockstars ein Begriff. Der legendäre Gitarrist Jimi Hendrix wurde hier geboren. Er gilt bis heute als einer der einflussreichsten Rockmusiker aller Zeiten. Zu ebensolchen Ikonen wurde die in der Stadt gegründete Band Nirvana. Die Formation um ihren Frontmann Kurt Cobain erlangte in den 1990er Jahren Weltruhm mit ihrer als „Grunge“ bezeichneten Rockmusik. Hits wie „Smells like Teen Spirit“ werden noch heute in den Radios rauf und runter gespielt. Ich habe jeden Besuch in der Stadt sehr genossen und auch damals bei meinem ersten Besuch mit Sebastian Kloepfer vom Simsee einen Jugendfreund aus Internatszeiten besucht, der damals für Microsoft und Bill Gates tätig war.

Neue Heimat im Oberland – St. Heinricher Strasse in Seeshaupt – 1988

Am So., 29. Mai 1988
Das im Landkreis Weilheim-Schongau rund 600 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Seeshaupt am Starnberger See kann mit seiner Idylle nur schwer übertroffen werden. Die 3.000-Seelen-Gemeinde begeistert durch eine grandiose Lage in einer wunderbaren Landschaft sowie einem eigenen Dampfersteg und einem einladenden Badeplatz, der sandig weich ist und flach in den See hinein verläuft. Mich begeistert es gleich so nachhaltig, dass mein Umzug von Bogenhausen via Tutzing-Garatshausen nach Seeshaupt im Mai schnell beschlossen ist. Er führt mich final in die Wohnung in der St. Heinricher 33 in Seeshaupt. Sie ist wunderbar geschnitten, 4 schön proportionierte Zimmer, Schlafzimmer, Büro, Esszimmer und Wohnzimmer. Das absolut fantastische ist aber die Lage direkt am Wasser und der herrliche Blick über den gesamten See.

Nordlichter trauen sich – Hochzeit auf Sylt – 1988

Von Fr., 10. Juni 1988 bis So., 12. Juni 1988
Im Sommer heiraten unsere Freunde Iris und Alexander Freys auf der schönen Insel Sylt. Die Familie Freys war - durch ihre beiden mit Nici ungefähr gleichalten Söhne - bereits recht lange mit der Familie Schielin bekannt, da sie schon viele Jahre Stammgäste im Hotel Bad Schachen gewesen waren. Die beiden Jungs waren schon damals super Tennisspieler und damit adäquate Gegner für meine sportlich talentierte Ehefrau auf dem Hotel eigenen Tennisplatz in Schachen. Die Hochzeit von Iris und Alexander - die heute in Berlin leben - war wunderbar, ein herrliches Fest im hohen Norden, wobei die Location der Herkunft der Braut geschuldet war. Nici und ich waren im Juni zwar schon getrennt, jedoch beide vor Ort eingeladen. Carolina war noch damals gerade als Lufthansa Stewardess international unterwegs, wäre jedoch auch nicht zu der Einladung mitgenommen, da dies die Stimmung und Atmosphäre auf beiden Seiten sicher getrübt hätte. Zu dieser Zeit gab es auch für mich den angenehmen Nonstop Flug München -Westerland … ein weiterer ganz großer Pluspunkt dieses wunderbaren Events.
Mit dabei waren
  • Iris & Alexander Freys, Conny & Fri Biainchi, Tina Hartmann, Moni Sandler, Andi Wrba,
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Familienpräsentation in Ingolstadt – Geburtstagsfeier im Donau Ruderclub – 1988

Am Fr., 17. Juni 1988
Horst Kleebinder - der jüngere Bruder unserer Mutter und unser Onkel - rundet und feiert im Ingolstädter Donau-Ruder-Club seinen 50. Geburtstag. Anders als seine beiden Geschwister ist er von Geburt an bis heute in Ingolstadt wohnhaft geblieben. Obwohl er wie sein Sohn Hans-Peter viele Jahre beruflich bei BMW verbrachte pendelte er lieber jeden Tag nach München, als in die bayerische Landeshauptstadt umzuziehen. Heute ist an seinem Geburtstag erst einmal feiern angesagt. Und das an einer absolut Autofreien Location. Im ehrwürdigen Ingolstädter Donau-Ruder-Club. Zum Rudern ist die Donau ein ideales Gebiet. Man lernt dort mit der Strömung umzugehen und kann kilometerweit stromaufwärts rudern und dort die Einsamkeit und Ruhe der Natur genießen. Seit dem Bau der Staustufe um 1970 und der damaligen Wasserverschmutzung durch unzureichende Abwasserklärung fand keine Sport- oder Freizeitbetätigung mehr auf der Donau im Stadtgebiet statt. Obwohl sich seit jeher bei Niedrigwasser gegenüber des Reduits Tilly eine größere Sandbank befand, die früher gelegentlich als Badeinsel genutzt wurde. Mit der Landesgartenschau begann die vorsichtige Einbeziehung der beiden innerstädtischen Donauufer. Klenzepark und Fußgängersteg wurden gebaut, an der Donaubühne findet jährlich ein Fischerstechen statt. In unserer Kindheit war das noch ganz anders ... da haben wir im Ruderclub natürlich gerudert und Tennis gespielt und sind zum Baden in den Fluß gesprungen. Wir sind heute jedoch nicht in Badehose sondern alle elegant angezogen unterwegs und es ist das erste Mal, daß ich der versammelten Familie meine neue Freundin und spätere Gattin Carolina vorstelle.
Mit dabei waren
  • Christl & Horst Kleebinder, Hans-Peter & Barbara Kleebinder, Uta & Karl-Heinz Kamm, Carolina & Michael Kamm
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Schweizer Langarm Nähmaschinen Leasing – Schampus für den Jentschmann Deal in Zürich – 1988

Am Mo., 20. Juni 1988
Ich war gerade erst zwei Monate kaufmännischer Geschäftsführer der North Sails Windsurfing GmbH in Penzberg, als mich mein damaliger Mitgeschäftsführer Eckart Wagner bat, eine wirtschaftlich vernünftige Lösung bezüglich unserer bislang für die Segelproduktion in Sri Lanka geleasten Nähmaschinen zu verhandeln. So machte ich mich auf den Weg zu unserem in der Schweiz ansässigen Leasinggeber - der Firma Jentschmann AG - und verhandelte mit dem Eigentümer den Kauf unseres gesamten asiatischen Maschinenparks. Es wurde ein gutes Geschäft und ich kam somit zufrieden nach Penzberg zurück, wo ich zur Belohnung von Pat Howard und Eckart Wagner eine Magnumflasche Dom Perignon Chamganer geschenkt bekam. Segelmacher und andere Benutzer von Langarmnähmaschinen wie die Markisenhersteller benötigen Maschinen um auf einfache Weise gerade und lange Nähte fertigen zu können. Dies führte Mitte der Achtzigerjahre zur Entwicklung der ersten Nähautomaten, bei welchen der Stoff auf einem fahrenden Tisch automatisch an der Nähmaschine entlanggeführt wird. Dank der stetigen Weiterentwicklung der Anlagen, dem Einbringen innovativer Ideen und der sprichwörtlichen Jentschmann Qualität, ist die Schweizer Jentschmann AG seither Marktführer auf diesem Gebiet. Das Angebot aller für die Segelkonfektion notwendigen Maschinen und Anlagen in einem Gesamtkonzept, aus einer Hand, garantieren dem Kunden hohe Produktivität und Qualität sowie langfristige Sicherheit der getätigten Investitionen. Praktisch alle bedeutenden Hersteller in Europa und den USA werden im Laufe der Zeit Kunden der Jentschmann AG. Die Herstellung von Langarm- und Spezialnähmaschinen für verschiedenste Industrien, darunter auch für Mitbewerber, sowie Entwicklungsaufträge für solche Maschinen von Endbenutzern wie auch Nähmaschinenherstellern, sind weiterhin ein wichtiges Standbein der Firma.
Mit dabei waren
  • Erich Jentschmann, Pat Howard, Eckart Wagner und Michael Kamm
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Historische Wurzeln im Zentrum der Vier-Länderregion – Besuch von Michael Veeser im malerischen Konstanz – 1988

Am Di., 21. Juni 1988
In den ersten Monaten meiner neuen Tätigkeit für die North Sails Surf Gruppe beschäftige ich mich recht ausführlich mit der Analyse und Aufarbeitung von Altlasten. So bin ich Mitte des Monats in der Schweiz, um bei dem in Zürich ansässigen Nähmaschinen Unternehmer Jentschmann einen für unsere Produktion in Sri Lanka unattraktiven Leasingvertrag weg zu verhandeln. Mission completed ... alle Langarm Maschinen wurden mir zu einem günstigen Preis verkauft und ich mache mich via Bodensee auf die Heimfahrt zu meiner neuen Bleibe am Starnbergersee. Auf der Heimfahrt besuche ich unseren Freund Michael Veeser, der in der interessanten Stadt Konstanz im Westen des Bodensees lebt. Konstanz, das pulsierende Zentrum der Vierländerregion Bodensee, bringt Kultur, Natur, Wirtschaft und Wissenschaft in Einklang und vereint Tradition und Moderne, Lebensqualität und Exzellenz, Kunst und Shopping. Die historische Altstadt mit malerischen Gässchen lädt zum gemütlichen Einkaufsbummel ein, der Hafen mit südlichem Flair und atemberaubender See- und Alpenkulisse zum Flanieren und die Gastronomie sowie die zahlreichen Top-Events zum grenzenlosen Genießen. Die Stadt wurde bereits gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. von den Kelten besiedelt. In der Folge hatte sie eine aufregende und abwechslungsreiche Geschichte. So wurde sie zunächst von den Römern erobert und Bestandteil des Römischen Reiches. Vor allem ab der Zeit des Frühmittelalters konnte Konstanz von der günstigen Lage vor den Alpen profitieren, wodurch die Stadt bedeutender Umschlagsplatz für den Handel mit den Italienern südlich der Alpen war. Über die Geschichte der Stadt und die gesamten Bodensee-Region kann man sich heute vor allem im Rosgarten-Museum informieren, das sich im 1454 erbauten, ehemaligen Zunftshaus befindet. Darüber hinaus bietet sich in Konstanz ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt auf der linksrheinischen Seite mit einem Besuch des Konstanzer Münster, einem imposanten Gebäude mit Ursprüngen im 6. Jahrhundert oder der Dreifaltigkeitskirche an. Direkt am Rheinufer kann man außerdem den Rheintorturm besichtigen. Michael Veeser lebt mit seiner Frau Kristin immer noch im Stadtteil Litzlstetten und betreibt ein Kunststoff-Unternehmen, mit dem er in der Corona- und Energie-Krise leider in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist.
Mit dabei waren
  • Michael Veeser, Michael Kamm
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Jasmin & Michael Plank mit Taminah & Samiya – Harlaching – 1988

Am Mo., 4. Juli 1988
Michael Plank habe ich im Juli 1988 bei der Firma Norh Sails Windsurfing in Penzberg kennen gelernt, für die er damals als Freelancer im Bereich Marketing und Produkt tätig war. Ich selbst hatte in diesem Unternehmen im April des Jahres nach meinen Beraterjahren bei Arthur Andersen meinen ersten Job als CFO in der Wirtschaft und somit in der Textil- und Sportartikel Branche begonnen. Michi und ich teilten uns einen Bürotrakt und hatten mit Maren Müller auch eine gemeinsame Assistentin. Unsere Kooperation hat hervorragend funktioniert, da wir völlig unterschiedliche Bereiche verantwortet haben und uns immer ideal cross diametral ergänzt haben. Gemeinsamer Ziehvater war Eckart Wagner, von dem wir uns im Rahmen eines im Jahr 1990 mutig und völlig eigennützig umgesetzten Management Buy Outs trennten. Der Rest unserer gemeinsamen Unternehmensgeschichte hat viel Spaß gemacht, war zudem recht erfolgreich, die Story hierzu wäre aber viel zu lang und passt daher hier nicht mehr hin. Ich berichte darüber an anderer Stelle. Jasmin lernten Michi und ich gemeinsam im Juni 1997 auf der kleinen Insel Piskera in der zu Kroatien gehörenden Inselgruppe der Kornaten kennen. Auch hierzu gibt es noch einen anderen Beitrag, denn in der Folge habe ich durch die Liason der beiden auch Annette über Michi wieder getroffen, wodurch auch wir seit dem Jahr 1997 auch ein Paar sind. Michi und Jasmin haben am 3. September 1999 geheiratet und haben mit Samiya und Taminah zwei reizende Töchter. Michi und ich unternehmen bis heute viel gemeinsam miteinander und sind sowohl privat wie auch beruflich in ständigem Austausch. Zu den gemeinsamen Hobbies zählen dabei Ski- und Wasserski Fahren, Motorradfahren, Biken und vieles mehr. Mit Jasmin und die beiden jungen Damen unternehmen wir im Rahmen der jeweiligen Verfügbarkeiten auch gemeinsame Events. Durch die schönen Zeiten miteinander sind wir gute und enge Freunde geworden und ich bin sogar Trauzeuge der beiden (ich hatte Michi nämlich beim Anbaggern unterstützt). Michi kommt ursprünglich vom St. Pauls Platz im Herzen Münchens und Jasmin ist in Frankfurt aufgewachsen. Auch die Eltern der beiden kennen wir, wobei Michis Vater schon vor langer Zeit verstorben ist. Planks leben in ihrem schönen Haus in Harlaching, in dem Jasmin auch Ihre Praxis für chinesische Medizin hat. Michi hat sein Büro in Oberhaching.

Kritisches Jubiläum am Schloßberg – Rundes Sommerfest Revival in Neubeuern – 1988

Von Sa., 9. Juli 1988 bis So., 10. Juli 1988
Zu den Terminen der runden Jubiläen aller Neubeuerer Abiturienten macht der Verein der Freunde - die engagierte Alumni Vereinigung meiner ehemaligen Internatsschule - immer besonders viel dafür um alle Ehemaligen möglichst vollständig - die Klassen hatten jeweils zwischen 20 und 26 Schüler zum Sommerfest zu lotsen. Unsere Abiturs-Klasse war durch eine Fehde mit der zum Zeitpunkt unserer Abiturs gerade neuen Schulleiterin überwiegend im Groll von Neubeuern weggegangen und die meisten von uns hatten sich in den letzten 10 Jahren auch nicht mehr in Neubeuern sehen lassen. Nachdem sich die Verhältnisse mittlerweile jedoch wieder normalisiert hatten - Frau Dr. Rieger war entsorgt worden - versammelten wir uns noch doch wieder in einer größeren Anzahl zu unserem runden Jubiläum, absolvierten brav das Besuchsprogramm der Schulleitung im Schloss und im Anschluss unser ganz eigenes Revival im Dorf und haben uns sehr gefreut, uns endlich einmal wieder zu sehen, um gegenseitig berichten zu können, was wir in den 10 Jahren nach unserer Hochschulreife alles so erlebt haben. Dies alles an einem wundervollen Fleckchen Erde, denn am Eingang des reizvollen Inntals, eingeschlossen von zwei schmalen Toren und bewacht von einem eindrucksvollen Schloss, liegt einer der schönsten Marktflecken in Bayern. Neubeuern ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Der Ferienort im bayerischen Inntal südlich von Rosenheim wurde 1981 zum schönsten Dorf Deutschlands gewählt. Der malerische Marktplatz mit Torturm und historischen alpenländischen Fassaden bildet den Dorfkern. König Maximilian I. meinte zum Ausblick von Neubeuern: „Das ist die schönste Aussicht im bayrischen Gebirg!“

 Wer durch die beiden Tore zum Neubeurer Marktplatz gelangt, ist sofort fasziniert von den prächtigen Häusern mit den geschmückten Balkonen, Erkern und den Lüftlmalereien. Nehmen Sie Platz in einem der schattigen Biergärten und lassen Sie diese historische Kulisse auf sich wirken.

Neubeuern ist als Kreuzungspunkt zahlreicher regionaler und überregionaler Radwege ein hervorragender Ausgangspunkt für Radtouren. Zum Wandern laden daneben die herrliche Landschaft und die nahe Bergwelt ein. Besonders der Schiffleutwanderweg, der einen Einblick in die Geschichte des Ortes gibt, begeistert Besucher mit eindrucksvollen Geotopen wie dem Mühlsteinbruch in Hinterhör oder der wildromantischen Wolfsschlucht.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm, Johannes Hundt, Valeska Berg, Michael Gotzens, Michael Oestreicher, Alexander Scholtz-Rautenstrauch, Beatrix Thieme, Gaby Scheidt, Johannes Fugger, Helmut Hansmann, Christian Hartmann und Doris Freunddorfer
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Massaker durch Bürgerkrieg im Paradies – Management Wechsel bei North Sails Lanka – 1988

Von Do., 18. August 1988 bis Sa., 27. August 1988
Im August machte ich mich auf den Weg von Penzberg nach Sri Lanka, um in den durch den anhaltenden Bürgerkrieg nach wie vor unsicheren Zeiten einen Management Wechsel in unserem in der Freihandelszone von Katunayake gelegenen Produktions-Unternehmen einzuleiten. Der Managing Director Rob Antill wollte wieder in seine australische Heimat zurückkehren und musste entsprechend ersetzt werden. So habe ich zunächst selbst die Management Verantwortung übernommen und den Oberbayern Sepp Hammerlindl als Produktionsleiter inthronisiert. Sepp war ein ehemaliger Mitarbeiter von Eckart Wagner in der Segelmacherei in Garatshausen gewesen und ist mit seiner Familie aus dem Raum Landsberg ins beschauliche Talahena gezogen, um sich über mehrere Jahre um unsere Windsurfing- und später auch der One Design Segel-Produktion zu kümmern. Es waren damals keine leichte Zeiten auf der Insel und die Ehefrau von Rob Antill hatte die Nase von den ständig verhängten Ausgangssperren - Curfew - gestrichen voll. Der Übergang unserer Firmenleitung klappte reibungslos und Sepp war auch später noch gemeinsam mit Christian Ewert bei North Sails Lanka tätig. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka war ein von 1983 bis 2009 dauernder bewaffneter Konflikt, in dem tamilische Separatisten, vor allem der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), um Unabhängigkeit vom Inselstaat Sri Lanka kämpften. Die LTTE forderte, aus den tamilischen Siedlungsgebieten im Norden und Osten der ansonsten singhalesisch dominierten Insel einen unabhängigen Staat Tamil Eelam zu bilden. Der schwelende ethnische Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen mündete am 23. Juli 1983 in einen Bürgerkrieg. Nach über 25 Jahren endete der Bürgerkrieg am 18. Mai 2009 mit dem vollständigen militärischen Sieg der sri-lankischen Regierungstruppen über die LTTE. Die Zahl der Todesopfer während des Krieges zwischen 1983 und 2009 wird auf 80.000 bis 100.000 geschätzt.
Mit dabei waren
  • Rob Antill, Sepp Hammerlindl & Michael Kamm
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Magic Swell & leere Kassen – North Sails Spain in Tarifa – 1988

Von Mo., 12. September 1988 bis Do., 15. September 1988
Die Costa de la Luz in Andalusien war in den 80ern ein beliebter Hotspot für Surf-Freaks. Der beste Platz entlang der Küste war eindeutig Tarifa. Er liegt an der Meerenge von Gibraltar, nur 14 Kilometer von Marokko entfernt. Ein wahrhaftiger Flaschenhals, wo Mittelmeer und Atlantik aufeinanderprallen. Durch diese Verengung ist hier heftiger Wind eher die Regel als die Ausnahme, ob nun Levante, Poniente, Terral oder Scirocco dominiert. Mitten im easy going Tarifa, wo die Mauren ihre Spuren hinterlassen haben und Afrika in Sichtweite ist, eröffneten wir die iberische North Sails Niederlassung. Direkt an der Durchgangsstrasse gelegen musste also jeder Surfer, der zum Strand wollte, an unserem blauen Logo vorbeidüsen. Das hatten wir kurzerhand mit blauer Farbe auf die weiss gekalkte Fassade aufgebracht. Mit dem Niederländer Ben Wesseling als Chef der Niederlassung und seinem Best Buddy Paul Ouwehand als Vertriebschef hatten wir zwei Mann eingestellt, die ihr Geschäft eigentlich kennen sollten. Super Surfer waren Sie auf jeden Fall. Besonders Ben war äusserst talentiert und top notch im Europa und World-Cup. Allerdings auch dem schönen Leben, gutaussehenden Blondinen und besonders dem Nachtleben zugetan. Es war wohl mehr Hang-Loose als Big Business, denn wir mussten relativ häufig die Finanzen unter die Lupe nehmen und ihm den ein oder anderen Besuch abstatten. Relativ geschickt versuchte er dann das für ihn unangenehme Business Terrain zu verlassen und mich Rund um die Uhr mit allerlei Aktivitäten abzulenken. Dazu gehörten auch meine anstrengenden Trainingssessions auf bzw. unter Wasser. Da kam Afrika gefährlich nah. Die südlichste Stadt des europäischen Festlandes hat mit ihren 20.000 Einwohnern auch eine sehr hübsche Altstadt. Klein, eng, familiär. Oft sind die Gassen nur einen Meter breit und die gegenüberliegenden Anwohner können sich aus dem Fenster die Hand schütteln. Der Ort ist geprägt von der Surfer-Szene, entsprechend gibt es jede Menge alternative Läden und hippe Bars. Die Möglichkeiten waren für Ben - und selbst für mich - einfach zu verführerisch. Tagsüber auf dem Brett die Wellen klarmachen und abends was anderes klarmachen. Das ging auf die Dauer nicht gut und nach ein paar Jahren "passt schon" und Gutmütigkeit unsererseits suchten wir uns professionellere Partner in Barcelona. Schön wars in Tarifa trotzdem immer...
Mit dabei waren
  • Ben Wesseling, Paul Ouwehand und Michael Kamm
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Dead-Head – Frequent Traveller zwischen FRA & MUC – 1988

Am Mo., 3. Oktober 1988
In den ersten Monaten unserer Beziehung flog Carolina als Stewardess von der Lufthansa Basis in Frankfurt aus auf der Mittel- und Langstrecke mit der Musterkombination Boing 727 und Boing 747 - dem damaligen Jumbo. Bei der Kranich Airline hatte Sie im September 1985 begonnen und in diesem Rahmen den legendären 500. Lufthansa Flugbegleiter Lehrgang absolviert. In ihrer freien Zeit shuttelte Sie als Dead-Head zwischen Frankfurt und München hin und her. Bis April lebte ich nach meinem Auszug aus der Schwabinger Mandlstrasse - wo Nici blieb - in der Wohnung von Peter Schmitz in Bogenhausen. Peter war sowohl mein Studienfreund aus dem BWL Studium wie auch mein Kollege bei Arthur Andersen und in dieser Phase für einige Zeit in Asien. Im Frühling erfogte dann mein Umzug nach Tutzing-Garatshausen und im Frühsommer final nach Seeszaupt. Bis dahin führten Caro und ich noch eine Fernbeziehung zwischen Hessen und Bayern. Dies mit allen Vor- und Nachteilen, da es in München noch keine Lufthansa Basis gab. Durch die dann erkannte Schwangerschaft von Carolina fiel Ihr Flugjob im Herbst dann ganz flach und sie bekam einen Job bei Aldo Bertagnoli - dem Lufthansa Sportkoordinator - im Stadtbüro der Lufthansa in München angeboten. Aldo entwickelte damals unter anderem Golf als Kundenbindungsinstrument und war eine besonders umtriebige Persönlichkeit. Carolina gab Ihre Frankfurter Wohnung auf und zog zum Jahreswechsel auch fest von Frankfurt zu mir nach Seeshaupt an den Starnbergersee.
Mit dabei waren
  • Carolina Neeb und Michael Kamm
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Un gelato al limon – Paolo Conte mit Aquaplano an der Ludwigsbrücke in München – 1988

Am Mo., 7. November 1988
Anfang November zog es Carolina und mich für das Konzert eines grandiosen Künstlers vom Seeshaupt am Starnbergersee in den Konzertsaal des Deutschen Museums in der Münchner Innenstadt. Wenn Paolo Conte ein Konzert spielt, dann betritt ein Stück Musikgeschichte die Bühne. Der bekannteste Liedermacher Italiens ist seit über sechzig Jahren im Business, begeistert uns und seine anderen Fans aber immer wieder aufs Neue. Bereits in seiner Jugend, die er im norditalienischen Asti verbrachte, interessierte sich Paolo Conte für den damals verbotenen Jazz. Da sein Vater jedoch nicht nur Hobbypianist, sondern auch Notar war, entschied sich Conte nach der Schule für ein Jurastudium. Trotzdem blieb er der Musik immer treu und spielte nebenbei in verschiedenen Jazz-Combos. Zu seinem ersten Album kam er, weil er als Songwriter (italienisch Cantautori) große Erfolge verzeichnete und die Plattenfirma dies nutzen wollte. Den nationalen Durchbruch schaffte Paolo Conte schließlich 1979 mit dem Album „Un gelato al limon“. Seither tourt er durch die ganze Welt, spielte schon in Kanada, Paris und im legendären Blue Note Club in den USA. Wir hatten die großartige Gelegenheit, diese echte Jazz-Legende live auf der Bühne erleben zu dürfen! Zum Glück trat er noch bis in die vergangenen Jahren auch immer noch im Vittoriale in Gardone-Riviera auf, wodurch ich ihn über mehr als 30 Jahre lang live in Konzerte begleiten konnte. Via con me!

Ethnische Konflikte zwischen Singhalesen und Tamilen – Turbulente Zeiten auf Sri Lanka – 1988

Von Do., 17. November 1988 bis Do., 1. Dezember 1988
In der zweiten Novemberhälfte bin ich auf einem gut zwei Wochen langen Trip zu unserer Windsurfing Segel Produktionsgesellschaft in Sri Lanka. Nach wie vor ist Bürgerkrieg auf der Insel und die allermeisten Fluggesellschaften haben ihre Linienverbindungen von Europa nach Colombo eingestellt. Nur der staatliche Carrierer Air Lanka versucht den Flugverkehr auf die Insel mehr schlecht als recht aufrecht zu erhalten. Diesmal versuche ich es daher mit der Lufthansa von München via Frankfurt nach Neu-Delhi. Von dort aus geht es mit Air Lanka weiter zum internationalen Flughafen von Colombo in Katunayake bei Negombo. Dort ist auch unsere Produktionsgesellschaft ansässig. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka war ein schrecklicher von 1983 bis 2009 dauernder bewaffneter Konflikt, in dem tamilische Separatisten, vor allem der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), um Unabhängigkeit vom Inselstaat Sri Lanka kämpften. Die LTTE forderte, aus den tamilischen Siedlungsgebieten im Norden und Osten der ansonsten singhalesisch dominierten Insel einen unabhängigen Staat Tamil Eelam zu bilden. Der schwelende ethnische Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen mündete am 23. Juli 1983 in einen Bürgerkrieg. Nach über 25 Jahren endete der Bürgerkrieg am 18. Mai 2009 mit dem vollständigen militärischen Sieg der sri-lankischen Regierungstruppen über die LTTE. Die Zahl der Todesopfer während des Krieges zwischen 1983 und 2009 wird auf 80.000 bis 100.000 geschätzt. Die zwei größten Bevölkerungsgruppen in Sri Lanka sind die vorwiegend buddhistischen Singhalesen und die meist hinduistischen Tamilen. Über 2000 Jahre lang gab es teilweise parallel singhalesische und tamilische Königreiche auf der Insel. Diese bestanden entgegen der häufig vertretenen These einer Erbfeindschaft die meiste Zeit in friedlicher Koexistenz mit regem kulturellem Austausch. Relevant ist dabei die Tatsache, dass die beiden Gruppen unter kulturell-religiösen Aspekten nicht allzu weit voneinander entfernt sind: Zum einen enthält die singhalesische Volksreligion, die neben dem Buddhismus praktiziert wird, schon immer viele hinduistische Elemente; zum anderen gab es über Jahrhunderte auch in der tamilischen Bevölkerung große Anteile von Anhängern des Buddhismus. Auch in unserer Belegschaft gab es Tamilen und Singhalesen, die miteinander gut auskamen. In der Realität waren die radikalen Tamilien Gruppen jedoch für viele Anschläge verantwortlich. Es war daher besser, daß man Konflikten aus dem Weg ging. Daher unternahm ich während längerer Aufenthalte wie auch diesmal an den Wochenende auch immer Ausflüge ins mehrere Flugstunden entfernte Singapur.
Mit dabei waren
  • Susanne & Bruno Weidl, Michael Kamm
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Parzenbichl mit Schicksalsgöttinen – North Sails Weihnachtsfeier auf der Ilkahöhe – 1988

Am Di., 20. Dezember 1988
In meinem ersten Jahr bei der North Sails habe ich sehr viel erlebt und zum Glück auch einiges in die richtige Richtung bewegt. So hatten wir zum Ende des Jahres auch noch die finanziellen Mittel all unsere Mitarbeiter zu einer schönen gemeinsamen Weihnachtsfeier einzuladen. Als Location haben wir die Ilkahöhe ausgesucht. Es gibt nur wenige oder überhaupt keine anderen Orte am Starnberger See, die einen so unvergleichbaren Panoramablick auf den Starnberger See ermöglichen, wie dieser Platz oberhalb von Tutzing. Benannt ist die Ilkahöhe nach der Adligen Anna Maria Juliane Helene genannt “Ilka” von Wrede, die 1838 in Tutzing geboren wurde und für ihr herausragendes Engagement bei der Pflege verwundeter Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges ausgezeichnet wurde. Zuvor hieß die Erhebung “Parzenbichl”, in Anlehnung an drei antike Schicksalsgöttinnen. Antik wird es auch an einer ehemaligen Tempelstätte, von der heute lediglich eine kleine Schautafel zeugt: Zu Ehren des Verlagsbuchhändlers Georg Eduard von Hallberger, der ein Schloss in Tutzing besass und im Alter von nur 58 Jahren verstarb, errichtete seine Tochter jenes Denkmal auf der Ilkahöhe mit einer Bronzestatue des Vaters. Der Tempel wurde jedoch in den 1970er-Jahren abgerissen, nachdem er bereits stark beschädigt war. Mit Liebe hat man das ehemalige Forsthaus frisch, modern und wertig gestaltet - von Stube über Bistro-Stil bis Wintergarten-Flair. Es gibt saisonale Küche mit mediterran-internationalen Einflüssen sowie regionalen Klassikern. Idyllisch die erhöhte Lage mit Seeblick - da lockt natürlich die Terrasse! Bei einer Weihnachtsfeier ist das natürlich nicht die erste Option. Dafür sieht man am Ufer des Starnberger Sees stimmungsvolle Lichter blitzen. Unsere Weihnachtsfeier war so schön und stimmungsvoll, daß ich mich im April des Folgejahres auch dazu entschieden habe an selber Stelle meine Hochzeit mit Carolina zu feiern.
Mit dabei waren
  • North Sails Team mit Michael Plank & Michael Kamm
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Jahresrückblicke – 1988

Am Sa., 31. Dezember 1988
In Sachen Sport blickten die Menschen im Februar nach Calgary in Kanada. Vom 13. bis 28. Februar fanden in dieser modernen Großstadt die XV. Olympischen Winterspiele statt. Mit 29 Medaillen fuhr die sowjetische Mannschaft nach Hause, die DDR räumte 25 davon ab (eine goldene holte Katarina Witt im Eiskunstlauf zum wiederholten Mal) und die Bundesrepublik gewann acht Medaillen. Das war in dem Jahr längst nicht alles, was die Sportbegeisterten bewegte, denn die Bundesrepublik war Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft, die von den Niederländern gewonnen wurde. Sie hatten die UdSSR mit einem überlegenen 2:0 geschlagen. Und noch ein Highlight hatte der Sport in petto. Als erste Deutsche gewann Steffi Graf alle vier Grand-Slam-Turniere. Der Sieg über die Argentinierin Gabriela Sabatini bei den US-Open hatte eine sensationelle Pokalserie vollendet. Dass sie danach noch den Olympischen Sieg holte wurde der Golden Slam ihrer Laufbahn. So finster, wie sich der 18. März über Borneo im Westpazifik zeigte, wo einen totale Sonnenfinsternis zu beobachten war, sah der Kulturaustausch zwischen Ost- und Westdeutschland nicht mehr aus. Immerhin wurde Loriots „Ödipussi“ zeitgleich in Ost- und Westberlin uraufgeführt. Und dass die UdSSR ihren Rückzug aus Afghanistan begann und wenig später auch der Erste Golfkrieg zwischen dem Iran und dem Irak beendet wurde, waren politisch gute Nachrichten. Soweit zu einigen weltweit beachteten Ereignissen im abgelaufenen Jahr. Was wir durch unsere ganz eigenen und sehr persönlichen Erfahrungen im Laufe des Lebens erkannt haben und dann eigentlich dauerhaft wissen sollten, könnten wir im Rahmen zukünftiger Handlungen ändern und eventuell auch besser machen. Daher erstelle ich für mich selbst kurze persönliche Jahresrückblicke, um diese als Basis für meine Ziele und Wünsche des nächsten Jahres zu nutzen. Nach wie vor gehöre ich zu den Menschen, die jeweils zum Jahreswechsel entsprechend gute Vorsätze für das neue Jahr fassen. In meinen Reviews sammle ich hierfür zuvor meine Erlebnisse und Eindrücke aus dem abgeschlossenen Jahr zusammen. Welche Themen und Überraschungen hat mir das Leben im zu Ende gegangenen Jahr gebracht und welche Aufgaben hatte ich zu lösen. Meine Rückbesinnung wird durch Memorys aus meinem Digital Photo Diary erleichtert, da ich über die letzten zwölf Monate bereits meine Erlebnisse und Eindrücke regelmäßig festgehalten habe und diese nun noch einmal Review passieren lassen kann. Mein Jahresrückblick ist daher rasch erfasst und bleibt mir als dauerhafte Erinnerung für Erlebnisse, Erfolge und auch Misserfolge in zum Teil sehr unterschiedlichen Jahren und Phasen meines Lebens. Inhaltlich werden meine Themen durch eine Reihe unterschiedlicher Fragen thematisiert, mit denen ich versuche, ein recht breites Spektrum aus verschiedenen Bereichen meines Lebens in diesem Jahr abzudecken.
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Maler, Pädagogen und Schriftsteller in Münchens Schotterebene – Silvesterfeier bei Vogls in Unterpfaffenhofen – 1988

Am Sa., 31. Dezember 1988
Das erste mit Carolina gemeinsam verbrachte Silvesterfest feiern wir bei Nina und Herbert Vogl in ihrem neuen Haus in der Adalbert Stifter Straße in Unterpfaffenhofen, einem Stadtteil von Germering. Er lebte von Oktober 1805 in Böhmen und verstarb im Januar 1868 in Linz. Stifter war ein österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier. Zu seinem Werk zählen Erzählungen und Novellen sowie die längeren Romane Der Nachsommer und Witiko. Caro war damals mit Larissa schwanger, Christina ein Baby und Patrick noch Kleinkind. Vogls hatten ihre neu gebaute Doppelhaushälfte erst kürzlich bezogen, nachdem sie zuvor noch in der Enhuberstrasse hinter der TU in München lebten. Es ist eine ungewöhnliche Reise in die Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die gerade mal ein wenig mehr als sechs Jahrzehnte zurückliegt. Eine Zeit, in der Germering noch sehr dörflich war und doch begann, sich als Stadt zu entwickeln. Der Förderverein Stadtmuseum hat diese Zeit mit einer besonderen Filmvorführung zurück geholt. „Mit Farbbildern unter Einschaltung von Geräuschen“, wie es zu Beginn des Films Adalbert Prielmaier ankündigt, damals Oberlehrer an der Volksschule Germering. Mit einem Tonband ist er um 1960 durch die Straßen des Dorfes gestreift, hat Geschäftsleute interviewt und Hundegebell aufgenommen, das Klackern von Bahnschranken. Die Ruhe der Bilder wirkt, vermittelt viel von der Atmosphäre Germerings zwischen den 1950er- und 1960er-Jahren. Oft ist im Publikum ein Schmunzeln geradezu spürbar. Etwa als erwähnt wird, dass Germering um die 4.500 Einwohner hat. Manches kommt einem dann auch bekannt vor, zumindest vom reinen Thema her. Der Mangel an Arbeitskräften, der Landwirte veranlasst auf Traktoren statt auf Menschen zu setzen. Oder der Mangel an Wohnungen, bedingt durch das stete Wachstum. „Es ist faszinierend, wie sich ein Ort verändert und entwickelt.“ Lutz von Meyer ist, obwohl als langjähriges Vorstandsmitglied des Fördervereins bestens mit der Geschichte der Stadt vertraut, von dem Filmwerk und seinen Inhalten begeistert. Es sei eine Vergangenheit, die noch nicht allzu weit entfernt ist.
Mit dabei waren
  • Nina & Herbert Vogl, Carolina & Michael Kamm
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