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Past Events - Review & Reminders

Bei Raketen auf Bagdad live dabei – Kriegsbeginn im Irak – TV Übertragung der Mutter aller Schlachten – 1991

Am Do., 17. Januar 1991
Am 17. Januar 1991 begann der Zweite Golfkrieg mit einem heftigen Bombardement der irakischen Hauptstadt Bagdad. Am 24. Februar folgte der amerikanische Bodenkrieg im Irak. Es war 2.30 Uhr Ortszeit, als in Bagdad die nächtliche Stille durch Kriegslärm abrupt unterbrochen wurde: Flugzeuge warfen Bomben ab, Sirenen heulten, die Flugabwehr feuerte in die Luft, der Himmel war voll von bunten Leuchtspuren. Im neunten Stockwerk des Rasheed-Hotels hielten die Reporter von CNN ihre Kameras und Mikros hinaus, sendeten live mit den legendären Worten: „The skies over Bagdad have been illuminated.“ In diesen Morgenstunden des 17. Januar 1991 hatte US-Präsident George Bush sen. den Befehl zur „Operation Desert Storm“ gegeben. Das Ziel: Iraks Diktator Saddam Hussein zu zwingen, aus dem am 2. August 1990 besetzten Kuwait abzuziehen. Nur selten war sich nämlich nach dieser Okkupation die Welt so einig gewesen, dass die irakische Führung mit diesem Einmarsch nicht davonkommen dürfe: Mehrere UN-Resolutionen wurden vom Irak ignoriert, auch die letzte, die Resolution 678, in der als letztes Ultimatum für einen Truppenabzug der 15. Jänner fixiert wurde. Schon in den ersten 24 Stunden des Krieges flogen die alliierten Streitkräfte mit fast 800 Kampfflugzeugen Tausende Angriffe auf Ziele im Irak, vor allem Bagdad. Sie setzten dabei präzisionsgelenkte Munition, Marschflugkörper und Bomben ein. Das Ziel war, die militärische Infrastruktur wie Flakstellungen, Kasernen, Raketenbasen, Flugplätze etc. zu zerstören, aber auch Brücken, Staudämme und Industrieanlagen. In Kauf genommen wurden dabei auch viele zivile Opfer. Saddam war bis zuletzt stur geblieben. Dabei hatte es in den Wochen vor dem Angriff noch zahlreiche Vermittlungsversuche gegeben. Einer der letzten ging vom österreichischen Bundespräsidenten aus. Noch am 11. Januar brach Kurt Waldheim zu einem offiziellen Besuch in den Oman auf und versuchte von Muscat aus gemeinsam mit dem Sultan Qabus Kontakt mit Saddam aufzunehmen. Ohne Ergebnis. Schließlich rief noch Jordaniens König Hussein an, schickte seine Boeing 747 und versuchte mit den beiden anderen Staatsoberhäuptern, Kontakt mit Saddam aufzunehmen – doch dieser ging nicht mehr ans Telefon. Einen Tag später startete das Bombardement. Acht Jahre dauerte der erste Golfkrieg, der als besonders grausamer Krieg mit vielen menschlichen Opfern vor allem auf iranischer Seite in die Geschichte einging. 1988 gab es keinen wirklichen Sieger. Bald fand Saddam in den Golfarabern ein lohnendes Ziel, um von nationalem Frust abzulenken. Kuwait war das erste Ziel, Saudi Arabien sollte folgen. Tatsächlich hatte der Iran/Irak-Krieg das Land auch finanziell ausgeblutet, und Saddam wollte sich am kuwaitischen Tresor bedienen. Er rüstete massiv auf. Vom Tag des Kuwait-Einmarsches am 2. August 1990 an wurde aus dem einstigen Partner der USA ein Erzfeind.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm
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Steueroasen im alpinen Raum – Mickey Mouse Konten in Tirol – 1991

Am Fr., 25. Januar 1991
Während der erfolgreichen Jahre, die Michael Plank und ich mit der North Sails Surf Gruppe erleben durften, hatte unsere Produktions-Gesellschaft in Sri Lanka ordentliche Gewinne erwirtschaftet, die uns zum Teil als Dividende zugeflossen sind. Begünstigt durch ein historisches Doppelbesteuerungsabkommen zwischen dem Staat Sri Lanka und verschiedenen europäischen Ländern konnte man die Erträge auch in seinem Heimatland steuerfrei vereinnahmen. Damals hatten wir uns dazu entschieden, unsere jährlichen Zahlungen in Österreich auf einem namenlosen Mickey Mouse Konto anzulegen, da in der Alpenrepublik eine Ausländer freundliche Finanzpolitik betrieben wurde. Daher unterhielten wir ein gemeinsames Konto bei der Bank Austria, das zunächst in Seefeld und später in Innsbruck geführt wurde. Für Bargeld Entnahmen waren diese Locations besonders im Winter recht praktisch, wenn wir für einen Tag zum Skifahren in Tirol waren. Dies zumindest so lange, bis sich die Steuergesetze in Österreich änderten und wir dann mit unserem Sparkonto nach München umgezogen sind. Neben unserem Sparbuch gab es in der 800 Jahre alten Altstadt von Innsbruck noch viel mehr zu sehen. Das Goldene Dachl zum Beispiel. Von hier sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zur kaiserlichen Hofburg. Dort kann man die Prunkräume und die kaiserlichen Appartements sowie die Kapelle besichtigen. Innsbruck mit neuen Augen entdecken: Routen und Sehenswürdigkeiten, auf denen man die Hauptstadt der Alpen auf interessanten Pfaden erkunden kann. Im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum kann man mehr über die Geschichte Tirols erfahren. Das Ferdinandeum bietet einen Rundgang von der Steinzeit bis in die Gegenwart – eine Zeitreise von sage und schreibe über 30.000 Jahren. Zu sehen sind Meisterwerke wie der »Altar von Schloss Tirol«, der älteste erhaltene Flügelaltar des Alpenraums oder der »hl. Hieronymus« (um 1525) von Lukas Cranach d. Ä. Im Zeughaus wandelt man dagegen auf den Pfaden der Kulturgeschichte Tirols. Der Rundgang zeigt zu Beginn Geologie und Mineralogie des Landes. In den folgenden Stationen wird Typisches aus verschiedenen geschichtlichen Epochen präsentiert: Bergbau, Religion, die Napoleonische Ära, das 19. Jahrhundert mit dem aufkommenden Tourismus und die Weltkriege. Ein Riesenrundgemälde zeigt im Tirol-Panorama auf 1.000 Quadratmeter und 360-Grad-Sicht den Tiroler Freiheitskampf. Sehr beeindruckend!
Mit dabei waren
  • Michael Plank, Michael Kamm
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Zahlen, Ethnien & Baustellen – North Sails Produktion auf Sri Lanka – 1991

Von Di., 29. Januar 1991 bis Sa., 9. Februar 1991
Zum Start meines beruflichen Engagements bei North Sails besuchte ich im Frühsommer 1988 das erste Mal Katunayake und kam danach über viele Jahre regelmäßig jedes Quartal wieder zurück. Die Kleinstadt Katunayake liegt an der Westküste Sri Lankas, ca. 30 km nördlich von der Hauptstadt Colombo. Der landesweit grösste Flughafen mit dem Hauptsitz der SriLankan Airlines ist ebenfalls dort angesiedelt. Für unsere Trips in unsere North Sails Produktionsstätte war es also nicht weit. Mein Besuch galt vor allem den Finanzen, denn wenn das HQ geographisch und gefühlt für die Mitarbeiter:Innen ganz weit weg ist, kommt schonmal der Schlendrian rein. Ich tauchte tief ein in Konten und Zahlen und bemerkte rasch, daß hier vieles in Kanälen versickerte, die ich gar nicht kannte. Aufräumen und Strukturieren war angesagt. So implementierte ich ein Finanz- und Buchhaltungswesen, das stringent organisiert war und transparentes Arbeiten ermöglichte. Wichtige Arbeitsplätze wurden geschaffen, denn um die ganzen Aufgaben zu bewältigen, benötigten wir einen ganzen Schwung neuer Mitarbeiter:Innen wie Controller, Finanzer, Treasurer. Denn ein Schatz war das Unternehmen in der Tat. Wir mussten ihn nur heben und dazu brauchte es die richtige Hand. Ich führte ein monatliches Berichtswesen, saubere Kalkulationen und vernünftig kalkulierte Intercompany Preise ein. Von da an wussten wir wo wir standen. Innerhalb eines Jahres war das Unternehmen hochprofitabel und die Erfolgsstory nahm ihren Lauf. Jahr für Jahr ernteten wir die Früchte unserer Aufbauarbeit. Und wie immer hing alles am Menschen. Mit Nazir Musafer - einem tamilischen Muslim - hatte ich einen Top Mann an meiner Seite, dem ich blind vertrauen konnte. Für den positiven Kulturclash sorgte mein Expad Sepp Hammerlindl aus dem oberbayerischen Landsberg, der produktionsverantwortlich war. Unser heimischer aus Seeshaupt stammender Azubi Fabian Romankevic ergänzte das Team vor Ort und es war eine Freude mitanzusehen, wie jeder seine Leidenschaft und seinen eigenen Spirit einbrachte. Der Erfolg hat uns bestätigt. Wir waren auf Expansionskurs, der von einer Heerschar an weiblichen Mitarbeiterinnen - überwiegend Singalesinnen - meisterlich unterstützt und befeuert wurde. Die deutsche Spielzeugfirma Schleich aus Schwäbisch Gmünd hatte auf dem Nebengrundstück ein Gebäude, das wir kauften. Wer hätte gedacht, daß ich später für kurze Zeit auch mal ins Spielzeug-Business einsteigen würde und mich mit kleinen Tierchen beschäftigen würde. Wir verbanden die beiden Gebäude und kauften zusätzlich noch ein Grundstück für die Produktion von Yachtsegeln und Paraglidern. Schöner konnte der Flow nicht sein...
Mit dabei waren
  • Michael Plank, Sepp Hammerlindl, Fabian Romankevics, Nazir Musafer
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Marktführer in Benelux – Meetings mit dem Kubus Management bei Amsterdam – 1991

Von Mi., 13. Februar 1991 bis Fr., 15. Februar 1991
Mitte Januar breche ich in die Niederlande auf und besuche in der Nähe von Amsterdam unseren North Sails Vertriebspartner Kubus. Die Firma Kubus Sports baut seit seiner Gründung Marken und Produkte auf. In den 1980er Jahren entwickelte sich das Windsurfen und Kubus Sports baute mehrere Marken und Produkte auf, die bis heute Premium-Marken sind. Mit Michael Plank und mir über viele Jahre mit North Sails, jedoch auch Prolimit und STX. Brands wie Naish und O'Brien sind hinzugekommen und haben sich zu Premiummarken in ihrem Segment entwickelt. Neben Wassersport und Funsport ist Kubus Sports mit den Marken Elan, Nitro und Giro in den Snow-Markt eingestiegen, die ebenfalls zu absoluten Premium-Marken ausgebaut wurden. Auf Basis einer guten Position in der Wintersportbranche in Benelux hat Kubus Sports Marken ausgewählt und ins Portfolio aufgenommen, die die Produktpalette weiter stärken. Die Wintersportmarken GIRO Brillen, Roxa Skischuhe, Level Handschuhe und Komperdell sind jetzt in allen großen und kleinen Wintersportfachgeschäften in den Beneluxländern erhältlich. Die Sportart Feldhockey hat Kubus Sports 2006 mit der Übernahme der Marke Brabo Hockey und im darauf folgenden Jahr mit der Übernahme von Brabo Foam Products, dem Hersteller der Brabo Beinschützer, in sein Portfolio aufgenommen. Der Aufbau von Marken ist für Kubus kein Fremdwort und neue Märkte, neue Kunden und Herausforderungen werden mit dem Wissen des Produkt-Managements ergänzt. Mit der Übernahme der Marke Princess Hockey im Jahr 2019 wurde ein noch breiteres Hockey-Publikum angesprochen und so ist Kubus heute mit allen drei Marken Marktführer in den Benelux-Ländern. Im Jahr 2021 startete Kubus Sports mit ATOM Triathlon, einem Premium-Triathlonanzug und hat Brabo Padel eingeführt. Der Padelmarkt wächst rasant und bietet viele Herausforderungen und Chancen. Im Jahr 2022 wird Kubus OHANA einführen. Das hawaiianische Wort OHANA steht für Familie. Die neue Marke bietet Wassersportprodukte für die ganze Familie wie Stand Up Paddle mit Kajak-Option sowie weitere spannende familienfreundliche Produkte. Der Gründer Rolf Kurpershoek hat das Unternehmen vor einigen Jahren an den damaligen Vertriebsleiter Alex Cretier übertragen, der es aktiv weiter ausbaute.
Mit dabei waren
  • Rolf Kurpershoek, Alex Cretier, Michael Kamm
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Prinzessinnen in Königsleiten – Skivergnügen in der Zillertal Arena – 1991

Von Sa., 16. Februar 1991 bis Di., 19. Februar 1991
Mitte Februar verbringen Carolina, Larissa und ich ein entspanntes verlängertes Skiwochenende bei Thomas und Bettina Poullain am Gerlospass. Wenn der Winter das Zillertal in eine faszinierende weiße Pracht verwandelt, dann bringt der Zauber des Schnees Stimmung ohne Ende und lässt das Leben toben. So ein Wintertag in Königsleiten und Gerlos auf 1.300 Höhenmeter schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Die Kids, so jung sie erst sind, sind schon am Lift unterwegs. Wir haben Glück, es ist viel besseres Wetter als im Jahr zuvor. Und das nutzen wir alle aus. Wir wohnen im herrlichen Haus von Bettinas Vater - Berthold Beitz - der sich auf Grund seiner engen jagdlichen Verbundenheit zu dieser Region eiin Haus in einer wunderbaren Alleinlage unterhalb des Gerlospass gebaut hat. Das großzügige Anwesen hat einen phantastischen Blick in die Zillertaler Alpen und auf den Stausee Durlassboden. Da Carolina bereits mit Paul schwanger ist, geht sie viel an der frischen, klaren Luft spazieren ... da sollte Ski-Sturz technisch nichts passieren.
Mit dabei waren
  • Bettina, Louisa, Carolin & Thomas Poullain, Carolina, Larissa & Michael Kamm
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Strategischer Abgleich mit Grauen Eminenzen – Abendmahl mit Dr. Leopoldo Poppi in Mailands bester Lage – 1991

Am Mi., 20. Februar 1991
Nachdem ich im Spätherbst 1990 zusammen mit Michael Plank von Terry Kohler die North Sails Surf Gruppe erworben hatte war ich im Frühjahr 1991 dabei unser Terrain zu sichern und abzustecken. Dazu gehörte unter anderem auch die klare Trennung der diversen North Sails Produktgruppen wie One-Design- und Yacht-Segel sowie deren internationale Kunden. Zudem ging es mir auch um den Umfang und das Vertriebsgebiet unserer North Sails Sportswear. Da wir uns seit einigen Wochen auch mit der Übernahme der Segelmacherei in Garatshausen beschäftigten und mit North Sails Surf Italy zudem eine Beach- & Surf- Bekleidungs-Kollektion im Angebot hatten, war mein wichtigster Gesprächspartner Dr. Leopoldo Poppi. Die graue Eminenz aus dem italienischen Ligurien war langjähriger North Sails Partner im Big Boat Business und zudem Distributeur von Marken wie Mistral, Gotcha, Henri Lloyd und anderen. Leo hatte sein Büro zwar in Rapallo, lebte allerdings auch in einer prächtigen Wohnung in Mailand, wohin er mich einlud, um unsere unterschiedlichen Standpunkte zu Kunden und Produkten zu besprechen. Bei Reisenden, die es nach Italien zieht, steht Mailand vielleicht nicht unbedingt ganz oben auf der Reiseliste – so mancher hat den Eindruck, dass die Stadt nicht besonders aufregend ist und dort eine eher geschäftliche Atmosphäre vorherrscht – dabei hat die Stadt eigentlich einiges zu bieten. So beherbergt das Refektorium von Santa Maria delle Grazie eines der absoluten Meisterwerke der italienischen Kunst: Das Abendmahl von Leonardo Da Vinci. Die sogenannte 'Ultima Cena' oder 'Cenacolo' wurde in einem Zeitrahmen zwischen 1494 und 1497 gemalt. Die Unterbringung dieses Werks eben dort, wo sich die Pater zum Essen trafen, ist alles andere als selbstverständlich. So wurde die Anwesenheit dieses Werks inmitten des alltäglichen Geschehens bei Mittag- und Abendessen zu einem ständigen Aufruf für die Pater, der fast darauf hinweisen sollte, dass das Leben der christlichen Gemeinde eine Erweiterung des Leben Christi und der Apostel ist. An diesem Ort vereint sich das religiöse Thema mit dem Historischen und Künstlerischen. Leonardo schuf mit dem letzten Abendmahl ein wunderbares Beispiel der neuen Perspektive in Norditalien, die ursprünglich der Florentiner Kunst entsprungen war. Dabei öffnete er die Hintergrundwand des Refektoriums mit der Illusion eines geräumigen Zimmers von der Kassettendecke. Im Jahr 1999 wurde nach über zwanzig Jahren der letzte Restaurierungseingriff abgeschlossen. Er brachte, dank der Entfernung vieler Übermalungen Reste dessen ans Tageslicht, was von den ursprünglichen Entwürfen übrig blieb.
Mit dabei waren
  • Dr. Leopoldo Poppi & Michael Kamm
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Deutsches Küchenwunder aus dem Aubergine – Geburtstagsessen bei Eckart Witzigmann – 1991

Am Do., 28. Februar 1991
Anläßlich ihres runden 30. Geburtstages wird meine damals mit Paul schwangere Gattin Carolina von mir verwöhnt. Ich kann mich in diesem Zusammenhang an eine aufwändige schwarze Chanel Handtasche und ein besonders gutes und durchaus aufwändiges Abendessen erinnern. Zum Verwöhnprogramm sind wir bereits am Nachmittag von Seeshaupt nach München gefahren und liessen es uns nach dem Shopping Trip am Abend gut schmecken, da wir einen Tisch im ersten deutschen 3 Sterne Restaurant Aubergine reserviert hatten. Chef des Hauses war der in Hohenems geborene und in Bad Gastein aufgewachsene österreichische Starkoch Eckart Witzigmann. Er war der erste, der dafür sorgte, daß Deutschland in die erste Liga der Kochkunst aufstieg. Allerdings lief es für Eckart Witzigmann in München nicht von Anfang an gut. Doch 1979 feierte er seinen großen Triumph als erster Drei-Sterne-Koch in Deutschland. Denn in diesem Jahr bekam sein Aubergine als erstes deutsche Restaurant drei Sterne im Gourmetführer Michelin verliehen. Bald wurden weitere Restaurants in München ausgezeichnet, und so gelangte die Stadt Anfang der Achtzigerjahre endgültig an die Spitze der deutschen Gourmet-Szene. Doch der Anfang war zäh, wie sich Witzigmann erinnert, denn die Münchner hatten für Spitzenküche anfangs nicht viel übrig. Hätte es den 19. November 1979 nicht gegeben, würden wir heute vermutlich alle etwas schlechter essen. Eckart Witzigmann war damals bereits ein berühmter Koch. Er hatte zuvor schon das Tantris zu einem der wichtigsten Restaurants Deutschlands gemacht und auf diese Weise gleich auch noch das sogenannte "Deutsche Küchenwunder" begründet, zusammen mit anderen Münchner Köchen wie Otto Koch vom Le Gourmet und Hans-Peter Wodarz von der Ente im Lehel. Schon als Tantris-Chef hatte er zwei Sterne, die Krönung kam dann aber erst in seinem eigenen Restaurant, dem Aubergine. Zwei Jahre später erhielt auch sein Nachfolger im Tantris, Heinz Winkler, drei Sterne. Damit war München Anfang der Achtzigerjahre endgültig an der Spitze der deutschen Gourmet-Szene angelangt. Zehn Jahre zuvor war das noch alles andere als absehbar gewesen. Im Spätherbst 1971 hatte der Bauunternehmer Fritz Eichbauer gerade sein Tantris in einem von ihm errichteten Nordschwabinger Neubaugebiet eröffnet, weil er endlich auch mal zu Hause so gut essen wollte wie in Frankreich.
Mit dabei waren
  • Carolina und Michael Kamm
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Indoor Surfers & Crazy Horses in Paris – 1991

Von Do., 7. März 1991 bis Mo., 11. März 1991
In den Neunzigerjahren war der Indoor Windsurfing Worldcup im Banlieue-Ort Bercy ein gesetzter Termin, um einen der wildesten Events der Windsurf-Szene zu besuchen: 20 kraftvolle Windmaschinen sorgten damals für den nötigen Speed hinter dem 70 mal 30 Meter großen Becken und vor gut 15.000 Zuschauern in der Halle, um die besten Windsurfer der Welt gegeneinander fighten zu lassen. Als einer der Stationen der PWA-World-Tour konnten die französischen Veranstalter alljährlich mit den Weltstars der Szene rechnen – entsprechend beliebt war das Spektakel bei den Fans. Denn wo sonst konnte man seinen HeldInnen schon so nah bei ihren waghalsigen Stunts „auf die Finger“ schauen? Dieser damals weltweit bedeutenste Windsurfing Indoor Event in einer Riesensporthalle in Paris Bercy war Anlass, daß ich gemeinsam mit Carolina ein Kultur-, Shopping- und Sport-Wochenende in der französischen Metropole geplant habe. Wir liessen unsere Tochter Larissa - die in der Folgewoche Ihren 2. Geburtstag feierte - bei den Großeltern zurück und genossen die Stadt, ihre Museen, Restaurants und Nachtclubs. Denn nicht nur tagsüber, sondern auch am Abend liessen wir uns entsprechend inspirieren und besuchten gemeinsam mit meinem Partner Michael Plank und seiner Ehefrau Petra eine erotische Show im berühmten Crazy Horse. Natürlich war dann auch der Surf Event in Bercy ein Riesenspektakel, bei dem sich Michi und ich mit unseren französischen Vertriebsteam sowie den Surf Stars Robby Naish, Björn Dunkerbeck, Josh Angulo zum Austausch trafen.

Pilzköpfe in Obertauern – Skifahrer Doubles der Beatles im Salzburgerland – Happy Holidays im Römerhof – 1991

Von Sa., 16. März 1991 bis Mi., 20. März 1991
Carolina, Larissa und ich sind zum letzten gemeinsamen Urlaub zu dritt nach Österreich aufgebrochen, bevor ab Juni auch Paul jeweils mit von der Partie ist. Unsere erste Station ist das Salzburgerland, wo wir im Hotel Römerhof für einige Tage zum Skifahren sind, bevor es anschliessend weiter nach Kärnten und Wien geht. Schon 57 Jahre ist es her, dass die englischen Pilzköpfe für die Dreharbeiten zu ihrem Film „HELP!“ in die Salzburger Skiregion Obertauern kamen. Es war am 13. März 1965 als die Beatles um 14:18 Uhr am Flughafen in Salzburg landeten. 5000 – vor allem weibliche Fans – kreischten. Es herrschte Ausnahmezustand, denn die Beatles waren für eine Woche nach Obertauern gekommen, um hier für „Help!“ die Schneeszenen zu drehen.
 Da aber keiner der Beatles wirklich Skifahren konnte, mussten Doubles her: „Nur John Lennon konnte ein bisschen Ski fahren“, erzählt Herbert Lürzer, einer der vier Doubles von Ringo Starr, Paul McCartney, John Lennon und George Harrison.
 Viele Einheimische kannten die Beatles gar nicht, meint Gerhard Krings, der sich im Film für George Harrison die Ski anschnallte. Die beiden „Salzburger Beatles“ waren damals Skilehrer und wurden vom Skischulleiter in Obertauern ausgewählt; auch weil sie Englisch sprechen konnten. Dazu bekamen sie fesche Bekleidung, erhielten eine gute Gage und drehten nicht nur lustige Actionszenen auf Skiern, sondern waren auch Privatskilehrer für die echten Pilzköpfe. Herbert Lürzer, der das Double für Paul McCartney her gab, erinnert sich: Sehr talentiert waren sie nicht, aber lustig. Sie wollten einfach Spaß haben und Schuss fahren. Ähnlich war es bei meinem ersten Aufenthalt mit Carolina im Jahr 1988 in Obertauern auch gewesen. Diesmal war sie hochschwanger und genoss mit Larissa den Wellness Bereich unseres Hotels und ich war allein auf meinen Ski unterwegs.

Mit dem Fiaker zum Heurigen – Touring mit Wiener Einzelkind – 1991

Von Mi., 20. März 1991 bis So., 24. März 1991
Carolina und ich touren mit Larissa einmal quer durch Österreich. Nach einem gemütlichen Winterurlaub im Römerhof in Obertauern besuchen wir zunächst Velden am Wörthersee und cruisen dann durch Kärnten und die Steiermark in Richtung Wien. Auf dem Weg dahin besichtigen wir diverse Schlösser und weitere Sehenswürdigkeiten, bewegen uns in Pferdekutschen und hinter Kinderwagen, verwöhnen uns beim Heurigen und absolvieren Zoo Besuche. Auf dem Rückweg liegt dann auch noch Salzburg auf unserem Weg und wir nehmen mit, was geht. Viel Programm, aber das ist unsere letzte Reise mit unserem bisherigen Einzelkind Larissa; im Juni kommt Paul als zweites Kind auf die Welt ... und ab dann wird alles geteilt

Buchprüfer am Los Lances – Spin Out in der Lagune von Tarifa – 1991

Von Fr., 5. April 1991 bis So., 7. April 1991
In der ersten April Woche fliege ich mit Lufthansa von München aus nach Malaga und fahre mit einem Leihwagen weiter in den Westen von Südspanien. Hier sind wir mit einer North Sails Distribution für die iberische Halbinsel in Tarifa vertreten. Die beiden dort lebenden Geschäftsführenden Gesellschafter Ben Wesseling und Paul Ouwehand sind holländische Schlitzohren und standen immer unter dem persönlichen Schutz von Eckart Wagner. Seit einiger Zeit bezahlen sie allerdings unsere Rechnungen nur noch sporadisch und so wird es Zeit, daß ich einen kritischen Blick in die Kasse und die Buchhaltungsunterlagen werfe. An Umsatz und Ertrag kann es nicht liegen, da wir uns - auch durch den Standort Tarifa - eine hervorragende Marktposition in der Region erarbeitet haben. Tarifa - die äußerste Südspitze von Spanien - gilt als eine der windreichsten Regionen in Europa, und ist deswegen seit Jahrzehnten ein Mekka für Windsurfen und Kitesurfen. Die Hauptstadt aller Windsurfer und Kiteboarder in Europa ist eindeutig die Region um Tarifa und der Meerenge bei Gibraltar. Hauptgrund ist eine unglaubliche Windstatistik, die ganzjährig beste Verhältnisse zum Windsurfen und Kitesurfen garantiert. Diverse Surfspots reihen sich an den kilometerlangen Sandstränden der Atlantikküste aneinander - für jede Windrichtung und jede Vorliebe das passende Revier. So findet man Flachwasser-Speedpisten, erstklassige Wellensets und auch Bump and Jump Bedingungen. Der Hauptwind ist allerdings der Levante aus Ost, der an den meisten Spots sideshore bis offshore weht und damit bei Materialbruch oder anderen Schwierigkeiten nur die Richtung in den offenen Atlantik kennt. Deswegen gelten für Windsurfing und Kitesurfing in der Region Tarifa auch erhöhte Sicherheitsanforderungen. Die Kitesurfer versammeln sich entweder im südlichen Bereich am Los Lances oder am Valdevaqueros und in der Lagune am Spin Out, da die Bucht einige Sicherheit bietet und die Lagune auch Einsteigern eine Chance gibt. Hier teilen sich Kitesurfer und Windsurfer den Spot, was aber bisher nahezu problemlos funktioniert. Da an den anderen Spots eine schnelle Rettung nicht sichergestellt ist, gehen hier auch nur selten Kiter bei Levante aufs Wasser. Meine Buchprüfung ergab im Übrigen, daß man unseren North Sails Cash Flow nutzte, um eine nicht performende Sportswear Brand über Wasser zu halten und dass das neue Haus von Ben Wesseling durch einen Firmenkredit mitfinanziert wurde. Der Anfang vom Ende unserer Partnerschaft ...
Mit dabei waren
  • Paul Ouwehand, Ben Wesseling und Michael Kamm
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Sternzeichen Widder – Körperpflege & Nahrungsaufnahme – 1991

Am So., 7. April 1991
Die kleine Larissa weiß schon sehr früh, was sie will und ist sehr bemüht ihren klaren und absoluten Zielen entsprechend deutlich Nachdruck zu verleihen. Das ist leider nicht immer das, was wir Eltern so wollen. Aber da müssen alle junge Familien durch. Die berühmt, berüchtigte Trotzphase wird auch vorübergehen ... oder auch nicht. Zu jener Zeit in Seeshaupt mussten wir feststellen, dass die junge Dame sehr selbstbewusst und resolut ist und gerade beim Baden und Futter fassen ihre Interessen sehr bestimmt durchsetzen kann.

Sabine & Christian Ewert mit Tasmin, Anthea & Lina – Brüssel – 1991

Am Fr., 12. April 1991
Christian Ewert habe ich im April 1991 - nach der persönlichen Vorstellung durch seinen späteren Schwiegervater Klaus Dames-Willers - in München kennen gelernt. Klaus war in den 80er Jahren Chairman der Firma North Sails Lanka, die Michael Plank und ich im Jahr 1990 erworben hatte. Klaus Dames-Willers empfahl uns Christian als engagierten und zielstrebigen Manager zur Leitung unseres Produktionsunternehmens für Windsurfing Segel und Paraglider in Katunayake. Seine besonders liebenswerte Gattin Sabine – eine der drei Töchter von Klaus – die damals noch als Stewardess der Lufthansa tätig war, lernte ich im Oktober 1991 kennen, als Sie Carolina und mich in unserem Haus in Murnau-Hagen besuchten. Nachdem Christian die für Ihn vorgesehene Managementaufgabe in Sri Lanka übernommen hatte, zog er mit Sabine, die selber in Colombo aufgewachsen war, auf die Insel und blieb für fast sechs Jahre vor Ort. In dieser Zeit kamen auch die drei gemeinsamen Töchter Tasmin (1994), Anthea (1995) und Lina (1997) zur Welt. Nach unserem Ausscheiden aus der Mistral Sports Group im Jahr 1997 wurde Christian in Penzberg Geschäftsführer und damit unser Nachfolger. Die Familie kam im Anschluß aus Sri Lanka nach Deutschland - mit Wohnort in Maxkron an der Loisach - zurück. Mit Christian und Sabine haben Annette und ich bis heute eine enge private Beziehung, und besonders Christian und ich sehen uns regelmäßig ... auch beruflich bedingt. Sabine und Christian leben nämlich seit 2014 in Brüssel, wo wir uns auch dort durch meine regelmäßigen Aufenthalte bei der EURATEX und der ETP immer wieder sehen.

Kennenlernen meines späteren Nachfolgers – Vorstellung von Christian Ewert bei North Sails in Penzberg – 1991

Am Fr., 12. April 1991
Mitte April besucht mich erstmals Christian Ewert in unserem North Sails Büro in Penzberg. Er ist unser Top Kandidat für die anstehende Übernahme der Leitung unseres Produktionsbetriebes in Katunayake auf Sri Lanka und war mir durch seinen Schwiegervater Klaus-Dames Willers - dem Chairman der North Sails Lanka Ltd - empfohlen worden. In Penzberg verhandelten wir unseren Vertrag und wurden uns in diesem Rahmen auch entsprechend dahingehend einig, daß Christian seinen aktuellen Job als Vorstands Assistentin bei ALNO Küchen in Pfullendorf aufgeben und nach Sri Lanka umziehen konnte. Dass Christian 6 Jahre später als mein Nachfolger in die Grube Penzberg zurück kommen würde, hatten wir beide damals auch noch nicht geahnt. Mit dem Bergbau verbunden ist die moderne und kulturell vielseitige Stadt Penzberg noch heute. Das Bergwerksmuseum zeichnet anhand zahlreicher Exponate die spannende Geschichte des Penzberger Kohlebergbaus nach. Penzberg wurde 1275 erstmalig urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Kohlebergbau und mit den Errungenschaften der Industrialisierung und der Erweiterung der Eisenbahnstrecke im 19. Jahrhundert nahmen der Bergbau und der Absatz der Pechkohle einen rasanten Aufstieg. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigte das Penzberger Bergwerk über 2.000 Mitarbeiter. Nachlassende Ressourcen und sinkender Absatz der Kohle beendeten 1966 die Bergbaugeschichte in Penzberg. Neben dem schon erwähnten Bergwerksmuseum bietet das Museum Penzberg-Sammlung Campendonk einen umfassenden Überblick über das Werk des jüngsten Mitglieds der Künstlergruppe Blauer Reiter. Der Maler lebte von 1911 bis 1922 in der Region und schilderte die Stadt als künstlerischer Zeitzeuge. Den schlichten Kirchenraum der katholischen Pfarrkirche Christkönig, die 1949 erbaut wurde, schmücken zwei Fenster des expressionistischen Künstlers Heinrich Campendonk. Das in den 1950er Jahren geschaffene Jesaja-Fenster findet sich in dem Gotteshaus neben der Orgel. In einer kleinen Seitenkapelle sieht man das Passionsfenster, für das Heinrich Campendonk 1937 auf der Weltausstellung in Paris den Grand Prix erhielt. So nett diese flankierende Themen Penzbergs sich auch anhören ... ich gehe mal davon aus, daß Christians Leben auf der tropischen Insel Sri Lanka interessanter war.
Mit dabei waren
  • Christian Ewert, Michael Kamm
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Darth Vader & Star Wars Motto Party – Topfschlagen als Variante – Kindergeburtstag am Starnberger See – 1991

Am Sa., 13. April 1991
Nur wenige Wochen bevor ihr jüngerer Bruder Paul am 9. Juni 1991 am Nordende des Sees in Starnberg zur Welt kommt, feiert Larissa bereits ihren zweiten Geburtstag im Süden. Damals schmissen Carolina und ich eine Kinderparty mit Erwachsenenbehinderung und so kamen einige Nachbarskinder mit ihren Eltern sowie Nina und Herbert Vogls mit ihren Kindern Patrick und Christina in unsere Wohnung in der St. Heinricherstrasse 33 in Seeshaupt. Ich kann auf den Photos nur Cafe & Kuchen entdecken, jedoch weiß man ja nie, wie lange sich die Truppe noch später bei uns aufgehalten hat. Und wenn es so war, dann haben wir die Kids sicher in Frieden gelassen, denn nichts nervt Kinder, die gerade ausgelassen spielen, mehr als Eltern, die ihnen ständig am Rockzipfel hängen. Wenn Geburtstag gefeiert wird, ist es vollkommen in Ordnung, dass der Mund verschmiert ist oder die Hose schief hängt – da brauchen übervorsorgliche Eltern nicht permanent nach dem Rechten schauen.
Mit dabei waren
  • Nina, Christina, Paul und Herbert Vogl, Patricia Neeb, Ulrike Kamm, Carolina, Larissa und Michael Kamm
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Jüngsten-Ehrung – Geburtstag von Larissa in Seeshaupt – 1991

Am Sa., 13. April 1991
Die kleine Larissa wird schon zwei Jahre jung! Zu diesem Anlass veranstalten Caro und ich eine kleine Feier in der Seeshaupter Wohnung. Wir haben Kinder aus der Nachbarschaft und den Nachwuchs von Vogls eingeladen. Die beiden leiblichen Tanten von Larissa, meine Schwester Ulrike und Carolinas Schwester Patricia mit damaligem Freund Patrick feierten ebenfalls mit uns. Larissa in hübschem Kleidchen war natürlich der Star des Tages.
Mit dabei waren
  • Larissa, Carolina und Michael Kamm, Ulrike Schall-Riaucour, Patrick von Pfetten, Patricia Neeb, Nina & Herbert Vogl mit Christina & Patrick
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Round the World für die Anti Trust Schlacht – 1991

Von Mi., 17. April 1991 bis Mi., 1. Mai 1991
Im April 1991 trat ich im Rahmen meines gemeinsamen unternehmerischen Engagements mit Michi Plank bei North Sails eine schwierige Reise auf der Langstrecke mit wichtigem Zwischenziel in Hongkong an. Schon seit den Zeiten vor unserer Firmenübernahme schwelte ein Patent- und Gebrauchsmusterschutz mit Gaastra, einem unserer US amerikanischen Wettbewerber. Es ging um die sogenannten "Camber Inducers", wie die Profilspangen in der Masttasche genannt werden, die den Segel-Bauch in Form halten. Die rechtliche Auseinandersetzung fand in einem sehr teuren Anti-Trust Verfahren in den USA ihren Höhepunkt. Das Gericht verhängte zu Gunsten der Firma Gaastra eine einstweilige Verfügung gegen unsere North Sails Niederlassung in Washington State, wodurch wir den Verkauf unserer mit Cambern ausgestatteten Segel einzustellen hatten. Zeit zu handeln und der Situation ins Auge zu schauen. Auch wenn uns die Aussicht auf einen immensen finanziellen Verlust den nächtlichen Schlaf raubte. Da der internationale Sitz von Gaastra durch deren Besitzer Hutchison Group in Hongkong war, führte uns unser Weg in die damals noch friedliche, britische Kronkolonie. Allerdings erst mit ein paar Umwegen rund um die Welt in Richtung Westen - anders als Phileas Fogg - denn den unangenehmen Showdown in Asien wollten wir uns fürs Ende aufheben. Wir buchten ein günstiges Around the World Ticket, das wir dann auch so richtig nutzten. Und mit Rücksicht auf das finanzielle Desaster, in das wir sehenden Auges hineinschlitterten, organisierten wir unseren Trip auch noch so, daß der Flieger auch gleichzeitig unser Hotelzimmer zum Übernachten war.
Mit dabei waren
  • Michael Plank & Michael Kamm
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Jagdsaison in Wallgau – Besuch von Karwendel, Wetterstein und Estergebirge – 1991

Am Fr., 10. Mai 1991
Ein gemütlicher Sonntagstrip führt uns ins Wochenend Domizil von Patrick von Pfetten-Arnbach nach Wallgau. Umrahmt von Karwendel, Wetterstein und Estergebirge ist Wallgau ein Paradies für Naturbegeisterte und Freunde der bayerischen Kultur. Er war damals der Freund meiner Schwägerin Patricia. Larissa, mit knapp 2 Jahren eine Aktivitätsmaschine, wollte fast rund um die Uhr beschäftigt werden. Das Haus im Wald lag herrlich idyllisch. Das Wild schlich nachts umher. Aber Aufgepaßt! Patrick war Jäger und heute ist er, spät berufen, bei der Bundeswehr.
Mit dabei waren
  • Patricia Neeb, Patrick von Pfetten-Arnbach, Larissa, Carolina und Michael Kamm
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Miami Sound Machine – Gloria Estefan in der Münchner Olympiahalle – 1991

Am Sa., 25. Mai 1991
Seit den 1980er Jahren ist die am 1. September 1957 in Havanna geborene Sängerin Gloria Estefan bereits im Musikbusiness aktiv und schrieb eine einmalige Erfolgsgeschichte. Erste Anerkennung über ihre Wahlheimat Miami hinaus erntet sie als Sängerin der Miami Sound Machine. Spätestens nachdem ihr Song "Reach" vom 1996er Album "Destiny" zum offiziellen Song der olympischen Spiele 1996 in Atlanta gekürt wird, ist sie auf der ganzen Welt bekannt. Eingängiger Pop, unterlegt mit Salsa-Rhythmen und einer hier und da eingestreuten Prise Soul fürs Herz sind die Zutaten, mit denen Gloria jongliert wie kaum eine andere. 1991 geht sie mit ihrer Show "Into the Light" auf Welttournee und Carolina und ich haben - noch kurz vor Pauls Geburt - die phantastische Chance, sie live und mitreissend in der Münchner Olympiahalle bewundern zu können.

Sommerkind aus Starnberg – Good Boys Arrival – 1991

Am So., 9. Juni 1991
Gute zwei Jahre nach Larissas Geburt durften sich Carolina und ich an selber Stelle in Starnberg wieder auf ein freudigen Ereignis einstellen. Auch unser Sohn Paul erblickte in der uns bereits bestens bekannten Gynäkologischen Klinik von Dr. Horkel und Dr. Rexilius in Niederpöcking am Starnberger See das Licht der Welt. Im selben Sternzeichen wie ich - nämlich als Zwilling geboren - war er als Sommerkind sofort mit einer liebevollen großen Schwester und mittlerweile schon geschulten Eltern gesegnet. Von seinem schönen und direkt am Wasser liegenden Geburtsort im Norden des Sees zog er sicher gern in unsere auf einem Seegrundstück im Süden liegende Seeshaupter Wohnung, um seinen ersten Sommer bei bestem Wetter zu genießen. Ein durchaus stimmiger Empfang auf unserer Welt.

Wer zuletzt lacht – teurer Rauswurf mit Rückkehr über den roten Teppich – 1991

Am Mo., 17. Juni 1991
Nicht lange nachdem Michael Plank und ich mit unserer in Penzberg ansässigen North Sails Holding 80% an der North Sails Segelmacherei in Garatshausen übernommen hatten, überraschte mich unser Mitgesellschafter und operativer Geschäftsführer Albert Schweizer mit einer unangenehmen Nachricht zu einem laufenden Arbeitsgerichtsprozess. Albert, der selber die verbleibenden 20% Anteile an der North Sails One Design- und Yacht-Segel GmbH hielt, hatte sich mit dem in Norddeutschland dominaten North Sails Vertreter Thomas Jungblut überworfen. Der ältere und auch schon wesentlich länger für die Firma beschäftigte Jungblut akzeptierte die gesellschaftsrechtlichen Veränderungen und Albert Schweizer als Chef nicht und mäkelte an jeder Entscheidung rum. Eine Einigung war scheinbar nicht möglich und daher kam es zu einem aufwändigen Trennungsprozess, bei dem Thomas Jungblut alle Register zog, um teuer abgefunden zu werden. Eine einvernehmliche Lösung zwischen Albert und Thomas war mittlerweile undenkbar und die beiden Parteien zogen vor Gericht. Hier pochte Thomas Jungblut auf seine Handelsvertreter Position und die Tatsache, daß er das Geschäft an der Küste über Jahre alleine aufgebaut hat. Ich versuchte - was auch nicht klappte - zu vermitteln und so blieb uns hinterher nur der Weg zum Gericht. Beim Prozeß waren wir zwischen Handels- und Arbeitsrecht unterwegs und ich entschied mich Thomas Poullain als Anwalt hinzuziehen. Dennoch bekamen wir vom eloquenten Jungblut und seinem hervorragenden Rechtsbeistand eine teure Packung mit sechsstelliger Rechnung serviert, da sich auch der Richter der Argumentation des in Hamburger Seglerkreisen sehr bekannten Jungblut anschloss. Ein Tag zum Vergessen, besonders wenn man bedenkt, daß Thomas Jungblut unverzüglich zum Wettbewerber Diamond wechselte und bei der späteren Fusion zwischen Diamond und North Sails wieder der Chef im Deutschen North Sails Norden wurde. Eine peinliche doppelte Klatsche ... doch da hatten wir unsere Anteile bereits wieder verkauft.
Mit dabei waren
  • Thomas Poullain, Thomas Jungblut und Michael Kamm
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Lion Night Train durch München – Tour zur Zeitung, Feuerwehr, Flughafen & Krankenhaus – 1991

Am Fr., 19. Juli 1991
Der Vorstand des Lions Club München-Geiselgasteig organisierte für seine Mitglieder in regelmäßigen Abständen interessante und abwechslungsreiche Events auf unterschiedlichem Terrain. Im Juli war eine nächtliche Veranstaltung geplant, die uns zu vier unterschiedlichenZielen bringen sollte. Alles Highlights der besonderen Art - in einer Nacht! Wir starteten mit der Süddeutschen Zeitung, wo ich selbst eine besondere Überraschung erlebte. Das Hochhaus Süddeutscher Verlag in München beherbergt die Zentrale des Süddeutschen Verlags sowie die Deutsche Journalistenschule. Es liegt im Gewerbegebiet des Stadtteils Zamdorf zwischen der Autobahn A 94 und der S-Bahn-Station Berg am Laim. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Hultschiner Straße steht seit 1985 die Druckerei des Verlages. Wir waren mit dabei als die ersten Zeitungen für den nächsten Tag aus der Produktion kam ... und ich fand mich auf der Seite 3 in der Rubrik "Newcomer, Dynastien, Aussenseiter" wieder. Absoluter Zufall, da ich nicht wusste, wann der Artikel zu einem Interview erschien, daß ich einige Woche zuvor mit der SZ hatte. Weiter ging es zum Flughafen ... damals noch dem in Riem, denn erst am 17. Mai 1992 zieht der Flughafen München um – in nur einer Nacht von Riem ins Erdinger Moos. 1600 Laster, rund 5000 Mitarbeiter. Eine Meisterleistung, die Geschichte schrieb. Den Premieren-Abflug übernimmt die Lufthansa, um 5.55 Uhr hebt die Maschine „Stadt München“ mit 218 geladenen Gästen zu einem Alpenrundflug ab. Alles nach Plan. Für uns ging es dann weiter zur Hauptfeuerwache, die am 11. Juli 1904 als Ersatz des zu kleinen Zentralfeuerhauses, das 25 Jahre lang von der Berufsfeuerwehr verwendet wurde, eingeweiht worden war. Ihr damaliges Aussehen wurde, abgesehen von kleineren Renovierungen, bis heute nicht verändert. Die Hauptfeuerwache ist ein viergeschossiges Gebäude im Stil der Neorenaissance. Unsere letzte Station war die Münchner Klinik in Bogenhausen, die ein sehr gutes Beispiel dafür ist, dass sich die Krankenhausarchitektur dem Fortschritt in der Medizin ständig anpassen muss. Während Ende des 19. Jahrhunderts die Krankenhäuser im Pavillon-Stil gebaut wurden – um den Hospitalismus einzudämmen – entstehen die jetzigen Krankenhäuser als Folge der Spezialisierung in der Medizin. Das Krankenhaus München-Bogenhausen stellt ein Kompaktkrankenhaus dar, das alle ärztlichen und versorgenden Dienste unter einem Dach beherbergt.

Capo Reamol & San Vigilio – Special Locations am Lago di Garda – 1991

Von Mi., 24. Juli 1991 bis Sa., 27. Juli 1991
Ende Juli geht es für mich wieder einmal zu unserem jährlichen Distributor Meeting an den Gardasee. Zeitnah zur Sportartikelmesse ISPO treffen wir uns mit unseren internationalen Kunden am Wasser, um die neuen Produkte vorzustellen, sie zu testen und abends beim Socialising Kundenbindung zu betreiben. Gewohnt haben wir damals im perfekt an der Winddüse gelegenen Hotel Capo Reamol. Am Gardasee begann der Tourismus sich ziemlich spät zu entwickeln. Der erste touristische Kurort, der in diesem Gebiet gegründet wurde, war Gardone, und das erste gebaute Hotel war das Grand Hotel Gardone Riviera. Seine mondänste Zeit erlebte der Gardasee, als die High Society der k. u. k. Monarchie und Schriftsteller wie D. H. Lawrence, Henrik Ibsen, Rainer Maria Rilke, Friedrich Nietzsche oder Thomas Mann den Lago besuchten und sich inspirieren ließen. Heinrich Mann kam sogar 20 Mal zu Besuch und war schon damals das, was man heutzutage einen Repeater nennt.Auch Sigmund Freud und Karl May tankten Kraft im damals österreichischen Kurort Riva del Garda, über den Franz Kafka schrieb: „In Riva war ich des Südens Gast, der mir nie wieder so liebenswürdig und großartig begegnete.“ Dabei war die Gegend rund um den See lange Zeit danach noch ziemlich ärmlich, bewohnt von Fischern, Oliven- und Bergbauern. In den 1950er-Jahren hielt dann zunächst der Camping-Urlaub und in den 1960ern der Albergo-Tourismus Einzug. Anfangs vertrieb man die Kühe mit der Mistgabel von den Weiden, um Platz für Zelte zu schaffen. Später wurde das Kinderzimmer im Sommer vermietet, um den Gästen, die schon damals wiederkamen, ein Bett anbieten zu können. Nach und nach stieg das Niveau, die ersten privaten Hotels mit ein paar Zimmern entstanden. Mitte der 80er Jahre startete dann der unaufhaltsame Trend zum Aktivurlaub. Zuerst kamen die Windsurfer, dann die Biker, später die Paraglider und mittlerweile die Kiter und die Foiler. Jährlich Abertausende von sportlichen Damen und Herren die mit dem Auto oder ihren Campingbussen über den Brenner angereist kommen.
Mit dabei waren
  • North Sails Team, Michael Plank & Michael Kamm
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Millenium Reise von Paul – Als Captain Kirk der Enterprise im galaktischen Imperium – 1991

Am Sa., 10. August 1991
Als Kind ist alles anders: Die Bäume sind höher, die Farben intensiver – und jeder neue Tag ist aufregender als der vorherige. Manche Erinnerungen aus der Kindheit begleiten uns eine sehr lange Zeit – oder sogar ein Leben lang. Es gibt also Momente die wir nicht vergessen. Sei es die Zeit bei Oma und Opa, gemeinsame Ausflüge und Urlaube oder die Umgebung in der man aufgewachsen ist. Nicht zu verachten sind diverse Modetrends, Haarschnitte die man nie wieder so tragen würde oder auch das Sammeln von Stickern und das regelmäßige Nintendo spielen bei den Besuchen am Wochenende in der Möhlstrasse. Kind müsste man nochmal sein - mit dem Recht, selber bestimmen zu können, wann man ins Bett geht und wie viele Filme man hintereinander gucken darf. Immerhin waren mein Bruderherz und ich uns in diesem Punkt stets einig: So lang wie nötig und so viel wie möglich.
Mit dabei waren
  • Paul Kamm
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Sommerfrische am Treffpunkt der Reichen und Schönen – Genußvolles Wohnen am Starnbergersee – 1991

Am So., 11. August 1991
Es ist ein herrrlicher Sommer und wir verbringen - zu meinem großen Bedauern - die letzten Wochen auf dem herrlichen Seegrundstück unserer Wohnung in der St. Heinricher Strasse in Seeshaupt. Mit Pauls Geburt wurde unser familiäres Leben mit zwei kleinen Kindern in einer sehr offenen Vier Zimmer Wohnung doch zu ambitioniert, weshalb wir ein Haus mit großem Garten in Murnau-Hagen als Alternative gemietet hatten. Bis zum Umzug hies es daher jeden sonnigen Tag am Wasser zu geniessen, bevor es ab Oktober nach Murnau - mit Blick in diie Berge - geht. Im August kam die Familie mit Patricia und Dina zu uns raus, unter anderem auch um Paul als Baby zu bewundern.
Mit dabei waren
  • Dina und Patricia Neeb, Carolina, Larissa, Paul und Michael Kamm
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Niedergang der Mode Messe in Köln – Interjeans & Herren-Mode-Woche am Rhein – 1991

Von Do., 15. August 1991 bis Fr., 16. August 1991
Im Rahmen meines späteren eigenen unternehmerischen Engagements mit der North Sails Sportswear und unserer bereits zwischen der North Sails Windsurfing GmbH und Alexandra Oradini aus Riva bestehenden Kooperation bezüglich Surf Wear wollte ich mich zum Sportswear Markt informieren und fuhr im August nach Köln, um die Modemesse zu besuchen. Die Interjeans fand im jahr 1991 noch in Köln statt. Später hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Streit um die Standorte künftiger Modemessen eine erste Runde gegen die Domstadt Köln gewonnen. Die Kölner Messe wird daher zukünftig auf die "Herren-Mode-Woche" (HMW) - den Marktplatz für klassische Herrenoberbekleidung (Haka) - verzichten. Stattdessen wird sie sich voll auf die Jeans-Messe "Vibes4U" konzentrieren, die frühere Inter-Jeans. Aus dem klassischen Haka-Segment wandern etliche Hersteller nun rheinabwärts zur Düsseldorfer Igedo. Sie wird vom 4. bis 6. August erstmals Damen- und Herrenmode zeigen. Die Bekleidungsbranche war seit 1995 zunehmend besorgt über die Akzeptanz der HMW bei Herstellern und Facheinkäufern. 1995 waren 1800 Hersteller und 52.000 Einkäufer zur Sommermesse erschienen. Mit wachsender Verschärfung des Wettbewerbs, schwindender Kauflust der Verbraucher, immer größerer Finanznot der Betriebe und wachsender Konzentration blieben jedoch immer mehr Unternehmen fern. Selbst große Marken machten sich rar. Zuletzt waren nur noch 1000 Anbieter und 36.000 Besucher nach Köln gereist.

Religion & Tradition – Gute Katholiken am Seeshaupter Taufbecken – 1991

Am Sa., 7. September 1991
Die Taufe von Paul findet, wie auch schon Larissas Taufe, in der Katholischen Kirche unseres Wohnortes Seeshaupt am Starnbergersee statt. Zunächst wird der Täufling auf der Stirn mit dem Kreuz bezeichnet, dann werden Lesungen vorgetragen, meist aus dem Evangelium von der Taufe Jesu und zum Ende der Zeremonie wird dem Täufling, oder stellvertretend den Eltern des Kindes, eine Taufkerze überreicht. Die Taufpaten von Paul sind meine Schwiegermutter Dina - Pauls Oma - und mein Bruder Thomas - und damit Pauls Onkel. Das Sakrament der Taufe ist das Sakrament des Glaubens, des Vertrauens, der Geborgenheit und Führung. Es schenkt ein verlässliches Fundament für das Leben. Die Taufformel „Ich taufe Dich im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des Heiligen Geistes“ bringt das in verdichteter Weise zum Ausdruck. Der Name Gottes bürgt für seine Nähe und Liebe. Der Name Jesus Christus schenkt eine konkrete Beziehung. Der Name des Heiligen Geistes öffnet das Tor zur Gemeinschaft des Glaubens und der Kirche mit ihren Riten und Sakramenten, mit ihrem Wertesystem und ihrer Lebensdeutung vom Evangelium her. Im Rahmen der Taufvorbereitung hat die Namensgebung bei der Taufe für Christen einen tiefen Sinn: Sehr gläubige Eltern entscheiden sich häufig für Namen, die auf Heilige verweisen und zur Namenspatronin und zum Namenspatron für das Kind werden. Damit steht das Kind unter deren besonderem Schutz. Für die Eltern ist die Wahl der Paten eine verantwortungsvolle Aufgabe. Das Patenamt kann nur von katholischen Christen wahrgenommen werden, die auch bereit sind, Mitverantwortung für das Patenkind zu übernehmen ... zumindestens solang bis die Täuflinge erwachsen sind ... hoffentlich aber auch länger.
Mit dabei waren
  • Uta, Karl-Heinz, Thomas, Ulrike, Michael, Carolina, Larissa und Paul Kamm, Dina und Patricia Neeb, Martin Kühner & Brigitte Rettenmeier
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Internationaler Sportboot Führerschein (SBF) – Prüfung in Seeshaupt am Starnbergersee – 1991

Am So., 29. September 1991
Ende September steht meine Prüfung zum Sportboot Führerschein in Seeshaupt am Starnbegrersee an. Gut 17 Jahre nach meiner A-Schein Prüfung für Segelboote am Chiemsee ist jetzt endlich auch das Motorboot Thema dran. Rauf aufs Wasser und das Ruder selbst in der Hand halten. Die Welt aus einer völlig neuen Perspektive erleben und dabei allen Stress vergessen? Ob Angelboot oder Motoryacht, der Sportboot Führerschein für Freizeitkapitäne macht all das möglich. Mit dem amtlichen Sportbootführerschein See (SBF See) kann man sich seinen Traum erfüllen. Denn mit ihm darf man Motorboote und -yachten ohne Leistungsbegrenzung zu Sport- und Freizeitzwecken auf deutschen Seeschifffahrtsstraßen führen. Da er international anerkannt ist, kann man außerdem in den meisten ausländischen Revieren navigieren! Die Fahrschule muss immer am Prüfungsort erfolgen, also z. B. am Starnberger See, am Ammersee oder am Chiemsee. Doch ein Termin mit der Fahrschule kann erst vereinbart werden, wenn der Prüfungstermin feststeht. Denn auf dem Fahrschulboot erfolgt die Fahrprüfung; der Fahrlehrer muss auch zur Prüfung kommen. Die Fahrschulung dauert etwa einen halben Nachmittag (in der Fahrprüfung sitzt man nur fünf Minuten am Steuer). Sie findet wenige Tage vor der Prüfung statt, damit man bis dahin auch nichts wieder vergisst. Kompasspeilungen und die Knoten, die man am Rande der Fahrprüfung vorführen, lernen man bereits im Online-Kurs. Die Theorie- und die Praxisprüfung könnten über 12 Monate verteilt werden, aber das hat keine Vorteile. Am besten macht man beide Teile am selben Tag. Übrigens, amtlich bestellte Prüfer nehmen die Prüfung ab, keine Schulen. Die Schulen bilden aus und stellen ihr Boot für die Prüfungsfahrt zur Verfügung.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm
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Wanderstiefel statt Segelschuhe – Bergtour auf den Herzogstand – 1991

Am Fr., 11. Oktober 1991
Der Oktober ist immer ein perfekter Wandermonat. An einem Freitag trommelte ich den Großteil unseres North Sails Teams zusammen und wir packten mal zur Abwechslung die Rucksäcke, um gemeinsam auf den Herzogstand zu kraxln. Der Hausberg der Münchner Amateur-Alpinisten liegt - keine halbe Stunde von unserem Büro in Penzberg entfernt - in den Bayerischen Voralpen und ist mit 1731 Meter Höhe für jedermann entspannt zu erklimmen. Und das sogar ganz klassisch mit Jeans und Sweatshirt - so ganz weit weg vom heutigen Funktionstextil-Wahn. Der Herzogstand gehört zum Gebiet der Gemeinde Kochel am See und mit seinem ebenbürtigen Nachbarn "Heimgarten" bildet er einen Höhenzug, der dem Estergebirge vorgelagert ist. Die Bayernherzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. gaben ihm seinen Namen. Auf dem Aussichtspavillon am Gipfel angekommen, bietet der Herzogstand eine wunderbare Aussicht auf unser berufliches Metier und damit auf zwei schöne Seen. Im Westen den Kochel- und im Osten den kristallklaren, türkisgrünen Walchensees. Gut, daß wir einen Freitag gewählt hatten, den am Wochenende war und ist diese Tour - bis heute - völlig überlaufen von ambitionierten High-Speed Läufern bis hin zu Familien mit Offroad-Kinderwägen und co. Von oben konnten wir noch einige Surfer auf dem Walchensee beobachten wie sie ihre Schläge zogen, zu der Zeit natürlich schon in dicken Neopren-Anzügen. Der Walchensee ist mit ca. 190 m einer der tiefsten, kältesten und grössten Alpenseen Deutschlands und ist Wasserspeicher für das am Kochelsee 200 m tiefer gelegene Walchenseekraftwerk. Sommer wie Winter ist er ein Tummelplatz für Outdoor-Freaks jeglicher Couleur, nicht nur für Surf- oder Kite-Begeisterte. Es kann auch mal passieren, daß an einem tief verschneiten Wintertag ein Taucher in Jacques Cousteau Look in die Tiefe abtaucht. Jedem Tierchen sein Plaisirchen ... auch ich selbst absolvierte einst bei geschlossener Eisdecke des Walchensees mitten im Winter bei der in Kochel ansässigen Tauchschule von Franco Paravano meine praktische Abschlußprüfung zum Open Water Padi Diver an selber Stelle .... das war damals knackig
Mit dabei waren
  • Norbert Wagner, Mucki Binder, Rudi Müller, Andre und Florian Wahl, Richard Kuchler, Michael und Petra Plank, Sieglinde Kazmarek, Michael Kamm
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Austernbänke in Bretonischer Brandung – Due Dilligence & Take Over in St. Malo – 1991

Von Di., 22. Oktober 1991 bis Mi., 23. Oktober 1991
In unserem europäischen North Sails Windsurfing Business standen die Zeichen auf Expansion. Der heimische Markt entwickelte sich gut und wir schnupperten bereits am nächsten vielversprechenden Absatzmarkt. Frankreich - die stolze "Grande Nation" - mit ihrer Küstenlänge von ca. 5.000 km war das nächste Ziel. An der wilden Felsenküste der Bretagne, in der Nähe des wunderschönen Badeortes St. Malo, existierte bereits eine französische North Sails Surf Distribution als unabhängige Vertriebsgesellschaft, die wir uns näher anschauen wollten, um sie ggf. zu übernehmen. Allerdings war die 1.300 km lange Reise von Penzberg dorthin immer mühsam. Man hatte zwei vernünftige Optionen: entweder endlose Stunden im Auto oder mit dem Flieger nach Paris und von dort weiter mit dem Zug. In der Luxusversion wäre auch ein eigenes oder gechartertes Flugzeug gegangen (Non Stop von Oberschleißheim nach St. Malo), jedoch waren wir für diese Edelvariante noch zu sparsam. Endlich angekommen war Due Dilligence bei den Franzosen angesagt, bevor wir uns zu einer positiven Kauf-Entscheidung durchrangen. Die beiden damaligen geschäftsführenden Gesellschafter wollten damals aus der Wassersportbranche raus und suchten ihr Glück eher im Snowboarding Business. Das ist einem der beiden gelungen, denn seinen Verkaufserlös investierte Sepp Ardelt in die Marke NITRO und die entwickelt sich bis heute prima.
Mit dabei waren
  • Christophe Hamon, Sepp Ardelt, Michael & Carolina Kamm
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Tacoma SeaTac & Mount Rainier – White Salmon am Columbia River – 1991

Von So., 3. November 1991 bis So., 10. November 1991
Anfang November geht es für mich zum Jahresabschluss Meeting mit unserem Team der North Sails Windsurfing Inc. an die amerikanische Westküste. Nachdem unser bisheriges Büro in der Nachbarstadt Seattle schon aufgelöst und zum Teil nach White Salmon am Columbia River umgezogen ist, treffe ich mich mit David Johnson in der Anwaltskanzlei seines Vaters Roger in Tacoma zu unseren Besprechungen. Roger vertritt seinen Sohn dabei auch anwaltlich, da wir Themen der Finanzierung und Hafrtung zu beschliessen haben. Tacoma ist eine mittelgroße Hafenstadt im Pierce County im US-Bundesstaat Washington. Die Stadt liegt am südlichen Ende des Puget Sounds, ca. 51 km südwestlich von Seattle, 50 km nordöstlich der Hauptstadt des Bundesstaates, Olympia, und ca. 93 km nordwestlich des Mount-Rainier-Nationalparks. Tacoma gehört zur Metropolitan Statistical Area Seattle-Tacoma-Bellevue. Es leben circa 200 Tsd Einwohner in der Stadt. Der internationale Flughafen Seattle/Tacoma (Sea-Tac) mit dem IATA-Flughafencode SEA liegt ca. 35 km entfernt in nördlicher Richtung. SeaTac ist mittlerweile eine eigenständige Stadt. Namensgeber waren die Städte Seattle und Tacoma, die den Flughafen nutzen. Tacoma ist auch der Sitz der Pierce-County-Bezirksverwaltung. Tacoma ist nach Seattle die zweitgrößte Stadt am Puget Sound und nach Seattle und Spokane die drittgrößte Stadt im Bundesstaat. Die Einwohner nennen sich Tacomans. Mount Rainier - ein aktiver Schichtvulkan des Kaskadengebirges - von den Ureinwohnern der Region Mount Tahoma genannt, ist der Namensgeber der Stadt, die auch unter dem Spitznamen „City of Destiny“ bekannt ist. Tacoma erhielt diesen Beinamen, als die Stadt als westlicher Endpunkt der Northern-Pacific-Railroad-Eisenbahnstrecke bestimmt wurde. Die Wahl Tacomas wurde entschieden durch die Nähe zur Commencement Bay im Puget Sound beeinflusst. Durch die Anbindung des Seeverkehrs an die Eisenbahn wurde Tacomas Motto: „Where rails meet sails“. Auch heute hat der Port of Tacoma eine sehr große Bedeutung, sowohl für die Region als auch für die gesamten USA und den pazifischen Raum. Der Hafen ist der mit 17 Millionen Tonnen Umschlag sechstgrößte Containerhafen Nordamerikas und damit einer der Hauptarbeitgeber der Region. Die wichtigsten verschifften Güter sind PKW, die hauptsächlich aus Japan und Korea kommen sowie Baufahrzeuge, Traktoren und Getreide. Die Tacoma-Narrows-Brücke, eine der längsten Hängebrücken der Welt, verbindet via Highway 16 Tacoma mit der Halbinsel Kitsap. Die Stadtverwaltung hat Anfang des 21. Jahrhunderts große Summen in die Erneuerung der Innenstadt investiert. Unter anderem wurden ein Campus für eine Zweigstelle der University of Washington gebaut, eine moderne elektrische Straßenbahn (Tacoma Link) installiert und verschiedene Museen gebaut bzw. renoviert. Der „Thea Foss Waterway“, eine kleine Bucht, wurde aufwändig restauriert und beherbergt unter anderem einen Yachthafen. Tacoma wurde nunmehr als eine der lebenswertesten Städte des Landes ausgezeichnet. Außerdem wurde die Stadt eine der am besten zu Fuß erfahrbaren Städte Amerikas genannt. Eine Untersuchung im Jahr 2004 kam hingegen noch zu dem Ergebnis, dass Tacoma in der Kombination der Kriterien Arbeitslosigkeit, Scheidungsrate, Pendelzeiten, Selbstmordrate, Kriminalitätsrate, schlechte mentale Gesundheit, Alkoholmissbrauch und der Anzahl der Wolkentage die stressigste Stadt der USA sei.
Mit dabei waren
  • David Johnson, Michael Kamm
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Santa Claus & Elf in America & Weihnachtshexe Befana in Spanien & Italien – Bayerischer Nikolaus in Seeshaupt – 1991

Am Fr., 6. Dezember 1991
Der Nikolaus kommt! Dieses so immens wichtige Ereignis im Leben jedes Kindes in unseren Breitengraden feiern Carolina, Larissa und Paul und auch ich in diesem Jahr nochmals bei unseren ehemaligen Nachbarn in Seeshaupt, obwohl wir selbst bereits in Murnau leben. Die Kids kennen sich sicher aus den "Krabbel und Mütter-Gruppen" und aus dem Umfeld von Caro und Larissa. Deren Namen habe ich leider nicht mehr im Gedächtnis

Merry Christmas – Stille Nacht am Heimgarten – 1991

Am Di., 24. Dezember 1991
Nach dem erst kurz zuvor erfolgten Umzug von Seeshaupt feiern wir unser erstes Weihnachtsfest in unserem neuen Haus in Hagen - einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Riegsee mit weniger als 100 Einwohnern - im Osten von Murnau am Staffelsee. Neben Carolina, Larissa, Paul und mir ist auch noch Caros Schwester Patricia als Gast mit vor Ort. Den heiligen Abend am 24. Dezember begehen wir in unserer Familie seit Jahrzehnten immer gleich. Wir treffen uns alle vor der Bescherung im Esszimmer um dort zum Einstieg in den Abend gemeinsam etwas Prickelndes zu trinken. Danach geht es dann jeweils zwischen sechs und sieben Uhr abends zur Bescherung ins Wohnzimmer. Dies ist für die anwesenden Kids natürlich immer der mit Abstand aufregendste Teil des Abends, da es dann um Geschenke und erfüllte Wünsche geht. Bevor die verpackten Geschenke allerdings in einer kontrollierten Reihenfolge aufgemacht werden dürfen, steht wohlklingender gemeinsamer Gesang auf dem Plan. Mehr als drei Songs werden es in der Regel allerdings nicht, denn dazu fehlt es in der Familie einfach an Talent. Dennoch: „Stille Nacht ... Heilige Nacht sowie Oh Tannenbaum und vom Himmel hoch, da komm ich her“ haben wir ganz gut drauf und dann auch alle ein gutes Gefühl, wenn nach dem Gesang eine fast heilige Stimmung erreicht worden ist. Die Eltern freuen sich im Anschluß über die strahlenden Gesichter glücklicher Kinder und danach auf ein schönes gemeinsames Abendessen ... in gefühlten 100% aller Fälle ist es ein köstliches Fondue.
Mit dabei waren
  • Patricia Neeb, Carolina, Larissa, Paul & Michael Kamm
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Glitzerndes Schneeparadies auf sonnigem Hochplateau – Familien Ausflug nach Seefeld in Tirol – 1991

Am Mo., 30. Dezember 1991
Nachdem Carolina und ich mit den Kids zum ersten Mal in unserem neuen Haus in Murnau-Hagen Weihnachten gefeiert haben und mit Dina und Rolf Neeb meine Schwiegereltern aus Santiago de Chile zu Gast sind, habe ich mir zwischen den Feiertagen und dem neuen Jahr einige Tage Urlaub genommen, um Zeit mit der Familie zu verbringen. Am Tag vor Silvester unternehmen wir von Murnau aus einen Ausflug nach Tirol und besuchen das Hochplateau von Seefeld. Im Winter verwandelt sich die Region Seefeld in ein glitzerndes Schneeparadies und bietet ein vielfältiges Programm an Aktivitäten für Spaß im Schnee mit der ganzen Familie. Eingebettet in eine atemberaubende Berglandschaft im Herzen der Region liegt Seefeld auf 1.200 Metern über dem Meer. 
Das lebendige und gleichermaßen entschleunigte Zentrum der weitläufigen Region besticht mit charmantem Tiroler Stil auf der einen, und urbanem Prestige auf der anderen Seite. Eine idyllische Ortschaft, die mit vielfältigen Sport- und Freizeitmöglich-keiten für die ganze Familie rund ums Jahr begeistert. Mit schneereichen Wintern in funkelnder Landschaft und den vielleicht schönsten Bergsommern der Tiroler Alpen. Der in der Snowboard-Szene bekannte Air & Style Snowboard Contest wurde in den Jahren 2000 bis 2004 in Seefeld ausgetragen. Seit 2004 findet im Ort der Doppelweltcup der Nordischen Kombination statt, der 2014 zum Nordic Combined Triple aufgewertet wurde. Bei den im Januar 2012 erstmals veranstalteten Olympischen Jugend-Winterspielen wurden die Sportarten Biathlon, Skispringen, Langlauf und Nordische Kombination in Seefeld ausgerichtet. Dies machte Seefeld und Innsbruck zum dreimaligen Olympia-Gastgeber. Im Juni 2014 vergab die FIS die Ausrichtung der Nordischen Ski-WM 2019 nach Seefeld. Die Springen der Nordische Skispiele der OPA 2015 fanden auf der Toni-Seelos-Olympiaschanze statt, im Februar 2016 wurde der Kaiser-Maximilian-Lauf ausgetragen. Neben den ganzen Sportangeboten existieren zudem zahlreiche Hotels und Restaurants, die uns auch an diesem Tag sonnige Plätze anbieten.
Mit dabei waren
  • Dina & Rolf Neeb, Carolina, Larissa, Paul & Michael Kamm
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Familiäres Silvester im trauten Heim – Jahreswechsel im beschaulichen Hagen bei Murnau am Staffelsee – 1991

Am Di., 31. Dezember 1991
Mit dem gerade einmal sechs Monate alten Säugling Paul und seiner gut zweieinhalb jährigen Schwester Larissa im Schlepptau machte es für Carolina und mich zum Jahreswechsel wenig Sinn tolle Silvester-Parties in München zu besuchen. Deshalb entschieden wir uns zu einem ruhigen Abend mit Carolinas Eltern in unserem erst kurz zuvor bezogenen Haus in Hagen oberhalb der Loisach und des Murnauer Mooses und haben den gemütlichen Familien-Abend sehr genossen. Das Murnauer Moos ist mit 32 Quadratkilometer das größte zusammenhängende und naturnah erhaltene Moor Mitteleuropas. Es entstand nach der letzten Eiszeit, als sich der Loisachgletscher zurückzog und der hinterlassene See langsam verlandete. Auch heute noch ist das Murnauer Moos von zahlreichen Bächen durchzogen und bietet so auch seltenen Pflanzen und Tieren einen geschützten Lebensraum. In den Sommermonaten findet man hier nebst seltenen Vögeln auch Ornithologen, die selbige beobachten und Biologen, die auf dem Boden herumkrabbeln. Im Winter ist es naturgemäß etwas ruhiger. Anfangs waren es vor allem die „Sommerfrischler“, die der Enge und Hitze der Großstadt entfliehen wollten: Denn als 1879 die Eisenbahnlinie München-Murnau eröffnete, etablierte sich der Markt am Staffelsee schnell als perfektes, sommerliches Naherholungsziel für die Münchner Bohème. Könige, Literaten und Maler fanden im lebendigen Ortskern und der lieblichen Natur Erholung und vor allem Inspiration. Inzwischen hat sich die kreative Marktgemeinde zur beliebten Ganzjahres-Destination weiterentwickelt. Gut zu bewältigende Themenwanderwegen durch die hügelige Voralpenlandschaft laden heutige Besucher dazu ein, die Faszination der illustren Murnau-Fans auf Schritt und Tritt nachzuempfinden. Auch wir lebten als Familie über mehrere Jahre ausgesprochen gerne in dieser Region und besonders Larissa und Paul haben in Murnau eine glückliche Kindheit verbracht.
Mit dabei waren
  • Carolina, Larissa, Paul & Michael Kamm, Dina & Rolf Neeb
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Jahresrückblicke – 1991

Am Di., 31. Dezember 1991
In Moskau kam es im August zu einem Putsch, bei dem der Staatspräsident Michail Gorbatschow abgesetzt wurde. Funktionäre der KPdSU waren mit seiner Reformpolitik nicht einverstanden, sie versuchten die Macht im Land wiederzuerlangen. Die Unabhängigkeit einzelner Republiken, die Gorbatschow befürwortet hatte, bereitete ihnen ebenfalls Sorge. Doch all das führte letztendlich zum Zerfall des sowjetischen Staatenbündnisses. Die entstandene Russische Förderation wurde von Boris Jelzin regiert. Gorbatschow trat am 21. Dezember von seinen Ämtern zurück. Das Jahr 1991 war das endgültige Aus für das Bestehen der Sowjetunion. Einige Nachfolgestaaten bestanden als Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) weiter, einer Vereinigung, die von Russland, der Ukraine und Weißrussland gegründet worden war und der noch weitere unabhängige Republiken angehörten. Vor allem die gemeinsame Basis für Wirtschaft und Sicherheit war der Auslöser für die Gründung der GUS. Der grundlegende Wandel, der sich im Ostblock vollzog, hatte bereits im März zur Auflösung des sozialistischen Militärbündnisses, des Warschauer Paktes, geführt. Der Zweite Golfkrieg, der bereits im August des Vorjahres begonnen hatte, konnte durch das Eingreifen der USA beendet werden und führte zur Befreiung Kuwaits. Die Auswirkungen für Deutschland? Der Karneval fiel aus. Soweit zu einigen weltweit beachteten Ereignissen im abgelaufenen Jahr. Was wir durch unsere ganz eigenen und sehr persönlichen Erfahrungen im Laufe des Lebens erkannt haben und dann eigentlich dauerhaft wissen sollten, könnten wir im Rahmen zukünftiger Handlungen ändern und eventuell auch besser machen. Daher erstelle ich für mich selbst kurze persönliche Jahresrückblicke, um diese als Basis für meine Ziele und Wünsche des nächsten Jahres zu nutzen. Nach wie vor gehöre ich zu den Menschen, die jeweils zum Jahreswechsel entsprechend gute Vorsätze für das neue Jahr fassen. In meinen Reviews sammle ich hierfür zuvor meine Erlebnisse und Eindrücke aus dem abgeschlossenen Jahr zusammen. Welche Themen und Überraschungen hat mir das Leben im zu Ende gegangenen Jahr gebracht und welche Aufgaben hatte ich zu lösen. Meine Rückbesinnung wird durch Memorys aus meinem Digital Photo Diary erleichtert, da ich über die letzten zwölf Monate bereits meine Erlebnisse und Eindrücke regelmäßig festgehalten habe und diese nun noch einmal Review passieren lassen kann. Mein Jahresrückblick ist daher rasch erfasst und bleibt mir als dauerhafte Erinnerung für Erlebnisse, Erfolge und auch Misserfolge in zum Teil sehr unterschiedlichen Jahren und Phasen meines Lebens. Inhaltlich werden meine Themen durch eine Reihe unterschiedlicher Fragen thematisiert, mit denen ich versuche, ein recht breites Spektrum aus verschiedenen Bereichen meines Lebens in diesem Jahr abzudecken.
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