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Past Events - Review & Reminders

Weber & Färber in Samt & Seide – Bei mennonitischen Glaubensflüchtlingen & ehemaligen Surf Partnern in Krefeld – 1998

Von Mo., 12. Januar 1998 bis Fr., 16. Januar 1998
Im Januar besuche ich mit Wolfhart Smidt einen früheren Geschäftspartnern aus North Sails Zeiten, der gemeinsam mit zwei Partnern eine Unternehmensberatung in Krefeld gegründet hat und mich an Bord holen möchte. Krefeld ist bekannt für seine Seide und Samt, die man im Deutschen Textilmuseum bewundern kann! Im 17. Jahrhundert gründeten mennonitische Glaubensflüchtlinge die Krefelder Seidenindustrie. Dank der Förderung Friedrichs des Großen erlebte sie im 18. Jahrhundert ihre große Blüte. Im 19. Jahrhundert konnte sie auf dem freien Markt bestehen. 1880 begann man, neben den Instituten von Webern und Färbern auch eine textile Lehrsammlung zusammen zu stellen, die vor allem dem Nachwuchs der Entwerfer dienen sollte. Gelegen inmitten der schönen Altstadt des Krefelder Ortsteils Linn, verfügt das Deutsche Textilmuseum Krefeld über international bedeutendste Sammlungen an historischen Textilien und Bekleidung. Die Sammlung umfasst heute etwa 30.000 Objekte aus allen Teilen der Welt und aus allen Epochen bis zur Gegenwart. Dieses Museum hat über 30.000 Textilobjekte aus aller Welt, von der Antike bis zur Gegenwart. Es gibt auch eine große Bibliothek, in der Sie eine große Sammlung von Büchern und Zeitschriften über die Geschichte von Textilien und Bekleidung finden können. Im Übrigen ist auch der Gründer von Hermès, Thierry Hermès, der ein französischer Geschäftsmann war hier geboren! Kein Wunder, woher er seine Inspiration hat!
Mit dabei waren
  • Wolfhart Smidt, Michael Kamm
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Erfolgsgeschichte Messe BOOT Düsseldorf – Interessiertes Comeback als ehemaliger North Sails Steuermann – 1998

Von Di., 20. Januar 1998 bis Mi., 21. Januar 1998
Ende Januar 1998 fand für mich die Teilnahme an der Messe BOOT zum ersten Mal nicht mehr in meiner Funktion als North Sails Geschäftsführer statt. Diese Verantwortung hatten Michael Plank und ich ja im Juni 1997 an Christian Ewert übergeben. Damals war ich dennoch interessiert, wie sich der Markt und unser ehemaliges Unternehmen weiterentwickelt, weshalb ich nach Düsseldorf reiste, um meinen Nachfolger Christian Ewert, ehemalige Mitarbeiter und Geschäftspartner zu sehen. Die Messe war auch in diesem Jahr ein großer Erfolg, wobei die Boot Düsseldorf schon über 5 Jahrzehnte eine Success Story ist und ursprünglich einmal an einem nebligen Novembertag im Jahr 1969 an der Fischerstraße in Düsseldorf startete: Damals strömten 34.000 Besucher an den sechs Messetagen in die Halle und die boot ist aus der Taufe gehoben. Messechef Kurt Schoop hatte einen echten Coup gelandet, indem er sich den erfahrenen Bootsjournalisten Horst Schlichting an Bord holte und die erste Bootsmesse im Binnenland gründete. Ganze 116 Aussteller aus sieben Nationen nahmen teil, aber die Düsseldorfer Bürger waren begeistert von dem Angebot „ihrer“ NOWEA (Nordwestdeutsche Ausstellungsgesellschaft), so der frühere Name der Messe Düsseldorf. Boote in einer Messehalle zu sehen, war nun wirklich eine Sensation für die damalige Zeit. Und schon im kommenden Jahr präsentierten sich 183 Unternehmen aus 25 Ländern auf einer verdoppelten Ausstellungsfläche und die Nachfrage der Hersteller stiegt auch in den kommenden Jahren gewaltig. Die boot gerät von Beginn an zum Publikumsmagneten mit hohem medialem Aufmerksamkeitswert. Im zweiten Jahr der Messe wird NRW-Innenminister, Willi Weyer, Schirmherr der boot. Seit 1972, dem Jahr ihres Wechsels ins neue hochmoderne Messegelände im Düsseldorfer Norden in nächster Nähe zum Flughafen, findet die boot jedes Jahr im Januar statt. Damit ist sie als erste Veranstaltung im Jahr die Einstiegsmesse in die neue Saison. Ihre Laufzeit wird auf neun Tage, also zwei Wochenenden verlängert und Aussteller wie Besucher zollen dem Wechsel höchsten Respekt. 307 ausstellende Unternehmen aus 41 Ländern begrüßen auf über 50.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 85.751! Besucher an ihren Ständen. In Düsseldorf traf ich mich nach langem wieder einmal mit meinen Studienfreund Hans-Werner-Bendix aus Dülmen und ging mit ihm am Abend zum Essen. Danach flog ich schnell nach München zurück, packte meine Skisachen und startete am nächsten Tag zu meinem ersten Heli-Ski Abenteuer in Kanada.
Mit dabei waren
  • Christian Ewert, Hans-Werner Bendix und Michael Kamm
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Bobbie Burns – Heli Skiing in den kanadischen Rocky Mountains – 1998

Von Fr., 23. Januar 1998 bis So., 1. Februar 1998
Heli Skiing ist sportliches Abenteuer in Reinkultur und die eindrucksvollen Gebirgszüge der kanadischen Rockies sind weltweit die beliebtesten Gebiete, in dem sich das Skifahren durch ein Meer aus Tiefschnee mit entsprechendem Lufttransport am besten zelebrieren lässt. Mit meinem langjährigen Segel-, Ski- und Studienfreund Dieter Schön aus Prien fliege ich in der letzten Januar Woche von München nach Calgary. Von da aus geht es weiter in die Wildnis und Abgeschiedenheit der Bergwelt. Unser Ziel für eine Woche - die Bobbie Burns Lodge - ist eines der bekanntesten Heli Ski Resort von CMH - Canadian Mountain Holidays und gefällt mir ausgezeichnet. Die Ski-Region auf den Gipfeln und in den Tälern der Purcell und Selkirk Mountains trifft exakt den Geschmack der Skifahrer, die schnelles Heli-Skiing lieben und keine langen Pausen brauchen. Hier sind wir in einem Hubschrauber der Marke Bell mit drei Gruppen unterwegs – und das bedeutet: Skifahren ohne Unterlass! Dank des unterschiedlichen Mikroklimas findet man in dieser Region bei wirklich jedem Wetter gute Skimöglichkeiten. Sowohl die langen Waldabfahrten als auch die traumhaften Gletscherabfahrten genießen einen legendären Ruf! Die Flüge mit dem Helikopter von hier aus sind beeindruckend und die Abfahrten sensationell. Das alles sorgt für etliche Glücksmomente und Herausforderungen in den Weiten Westkanadas.

Abschied von der Theresienhöhe und Neustart in Riem – Sportartikelmesse ISPO in München – 1998

Von Mo., 2. Februar 1998 bis Mi., 4. Februar 1998
Am 12. Februar 1998 wird die Neue Messe München feierlich eröffnet – ein historischer Tag für München. Unter den 5000 Gästen sind unter anderem Bundespräsident Roman Herzog, Italiens Regierungschef Romano Prodi, Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Auf die offizielle Eröffnung folgt ein neuntägiges Messe-Opening für die Bevölkerung. Ich selbst bin zehn Tage zuvor noch ein letztes Mal als Besucher der ISPO auf der alten Messe in der Stadt, wobei ich mich - nach Michi und meinem Abschied von der Mistral Sports Group im Sommer des Vorjahres - mit langjährigen Geschäftspartnern zu zwei Abendessen im Gallo Nero und im mediterraneo in Bogenhausen treffen. Auf der internationalen Leitmesse ISPO für das Sport-Business präsentieren jährlich nationale und internationale Aussteller ihre aktuellen Trends für Sportartikel und Sportmode in den Board, Ispo-Vision, Ski, Sportstyle, Performance, Outdoor und Crossover. Als Händler bekommt man auf der ISPO einen Überblick über die Neuheiten der Saison und kann danach in die Ordersaison starten, es werden Entscheidungen von branchenweiter Tragweite getroffen und gleichzeitig Konsumenten begeistert, inspiriert und aktiviert. Neben Symposien, Workshops und Seminaren veröffentlicht die Sportmesse auch repräsentative Studien. Die ISPO MUNICH ist der Treffpunkt für die Top-Entscheider der Branche und die ideale Plattform für die Brands, um die wichtigsten Botschaften für den Markt zu platzieren und das weltweite Auftaktevent für die nächste Saison. Die Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode – die man für gewöhnlich nur als ISPO kennt - hat sich dabei von der weltgrößten jährlichen Multi-Segment-Messe für Sportartikel und Sportmode in München zu einer Marke mit drei internationalen Multi-Segment-Messen und einem unterjährigen Dienstleistungs-Angebot für die Sportindustrie weiterentwickelt. Die Marke ISPO mit allen zehn Einzelmarken wird von der Messe München GmbH geführt. Unter der Marke ISPO befinden sich dabei die weltgrößten Multisegment-Messen für Fachpublikum: ISPO Munich,Outdoor by ISPO, ISPO Bejing und ISPO Shanghai sowie das Online-Newsportal ISPO.com mit einer eigenen Redaktion und die Services ISPO Academy, ISPO Collaborators Club, ISPO Brandnew, ISPO Award, ISPO Jobs und ISPO Textrends. Seit 1970 findet die Fachmesse ISPO Munich Ende Januar/Anfang Februar in München statt, seit 2007 gibt es für den asiatisch-pazifischen Markt die ISPO Bejing in Peking. Seit 2015 existiert zusätzlich die ISPO Shanghai, die jährlich mit Fokus auf die Sommerkollektionen im Juni/Juli stattfindet. Im November 2021 verkündete die Messe München, dass die ISPO Munich künftig dauerhaft Ende November stattfinden soll. Die ISPO Munich bezeichnet sich genauso wie die ISPO Bejing und die ISPO Shanghai als Multi-Segment-Messe. Auf der ISPO Munich werden die Segmente in die Bereiche Action Sports, Outdoor, Ski, Performance, Sportstyle, Ispo Vision, Health + Fitness, Textrends und Sourcing aufgegliedert. Im Jahr 2017 nahmen über 2.700 Aussteller teil und in den Jahren 2020 und 2021 wurde die ISPO Beijing wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt. Zudem veranstaltet die ISPO jährlich den ISPO Night Run im Olympiapark, Münchens größte Laufveranstaltung bei Nacht. Mit rund 300 Ausstellern und 8.000 Fachbesuchern fand die Outdoor by ISPO – nach zweijähriger Pause wegen der COVID-19-Pandemie – vom 12. bis 14. Juni erstmals auf dem Gelände des MOC Veranstaltungscenter München statt.
Mit dabei waren
  • Roberto Katz, Michael Plank & Michael Kamm
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Beauty & the Beast – Musical Event im Stuttgarter Palladium – 1998

Von Mi., 11. Februar 1998 bis Do., 12. Februar 1998
Zu Ende der 90er Jahre waren Musicals groß in Mode und auch ich haben viele der neuen Produktionen mit Begeisterung besucht. Im Februar - Annette und ich waren damals erst ein paar Monate liiert - besuchten wir eine Aufführung im Palladium in Stuttgart und bei dieser Gelegenheit auch meine frühere Freundin Kristiane Dongus, die damals noch mit ihrem Mann verheiratet war und Hartmann hieß. Die Schöne und das Biest - im Originaltitel "Beauty and the Beast" - ist ein Musical, das von der Autorin Linda Woolverton, den Textern Howard Ashman und Tim Rice sowie dem Komponisten Alan Menken in Anlehnung an den gleichnamigen Walt-Disney-Zeichentrickfilm geschrieben wurde. Es feierte am 18. April 1994 unter der Regie von Robert Jess Roth am Palace Theatre auf dem Broadway in New York seine Weltpremiere und erreichte bis heute rund 25 Millionen Menschen in 13 Ländern. Das Musical wurde für neun Tony Awards nominiert und gewann 1998 den Laurence Olivier Award. Nachdem das Musical dann am 5. Dezember 1997 seine Deutschlandpremiere im Palladium Theater in Stuttgart alternierend mit Uwe Kröger und Kevin Tarte als ‚Biest und Leah Delos Santos als ‚Belle‘, hatte, sahen Annette und ich es uns drei Monate später gleich an. Was wenige wissen: Das französische Volksmärchen ‚La belle et la bête‘, war erstmals in der Märchensammlung von einem der ersten europäischen Märchensammlern, Giovanni Francesco Straparola (da Caravaggio), der in Venedig lebte. Das Motiv von „Der Schönen und dem Biest“ und der schönen, braven Tochter, die sich für den Vater opfert oder die der Vater opfern muss, reicht bis in das Alte Testament zurück – die deutsche Bezeichung des Märchens ist ‚Tausendschönchen‘
Mit dabei waren
  • Annette & Michael Kamm, Kristiane Dongus
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Marker Produkt Test – Bindungs Summit auf der Zugspitze – 1998

Am Fr., 13. Februar 1998
Während meiner Zeit bei der Firma Marker in Ohlstadt hatte ich mehrfach auch Gelegenheit neue Bindungsprodukte im praktischen Test auszuprobieren. Dazu haben wir in der Regel den dominaten Berg in Garmisch - die Zugspitze - als Skigebiet gewählt. Die Zugspitze ist mit 2962 Meter Höhe der höchste Gipfel des Wettersteingebirges und gleichzeitig Deutschlands höchster Berg. Das Zugspitzmassiv liegt südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern und im Norden Tirols. Über ihren Westgipfel verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Die erste namentlich nachgewiesene Besteigung der Zugspitze gelang 1820 dem Vermessungsingenieur und damaligen Leutnant des bayerischen Heeres Josef Naus, seinem Messgehilfen Maier und dem Bergführer Johann Georg Tauschl. Heute gibt es drei Normalwege auf den Gipfel: Von Nordosten aus dem Höllental, von Südosten aus dem Reintalund von Westen über das Österreichische Schneekar. Mit dem Jubiläumsgrat führt eine der bekanntesten Gratrouten der Ostalpen auf die Zugspitze. Der Berg ist heute mit drei Bergbahnen – der Tiroler Zugspitzbahn, der Bayerischen Zugspitzbahn und der Seilbahn Zugspitze – erschlossen. Im Winter bedienen außerdem mehrere Skilifte ein Skigebiet auf dem Zugspitzplatt. Die Tiroler Zugspitzbahn und die Seilbahn Zugspitze sind Seilbahnen. Die Bayerische Zugspitzbahn ist eine Zahnradbahn, die auf Schienen und meistens in Tunneln zum Zugspitzplatt einige hundert Meter unterhalb der Zugspitze fährt, von wo aus eine weitere Luftseilbahn zur Zugspitze führt.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm und Willy Fahrngruber
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White Horse Inn in der Baldhamer Waldschule – Geburtstag von Joerg von Petrikowsky – 1998

Am Sa., 14. Februar 1998
Zur Feier seines 40. Geburtstages hat Joerg von Petrikowsky - ein langjähriger Freund aus Arthur Andersen Zeiten - Annette und mich in seinen Wohnort Baldham eingeladen. Wir feiern mit Joerg und seiner Frau Susanne sowie einem Schwung netter gemeinsamer Freunde beim führenden Italiener im Ort. Baldham ist ein Ortsteil der Gemeinde Vaterstetten im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Es befindet sich ca. 18 km östlich der Landeshauptstadt München und 15 km westlich der Kreisstadt Ebersberg. Was nur wenige wissen; die Kolonie Baldham wurde vor Beginn des Zweiten Weltkriegs als Standort für das Atelier von Hitlers Bildhauer Josef Thorak gewählt. Das von Albert Speer zwischen 1938 und 1941 errichtete Gebäude an der heutigen Adresse Waldstraße 17 und damit in direkter Nachbarschaft zu Andi Schwabe besteht aus einem zentralen Baukörper mit einer Höhe von 18 Meter und einer Grundfläche von 700 m². An der Frontseite öffnen sich drei gewaltige Tore von 11,8 m Höhe, die den Monumentalstatuen Durchgang gewähren sollten. Am 5. Mai 1945 trafen sich hier die Delegationen der deutschen Heeresgruppe G und der 7. US-Armee, um über die Kapitulation der gut 200.000 deutschen Soldaten in Süddeutschland zu verhandeln. Nach 1945 diente das Gebäude den Amerikanern als Garage und Offizierskasino und bekam wegen Thoraks Pferdeskulpturen den Beinamen „White Horse Inn“. Die Skulpturen hatten die Amerikaner im Park aufgestellt und bei ihrem Abzug 1947 zerschossen. Anschließend war bis 1954 die Baldhamer Waldschule dort untergebracht. Dann nutzte die KG Divina-Film GmbH & Co. (ursprünglich Diana-Film) von Ilse Kubaschewski das Gelände als Divina-Studio Baldham. Von 1963 bis 1983 war das Gebäude Kulissenlager der Bayerischen Staatsoper. Im Jahre 1989 übernahm das Denkmalamt das Gebäude als Depot. Es steht unter Denkmalschutz und wird heute von der Archäologischen Staatssammlung genutzt. Was man hier nicht wieder alle erfährt ...
Mit dabei waren
  • Joerg und Susanne von Petrikowsky, Annette und Michael Kamm
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Keine guten Zeiten für Sterne-Restaurants – Chef-Koch Christian Jürgens verwöhnt Martins Geburtstags-Gäste in der Maximilianstraße – 1998

Am Sa., 21. Februar 1998
Zu Martin Kühners 40. Geburtstag sind Annette und ich in das Restaurant "Am Marstall" in der Münchner Maximilianstrasse eingeladen. Der Marstall selbst - und damit die ehemalige Hofreitschule, die Marstall genannt wird, ist ein Nebengebäude der Münchner Residenz. Für das Restaurant "Am Marstall" war es ein Bilderbuchstart in der Maximilianstraße. Nach einjährigem Bestehen der erste Michelin-Stern, vom Fachblatt "Der Feinschmecker" zum "Restaurant des Jahres" gekürt, vier Bestecke im Aral-Schlemmeratlas, zwei Kochmützen und die Einstufung als eines der 20 besten Restaurants im Varta-Gourmet-Führer. Im Jahr 1996 hatte Kaffee-Erbin Bärbel Jacobs den Gourmet-Tempel im Haus Maximilianstraße 16 eröffnet. Mit hohem Anspruch entwickelte sie das Lokal zum zeitweilig zweiten Zwei-Sterne-Restaurant der Stadt, punktgleich mit dem "Tantris" von Fritz Eichbauer. Christian Jürgens erhält 1998 als Küchenchef des Restaurants „Am Marstall“ in München den ersten Michelin-Stern. "Frau Jacobs hat die letzten Jahre über alles versucht, das Restaurant zu halten. Aber sie hat Monat für Monat draufgelegt. Jetzt mag sie nicht mehr", sagt Lechner. "Es sind keine guten Zeiten für Sterne-Restaurants, auch in München nicht. Die Gäste werden weniger und die wenigen knausern", so Gastro-Kritikerin Bettina Bartz im "Geo Special München". "Sogar die Leute, die Geld haben, geben es nicht mehr aus", bestätigt Manuel Lechner: "Die Krise hat uns spürbare Umsatzeinbrüche beschert." Im Moment wird viel geklagt, sagt Claudia Eilers, Chefredakteurin des Magazins "DelikatEssen". "Ich bin mir sicher, dass auch die richtig teuren Restaurants die Auswirkungen der wirtschaftlichen Situation zu spüren bekommen." Das war damals in der Asienkrise - einem wirtschaftlichen Einbruch, der sich gewaschen hatte. Wir haben es als Martins Gäste nicht wirklich mit bekommen, sondern ausgezeichnet gegessen und uns zudem prima unterhalten. Solche Geburtstage feiern wir gerne mit.
Mit dabei waren
  • Eva & Martin Kühner, Annette & Michael Kamm
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Karneval in Venedig & Gardasee Insights – 1998

Von So., 22. Februar 1998 bis Di., 24. Februar 1998
Obwohl Annette und ich wahrlich beide keine leidenschaftlichen Faschingsjecken sind, war uns Ende Februar ein Abstecher zum Karneval in Venedig wichtig. Die Atmosphäre vor Ort wollten wir dann doch einmal erlebt haben. Nachdem wir im Rahmen dieser Reise sowieso schon an der oberen Adria waren, machten wir auch noch einen kurzen Kontrollbesuch im Porto San Vito in Grado, wo unsere Temptation den Winter an Land verbrachte. Im Vergleich zum in dieser Jahreszeit besonders ruhigen Grado ging es in Venedig richtig hoch her. So stürzten sich Ette und ich unverkleidet ins Touristengetümmel und besuchten den Karneval mit größtem Vergnügen. Der historische Karneval in Venedig ist mit seinen Masken, Tierkämpfen, Herkulesspielen und Feuerwerken der bekannteste neben denen von Florenz und Rom. Ausgehend von den italienischen Fürstenhöfen entwickelten sich seit dem Spätmittelalter immer prunkvollere und aufwändigere Formen des Karnevals. Die Kostüme sind überwältigend! Unsere Rückreise nach München verbanden wir dann noch mit einem weiteren Stop Over am Gardasee, mit einer netten Übernachtung in einem schönen Hotel in Bardolino und einem köstlichen Mittagessen in Malcesine ... damals noch nicht wissend, dass wir schon zwei Jahre später dauerhaft auf der anderen Seeseite landen werden.

Turbulente Zeiten an der Loisach – Sicherheitsbindungen in Eschenlohe – 1998

Von Mo., 2. März 1998 bis Do., 30. September 1999
Das Unternehmen Marker Skibindungen wurde vom Berliner Hannes Marker gegründet nachdem dieser im Jahr 1952 das erste Modell einer Ski-Sicherheitsbindung vorgestellt hatte. Die Firma fand ihre Heimat zunächst in Garmisch-Partenkirchen, bevor der deutsche Firmensitz im Jahr 1988 nach Eschenlohe ins bayerische Oberland verlegt wurde, wo auch die weltweit modernste Produktionsanlage für Ski-Bindungen entstand. Das internationale Headquarter war, nachdem die Firma an US Investoren verkauft wurde, mehr als 20 Jahre in Salt Lake City. Von dort drohte Ende der 90er-Jahre Marker unvorhergesehen das Aus. Die amerikanische Muttergesellschaft war in Schwierigkeiten geraten und konnte Ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der deutschen Tochter nicht mehr nachkommen. In Eschenlohe drohte die Insolvenz. In dieser Phase war ich Geschäftsführer des Unternehmens und begleitete als Interims-CFO die Sanierung und den anschliessenden Verkauf des Unternehmens an strategische Investoren aus der Sportartikel-Branche.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm
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Champagner Powder in Park City mit Snowboard Desaster in Salt Lake – 1998

Von Di., 10. März 1998 bis So., 15. März 1998
Unverhofft kommt oft! North Sails und dem damit verbundenen Sommer- und Wassersport-Geschäft hatte ich im Sommer 1997 den Rücken gekehrt und mich Anfang 1998 dem ebenso interessanten Winter- und Ski-Sport Business zugewandt. Der damalige Lockruf kam von Willi Fahrngruber, ehemals langjähriger Sprecher der Geschäftsleitung von MARKER, einem der international führenden Skibindungsunternehmen. Willi, ein gebürtiger Kärtner war Vertriebs- und Marketingprofi und als Alpenländler den Produkten für die Piste auch als Anwender eng verbunden. Und war zudem schon damals Good Old Harley Buddy. Marker hatte sich damals von seinem CFO getrennt und war auf der dringenden Suche nach einem adäquaten Nachfolger, der einerseits Verständnis und Gefühl für die Sportbranche hatte und andererseits auch Zahlen zu interpretieren wusste. Statt Wind in den Segeln hatte ich jetzt Schnee unter den "Brettln" - und das wie immer international. Das gefiel mir sehr gut und so sagte ich kurzfristig zu. Aber leicht war es auch diesmal nicht, eher tricky, denn das Mutterunternehmen Marker war eine an der NASDAQ in den USA gelistete Firma mit Sitz in Salt Lake City, und dort lief damals nicht alles nach Plan. Unser Kerngeschäft Ski-Bindungen schrieb gute Zahlen, denn Klimawandel und oft fehlender Schnee waren damals noch nicht so offensichtlich und wurde einfach nur als saisonale Ausnahmeerscheinung abgetan. Ausserdem gab es einen völlig neuen Ausrüstungs-Hype auf den Pisten. Die Carver mit denen man den Schnee förmlich zerschnitt. Diese bahnbrechende Entwicklung bedurfte natürlich auch einer ebenbürtigen Platten-Bindung. Mit 450 Mitarbeiter:Innen und 150 Mio € Jahresumsatz hatten wir in Eschenlohe vor den Toren von Garmisch-Partenkirchen eine solide und innovative Basis und kurbelten unser Geschäft weltweit weiter an. Im März fuhren Willi und ich gemeinsam mit Premek Stepanek - unserem Entwicklungschef - zu Gesprächen in unser US Headquarter und trafen uns dort mit dem Chairman und Main Shareholder Hank Tauber.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm, Hank Tauber und Willy Fahrngruber und Premek Stepanek
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Tramuntana & Soller – Exkursionen um Santa Maria del Cami – 1998

Von Sa., 28. März 1998 bis Di., 31. März 1998
Unser Besuch bei Conny & Fri Bianchi Ende März auf Mallorca ist zugleich meine erste gemeinsame Reise mit Ette auf die iberische Insel. Und dann gleich hinein in das neue Finca Leben der Familie Bianchi in ihrem in Santa Maria erworbenen Anwesen. Santa Maria del Cami, von den Einheimischen oft nur Santa Maria genannt, ist eine geschäftige Marktstadt in der Mitte von Mallorca und Hauptort der gleichnamigen Gemeinde, die mehrere Dörfer der Umgebung mit einschließt. Sie liegt in einer zentralen Ebene der Insel, die sensationelle Aussichten auf das Tramuntana-Gebirge gewährt. Conny & Fris ältere Tochter Carolina geht in die internationale Schule in Palma und die jüngere Feli ist noch gar nicht geboren. Wir unternehmen in wenigen Tagen gemeinsam mit Fri, Conny und Carolina verschiedene Ausflüge und machen ordentlich Sightseeing: Palma, Andratx, Deja, Valldemosa und Soler sowie alle Highlights bei Formentor im Norden der schönen Mittelmeerinsel. Wir checken sämtliche Yachthäfen und besichtigen die neu erbauten Golfplätze in Alcudia und Pollenca. Zudem treffen wir uns zweimal mit unserem Freund Kurt Rossknecht, der gerade ein neues Projekt für die Arabella Schörghuber Gruppe begonnen hat. Eine wunderbare Zeit mit den drei Bianchis ... und seit eher gab es für Fri eine Cola zum Frühstück!

Johannes & Natja Hoischen mit Justus & Ella – Bergisch-Gladbach – 1998

Am Sa., 4. April 1998
Hannes ist der jüngste der Hoischen Kinder und kam als Nachzügler 5 Jahre nach Ette auf die Welt. Hannes lebt als Familienvater mit seiner sehr netten Frau Natja und den beiden gemeinsamen Kindern Justus und Ella in Bergisch-Gladbach. Damit ist er das einzige Kind, daß im Rheinischen geblieben ist, wobei ja auch seine Mutter Mex - meine Schwiegermutter - mit ihrem zweiten Ehemann Helmut immer noch in Mönchengladbach lebt. Einige Jahre lang war Hannes in dem Stahlstich Druckerei Unternehmen von Helmut Schagen in Gladbach tätig. Seit der Schließung der Firma leitet Hannes für die Malteser die weltweite Flugbereitschaft für Kranken- und Unfall Rückflüge. Hannes kommt immer wieder gerne zum Urlaub nach Bayern und auch an den Gardasee. Dann sehen wir uns zumindest einmal im Jahr.
Mit dabei waren
  • Johannes & Natja Hoischen mit Justus und Ella
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Rotamat und Duke – Marker Skibindungen – Meetings im Salt Lake City Headquarter – 1998

Von Di., 14. April 1998 bis Di., 21. April 1998
Mitte März hatte ich meine neue Aufgabe als Kaufmännischer Leiter (CFO) beim Skibindungsunternehmen Marker in Eschenlohe begonnen und war am 1. April zum Geschäftsführer bestellt worden. Nun war es Mitte April so weit, daß ich gemeinsam mit meinem Geschäftsführer-Kollegen Willy Fahrgruber zur Muttergesellschaft des Unternehmens - der in Salt Lake City in Utah beheimateten Marker Inc. reiste, um mich dort mit dem CEO und Mehrheitseigenetümer Hank Tauber und seinem designierten Nachfolger Peter Weaver zu treffen. Er war jede Menge zu tun und in erster Linie eine bessere Abstimmung bezüglich der Finanzierung, des Reportings und Controllings mit den uns betreuenden Finanzpartnern zu finden. Zudem war ich daran interessiert, was Hank tauber mit den übernommenen Snow Board Marken Sims und Santa Cruz plante und wie die Textilproduktion der Marker Ski Wear funktionierte. Wir wohnten einige Tage im Hotel in Salt Lake und dann übers Wochenende noch im Gästehaus des Unternehmens im wunderbaren Park City, wo wir zum Skifahren bestens aufgehoben waren. Park City ist eine Stadt in Utah und Teil des Wasatch Back auf der Ostseite der Wasatchkette. Im Jahr 2000 hatte sie 7371 Einwohner, die Fläche beträgt 24,4 km². Die Stadt wuchs während der 1980er und 1990er Jahre explosiv und liegt unmittelbar im Norden und Osten dreier großer Wintersportgebiete: Park City Resort, Deer Valley und The Canyons. Obwohl es weniger Schnee gibt als in Salt Lake City, weil sie auf der Leeseite der Wasatchkette liegen, sind die Skigebiete leichter zu erreichen. Wintersport ist die Haupteinnahmequelle der vom Tourismus lebenden Stadt. Im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City fanden die Snowboard-Wettbewerbe sowie die Slalom- und Riesenslalomläufe in den Skigebieten Park Citys statt. Die Stadt ist außerdem der Hauptaustragungsort des Sundance Film Festivals und Hauptsitz des US-Skiverbandes. Auf der Bob- und Rodelbahn finden regelmäßig internationale Wettkämpfe statt.
Mit dabei waren
  • Willy Fahrngruber, Hank Tauber, Peter Weaver & Michael Kamm
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El Morro, La Fortaleza & Paseo de la Princesa – Überführung der Capricorn von San Juan über die Bahama Cays nach Paradise Island – 1998

Von Di., 28. April 1998 bis So., 10. Mai 1998
In der letzten Aprilwoche war ich zunächst noch mit dem Marker Team in Park City (UT) beim Skifahren bevor ich von dort aus via München in die Karibik reise, um meine Eltern in Puerto Rico zu treffen. Von hier aus bringen wir das Boot meiner Eltern zurück auf die Bahamas. San Juan, die Hauptstadt von Puerto Rico, ist auch der Ort mit den meisten Einwohnern auf der Insel. In der Altstadt von San Juan mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen stehen farbenfrohe Häuser aus der spanischen Kolonialzeit sowie Sehenswürdigkeiten aus dem 16. Jahrhundert. Dazu zählen die beiden Festungen El Morro und La Fortaleza mit Panoramablick über das Meer sowie die Uferpromenade Paseo de la Princesa. An der Nordostküste des Inselstaates gelegen, ist San Juan nicht nur Hauptstadt, sondern auch gleichzeitig die größte Metropole Puerto Ricos. Genau hier befindet sich das kulturelle Zentrum, vor allem junge Leute zieht es für ihr Studium in die Stadt. Was die Hauptstadt so besonders macht, ist unter anderem die Tatsache, dass es sich hierbei um die heute noch am besten erhaltene Kolonialstadt der Spanier in der Karibik handelt. Pastellfarbene Kolonialfassaden, tropisch begrünte Patios, Nostalgie in den Gassen und eine Festung im Meer. Ganz anders sind die Bahamas ein modernes Archipel auf der Basis von Korallenriffen im Atlantik. Ihre mehr als 700 Inseln und Cays sind teilweise unbewohnt, andere wiederum zählen zu den Touristenhochburgen. Zu den bekanntesten gehören die nördlichste Insel, Grand Bahama, und Paradise Island, auf der sich zahlreiche große Hotelanlagen befinden und wo auch unsere Eltern wohnen.

Tor zu Europa – Kelten, Hunnen und Goten vor den Roccaforti – Burg-Dinner bei Familie Stock im Friaul – 1998

Am Do., 14. Mai 1998
Annette und ich folgen einer netten Einladung meiner erst Ende Januar neu gewonnenen Heli-Ski-Bekannten - der italienischen Familie Stock und ihrer Freunde - nach Gorizia. Die sportliche Truppe aus der Gegend von Triest habe ich gemeinsam mit Dieter Schön in der Bobbie Burns Lodge in den kanadischen Rocky Moutains kennen gelernt. Die Stadt und Provinz Gorizia (deutsch Görz) liegt im Südosten des Friauls an der Grenze zu Slowenien an der Adria. Dieses kleine Gebiet umschließt eine mannigfaltige Natur und beeindruckende, abwechslungsreiche Landschaften, zusammen mit einem historischen und künstlerischen Erbe, das den kulturellen Einfluss von Germanen, Slawen und Römern bezeugt. Die Küste beherrscht die wunderschöne Lagune von Grado, ein Urlaubsziel von internationalem Ruf mit goldenen Stränden neben Kanälen und eindrucksvoll miteinander verbundenen Inseln und Eilanden. Wir genossen dort ein gemeinsames Abendessen in einer herrlichen Burg im Friaul.
Mit dabei waren
  • Annette & Michael Kamm, Aldo Stock mit Family & Friends
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Wasser gekühltes Spiegelei – Carrera 996 Cabrio – 1998

Am Fr., 15. Mai 1998
Nachdem ich im September 1997 auf der IAA in Frankfurt erstmals das neue Wasser gekühlte Modell des Porsche 911 Carrera Cabrio aus der 996 Serie gesehen hatte, wollte ich unbedingt ein Cabrio haben. Jürgen Schwinn - versierter Verkaufsleiter im Porsche Zentrum in der Schleibingerstrasse - hatte kein Problem mich für eines der ersten in München ausgelieferten Cabrio Modelle des 996 mit einer langen Liste diverser Extras zu überzeugen. Die Auslieferung verzögerte sich immer wieder - die Lackierung war das Problem - bis ich das Fahrzeug dann Mitte Mai und damit noch rechtzeitig zum Beginn des Sommers abholen konnte. Der 996 wurde damals noch mit einem Stahlhardtop ausgeliefert und entpuppte sich in vielerlei Hinsicht als problematisches Modell. Viele Porsche Fans - einschließlich mir - trauerten dem 993 nach, wobei ich meinen eigenen schiefergrauen 993er in die guten Hände von Carlos Reiss - den ehemaligen Partner von Michael Hoesch - aus Frankfurt abgegeben habe, der ihn bis heute fährt. Die Front des 996 war das Problem, da die Glupschaugen wirklich schrecklich aussahen. Ich hatte sofort Blenden dafür anfertigen lassen, was diese optische Schwäche auch nicht besser machte. Man sollte die Lackierung eines neu auf den Markt kommenden Wagens auch nicht auf Basis einer kleinen Farbtafel bestellen. Davon ausgehend, daß ich einen grauen Wagen bekommen würden, war ich dann doch erstaunt, daß meine neue Metallic Farbe in der Sonne fast lila schimmerte. Gewöhnungsbedürftig .... wobei hiervon mal abgesehen das Fahrzeug technisch super war und auch erheblich mehr Platz bot als der bisherige 993.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm
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Erkundungs-Doublette in der oberen Adria – Grado, Porec, Rovinj & Caorle – Tagliamento Flusstrip nach Lignano – 1998

Von Mi., 20. Mai 1998 bis So., 24. Mai 1998
Den ersten gemeinsamen Törn auf unserer Princess Temptation unternehmen Annette und ich Ende Mai. Wir fahren nur zu zweit von unserem Heimathafen Porto San Vito in Grado nach Istrien und klarieren im kroatischen Porec - wo wir auch über Nacht bleiben - ein. Von hier aus geht es zu einer weiteren Übernachtung weiter in das hübsche Rovinj. Das Wochenende verbringen wir wieder in Italien, wobei von Rovinj aus Kurs auf Bibione und Caorle anliegt. Durch etwas unruhiges Wetter und entsprechend unangenehme Wellen im Norden der Adria suche ich nach einer alternativen Strecke zurück in das östlich gelegene Lignano. Auf meinen Karten entdecke ich die Lagune von Caorle, die zu einem Flüssesystem namens Idrovia Litoranea Veneta - Venetischer Küstenwasserweg - gehört, der über ein Netz aus Wasserstraßen Kulturstädte wie Chioggia, Venedig, Grado und Triest sowie historisch hochinteressante Ortschaften wie Concordia Sagittaria und traditionelle Badeorte wie Caorle, aber auch Lido di Venezia, Cavallino, Sottomarina, Jesolo, Eraclea und Bibione miteinander verbindet. Die Adria-Küste im eigentliche Sinne erstreckt sich über 109 km. Sie beginnt in der Conca di Cavallino und endet am Isonzo; dazwischen liegt ein komplexes Kanalsystem, das die Flüsse Sile, Piave, Livenza, Lemene, Tagliamento, Stella und Isonzo sowie die Lagunen von Venedig, Caorle und Bibione, Marano und Grado miteinander vernetzt. Der Wasserweg verbindet die Lagune von Venedig mit der Lagune von Marano und Grado auf einer 134 km langen Strecke sowie in der anderen Richtung mit dem Po auf weiteren 60 km. Annette und ich müssen nur knapp 10 Kilometer auf einem allerdings sehr schmalen Kanal zurücklegen, der im Osten in den Fluß Tagliamento mündet, von dem aus wir problemlos nach Lignano kommen. Klang alles gut und wäre ein problemloser Trip geworden, wenn nicht die Brücke vor dem Fluss Tagliamento niedriger als die Aufbauten der Temptation gewesen wäre. Mit etwas Schwund haben wir es dennoch geschafft und sind so wieder sicher nach Hause gekommen.
Mit dabei waren
  • Annette Hoischen & Michael Kamm
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Vierzylinder am Riesenfeld – Werksbesichtigung in Milbertshofen – 1998

Am Mo., 25. Mai 1998
Als bekennender Autoliebhaber steht für mich heute ein spannender Termin an: Die Besichtigung des BMW-Werks in München, das heute korrekt BMW Group Werk München heißt. Es ist das Stammwerk des Automobilherstellers BMW in der Landeshauptstadt München und liegt an der Lerchenauer Straße im Stadtteil Milbertshofen. Das direkt nördlich des BMW-Vierzylinders gelegene Werk befindet sich seit 1960 innerhalb des Wohngebietes "Am Riesenfeld", wobei die Ursprünge der BMW Produktion hier bis in das Jahr 1917 zurückreichen. Seit dem Jahr 1922 hat BMW seinen Stammsitz an der Lerchenauer Straße östlich des heutigen Olympiaparks. Zuerst wurden dort Flugmotoren gebaut, dann Motorräder und schließlich Automobile und Fahrzeugmotoren. Das BMW Group Werk München gehört heute zu den modernsten Werken Europas. Am angehängten Forschungs- und Innovationszentrum an der Knorrstraße wird an den Automobilen der Zukunft geforscht. In der Hanauer Straße 46 liegt BMW Forschung und Technik. Im Münchener Stammwerk der BMW Group kann man ausgewählte Produktionsbereiche der Automobilfertigung kennenlernen. Rund 8000 Mitarbeiter aus über 50 Nationen arbeiten an diesem Standort, davon etwa 850 Auszubildende. Täglich entstehen hier – eingebunden in das weltweite Produktionsnetzwerk – rund 1.000 Automobile und über 600 Motoren. Stellvertretend für alle internationalen Produktionsstandorte gewährt das Stammwerk der BMW Group hautnah aufschlussreiche Einblicke in modernsten Automobilbau. In München werden die 3er-Reihe und der 4er produziert. Die restlichen Modelle werden in den Werken, die zum Beispiel in Regensburg, Dingolfing oder Leipzig liegen, in ganz Deutschland verteilt gefertigt. Im BMW Museum und generell in der BMW Welt München kann man den kompletten Produktionsprozess miterleben, angefangen beim Ausstanzen der Bleche, über die Zusammensetzung der Karosserie, der Lackierung, des Inneneinbaus, bis hin zum Reifentest und letztendlich der Ausfahrt des fertigen Autos. Das ist nicht nur für Freaks wie mich interessant ...

Salzbergwerk in Berchtesgaden – Event Programm für Oma, Papa & Kids in den Pfingstferien – 1998

Am Di., 2. Juni 1998
In den Pfingstferien, die ich mit Larissa und Paul im Haus meiner Eltern in Prien am Chiemsee verbringe, unternehmen wir verschiedene Ausflüge in die Umgebung. Gemeinsam mit meiner Mutter geht es dabei am Tag vor meinem Geburtstag ins Salzbergwerk nach Berchtesgaden. Die Chronik des Salzbergbaus in Berchtesgaden reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Um 1193 beginnt die Salzgewinnung am Tuval bei Schellenberg. 1194 wird ein Salzabbau am Gollnbach in Berchtesgaden erwähnt. Im Jahr 1517 wird der Petersberg-Stollen angeschlagen und damit das Salzbergwerk Berchtesgaden durch Fürstpropst Gregor Rainer gegründet. Die hier erzeugte Sole wird zunächst zur Saline Schellenberg geleitet. 1564 nimmt die Saline Frauenreuth in Berchtesgaden ihren Betrieb auf. Berchtesgaden bleibt bis 1803 selbständige Fürstpropstei. Durch die Wiener Schlussakte vom 9. Juni 1815 und den Vertrag von München 1816 fällt Berchtesgaden endgültig Bayern zu. Salzbergbau und Saline werden in die Königliche General-Bergwerks- und Salinenadministration in München eingegliedert. Im Jahr 1816 erhält der Königlich Bayerische Salinenrat Georg von Reichenbach von König Max I. und seinem Minister, dem Grafen Montgelas, den Auftrag zur Planung und Konstruktion der Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall. Schon am 22. Dezember 1817 rinnt die erste Berchtesgadener Sole in Holzrohren "hölzernen Deicheln" von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall. Insgesamt 29 km Länge und erhebliche Höhenunterschiede hat der geniale Konstrukteur mit Wassersäulenhebemaschinen überwunden. Diese Maschine – die Reichenbachpumpe – gilt als eine geniale Konstruktion ihrer Zeit und pumpt die Sole bei Ilsank 356 Meter bergauf. Diese Soleleitung bleibt bis zum 19. Februar 1927 ununterbrochen in Betrieb – eine Meisterleistung, die ihrem Erfinder damals wie heute zu großer Ehre gereicht. Heute ist eine der 14 Tonnen schweren Bronze-Pumpen im Salzbergwerk zu besichtigen, weitere stehen in der Alten Saline in Bad Reichenhall und im Deutschen Museum in München. Dem Verlauf der alten Soleleitung kann man z. B. auf dem wunderschönen Wanderweg von Berchtesgaden nach Ramsau folgen. Bereits 1816 begann auch der Besucherbetrieb im Salzbergwerk Berchtesgaden für ausgewählte Personen. Im Jahre 1880 öffnete das Salzbergwerk seinen Besucherbetrieb schließlich auch für die Allgemeinheit. Nach einer umfassenden Neukonzeption und der damit verbundenen Verwandlung zu einem der weltweit innovativsten Erlebniszentren des Salzabbaus eröffnete die „SalzZeitReise“ mit neuem Besucherzentrum im Jahre 2007 seine Pforten.
Mit dabei waren
  • Uta & Karl-Heinz Kamm, Larissa, Paul & Michael Kamm
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Wedding Planer am Werk – Fischköppe im Gipfelhaus – 1998

Von Sa., 6. Juni 1998 bis So., 7. Juni 1998
Annettes enge Bogner Kollegin und -Freundin Nicole Jantzen heiratet ihren aus Bremen stammenden Freund Thomas in den bayerischen Bergen. Nicole selbst kommt ursprünglich aus der Karlsruhe Gegend und somit aus der oberrheinischen Tiefebene. Thomas und Nicole hatten sich als "Flachländer" für ihre Hochzeit etwas ganz aussergewöhnliches einfallen lassen. Walchensee und Herzogstand! Die kirchliche Trauung war in der evangelischen St. Ulrichs Kirche am Walchensee, zu der Braut und Bräutigam im alten US Chevi Cabrio von Gotthardin Thylmann mit seinem Assistenten Tilly Lasch chauffiert wurden. Gotthardin ist seit 30 Jahren Bogner Chef Designer und der Vorgesetzte von Ette und Nicole. Die Party startete dann nach der Gondelauffahrt am Berg ... und zwar im Gipfelhaus des Herzogstands, wo wir die ganze Nacht ausgelassen gefeiert haben. Es war eine coole Stimmung mit kreativen Menschen, wen wundert es, waren sie doch zum Großteil Waldorff Schüler. Thomas ist übrigens ein ganz normal spiessiger Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Auf jeden Fall eine tolle Mischung mit der kreativen Gattin und den Freunden aus der stylischen Modeszene. Nach einer kurzen Nacht im Matrazenlager der Herzogstand Hütte fuhren wir mit der ersten Gondel am Morgen wieder ins Tal, um von dort aus direkt in unseren gemeinsamen Bootsurlaub mit Michi Plank und Jasmin Khan zu starten.
Mit dabei waren
  • Nicole & Thomas Jantzen, Cordula & Gotthardin Thylmann, Tilman Lasch, Annette & Michael Kamm, Elke Weiser, Maya Fahlbusch
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Temptations an der Küste Kroatiens – von Istrien durch die Kornaten nach Dubrovnik – 1998

Von So., 7. Juni 1998 bis Fr., 19. Juni 1998
Eine wunderbare gemeinsame Bootsreise auf unserer Princess "Temptation" führt Annette (damals noch Hoischen) und mich gemeinsam mit Jasmin (damals noch Khan) und Michi Plank von unserem Heimathafen San Vito in Grado nach Dubrovnik. Die Adria bietet mit ihrer Schönheit und ihren vielen Inseln perfekte Rahmenbedingungen für schöne Törns in Kroatien. Leider hatte Ette auf der Kornaten Insel Piskera beim Schwimmen einen Unfall und sich am Bein verletzt. Aber wir hatten Glück und mit Jasmin eine Ärztin an Bord und mit Hvar eine Klinik in der Klinik, wodurch wir unsere Reise fortsetzen können. Auf der Insel Korčula müssen wir leider in einem mit kroatischen Fans vollbesetzten Restaurant die nicht erwartete WM Niederlage unserer Fussball Nationalmannschaft verfolgen. Im Viertelfinale unterliegt die deutsche Mannschaft mit 0:3 gegen Kroatien, wodurch die Stimmung unserer Gastgeber grandios wurde. Da kann man sich vorstellen, was da los war! Ansonsten haben wir viele schöne neue Liegeplätze auf der Route zwischen den malerischen Inseln des Kvarner und den Kornaten kennengelernt und waren in wundervollen Buchten schwimmen. Beim Befahren des wundervollen Ilovik Kanals wird klar, warum der Stop an dieser Strecke seit jeher ein Lieblingsort für Seeleute ist. Die Insel Ilovik, auch die Blumeninsel genannt, ist üppig mit einer Mediterranen Vegetation bewachsen. Dort haben wir Michis Bruder Bernhard getroffen, der seit vielen Jahren - jeweils mit einer Kiste Bücher ausgestattet - ein paar Wochen Urlaub macht. Als abschliessendes Highlight hatten wir auf der Insel Mali Losinj noch die ziemlich coole Crew einer italienischen Segelyacht kennen gelernt mit der wir dann die einschlägigen Restaurants testen gingen.

Stop Over Grandhotel Fasano – First Meeting with later Mother-in-Law – 1998

Von Fr., 19. Juni 1998 bis Sa., 20. Juni 1998
Die Rückreise von unserem mit Jasmin Khan und Michael Plank gemeinsam erlebten schönen Bootstörn auf der Temptation in die Kornaten und nach Dubrownik führt Ette und mich von Grado aus nicht wie üblich über Villach und die Tauern nach München, sondern über den Gardasee. Dort machen wir für eine Nacht Stop im Grandhotel Fasano, in dem meine Mutter mit ihrer Freundin Ingrid eine Woche Urlaub verbringt. Annette und meine Mutter lernen sich bei dieser Gelegenheit erstmals kennen, wir geniessen den Hotelaufenthalt im Fasano und gehen mit den beiden Damen am Abend zum Essen in Toscolano. Damals existierte noch das leicht schwulstige Restaurant direkt am Wasser, was vom Concierge des Hotels wärmstens empfohlen worden ist. Das Grand Hotel Fasano ist ein 5 Sterne Hotel am Gardasee, ein luxuriöses Grand Hotel mit Charme und Geschichte. Die einmalige Lage, die eleganten Suiten, das Gourmet Restaurant, und der großzügige Wellnessbereich machen dieses Hotel zum idealen Refugium für diejenigen die einen Luxusurlaub am Gardasee verbringen wollen. Als im Jahr 1888 erbauter Jagdsitz der österreichischen Kaiserfamilie vereint das Grand Hotel Fasano die Faszination der damaligen Zeit mit dem Komfort eines modernen Luxushotels. Mit Blick auf den See gelegen und von einem hundertjährigen Park umgeben ist das Haus ein zauberhafter Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Die Dependance Villa Principe liegt inmitten des Parks und bietet ebenfalls sämtliche Annehmlichkeiten eines Luxushotels. Der Beach Club Darsena gehört übrigens den selben Eigentümern wie das Hotel Fasano und ist in einem wunderschönen restaurierten Gebäude in Barbarano untergebracht, von wo aus es ebenfalls einen grandiosen Blick auf den See bietet. Auf die Gäste warten hier Bar und Restaurant, Aperitifs, Cocktails und Abendessen in Begleitung von Musik bis spät in die Nacht hinein. Die moderne und minimalistische Einrichtung bietet die perfekte Bühne für schlichte und authentische Speisen. Kreative Antipasti, hausgemachte Pasta, eine reichhaltige Auswahl an gegrilltem Fisch und Fleisch und schmackhafte Pizzen, all das serviert in einem charmanten und geschmackvollen Ambiente mit Kerzenlicht und Musik. Von Fasano aus fahren wir am nächsten Tag über die Gardesana weiter zum Hotel Pier, wo Michi Planks Baby in Form des Surf Contests "King of the Lake" stattfindet.
Mit dabei waren
  • Uta Kamm, Ingrid Nachtrab, Annette Hoischen und Michael Kamm
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Krönung des King of the Lake – North Sails Event in Limone – 1998

Von Sa., 20. Juni 1998 bis So., 21. Juni 1998
Die Jungs der Weltcup-Surfszene waren verwöhnt. Mit Wind, karibischem Wasser, weissen Sandstränden und den nötigen Wellen. Egal ob Profi oder passionierter Amateur - alle versuchten während der Saison ihre Zeit in den besten Surfrevieren der Welt zu verbringen. Und natürlich waren die Pro's immer auf der Suche nach zahlungskräftigen Sponsoren und Marken, die sie unterstützten. Das war eine Art Gegengeschäft, denn die Strahlkraft einer Surfmarke hing immer davon ab, wer gerade unter deren Flagge surfte. Waren die angesagten Heroes drunter, war die Gefolgschaft der Fangemeide gesichert und dadurch auch der Umsatz. Mit der Lancierung neuer Hardware oder hipper Surfklamotten war es schon lange nicht mehr getan, so waren gute Ideen gefragt, um noch mehr Aufmerksamkeit auf North Sails zu lenken. Die "creative Schaltzentrale", sprich unsere Marketingabteilung und Michi Plank, überboten sich mit den wildesten Ideen. Nach heissen Diskussionen entschieden wir uns für einen Event. Generell nichts Neues, aber der Inhalt hatte wirkliches Potential. Der "King of the Lake" war geboren. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, daß sich der Freestyle-Weltcup am Lago di Garda mal zu einem der prestigeträchtigsten Surf-Events entwickeln würde. Wie immer ging es nicht nur um Ruhm & Ehre, sondern um ein nicht unerhebliches Preisgeld und wichtige Worldcup-Punkte. Zwar nicht mit den Antrittsgeldern beim Tennis zu vergleichen, aber immerhin. Wir schickten unsere damaligen Zugpferde Björn Dunckerbeck und Robbie Naish ins Rennen. Das zog. Wo die sind, muß der Rest der Szene auch sein. Und da war das Surfhotel Pier am Nordwest-Ufer des Lagos zwischen Riva und Limone genau der richtige Hotspot. Die "Ora" konnte hier so richtig ausgekostet werden. Die Teams, die antraten waren eine Mischung aus Profis und Amateuren und in späteren Jahren kamen auch die Surfladies noch dazu. Blonde, braungebrannte und muskelgestählte Jungs, die die coolsten Tricks auf dem Wasser performten. Da konnte einfach keiner dran vorbeigehen. Wir hatten mit dem "King of the Lake" tatsächlich einen legendären Event ins Leben gerufen. Tagsüber gings auf dem Wasser zur Sache - abends in Torbole auf dem Dancefloor. Die Krönung der Kings and Queens of the Lake war dann der Höhepunkt der Veranstaltung. Schön ist, wenn man etwas ins Leben ruft, das lange Bestand hat. So waren wir in den Jahren nach dem ersten Event immer noch zu Gast am Pier und es hat sich einfach gut angefühlt. Eben wie "unser" Event.
Mit dabei waren
  • Michael Plank und Michael Kamm
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Panathlon Golf Cup im Land- und Golf-Club St. Eurach – Benefiz Veranstaltung für krebskranke Kinder – 1998

Am Sa., 27. Juni 1998
Das traditionelle Benefiz-Golfturnier des Münchener Panathlon Clubs Ende Juni in Eurach war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Neben mir selbst schlugen dabei weitere 120 Golfer zugunsten krebskranker Kinder ab, wodurch die stolze Summe von rund 45 000 Euro eingespielt werden konnte, die den Patienten der Krebsstation der Haunerschen Kinderklinik zu Gute kommen. Großen Anteil an diesem Ergebnis hatte neben namhaften Firmen, die sich als großzügige Sponsoren erwiesen. Panathlon-Club-Präsident Ulrich Kreuzer meinte: "Der Kreis der Panathleten und Panathlon-Unterstützer wird von Jahr zu Jahr größer. Die eigentlichen Gewinner des Tages aber waren wieder die Patienten der Haunerschen Kinderklinik. Nachdem leider selbst im Gesundheitswesen immer drastischere Einsparmaßnahmen auf der Tagesordnung stehen, ist die Klinik mittlerweile auf Spenden angewiesen. Die fantastische Unterstützung des Panathlon Club bedeutet für uns somit eine große Hilfe, die zu hundert Prozent unseren kleinen Patienten zugute kommt. In St. Eurach spielt man seit vielen Jahren Golf auf höchstem Niveau im Einklang mit Umwelt und Natur. So wurde St. Eurach schon früh vom Deutschen Golfverband ihm Rahmen seines Umweltprogramms „Golf & Natur“ mit der Urkunde in Gold ausgezeichnet. Heute existiert ein Platz, der harmonisch in die mit uraltem Baumbestand durchsetzte Voralpen-Natur integriert ist. Teiche und Nassbiotope geben dem Ganzen einen spielerischen Reiz. So entsteht in Eurach nie das Gefühl einer Wiederholung. Jede Bahn bietet neue faszinierende Perspektiven und eine spannende Herausforderung für Golfer jeder Spielstärke. Bereits 1977 kam es zur Austragung des ersten Profiturniers in St. Eurach. Der südafrikanische Weltstar Gary Player kämpfte mit acht seiner Kollegen, Roberto de Vincenzo, David Graham, Bob Charles, George Burns, Seve Ballesteros, Baldovino Dassu, John O‘Leary und Karl Heinz Gögele im St. Eurach Land- und Golfclub um die „Braun International Golf Trophy“ und 150.000 Mark, das bis dahin höchste je in Deutschland ausgesetzte Preisgeld. Seve Ballesteros gewann nicht nur die Trophy, er stellte mit 66 Schlägen den Platzrekord auf, der bis 1995 Bestand haben sollte. 17 Jahre später fanden weitere namhafte Golfprofessionals den Weg nach St. Eurach: Von 1994 bis 1996 waren die „BMW International Open“ zu Gast, darunter natürlich auch wieder Seve Ballesteros, der siebenmalige Gewinner der europäischen Order of Merit, Colin Montgomery, und Deutschlands erfolgreichster Golfer Bernhard Langer. 1995 unterbot in der 3. Runde der BMW International Open der Schwede Jarmo Sandelin die Bestmarke von Seve und stellte mit einer sagenhaften 63 einen neuen Platzrekord auf. Wer in den St. Euracher Club-Annalen blättert, findet sie immer wieder, die Gründer-Gedanken, wie: Anders sein, Besser sein und das Besondere bieten. Wir wollen in Ruhe, ohne Störungen, unter Freunden Golf spielen. Auf einer Anlage mit Alleinstellungs-Charakter. Wir wollen die Landschaft und Kulinarisches genießen. In St. Eurach spielen Sie einen Meisterschaftsplatz, der höchsten internationalen Turnieranforderungen genügt. Der St. Eurach Land- und Golfclub bietet ein wohltuendes Club-Ambiente mit vielen Annehmlichkeiten über den Golfsport hinaus, sowie ein gastronomisches Erlebnis vor einer traumhaften Kulisse. Der Club ist über die A95 hervorragend von München aus erreichbar.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm, Eugen Turi
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Ariadne auf Naxos – Opernfestspiele in München – 1998

Am Do., 2. Juli 1998
Annette und mich zieht es zu Anfang des heissen Monats Juli und im Rahmen der Opernfestspiele ins Münchner Nationaltheater. Das Werk, Ariadne auf Naxos, steht auf dem Programm. Es ist das dritte Gemeinschaftswerk von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal und entstand unmittelbar nach der Oper "Der Rosenkavalier". Dabei ist es als "Kammeroper" für ein 36-köpfiges Musikensemble konzipiert. Ursprünglich sollte es in Berlin am Theater von Max Reinhardt uraufgeführt werden. Diese fand dann jedoch in der ersten Fassung am 25. Oktober 1912 am Kleinen Haus des Hoftheaters in Stuttgart statt, als "Einlage" für Hugo von Hofmannsthals Bearbeitung von Molières Komödie "Der Bürger als Edelmann", wobei nur der Opernakt Ariadne - und damit ohne das Vorspiel aufgeführt wurde. Die Kombination von Schauspiel und Ariadne-Oper war ein großer Misserfolg. Erst nach einer Überarbeitung entstand die heutige Fassung und wurde am 4. Oktober 1916 an der Hofoper in Wien uraufgeführt. Strauss und Hofmannsthal einigten sich darauf, eine neue, vereinfachte Fassung der aufführungstechnisch zu komplizierten Ariadne von 1912 auszuarbeiten. Darin wurde Molières Drama durch ein neues, auskomponiertes Vorspiel ersetzt. Grundlage dafür bildete die ursprünglich nur kurze Passage, in dem die Entscheidung, Oper und Lustspiel gleichzeitig aufzuführen, vorbereitet wird. Die Rollen der originalen Oper wurden ins Vorspiel übernommen, ebenso wie die des Komponisten, der im ursprünglichen Stück nur eine kurze Sprechrolle hatte. Monsieur Jourdain kommt nicht mehr vor, für ihn spricht der Haushofmeister. Die Handlung spielt jetzt in Wien, nicht mehr in Paris, und das Vorspiel findet hinter der Bühne statt.
Mit dabei waren
  • Annette & Michael Kamm
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Schmerzhafte Niederlage bei Hafenmeiers Harley Treffen in Reichling – Independence Day südlich von Landsberg am Lech – 1998

Am Sa., 4. Juli 1998
Das Wochenende des 4. Juli bietet sich ganz wunderbar für eine Harley Tour zu Hafenmeiers nach Reichling an. Wir treffen uns vor Ort in einer bewährten Truppe, mit der wir zunächst auf eine schöne Biker Tour ins Allgäu fuhren, um nach unserer Rückkehr das Fussball Spiel von Deutschland gegen Kroatien anschauen, bei dem wir dann allerdings aus der WM rausfliegen. Sieben Mal trat die deutsche Nationalmannschaft bisher gegen Kroatien an. Fünf Siege bei einem Gesamt-Torverhältnis von 17:8 sind eine starke Bilanz. Ein Unentschieden aus dem Jahr 2000 steht zu Buche - und eine sehr schmerzhafte Niederlage. Bei der Weltmeisterschaft 1998 unterlag die DFB-Auswahl Kroatien im Viertelfinale mit 0:3 in Lyon und musste frühzeitig nach Hause fahren. Noch zwei Jahre zuvor hatte Deutschland bei der Euro im Viertelfinale von Manchester nach hartem Kampf mit 2:1 gegen Kroatien gewonnen und anschließend den Titel des Europameisters geholt. Ein sehr bitterer Tag für uns. Reichling ist eine Gemeinde in Deutschland mit ca. 1.700 Einwohnern. Sie befindet sich im Süden des Landkreises Landsberg am Lech und ist ca. 14 km von der Kreisstadt Landsberg am Lech entfernt. Diese Region liegt in herrlichster Motorrad Kurvenstraßen Landschaft. Kaum kommt die Sonne raus, schieben Motorradfahrer ihre PS-starken Maschinen aus der Garage. Blauer Himmel, Sonne satt. Ich mag Geschwindigkeit, ich liebe Motorrad fahren und ich spüre gerne diesem ganz besonderen Kurvenrausch nach. Was geschieht mit unserem Körper beim Motorradfahren – zwischen Ekstase, Freiheitsgefühl und der Gefahr, die hinter jeder Kurve liegen kann? Motorrad fahren beansprucht den ganzen Körper - also das fängt an von der Rumpfmuskulatur, Bauch und Rücken - da braucht es eine stabile Haltemuskulatur, die Schultermuskulatur sowie Armmuskulatur damit ich den Lenker auch sauber halte. Und eben auch die Beine die mich dann auch auf der Maschine halten. Die werden auch ganz gut beansprucht."
Mit dabei waren
  • Katja & Simpert Hafenmeier, Wolfgang Saller, Michael Veith, Michael Kamm
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Birthday Dinner in der Rumfordstrasse – Pepe Voigt feiert im Restaurant Rincon – 1998

Am Mo., 6. Juli 1998
Wolfgang Voigt - mein damaliger Consulting Partner aus gemeinsamen Berater Zeiten mit der Squadra Consult - hat Geburtstag und lädt uns zu einem Abendessen ins heute nicht mehr existente Restaurant Rincon ein. Damals war das Rincon eine über mehrere Jahre sehr angesagt Location und aufwändig eingerichtet. Wer weiß schon, was ein Gastronom so treibt, wenn er nicht in seinem Laden waltet. Einkaufen, gut, das muss er, und schlafen auch, wahrscheinlich zu wenig. Aber hat er überhaupt ein Leben, das nicht mit seiner Wirtschaft zusammenhängt? Geht er in seiner Freizeit joggen, bergsteigen, ins Museum oder ins Kino? Oder geht er gar in andere Wirtshäuser? Eine kleine Umfrage hat ergeben, dass sehr viele Wirte nicht nur bei sich essen, sondern auch bei der Konkurrenz, mit der sie im übrigen einen meist recht freundschaftlichen Umgang pflegen. Das geht dann so: Der Bär besucht die Post und den Hirschen; in der Woche darauf kommen Post und Hirsch zum Bären, der mittlerweile beim Joschi war, weswegen Joschi dann wieder zum Bären kommt. Beim Joschi handelt es sich im konkreten Fall um Joschi Lamm, dem Lamm's Heuriger am Sendlinger-Tor-Platz gehört. Sein Lokal ist rund um die Uhr geöffnet, was zur Folge hat, dass quasi jeden Abend oder vielmehr jede Nacht etliche Kollegen bei ihm den anstrengenden Tag ausklingen lassen. Einmal im Monat aber geht Joschi Lamm ins Nürnberger Bratwurstglöckl am Dom zum Stammtisch - ganz ohne andere Wirte. Das Bratwurstglöckl gehört auch zu den Lokalen, die Michael Weber, der Chef der Insel-Mühle in Obermenzing, gerne besucht. Tagsüber in der Innenstadt unterwegs, schaut Weber, wie viele seiner Kollegen, des öfteren zu einem kleinen Imbiss und einem Gläschen Wein in der Enoteca von Sigrid Brantl am Frauenplatz vorbei. Mit Familie und Freunden trifft man sich hin und wieder beim Steirer in der Amalienburgstraße oder in der Trattoria Grissini in der Ungererstraße. Maximilian's Nightclub am Maximiliansplatz ist zum späten Absacken gut. Lieblingskneipe aber ist die Bit-Stube Moritz in der Theresienstraße, in der der Münchner Wirt mit deftiger westfälischer Kost geatzt wird. Im feinen Gandl am St.-Anna-Platz trifft man Restaurantbesitzer oft mit ihren Familien, nachmittags, wenn die mittägliche Rush-hour ausgestanden ist. In dieser Zeit können beispielsweise Besucher vom Rincon in der Rumfordstraße in aller Ruhe das Angebot der Konkurrenz beschnüffeln. Der Gegenbesuch wird nicht lange auf sich warten lassen. Wer Wirte rudelweise beim Einkaufen und Probieren - sozusagen auf freier Wildbahn - beobachten will, kann dies in einmaliger weise im Frischeparadies Niederreuther auf dem Gelände des Münchner Schlachthofs. Von halb sechs Uhr in der Früh an hat der Feinkost-Großhändler geöffnet. An einer U-förmigen Theke drängeln sich den ganzen Tag über die Leute. Wo immer dein Wirt, das unbekannte Wesen, einkehrt, tafelt und es sich gut gehen lässt: Nie wird man ihn da antreffen, wo die Preise anfangen, in den Himmel zu fliegen.
Mit dabei waren
  • Wolfgang Voigt, Michael Kamm
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Zauber- und Hexengeschichten von Shakespeare und Verdi – Macbeth im Nationaltheater – 1998

Am Do., 16. Juli 1998
In Erinnerung an eine besonders enge Beziehung zu meinem mittlerweile leider verstorbenen Gordon Setter Macbeth besuche ich diese Oper gemeinsam mit Annette auch gerne an einem sommerlich heissen Donnerstag Mitte Juli. Der Schottenkönig Macbeth – Mac Bethad mac Findlàich – ist historisch belegt, er lebte von 1005 bis 1057 und wurde 1040 wurde zum König von Schottland gekrönt. Auch sein Tod durch die Hand von Malcolm wird in den Chroniken erwähnt. In seinem berühmten Drama hat William Shakespeare geschichtliche Fakten mit Zauber- und Hexengeschichten vermengt. In Verdis Fassung, die 1847 in Florenz uraufgeführt wurde, ist die Regierungszeit Macbeths auf wenige Monate reduziert. "Macbeth" ist Verdis zehnte Oper und eine von dreien, denen ein Drama von Shakespeare zugrunde liegt. Der Komponist dirigierte selbst die Uraufführung und wurde vom Publikum enthusiastisch gefeiert. Verdis Macbeth gehörte früher leider nicht zum Standardrepertoire der Opernhäuser. Vielleicht lag es an der mörderischen Thematik, die ohne nennenswerte Liebesbeziehung auskommen muss. Dafür ist die Psychologie des Ehepaares Macbeth umso interessanter. Worum geht es in dieser Oper: Jemand mordet sich, getrieben von seiner Frau, nach oben und endet, jede Unterstützung verlierend, im Wahn.

Just married in Aying – Hochzeit von Eva Fritzmeier und Martin Kühner – 1998

Von Fr., 17. Juli 1998 bis Sa., 18. Juli 1998
An einem herrlichen Sommerwochenende im Juli waren wir zur kirchlichen Trauung und einem wunderbaren Hochzeitsfest von Martin und Eva in Grosshelfendorf und Aying eingeladen. Martin kannte ich seit 1978, als wir im Rahmen unseres Wehrdienstes bei der Bundeswehr gemeinsam mit Rainer Rühle in der Ulmer Kienlesberg Kaserne stationiert waren. Eva ist die Tochter von Rupert Fritzmeier, dem Eigentümer eines Kunstoff verarbeitetenden Familienunternehmens aus Helfendorf, mit dem ich seit vielen Jahren privat - Hersteller meines Dyas Segelbootes - und auch beruflich - Hersteller unserer Mistral Surfbretter - zu tun hatte. Der am Freitag stattgefundene Polterabend und die am Samstag zelebrierte Trauung fanden in Großhelfendorf statt. Das grandiose Fest war am Samstag Abend im Brauerei Hotel der Familie Inselkammer in Aying. Viele ehemalige Studienfreunde und damit auch uns vertraute Gesichter waren zu Gast. Wie mir unser gemeinsamer BW Kamerad Rainer Rühle kürzlich erzählte, konnte er sich noch gut an einen Sketch erinnern, der sich intensiv mit Martins Verweilzeiten auf dem stillen Örtchen beschäftigte ... was immer er da auch so lange treibt .... ich wußte das nicht mehr
Mit dabei waren
  • Dr. Martin Kühner & Eva Fritzmeier, Michael & Kristin Veeser, Rainer & Julia Rühle, Annette & Michael Kamm
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Rubinrote Party in der Kranzhornstrasse – Hochzeitstag unserer Eltern in Prien – 1998

Am So., 19. Juli 1998
Die Hochzeitstage unserer Eltern sind - besonders bei runden Jubiläen - fest gesetzte Termin und das Erscheinen der gesamten Familie und damit auch aller Kinder zu den Feierlichkeiten ist nicht verhandelbar. Den diesjährigen Event - es war das 40. Jubiläum - haben wir bei herrlichem Wetter im Rahmen eines Gartenfests im Priener Haus unserer Eltern in der Kranzhornstrasse Prien nachgefeiert. Dieser Hochzeitstag wird übrigens Rubinhochzeit oder Rubinene Hochzeit genannt, da das Rot des Edelsteins für die Farbe der Liebe, die nach 40 Jahren seit dem 14. Juli 1958 immer noch anhält, steht. Bei den Tipps zum Feiern der Rubinhochzeit stolperte ich im Netz über den Vorschlag für eine sommerliche Gartenparty zum 40-jährigen Hochzeitsjubiläum und so kam es dann auch. Das ganze bevorzugt im eigenen Garten und im Rahmen einer persönlichen Party mit kleiner Gästeliste, damit genügend Zeit bleibt, mit allen Gästen zu sprechen. Das ist perfekt gelungen ... und so kann darf ich auch die Feier zum 40. Ehejubiläum unserer Eltern als Erfolg für alle Beteiligten verbuchen
Mit dabei waren
  • Uta & Karl-Heinz Kamm, Thomas, Ulrike & Michael Kamm, Carolina, Paul & Larissa Kamm, Familie Köstler
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Blonder Hans beim YCSS Hafenfest in Seeshaupt – Reeperbahn Motto mit Hans Albers – 1998

Am Sa., 25. Juli 1998
Ende Juli steht in unserem Yacht-Club wieder das jährliche Hafenfest an. Seit Jahren in den bewährten Organisationshänden der Brüder Klein, die es immer wieder schaffen aus dieser Veranstaltung einen High Light Event zu machen. In diesem Jahr ist die Reeperbahn das Motto des Abends und damit ist auch am Südenende des Starnbergersee eine sündige Nacht angesagt. Die Reeperbahn selbst ist die zentrale Straße im Vergnügungs- und Rotlichtviertel des Hamburger Stadtteils St. Pauli. Sie ist etwa 930 Meter lang und verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis hin zum Nobistor in Hamburg-Altona, wo sie in die Königstraße übergeht. Die große Anzahl an Bars, Nachtclubs und Diskotheken, vor allem aber das auf und um die Reeperbahn konzentrierte Rotlichtmilieu, hat ihr den Spitznamen „die sündigste Meile der Welt“ eingebracht. Zu den Sehenswürdigkeiten an der Reeperbahn gehören zahlreiche Bars, Nachtclubs und Diskotheken. Dazu zählen das bekannte Café Keese, die fensterlose Kneipe „Zur Ritze“ mit eigenem Boxkeller sowie verschiedenartige Lokalitäten, die sich in den Seitenstraßen, wie der vom Beatles-Platz abzweigenden Großen Freiheit oder dem Hans-Albers-Platz, fortsetzen. Theater konzentrieren sich am parallel zur Reeperbahn verlaufenden Spielbudenplatz mit der bekanntesten deutschen Polizeiwache, der Davidwache, dem Wachsfigurenkabinett Panoptikum, dem St. Pauli Theater, Schmidt Theater und Schmidts Tivoli sowie dem Operettenhaus. Zu den bekannten Etablissements im Erotikbereich gehören das Dollhouse, das Safari und das A la Charm. Auch die SM-Szene ist auf der Reeperbahn ansässig. Der Club de Sade ist Europas ältester SM-Klub aus den 1960er Jahren. Parallel zur Reeperbahn verläuft etwas versteckt im Süden die bekannte Herbertstraße, eine Bordellstraße, die nur zu Fuß und durch zwei Sichtblenden hindurch betreten werden kann. Es war ein tolles Fest und es hat extrem viel Spaß gemacht dabei zu sein .... Großes Kino in einem kleinen Segelclub
Mit dabei waren
  • Nina & Herbert Vogl - Annette & Michael Kamm
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Aida – dramatisch musikalische Wucht live on Stage in München – 1998

Am Do., 30. Juli 1998
Eine Oper für das geopolitische Ereignis des Jahrzehnts: Zur Eröffnung des Suezkanals bestellte der damalige Herrscher Ägyptens bei Giuseppe Verdi die Oper „Aida“. Heute vor 150 Jahren entfaltete die Kriegs- und Liebestragödie in Kairo erstmals ihre dramatische und musikalische Wucht live on stage. Die Uraufführung der „Aida“ am 24. Dezember 1871 in Kairo befeuerte die nationale Identität des modernen Ägypten. Der Khedive in Kairo hatte Verdi eingeladen, zur Eröffnung des Suezkanals etwas Großräumiges für das neue Opernhaus dort zu komponieren. Ein Abenteuer für den längst weltweit berühmten 56-jährigen Komponisten. Verdi reagierte skeptisch, studierte dann aber das glänzende Exposé des Ägyptologen Auguste Mariette, erfuhr von dem offerierten schwindelerregenden Honorar in Höhe von 150.000-Francs und stürzte sich unverzüglich in die Arbeit. Der blendend geformte Klang- und Bilderbogen sicherte der „Aida“ einen bis heute auf allen Opernbühnen der Welt durchschlagenden Erfolg. Als glühender Verdi Fan war es mir ein Bedürfnis auch Annette für den Besuch der Oper im Münchner Nationaltheater zu überreden und wir genossen einen tollen Abend.

Jedermann auf dem Salzburger Domplatz – Buhlschaft und Tod mit Schöns – 1998

Am So., 9. August 1998
Susanne und Dieter Schön haben Annette und mich zu einer Aufführung des Jedermann nach Salzburg eingeladen. Der Jedermann ist fester Bestandteil der Salzburger Festspiele. Vor der einzigartigen Kulisse des Salzburger Doms wird das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ jedes Jahr aufgeführt. Im Zentrum der Tragödie steht der „Jedermann“, der kurz vor seinem Tod sein ausschweifendes Leben bereut und daraufhin von Gott begnadigt wird. Vier Sommer lang war der Kammerschauspieler und Nestroy-Preisträger Gert Voss unter der Regie von Gernot Friedel als Jedermann bei den Salzburger Festspielen am Salzburger Domplatz zu sehen. In dieser Besetzung konnten wir das Schauspiel in diesem Sommer 1998 sehen: Gert Voss als Jedermann, Maddalena Crippa als Buhlschaft und Martin Benrath als Tod in der Jedermann-Inszenierung von Gernot Friedel am Salzburger Domplatz. Ein toller Abend, der noch von einem grandiosen Abendessen gekrönt wurde.
Mit dabei waren
  • Annette & Michael Kamm, Susanne & Dieter Schön
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Bike Trip in die Prinzregentenstrasse – Marker Rettungsplanspiel im Wirtschaftsministerium in München – 1998

Am Mi., 12. August 1998
Sehr lange war ich ja noch nicht als Geschäftsführer der Marker Skibindungen in Eschenlohe tätig und dennoch ging es im Hochsommer schon richtig heftig zu Sache. Um unserere amerikanischen Muttergesellschaft Marker Inc. in Salt Lake City nach einer Fehlinvestition im amerikanischen Snowboardmarkt (Sims und Santa Cruz) helfend unter die Arme zu greifen, hatten wir unserer an der Nasdaq gelisteten Muttergesellschaft aus der freien Liquidität der Marker Deutschland GmbH ein Darlehen in Höhe von 80 Mio DM gewährt. Per Ende Juli sollte die Amerikaner nach einer Umschuldung mit Refinanzierung deren Verbindlichkeit uns gegenüber wieder getilgt haben ... was sie jedoch nicht schafften. Unsere Bank in München wurde nervös und drehte uns mitten in der Nacht per Bote vor unserer Haustür in der Möhlstrasse Ende Juli den Hahn ab, in dem sie dem Unternehmen alle Kredite aus wichtigem Grund kündigte. Kein netter Zug der HVB, da uns diese Aktion an den Rand des Abgrunds brachte. Ich spielte bereits alle Horror-Szenarien durch, besuchte den Insolvenzrechtler Füchsl in seinem herrlichen Haus am Englischen Garten und bemühte mich die Landesregierung einzubinden. Über Hans-Peter Quodt - dem Freund unseres bayerischen Wirtschaftsministers - nahm ich Kontakt zu dem mir ebenfalls persönlich bekannten Otto Wiesheu auf und vereinbarte einen Termin in der Prinzregentenstrasse mit ihm, wo ich von der Möhlstrasse aus bequem in weniger als fünf Minuten mit dem Fahrrad war. Mit unseren Fakten konnte er zumindest bei der größten bayerischen Bank intervenieren. Zudem empfahl er mir die für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen zuständige Bundestagsabgeordnete Michaela Geiger und den ebenfalls aus der Region stammenden Ministerpräsidenten Stoiber in unseren Fall einzubinden, was ich dann wenige Tage später auch tat.
Mit dabei waren
  • Otto Wiesheu Michael Kamm
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Bindungskrise im Oberland – Rescue Meeting regierender Skifans in Murnau – 1998

Am Fr., 21. August 1998
Seit wenigen Wochen hatten wir - durch eine Überreaktion unserer Münchner Hausbank - bei Marker eine sehr ernste Liquiditätskrise, die durchaus existenziell werden konnte. Um die Sitauation in den Griff zu bekommen unternahmen Willy Fahrngruber und ich als Geschäftsführer alles nur denkbar mögliche. Wir kommunizierten mit den Mitarbeitern, den Kunden und Geschäftspartnern und vereinbarten Zahlungsaufschübe mit unseren Lieferanten, um Zeit für Verhandlungen zu bekommen. Nachdem die Bank alle Kredite aus wichtigem Grund gekündigt hatte spielten wir alle Szenarien durch, die uns helfen konnten. So hatte ich in der Vorwoche bereits den Wirtschaftsminister Wiesheu in München besucht, und ihn um Unterstützung gebeten, die er mir zusagte. Es war Wahlkampf und wir waren nur noch einen Monat vor dem Urnengang .. da halfen Good News über Rettungsschirme für angesehene Unternehmen auch der Landesregierung. Nach meinem Vortrag im Wirtschaftsministerium zu unserem besonderen Fall - kerngesundes Unternehmen und super nervöse Bank - vereinbarte ich noch ein weiteres Meeting mit unserem damaligen Landesvater. So traf ich mich - gemeinsam mit Willi Fahrgruber mit einem völlig erkälteten Edmund Stoiber sowie der in Garmisch lebenden CSU Abgeordneten Michaela Geiger in Murnau, wo die beiden im Kultur- und Tagungszentrum einen Wahlkampfauftritt absolvierten. Sie versprachen zu helfen und wir bekamen gleichzeitig unsere Bank unter Kontrolle und die Kuh damit vom Eis. Leider ist die sehr engagierte Michaela Geiger - die noch ein Jahr zuvor unser Murnauer Haus kaufen wollte - zum Ende des Jahres an einer Krebserkrankung verstorben.
Mit dabei waren
  • Edmund Stoiber, Michaela Geiger, Willy Fahrngruber und Michael Kamm
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Besonderer Geburtstag in der Gerolfingerstrasse – Feier ohne die 100er Jubiliarin – 1998

Am Mo., 24. August 1998
Zum 100. Geburtstag unserer Großmutter Rosl Kleebinder treffen wir uns mit der Familie in ihrem früheren Haus in der Gerolfingerstrasse 84 in Ingolstadt. Sie selbst war - bedingt durch ihre starke Demenz und den hierdurch nötigen dauernden Pflegeaufenthalt in einem Heim - leider bei der Party zu ihren Ehren nicht selber anwesend. Allerdings war Sie in unseren Gedanken ständiger Mittelpunkt und Gesprächsthema. Dies natürlich auch dadurch bedingt, daß wir uns in ihrer vertrauten Umgebung aufhielten, wo wir als Kinder so viele schöne Urlaube verbracht haben. Mittlerweile leben unser Onkel Horsti Kleebinder - jüngerer Bruder unserer Mutter - mit seiner Frau Christl in dem schönen Haus an der Schutter. So ich mich erinnern kann, waren alle Kleebinders und Kamms vor Ort und wir genossen einen schönen Abend miteinander in Ingolstadt
Mit dabei waren
  • Rosa Kleebinder, Horst & Christl Kleebinder, Hans-Peter und Barbara, Alexia Kleebinder, Uta & Karl-Heinz Kamm, Uta, Karl-Heinz, Thomas, Ulrike und Michael Kamm
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Tatjana Hoesch – Ebenhausen & St. Gallen – 1998

Am Di., 25. August 1998
Tatjana ist das jüngste der vier Hoesch Töchter und zudem die jüngste Schwester ihres Bruders Adrian. Alle fünf sind die Kinder unserer Freunde Simone und Michael Hoesch, wobei Tatjana zudem mein Patenkind ist. Sie war und ist schon immer eine besonders clevere und sehr aufgeweckte junge Dame und ist als junge Frau - auch durch die Unterstützung ihrer Eltern - auf der ganzen Welt zu finden. Eigentlich studiert sie - nach ihrer Schulzeit im Kloster Schäftlarn - seit einigen Jahren an der Hochschule St. Gallen in der Ostschweiz. Leider sehen wir uns verständlicherweise viel zu selten, doch immerhin konnte ich Sie im Jahr 2021 auf diversen sozialen Kanälen dabei verfolgen, wie sie ein tolles soziales Projekt in Sierra Leone begleitet hat. Sierra Leone ist ein Staat in Westafrika, der im Norden und Osten an Guinea, im Südosten an Liberia und im Westen an den Zentralatlantik grenzt. Die Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Freetown. Nach einem Jahrzehnt blutigen Bürgerkrieges von 1991 bis 2002, der zehntausende Todesopfer forderte, ist das Land mit seinem Wiederaufbau und der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte beschäftigt. Das Land ist hoch verschuldet und zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Index der menschlichen Entwicklung zählt Sierra Leone zu den niedrig entwickelten Ländern. Die 2014 ausgebrochene Ebolafieber-Epidemie hat die humanitäre Notlage weiter verschlimmert. Im Gegensatz zu der weiter nördlich gelegenen Sahelzone bestanden im Gebiet des heutigen Sierra Leone keine Großreiche wie das Malireich. Im 17. Jahrhundert dominierten die Engländer den Sklavenhandel an der sierra-leonischen Küste. 1808 wurde die Halbinsel formell zur britischen Kronkolonie erklärt. Nachdem das Land 1961 die Unabhängigkeit von Großbritannien erlangt hatte, wurde es knapp zehn Jahre später nach heftigen Kontroversen zur Republik erklärt. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut und müssen mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen. Folglich belegt die ehemalige britische Kolonie seit Jahren den letzten Platz auf der Liste des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, gleichbedeutend mit dem Status des am wenigsten entwickelten von 179 untersuchten Ländern. Nur 2,207 Millionen Menschen, etwa ein Drittel der Bevölkerung, sind erwerbstätig. Das Land ist reich an Bodenschätzen wie Bauxit, Braunkohle, Chrom, Diamanten, Eisenerz, Gold, Graphit, Columbit, Mangan, Molybdän, Platin, Rutil (Titanoxid) und Rhodium. Mit dem Beginn der Rebellenübergriffe aus Liberia im Jahre 1991 kam die formelle Diamantenförderung praktisch zum Stillstand. Eisenerz wird seit 1985 wegen mangelnder Auslandsnachfrage nicht mehr gefördert. Der Export von Gold und Diamanten wird durch die hohe Schmuggeltätigkeit sehr stark beschränkt. Fußball ist mit Abstand die beliebteste Sportart in Sierra Leone. Die Sierra-leonische Fußball-Nationalmannschaft, im Volksmund bekannt als die Leone Stars, vertritt das Land in internationalen Wettbewerben. Sie hat sich noch nie für eine Weltmeisterschaft qualifiziert, nahm aber 1994 und 1996 an der Fußball-Afrikameisterschaft teil. Tatjana hat ein großartiges Hockey Projekt in dem Land unterstützt. Dazu hat sie mit ihren Freunden Material und Geld gesammelt, alles nach Sierra Leone geschickt und dann vor Ort selbst den Bau der Sportanlagen organisiert.
Mit dabei waren
  • Tatjana Hoesch
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König der Alpenflüsse – Closing-Dinner bei Willy am Tagliamento – 1998

Von Fr., 28. August 1998 bis So., 30. August 1998
Ende August sind Annette und ich in Lignano, um unsere von der Firma Feichtner an einen Wiener Interessenten verkaufte Princess Temptation auszuräumen. Am selben Wochenende treffen wir uns auch mit Nina und Herbert Vogl, Anne und Hans Weller sowie einigen Vorstandsmitgliedern unseres heimatlichen Yachtclubs Seeshaupt am Starnbergersee (YCSS) zu einem Abendessen im Restaurant Willy am herrlichen Fluß Tagliamento westlich von Lignano. Hans und Horst Klein sowie Herbert Tanzer sind ja alle Segler und daher auch mit einem Segelboot unterwegs. Ette und ich wohnen eine Nacht im Hotel Uno in Lignano und eine zweite Nacht mit Vogls auf deren Princess Remember, bevor wir am Sonntag Abend über Prien wieder nach München. Wie immer ist Wehmut mit dem Verkauf eines Boots verbunden, andererseits ist man auch froh eine finanzielle Belastung weniger zu haben. Es war eine wunderschöne Zeit mit der Temptation, allerdings passt ein Schiff dieser Größe in der Adria aktuell nicht in Annettes und mein Leben. Oft hört man in diesem Zusammenhang: Für einen Bootsbesitzer gibt es nur zwei glückliche Momente; wenn er das Boot kauft und vor allem dann, wenn er es wieder verkauft. Ganz so drastisch würde ich das bei mir nicht formulieren, doch war ich nach dem Verkauf - bei dem ich aus glücklichen Umständen den selben Preis wie beim Kauf erhielt - in jeder Beziehung erleichtert.

Herbstfest in Rosenheim – Almrausch unter Cabrio-Dach auf der Loretowiese – 1998

Am Mi., 2. September 1998
In der ersten Septemberwoche sind noch die Sommerferien von Larissa und Paul und so besuche ich mit den beiden das Rosenheimer Herbstfest. Dieses Fest ist mit über einer Million Besucher das größte Volksfest in Südostoberbayern und findet jeweils auf der Rosenheimer Loretowiese statt. Es beginnt immer am letzten Samstag im August mit dem traditionellen Anstich in den beiden Festzelten und dauert 16 Tage. Das Herbstfest entwickelte sich ursprünglich aus einer alle fünf Jahre stattfindenden Landwirtschafts-Ausstellung. 1861 wurde sie um Attraktionen wie ein Schützenfest und einen Gesangswettbewerb erweitert und damit zu einem Volksfest im eigentlichen Sinne. In den folgenden Jahren wuchs das Fest weiter, was auch damit zusammenhing, dass Rosenheim sich als „Bierstadt“ präsentieren wollte. Veranstaltungsort war stets die Loretowiese, früher ein freies Stück Wiese vor den Toren Rosenheims. Sie war bereits im Mittelalter Schauplatz von Jahrmärkten, Volksbelustigungen und öffentlichen Hinrichtungen. Mittlerweile asphaltiert, dient die Loretowiese heute aufgrund ihrer zentralen Lage hauptsächlich als Parkplatz, aber auch als Messegelände. Nicht immer fand das Volksfest regelmäßig statt. 1873 griff die Cholera im Landkreis Rosenheim um sich, was dazu führte, dass wie auch in den Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges das Herbstfest ausfiel. Erst 1925 kehrte das Volksfest zurück, auf dem mittlerweile mit dem Flötzinger und Auer-Bräu zwei große Bierzelte, ein Weinzelt und 19 Schausteller vertreten waren. Offizielles Erscheinungsbild des Rosenheimer Herbstfestes ist die illustrative Halbfigur-Abbildung eines singenden Trommlers in Tracht. Die Auerbräu Festhalle ist die ehemalige Inntalhalle und eine große Veranstaltungshalle mit Balkon. Während des Herbstfestes wird sie an der Nordseite um ein kleines Zelt erweitert, in der seit 1981 die traditionelle Ochsenbraterei steht. Bei Auerbräu verkehrt hauptsächlich das jüngere, feierlustige Publikum, da die Inntalhalle baulich mehr Lärm zulässt. Festwirt der Auerbräu Festhalle ist die Familie Heinrichsberger aus Aschau. Das Zelt bietet insgesamt 7000 Sitzplätze, darunter 4000 in der Halle, 1000 in der Ochsenbraterei und 2000 im Garten und den Balkonen. Das Zelt der letzten Privatbrauerei Rosenheims Flötzinger Bräu ist das größte freistehende seiner Art in Europa. Es zeichnet sich durch seine aufwändige Dekoration mit traditionellen Kränzen und Bildertafeln aus. 2006 wurde das Dach über dem Balkon in ein sogenanntes Cabrio-Dach umgestaltet, das bei Bedarf per Fernbedienung geöffnet werden kann und somit eine bessere Belüftung im Zelt gewährleistet und den Besuchern einen freien Blick auf den Himmel ermöglicht. Festwirt des Flötzinger-Zeltes ist Manfred Kirner. Das Festzelt inklusive Garten hat eine Gesamtkapazität von 9500 Sitzplätzen.
Mit dabei waren
  • Larissa, Paul und Michael Kamm
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Waterpark mit Wasserrutschen – Power Girls im Alpamare in Bad Tölz – 1998

Am So., 6. September 1998
Mit den Schunda und Hanewacker Girls fahre ich Anfang September von Hohenthann ins Freizeibad Alpamare im Oberland. Das Alpamare im oberbayerischen Bad Tölz wurde 1970 als erstes Brandungswellenbad Deutschlands gegründet und zum 30. August 2015 geschlossen. Mit bis zu 500.000 Besuchern pro Jahr war das Bad für Jahre eines der größten Spaß- und Erlebnisbäder Deutschlands und war als Mischung aus Wasserpark nach amerikanischem Vorbild mit Action und europäischer Therme mit Ruhe und Entspannung konzipiert. Im Jahr 1977 wurde ein Schwesterbad gleichen Namens in Pfäffikon (Schweiz) gegründet. Seit 2016 gibt es ein weiteres Alpamare in Scarborough, UK. Das Heilwasser aus den Quellen der 1860 gegründeten Jodquellen AG war Voraussetzung für den Aufstieg von Tölz zu einem überregional bekannten Kurort. 1930 wurde vom damaligen Jodquellen-Chef Anton Hoefter in Bad Tölz die größte Wandelhalle Europas mit 120 m Länge errichtet. Am 1. Januar 1965 übernahm Max Hoefter die Geschicke der Jod AG. Während sich andere Tourismusorte in der Blütezeit der Sozialkuren wenig Sorgen um die Zukunft machten, war Hoefter zunehmend unzufrieden mit dem vom klassischen Kurgast dominierten Bild von Bad Tölz und suchte nach neuen Konzepten für junge Touristen und gründete als Folge daraus 1970 das Alpamare. Seit dem Jahr 2004 ist Anton Hoefter, der Enkel des Gründers, Vorstandsvorsitzender der Jodquellen AG. Aufgrund sinkender Besucherzahlen entwickelte die Jod AG Anfang 2009 das Konzept der „Tölzer Quellen“, die durch Umbauten mehr Publikum anziehen sollten. Das Projekt wurde allerdings nicht umgesetzt. Eine erhoffte finanzielle Unterstützung des Projekts durch die Stadt wurde Ende 2009 abgelehnt. Im Juni 2014 wurde verfügt, dass ein Bebauungsplan für das Areal, in dem sich auch das Alpamare befindet, zu erarbeiten ist, und eine Veränderungssperre verhängt, sodass in näherer Zukunft nicht mit Umbauten zu rechnen ist. Nachdem das zugehörige Hotel Jodquellenhof am 4. Dezember 2014 endgültig geschlossen wurde, ereilte das Alpamare am 30. August 2015 das gleiche Schicksal. Zum Bad gehörte das Restaurant Bel’mare und das direkt an das Alpamare angeschlossene Hotel Jodquellenhof. Das Alpamare war insbesondere bekannt für seine Rutschenlandschaft, die bis zur Eröffnung des GALAXY der Therme Erding im Mai 2007 die größte Deutschlands und die größte gedeckte Europas war. Die sieben verschiedenen Rutschbahnen waren insgesamt einen Kilometer lang, die längste davon 330 m. Bei der Entwicklung von Rutschanlagen wurde insbesondere im Bereich der Thematisierung mit dem Schweizer Schwesterbad in Pfäffikon zusammengearbeitet. Zudem gab es eine moderne Wellenanlage. Gesurft wurde auf Bodyboards und Stand-Up-Boards im Liegen, Knien und Stehen. Regelmäßig fanden Surfturniere statt. Im April 2006 wurde das Alpamare mit dem Parkscout Award 2005/2006 als bestes Erlebnisbad ausgezeichnet. „Für seine Pionierleistungen und Innovationsführerschaft bei Freizeitbädern“, wie es in der Begründung heißt, wurde das Alpamare im Oktober 2007 mit dem Industry Leadership Award der World Waterpark Association ausgezeichnet. Schon damals war die Anlage etwas in die Jahre gekommen und meines Erachtens dringend zu überarbeiten. Dazu kam es dann leider nichtt mehr, weshalb unser damaliger Besuch auch der letzte war.
Mit dabei waren
  • Katharina, Johanna und Anna-Lena Schunda mit Larissa und Paul Kamm
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Start ins Käfer Wiesn Vergnügen – Oktoberfest Besuch mit m2b Partner – 1998

Am Mo., 28. September 1998
Ende September besuche ich gemeinsam mit Michael Plank das Münchner Oktoberfest und wir gehen in diesem Rahmen ins Käferzelt zum Abendessen. Durch die guten Erfahrungen an diesem Wiesn-Abend im vergrößerten Käferzelt sollten zahlreiche weitere Besuche resultieren. Das Oktoberfest in München ist das weltweit größte Volksfest. Es wird seit 1810 jährlich auf der Theresienwiese in der bayerischen Landeshauptstadt ausgerichtet, wobei es bislang nur wenige Absagen wegen Kriegen oder Pandemien gab. Die Wiesn ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Jährlicher Termin ist Mitte September bis zum ersten Sonntag im Oktober. Veranstalter ist die Stadtverwaltung München, bzw. deren Referat für Arbeit und Wirtschaft. Für das Oktoberfest brauen einige Münchner Brauereien ein spezielles Bier, das eine Stammwürze von mindestens 13,5 % aufweisen muss und circa 6 Volumenprozent Alkohol enthält. Das Oktoberfest erzielt jeweils einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro inklusive Übernachtungen. Anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese am 12. Oktober 1810 fanden in München zahlreiche private und öffentliche Feiern statt, darunter ein Pferderennen am 17. Oktober. Auf dieses geht das Oktoberfest zurück. Vermutlich in Erinnerung an das 1786 letztmals ausgetragene Scharlachrennen, das im 15. Jahrhundert erstmals vor dem Karlstor stattfand und später Teil der Jakobidult wurde, schlug Andreas Michael Dall’Armi in seiner Funktion als Major der Nationalgarde ein Pferderennen mit Ausstellung und Schau zur öffentlichen Huldigung an das Brautpaar vor. Überliefert ist, dass die ursprüngliche Idee, die zu diesem Vorhaben führte, von dem Lohnkutscher und Unteroffizier der Nationalgarde Franz Baumgartner ausging. Diese Annahme zum Ursprung des Festes gilt jedoch als umstritten. Der Festplatz, der damals außerhalb der Stadt lag, wurde aufgrund seiner natürlichen Eignung ausgesucht. Der Sendlinger Berg, der die heutige Theresienhöhe war, diente als Tribüne für die 40.000 Zuschauer des Rennens. Die Festwiese blieb bis auf das Königszelt unbebaut. Die Verköstigung der Besucher erfolgte oberhalb der Tribüne auf der Anhöhe, wo „Traiteurs“ Wein und Bier anboten. Bevor das Rennen begann, erfolgte eine Huldigung an die Hochzeiter und das Königshaus in Form eines Zuges aus 16 Kinderpaaren, mit Trachten, die die Besitzungen der Wittelsbacher, der neun bayerischen Kreise sowie weiterer Regionen darstellten. Anschließend sang ein Chor aus Feiertagsschülern, bevor schließlich das Festrennen mit 30 Pferden auf einer 3270 Meter langen Rennbahn folgte. Als Sieger ging das Pferd des vermuteten Initiators Franz Baumgartner über die Ziellinie, der seine Goldmedaille von Rennmeister und Staatsminister Maximilian Graf von Montgelas überreicht bekam.
Mit dabei waren
  • Michael Plank und Michael Kamm
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Musical Event im Deutschen Theater in München – Kunstgenuss in der Schwanthalerstrasse – 1998

Am Di., 29. September 1998
Ende September 1998 besuche ich mit Jasmin und Michael Plank sowie deren Freundin Yvonne von Wechmar eine Vorstellung im Deutschen Theater in München. Michis Bruder Bernhard war damals der Pressesprecher des Theaters und hatte uns besonders schöne Sitzplätze besorgt. Das Deutsche Theater in München in der Schwanthalerstraße 13 wurde am 26. September 1896 eröffnet. Das Programm umfasst mit Musicals, Tanz und Shows sowie mit Konzerten internationaler Künstler weite Bereiche der darstellenden Unterhaltungskunst. Darüber hinaus verwandelt sich das Theater im Fasching alljährlich in Münchens größtes Ballhaus und bietet den Rahmen für zahlreiche Gesellschafts- und Kostümbälle. Das Deutsche Theater ist mit seinen rund 1.500 Sitzplätzen und rund 300 Vorstellungen pro Jahr das nach der National-Oper größte Theater in München und das wohl auch berühmteste Gastspieltheater mit Vollbühne in Deutschland. Seit 1982 verantwortet die stadteigene „Deutsches Theater München Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung“ den Spielbetrieb. Im Jahr 1896 wurde das im Stil des Neobarock gehaltene Theater erbaut, das zunächst „Feenpalast“ genannt wurde. Der Gebäudekomplex enthielt neben einem Theatersaal mit 1679 Plätzen auch den kleineren Veranstaltungssaal „Silbersaal“ sowie Restaurants, ein Café, zahlreiche Geschäfte und 30 Wohnungen. Das Theater wurde ursprünglich vor allem für Varieté-Veranstaltungen genutzt, aber auch für volkstümliche Komödien, Volksschauspiele, Sportveranstaltungen und Faschingsbälle. Im Vergleich zu dem 1883 gegründeten Deutschen Theater in Berlin, das als Ensemble-Theater genutzt wurde, war das Münchner Haus von Beginn an ein reines Gastspieltheater. Seit der Eröffnung bis heute findet ab Januar bis zum Aschermittwoch die traditionelle Ballsaison mit festlichen Galas und Kostümbällen statt. In den 1920er Jahren avancierte das Theater zum prächtigsten Ort der Hauptstadt für glitzernde Revuen. Unter Hans Gruß, der ab 1918 das Theater führte, traten unter anderem die Tiller Girls und Karl Valentin auf. Ein Gastspiel von Josephine Baker wurde 1929 aber verboten. Am 9. März 1943 wurde das Theater durch Bomben zerstört. Lediglich der neobarocke Silbersaal blieb verschont und ist bis heute als einziger Raum des Originalbaus erhalten geblieben. Mit der West Side Story eroberte 1961 das Musical die Bühne des Deutschen Theaters und feierte sensationelle Triumphe. Die Gattung „Musical“ war den Deutschen, die durch den Zweiten Weltkrieg von der internationalen Entwicklung des Musiktheaters abgeschnitten waren, weitestgehend unbekannt. Das Deutsche Theater öffnete den Münchnern mit solchen Shows erstmals ein Fenster zum New Yorker Broadway und zur Welt. Gastspiele ausländischer Ensembles wurden nun immer häufiger. Daneben fanden aber auch Veranstaltungen wie Olf Fischers Komödienstadel ihre Heimat am Deutschen Theater: Die großen Volksschauspieler wie Beppo Brem, Erni Singerl und Maxl Graf gastierten in diesem Rahmen regelmäßig in der Schwanthalerstraße. Ab 1965 übernahm Kurt Plapperer das Theatergebäude als Pächter und zudem die Direktion des Deutschen Theaters. Das Deutsche Theater war bis zu diesem Zeitpunkt der letzte Familienbetrieb dieser Größenordnung in der deutschen Kulturlandschaft. Das Pachtverhältnis endete nach einer notwendigen Sanierung im Jahr 1977. Im Anschluß gestaltete Reinhard Riemerschmid das Theater im Stil des Pop Art um, wobei die Stadt München wieder den Spielbetrieb übernahm und Kurt Plapperers Adoptivsohn Heiko Plapperer-Lüthgarth als Geschäftsführer einsetzte. Seit Februar 2022 leitet Thomas Linsmayer das Theater.
Mit dabei waren
  • Jasmin & Michael Plank, Yvonne von Wechmar und Michael Kamm
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All Square Olympia Stadion & Old Trafford – Niederlage im Camps Nou in Barcelona – 1998

Am Mi., 30. September 1998
Ende September besuchte ich gemeinsam mit Martin Kühner ein Champions League Vorrundenspiel zwischen dem FC Bayern München und Manchester United im Münchner Olympiastadion, welches unentschieden ausging. Das Finale der UEFA Champions League 1999 war dann auch wieder ein Spiel zwischen den selben Mannschaften aus Manchester München, das am 26. Mai 1999 im Stadion Camp Nou in Barcelona ausgetragen wurde. Tore von Teddy Sheringham und Ole Gunnar Solskjær machten damals Mario Baslers frühes Tor zunichte, um Manchester United einen 2-1 Final-Sieg zu bescheren. Der populäre Schiedsrichter Pierluigi Collina hat dieses Spiel als eines der denkwürdigsten seiner Karriere bezeichnet und den Lärm der Menge am Ende des Spiels als "Löwenbrüllen" bezeichnet. Die beiden Mannschaften hatten zuvor im Wettbewerb zweimal unentschieden gegeneinander gespielt, nachdem beide in der Gruppe D in der Gruppenphase ausgelost worden waren; Die Bayern gewannen die Gruppe, während sich Manchester United als einer der beiden besten Vizemeister aller sechs Gruppen für die K.o.-Phase qualifizierte. Nach dem Sieg über Inter Mailand im Viertelfinale schlug Manchester United im Halbfinale auch Juventus, und erreichte so das Finale. Die Bayern besiegten im Viertelfinale Kaiserslautern, bevor sie im Halbfinale den ukrainischen Klub Dynamo Kyiv aus dem Wettbewerb warfen. Der Sieg beendete eine dreifache Titel Saison für Manchester United, nachdem sie die Premier League und den FA Cup gewonnen hatten. Auch die Bayern spielten um das Triple, nachdem sie die Bundesliga gewonnen und das DFB-Pokal- Finale erreicht hatten, obwohl sie auch dieses Spiel verloren. Manchester United und Bayern München waren vor dem Finale zweimal in Pflichtspielen aufeinandergetroffen, beide Begegnungen fanden in der Saison 1998/99 statt und endeten unentschieden. Bayern München hatte in seinen 22 Spielen gegen englische Gegner mit sieben Siegen, neun Unentschieden und sechs Niederlagen einen ebenso knappen Vorsprung. Einschließlich des Siegs über Leeds 1975 hatte der FC Bayern München vor dem Endspiel 1999 dreimal den Europapokal gewonnen. Mit drei Siegen in Folge von 1974 bis 1976 waren sie nach Real Madrid ( 1956 bis 1960 ) und Ajax ( 1971 bis 1973 ) erst die dritte Mannschaft, der ein solches Kunststück gelang.
Mit dabei waren
  • Martin Kühner und Michael Kamm
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Jagd auf den Palmrüssler – Ozapft is im Georgenhof – Unterhaltsames Abendessen in Schwabing – 1998

Am Di., 6. Oktober 1998
Im Oktober treffe ich mich mit Yvonne von Wechmar, die ich einige Wochen zuvor über Jasmin und Michael Plank kennen gelernt habe. Wenn ich mich richtig erinnere war der Anlass unseres gemeinsamen Abendessen, die Bitte von Planks zur freundschaftlichen Beratung von Yvonne, die damals in einer Phase der beruflichen Neu-Orientierung war. Ich denke nicht, daß ich für Yvonne diesbezüglich sehr förderlich war, jedoch hatten wir einen abwechslungsreichen unterhaltsamen Abend, anläßlich dem ich Yonne das letzte Mal gesehen habe. Wenn mich das Netz nicht betrügt ist Yonne seit vielen Jahren mit einem Gartenbaubetrieb auf Mallorca ansässig und jagt dort unter anderem den gefürchteten Palmrüssler. Wir trafen uns damals im Schwabinger Georgenhof und damit nicht weit weg von Yvonnes Wohnung in der Amalienstrasse. Der Name Georgenhof kommt von der seit dem 15. Jahrhundert um Feuchtwangen sehr verbreiteten Familie Georg, die als Georgi oder Georgii bis heute noch besteht. Von dem früheren Familien-Hof bei Feuchtwangen stammte seit ungefähr 1580 auch die Familie Soldner. Später wurde das Anwesen unter zwei Brüdern geteilt, sodaß seitdem zwei Familien Soldner dort lebten. Auf dem oberen, mit einer Gedenktafel geschmückten Hofe, wurde am 16. Juli 1776 der berühmte Erfinder der Koordinaten, Johann Georg Soldner geboren, der als Schulknabe schon eine Reihe geometrischer Lehrsätze erfand und, nachdem ihm als achtzehnjährigem Jüngling in Feuchtwangen und Ansbach die Bahn zur weiteren Ausbildung eröffnet war, es zur Berühmtheit in der Feldmeßkunst und Sternkunde brachte. Als Georg von Soldner, Vorstand der Münchner Sternwarte und Ritter hoher Orden, ist er am 13. Mai 1833 in Bogenhausen bei München gestorben. Mittlerweile ist der Georgenhof eines der typischsten Schwabinger Lokale. Zum Beispiel zapft jeden Abend im Georgenhof ein Kellner um Punkt 20 Uhr das Holzfass an. Diese Szene ist typisch für das gut bürgerliche Restaurant in der Schwabinger Georgenstraße. Soweit zu den historischen Geschichten. Yvonnes Vater war übrigens der deutsche Diplomat Rüdiger von Wechmar - ein recht bekannter FDP Politiker - der historisch den ersten deutschen Reisepass erhielt.

Familiengrab im Ingolstädter Stadtbiotop – Beisetzung unserer Großmutter Rosa Kleebinder – 1998

Am Mi., 28. Oktober 1998
Nach mehreren Jahren in einem Pflegeheim verstarb unsere Großmutter - die Mutter unserer Mutter - Ende Oktober in Ingolstadt. Wir drei Kinder hatten - genauso wie auch unsere beiden Cousinen Alexia und Barbara sowie unseren Cousin Hans-Peter alle ein inniges Verhältnis zu unserer herzlichen Oma, die viele Jahre allein in ihrem Haus in der Gerolfinger Strasse lebte, in dem wir als Kinder of unsere Ferien verbrachten. Sie wurde auf dem Ingolstädter Westfriedhof im Familiengrab beigesetzt, wo auch schon unser Großvater beerdigt war. Der Friedhof ist ein wertvolles Stadtbiotop, insbesondere für Brutvögel aller Art. Neben den Baumbeständen dienen die rund 6.400 Meter langen Hecken aus Hainbuche, Feldahorn, Hartriegel, Eibe als Futter- und Nistmöglichkeit. Bedingt durch das Alter des Friedhofes befinden sich auf dem Westfriedhof eine Vielzahl von Denkmälern vergangener Kriege. Besonders zu erwähnen ist der Ehrenhain nahe der Aussegnungshalle für die Gefallenen der beiden Weltkriege aber auch die zivilen Opfer dieser Zeit. Viele Persönlichkeiten und angesehene Familien aus Ingolstadt fanden hier ihre letzte Ruhestätte, so zum Beispiel der Komponist Adolf Scherzer, die Schriftstellerin Marieluise Fleißer, der Motorradweltmeister Hermann Müller, der letzte Scharfrichter Johann Ritzer und andere. Nicht wenige, heute als historisch zu bezeichnende Grabmale, gelten als wertvoll und bedürfen der Erhaltung für künftige Generationen. Eine Beisetzung oder Beerdigung ist die Verbringung des Leichnams oder der Asche eines Verstorbenen an einen festen, endgültig bestimmten Ort in der Erde oder die Ausbringung der Asche in die Natur. Eine Bestattung schließt in der Regel eine religiöse oder weltliche Trauerzeremonie ein. Markante Unterschiede bestehen insbesondere zwischen Erdbestattung und Feuerbestattung. Beisetzung und Bestattung werden umgangssprachlich häufig gleichgesetzt. Die Beisetzung im eigentlichen Sinne ist das Setzen der Urne, während Beerdigung und Begräbnis sich auf das Einbringen in die Erde beziehen. Das Substantiv von begraben, das Begräbnis, stellt noch heute eine populäre Sprachform dar. Der Begriff Beerdigung leitet sich von der seit Jahrtausenden im Judentum, Christentum und Islam gebotenen Bestattungsform her: Der Leichnam wird „der Erde anvertraut, damit er wieder zu Erde werde, davon er genommen ist“. Deswegen wird vor allem der Begriff Beerdigung für eine religiös motivierte Erdbestattung verwendet, ist sprachlich aber gleichbedeutend. Im bayerischen und österreichischen Sprachraum ist „Leich(e)“ für die Zeremonie des Begräbnisses in Benutzung, eingeschlossen die Nachfeier. Daraus erklärt sich die Bezeichnung „Leichenschmaus“. Diese Feier steht in Ergänzung zur vorherigen Erinnerung, mit einer Rede über den Toten. Das anschließende besinnliche Beisammensein dient der geselligen Erinnerung an das Leben des Verstorbenen und der Trauerbewältigung für die Hinterbliebenen. Die ersten bewusst vorgenommenen heute bekannten Bestattungen fanden in der Qafzeh-Höhle und der Skhul-Höhle in Israel statt und sind 90.000 bis 120.000 Jahre alt.
Mit dabei waren
  • Familien Kleebinder und Kamm, Annette & Michael Kamm
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Golf & Ballonfahren – Goldener Herbst im Hartl Resort Grießbach – 1998

Von So., 1. November 1998 bis Fr., 6. November 1998
Die diesjährigen Herbstferien verbringen wir - Larissa, Paul, Annette und ich - gemeinsam mit Elke und Kurt Rossknecht und deren drei Kindern Corinna, Marlon und Lorenz im Maximilian Golf Hotel Bad Griesbach - einem der Resort Hotels der Hartl Golf Gruppe. Die Familie Hartl schaffte es durch ihr Konzept, Gesundheit, Wellness, Golf und Sport auf unvergleichliche Weise miteinander zu verbinden einen perfekten Ort zu schaffen, an dem alle von uns auf ihre Kosten kommen. Golfspielen, Wellness, Schwimmen und lecker essen ohne weite Entfernungen. Unser Freund Kurt Rossknecht hatte die meisten der Golfplätze in Grießbach designt und gebaut, sie lassen sich herrlich spielen. Ein Ausflug nach Passau, auch die Drei-Flüsse-Stadt genannt, gelegen an der Grenze zu Österreich, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen begeistert unsere kleine Reisegruppe ebenfalls sehr. Über der schönen Altstadt, die für ihre barocken Gebäude bekannt ist, thront die Veste Oberhaus, eine Festung aus dem 13. Jahrhundert, die das Oberhausmuseum und einen Aussichtsturm beherbergt. Zudem waren wir auf dem herrlichen Reiterhof Fischer, in der Saunalandschaft unseres Hotels, bei einer Ayuveda Therapie und mit einem riesigen Ballon in den Lüften über der schönen Landschaft Niederbayerns. Rundherum schöne, abwechslungsreiche und entspannte Tage, die durch zahlreiche Besuche in den verschiedenen Lokalen des Resorts auch ein kulinarisches Highlight waren.
Mit dabei waren
  • Larissa, Paul, Annette & Michael Kamm
  • Elke & Kurt Rossknecht mit Marlon, Corinna & Lorenz
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Armutsgrenze von Wollerau bestätigt – Besuch ehemaliger Weggefährten am Zürichsee – 1998

Von Sa., 7. November 1998 bis Mo., 9. November 1998
Als Michael Plank und ich im 4. Quartal des Jahres 1994 mit der Jacobs Holding über den Verkauf unseres Unternehmens North Sails Windsurfing verhandelt haben, war der gelernte Banker Dr. Peter Haber der entscheidende Mann auf der anderen Seite unseres Verhandlungstisches. Als CEO der Allgemeine Finanzgesellschaft AG (AFG) war er nicht nur für die Konditionen und den Preis unseres Deals, sondern auch für Michi Plank und mein Gehalt als zukünftig angestellte Manager der Jacobs Gruppe verantwortlich. Er zeigte sich sehr großzügig und auch er hatte was davon, daß unser Geschäft zeitnah erfolgreich abgeschlossen wurde. Peter Haber hatte damals eine von ihm schwangere Partnerin mit Wohnsitz am Starnbergersee, die er durch die neue Konstellation nach der Übernahme als Aufsichtsrat sehr viel häufiger sehen konnte. Er schied zwar im Jahr nach unserem Closing bei Jacobs aus, doch blieben wir in Kontakt und so besuchte ich ihn Anfang November in seinem herrlichen Anwesen in Wollerau am Zürichsee. Wir gingen am Abend zusammen zum Nachtessen und ich am Tag darauf zum Shoppen nach Zürich. Einfamilienhäuschen mit gelblichen, vertäfelten Fassaden, Geranien vor den Fenstern und sauber getrimmte Hecken. Auf den ersten Blick sieht Wollerau aus, wie jeder andere malerische Ort in der Schweiz. Wollerau zieht die Menschen aber nicht nur mit dem Ausblick auf den Zürichsee an, sondern auch mit dem niedrigsten Steuersatz im Land. Eine Familie mit zwei Kindern und einem Vermögen von 3 Millionen Franken bezahlt gerade einmal 4.410 Franken Vermögensteuern. Und deswegen prägen nicht nur Einfamilienhäuschen zum Bild des 7.000-Seelen-Orts, sondern auch grosse, minimalistische Villen aus Beton, die auf dem Hügel über dem Städtchen thronen. In einer dieser Villen wohnte nicht nur Peter Haber, sondern bis vor kurzem auch Roger Federer. Selbst Formel 1-Star Kimi Räikkönen war vor einigen Jahren in Wollerau zuhause. Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung fand kürzlich heraus: In keinem Ort der Schweiz können Menschen jeden Monat mehr Geld ausgeben als in Wollerau. Der durchschnittliche Wollerauer kann jährlich rund 104.000 Franken nach Belieben verjubeln. Was gerne vergessen wird: Laut dem Bundesamt für Statistik gelten hierzulande 615.000 Menschen, also jeder siebte, als arm. Die Armutsgrenze liegt in der Schweiz bei einem Durchschnittseinkommen von 2.247 Franken, bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bei 3.981 Franken. Diesbezüglich müssen wir uns bei Peter Haber keine Sorgen machen.
Mit dabei waren
  • Dr. Peter Haber, Michael Kamm
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Exerzitien im Schloss Fürstenried – Bewußtsein für den christlichen Glauben – 1998

Von Do., 12. November 1998 bis So., 15. November 1998
Im November wollte ich endlich wieder einmal mein Bewußtsein für den chrsitlichen Glauben auf Vordermann bringen und meldete mich für einen Cursillo Kurs im Exerzitienhaus des Schlosses Fürstenried an. „Cursillo“ ist Spanisch und bedeutet: Kleiner Kurs über das Christsein. Der Cursillo ermöglicht eine Erfahrung des Wesentlichen im Christsein. Es geht nicht nur um Glaubens-Wissen, es geht vor allem um Glaubens-Erfahrung. Die Verkündigung des Glaubens in den Cursillos ist erfrischend anders, lebendig, kreativ und auch humorvoll. Ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild, welches Körper, Geist und Seele des Menschen einbezieht, bietet Cursillo die Möglichkeit, sich mit persönlichen Fragen an das Leben, an den Glauben und an Gott auseinanderzusetzen. Indem wir uns in Gemeinschaft diesen Themen stellen und darüber in Austausch kommen, bereichern wir uns gegenseitig. Ein Cursillo beginnt für gewöhnlich am Donnerstagabend und endet am Sonntagabend. Diese drei Tage vollziehen sich in drei Schritten. Zunächst geht es am ersten Tag um eine Begegnung mit dir selbst: Hier nimmt man sich die Zeit, dir selbst zu begegnen sowie deiner persönlichen Lebensgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den Fragen: „Wer bin ich?“, „Wozu bin ich im Leben?“, „Welche Werte leiten mich?“. Am zweiten Tag geht es um die Begegnung mit Christus, wobei es primär um seine frei machenden Botschaft und dein Leben mit ihm geht. Am dritten und letzten Tag des Cursillo geht es um die Begegnung in Gemeinschaft. Hierbei geht es darum, wie wir unser Leben vor dem Hintergrund eines befreienden, begeisternden Glaubens verwirklichen können und welche Möglichkeiten der Entfaltung und der Verwurzelung es gibt innerhalb der christlichen Gemeinschaft. Es war eine sehr Interessante Erfahrung und die drei Tage haben moch angeregt, dem Glauben wieder mehr Stellenwert in meinem Leben zu geben.

Erste Runde am Amtsgericht in Garmisch-Partenkirchen – Positionsbestimmung im Scheidungsverfahren – 1998

Am Di., 1. Dezember 1998
Am 1. Dezember treffe ich mich mit Carolina und unseren Rechtsanwälten zum ersten Mal in Garmisch-Partenkirchen, um nach einem Trennungsjahr unser Scheidungsverfahren einzuleiten. Um sich in Deutschland scheiden lassen zu können, muss neben einigen erfüllten Voraussetzungen, der Antrag auf Ehescheidung beim zuständigen Familiengericht eingereicht werden. Gemeinsam mit diesem Antrag gilt es, dem Gericht je nach Rechtslage, unterschiedliche Unterlagen und Anträge zu übermitteln. Grundsätzlich kann diese Beantragung ohne rechtlichen Beistand durch einen Anwalt für Familienrecht erfolgen, jedoch zeigt sich in der Praxis, dass es durchaus ratsam ist, bereits zu diesem Zeitpunkt einen erfahrenen Juristen hinzu zu ziehen, um das Scheidungsbegehren bestmöglich ausgestaltet beim Gericht einzureichen. Denn zu diesem Zeitpunkt gilt es ein besonderes Augenmerk auf folgende Aspekte zu richten: Um die Scheidung erfolgreich einreichen zu können, gilt es zudem dem Antrag wichtige Unterlagen und Dokumente beizulegen. Hierbei ist wichtig zu unterscheiden, ob einzelne Dokumente zwingend bei Antragstellung übermittelt werden müssen, oder ob diese im Verfahrensverlauf eingereicht werden können. Zu den Scheidungspapieren gehören beispielsweise die Heiratsurkunde oder die Geburtsurkunden der Kinder. Ist der Antrag auf Scheidung erst einmal eingereicht, treten die Eheleute in das sogenannte Scheidungsverfahren ein. Erst mit diesem Zeitpunkt kann man aus rein rechtlicher Sicht von einem Ablauf der Scheidung sprechen. Zudem kann man grundsätzlich sagen, dass jede Scheidung in Deutschland über den gleichen rechtlichen Ablauf verfügt. Unabhängig davon, ob es sich also um eine einvernehmliche, strittige oder Härtefallscheidung handelt, läuft das Scheidungsverfahren gleich ab. Dennoch gibt es markante Unterschiede die sich im Einzelfall darstellen. So ist die Regelung der sogenannten Scheidungsfolgen ein unverzichtbarer Teil des Ablaufs einer Scheidung in Deutschland. Sind beide Eheleute scheidungswillig, lassen sich diese Folgen oftmals in Form einer außergerichtlichen Scheidungsfolgenvereinbarung festlegen. Kommt es jedoch zu Konflikten, die sich selbst im Zuge einer Mediation nicht beilegen lassen, muss das Familiengericht diese Folgen der Scheidung regeln. Das verursacht nicht nur weitere Kosten, sondern nimmt auch entsprechend Zeit in Anspruch. Da eine Scheidung unterschiedliche Bereiche Ihres Lebens beeinflusst, müssen mehrere Folgen geklärt werden. Schaffen Sie es die Scheidungsfolgen selbst oder teilweise mithilfe eines Rechtsanwalts für Familienrecht zu regeln, dann sparen Sie Scheidungskosten. Die folgenden Scheidungsfolgen sollte Sie unbedingt mit Ihrem Ex Partner regeln: Aufteilung der gemeinsamen Ehewohnung, Ehegattenunterhalt wie Trennungsunterhalt und nachehelichen Unterhalt, Vermögensaufteilung, Aufteilung des Hausrats, Bankverbindlichkeiten, Sorgerecht und Umgangsrecht der gemeinsamen Kinder, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich und Rentenausgleich. Durch eine Reihe an ungeklärten Punkte bezüglich des Zugewinnausgleichs und Unterhalts kommen wir an diesem Verhandlungstag nicht richtig weit und vertagen uns aufs nächste Jahr.
Mit dabei waren
  • Florian Liebl, Carolina & Michael Kamm
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Geburtstag in der Stuntzstrasse – ein Schweizer war der Namensgeber – 1998

Am Do., 3. Dezember 1998
Durch Annettes Job bei Bogner erfolgte auch Ihr Umzug aus Aßling in die Stadt. Mit Susanne Seidler, die damals noch BWL studierte, gründete sie eine gemeinsamen Wohngemeinschaft in einer netten 3 Zimmer Wohnung in der Stuntzstrasse. Nach ihrem Studium startete Susi erst bei der Firma Wilson und später zu Adidas in die Herzogenauracher Sportwelt. Nachdem Annette und ich in einer Beziehung waren nutzten wir vorwiegend meine Wohnung in der Möhlstrasse, und Ette war immer seltener in ihren eigenen vier Wänden. Ab dem Jahr 1999 hat sie die Wohnung daher möbliert über "Mister Lodge" untervermietet. Im Dezember 1998 wurde jedoch noch Annettes Geburtstag in netter Runde in der Wohnung gefeiert, und es war ein Schwung Freunde zu Gast.
Mit dabei waren
  • Michael Plank, Susanne Seidler (Gehrckens), Gaby und Birgit Denk, Roman Sauermann, Irek Myskow, Waltraut Nischt und Susanne Veller
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Warten aufs Christkind – Vorweihnachtswoche am Goldener Berg in Oberlech – 1998

Von Sa., 19. Dezember 1998 bis Mi., 23. Dezember 1998
Auch in diesem Jahr verbringen Annette und ich die letzte Woche vor Weihnachten beim Skifahren am Arlberg. Mit uns sind Elke & Kurt Roßknecht sowie Susanne & Thomas Holderried zu Gast im Hotel Goldener Berg der Familie Pfefferkorn. Schöne Zimmer, gutes Essen und die Location direkt an der Piste. Eine Besonderheit am Berg war seit 2014 auch der SKYSPACE-LECH – DER LICHTRAUM AM BERG. Für seinen Skyspace im Hochgebirge wählte James Turrell den Standort „Tannegg“ in Oberlech auf 1780 Metern Höhe. Zu dem kleinen Hügel oberhalb der Bergstation der Schloßkopfbahn führt ganzjährig ein Wanderweg. Er ist auch von der Skiabfahrt leicht erreichbar. Die Entwürfe des Künstlers zeigen ein weitgehend unterirdisch angelegtes Bauwerk, das sich sensibel in die Landschaft einfügt. Der Hauptraum ist mit einer umlaufenden Sitzbank ausgestattet und öffnet sich für den freien Blick zum Himmel. Der Zugang erfolgt über einen 15 Meter langen Tunnel. Der Standort verfügt über eine faszinierende Sichtachse zwischen dem markanten Gipfel des Biberkopfs und dem Ort Bürstegg einerseits und dem Omeshorn andererseits. James Turrell möchte uns vor Augen führen, wie wir die Welt wahrnehmen. Mit dem Credo „seeing yourself seeing“ umschreibt er seinen künstlerischen Ansatz, der mit einem tiefen Verständnis für natürliche Lebensräume und Landschaft verbunden ist. Der Skyspace-Lech ist mit einer beweglichen Kuppel ausgestattet. Diese ermöglicht einerseits das künstlerische Konzept „Skyspace“, mit der Öffnung zum Himmel. Anderseits lässt sie aber auch, in geschlossenem Zustand, die Nutzung als „Ganzfeldraum“ zu. Somit ist der Skyspace-Lech einer der wenigen Lichträume dieser Werkserie, in dem zwei sehr wichtige künstlerische Konzepte von James Turrell erlebbar sind. Bei Einbruch der Dämmerung werden im Skyspace-Lech Wände und Decke in farblich wechselndes Licht getaucht. Der Himmel wird durch die Öffnung als Teil des Raumes empfunden. 
Mit dabei waren
  • Elke & Kurt Rossknecht, Susanne & Thomas Holderried, Annette & Michael Kamm
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Season´s Greetings – Merry Christmas & Happy New Year – 1998

Am Mi., 23. Dezember 1998
Im Monat Dezember finden wir jedes Jahr gerne die bei uns per Post eingehenden persönlichen Weihnachtskarten von Family & Friends im Briefkasten. Die jeweils liebevoll und zum Teil auch mit erheblichem Aufwand hergestellten Karten mit Photos der Freunde unter Einbindung deren Kinder und auch Haustiere schätzen wir als besondere Weihnachtsgrüße und Erinnerungen an das abgelaufene Jahr so sehr, daß wir die Karten seit Jahren konsequent ablegen und aufbewahren. Durch dieses Archiv, dessen antiquarisches Ablagesystem an den kleinen runden Löchern identifiziert werden kann, sind wir auch jetzt noch in der glücklichen Lage die Karten aus Ihren Ordnern im Aktenkeller zu befreien und auf unserer Website visuell dauerhaft sichtbar zu machen. In unserem digitalen Tagebuch werden sie uns daher auch immer einen eigenen Beitrag wert sein. An den Rückblicken der früheren Jahre können wir immer am schönsten sehen, wie die Kinder größer und erwachsener werden und auch die Eltern reifen. Zwar nehmen wir es uns auch immer wieder vor, selbst Weihnachtsgrüße mit persönlichen Photo Karten an unsere Lieben zu versenden ... bei dem Vorsatz blieb es allerdings bisher !!

Erster Weihnachts-Aufschlag bei Schundas im Hubertusweg in Hohenthann – 1998

Am Do., 24. Dezember 1998
Weihnachten des Jahres 1998 verbringe ich das erste Mal gemeinsam mit Annette bei Nani und Jürgen in Hohenthann. Damals noch im gerade fertig gewordenen Haus im Hubertusweg. Auch diesen Heiligen Abend feiern wir wie alle folgenden mit dem selben Ablauf und daher über viele Jahren immer gleich. Nach Annette und meinem Eintreffen in Hohenthann macht Jürgen eine schöne Flasche Sekt auf und wir stoßen gemeinsam auf einen schönen Abend an. Vor der Bescherung im Wohnzimmer halten wir uns noch in der Küche und im Esszimmer auf und gehen, nachdem es dunkel geworden ist zur Bescherung an den beleuchteten Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer. Für die mitanwesenden Kids ist dies natürlich immer der mit Abstand aufregendste Teil des Abends, da es dann um Geschenke und erfüllte Wünsche geht. Bevor die verpackten Geschenke allerdings in einer kontrollierten Reihenfolge aufgemacht werden dürfen, steht wohlklingender gemeinsamer Gesang auf dem Plan. Mehr als drei Songs werden es in der Regel allerdings nicht, denn dazu fehlt es in unserer gesamten Familie einfach an Talent. Dennoch: „Stille Nacht ... Heilige Nacht sowie Oh Tannenbaum und vom Himmel hoch, da komm ich her“ haben wir aller ganz gut drauf und dann auch ein gutes Gefühl, wenn nach dem Gesang eine fast heilige Stimmung erreicht worden ist. Die Eltern freuen sich im Anschluss über die strahlenden Gesichter glücklicher Kinder und danach auf ein schönes gemeinsames Abendessen ... in gefühlten 100% der Fälle ist es ein köstliches Fondue.
Mit dabei waren
  • Nani und Jürgen Schunda mit Kids, Annette und Michael Kamm
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Dinner Meeting beim Profi-Golfer oberhalb des Isartals – zu Gast in einer reichsten Gemeinden des Landes – 1998

Am Mi., 30. Dezember 1998
Zum Ende des Jahres sind Annette und ich zu einem Abendessen bei Ettes Freundin und Bogner-Arbeitskollegin Anita Gandl, geborene Pertl eingeladen. Sie war damals bereits mit dem Profigolfspieler Stephan Gandl liiert. Später haben die beiden geheiratet und den gemeinsamen Sohn Luke bekommen, bevor die Ehe recht bald danach wieder geschieden wurde. Gandls lebten damals in der Klingerstrasse in Grünwald und es war für uns eine längere Fahrt von der Möhlstrasse raus aufs Land. Grünwald ist eine Gemeinde und staatlich anerkannter Erholungsort im oberbayerischen Landkreis München. Der Ort liegt oberhalb des Isartals direkt südlich der Landeshauptstadt München und ist eine der reichsten Gemeinden Deutschlands. Das war erstmals 1994 der Fall, wobei die Gemeinde laut Haushaltsplan auch für das Jahr 2020 schuldenfrei ist. Angrenzende Nachbargemeinden Grünwalds sind München, Pullach im Isartal und Straßlach-Dingharting. Ansonsten grenzt die Gemeinde an die gemeindefreien Gebiete Grünwalder Forst im Osten und Perlacher Forst im Nordosten. Auf dem Gemeindegebiet gab es zahlreiche germanische, keltische und auch römische Siedlungen, da sich hier eine Furt durch die damals noch reißende Isar befand. Die frühe Geschichte Grünwalds hängt eng mit der Römerstraße zusammen, welche von Salzburg über Rosenheim, Deisenhofen und Oberdill – einen Gemeindeteil von Grünwald – schließlich zur Isar führte. Bis heute ist die Grünwalder Burg das Wahrzeichen der Gemeinde Grünwald, das lange Zeit als zinnenbewehrtes Jagdschloss den bayerischen Herzögen diente. Heute befindet sich dort ein Zweigmuseum der Prähistorischen Staatssammlung München mit wechselnden Ausstellungen. Grünwald war Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Bauerndorf. 1904 wurde die Grünwalder Isarbrücke über die Isar eingeweiht, die fortan die Gemeinden Grünwald und Pullach miteinander verband. Ein entscheidender Einschnitt in Grünwalds Geschichte war die Einweihung der Trambahnstrecke München–Grünwald am 13. August 1910. Diese Erschließung gab Grünwald einen starken Entwicklungsimpuls, da nun der Ausflugsverkehr deutlich zunahm und die Einwohnerzahl beständig anstieg. Dennoch behielt Grünwald als beliebter Villenvorort seinen Gartenstadtcharakter. Die Bavaria Filmstudios siedelten sich 1919 im Grünwalder Gemeindeteil Geiselgasteig direkt am Ortsrand zu Harlaching an. Helmut Jedele rettete das Studio Ende der 1950er Jahre vor dem Konkurs und machte es in der Folge zum „Bayerischen Hollywood“. Stars von Billy Wilder bis Wolfgang Petersen festigten in den folgenden Jahrzehnten den Weltruhm des Studios und machten Grünwald über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Mit einem Gelände von 370.000 Quadratmeter ist sie das größte Film- und Fernsehzentrum Europas und wird von vielen Touristen im Rahmen der „Bavaria-Film-Tour“ besichtigt. Durch die Nähe zu den Bavaria Studios und seine reizvolle Lage am Isarhochufer wurde Grünwald immer mehr zum schicken Nobelwohnort vieler Reicher und Prominenter wie Senta Berger, Josef von Ferenczy, Joachim Fuchsberger, Uschi Glas, Oliver Kahn, Carlos Kleiber, Patrick Lindner, Uwe Ochsenknecht, Kai Pflaume, Heinz Rühmann oder auch Mode-Ikone Rudolph Moshammer, der dort bis zu seiner Ermordung in der Nacht zum 14. Januar 2005 in einer Villa in Geiselgasteig lebte. Viele Schauspieler sind auf dem Waldfriedhof Grünwald begraben.
Mit dabei waren
  • Anita und Stephan Gandl, Annette & Michael Kamm
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Lunch mit Golfern & Kickern in der Schön-Straße – Ristorante Da Fausto in Untergiesing – 1998

Am Mi., 30. Dezember 1998
Mit Susanne Gehrckens - damals noch Susanne Seidler - und ihrem Freund - damals noch Irek Myskow - treffen Annette und ich uns kurz vor dem Jahreswechsel im heute nicht mehr existierenden Ristorante Da Fausto in der Schönstrasse in Untergiesing zum Mittagessen. Irek war hier immer gerne zu Gast, da er als Manager für Sportler überall auf der Suche nach passender Kundschaft war ... und hierfür hatte sich das Restaurant angeboten. Unzählige Fotos dokumentieren im Ristorante Da Fausto, wer über all die Jahre hier gegessen hat: Gerd Müller, Giovanni Trapattoni, Werner Lorant, Karl-Heinz Wildmoser senior, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Diego Maradona und auch Gäste, die nicht so viel mit Fußball zu tun haben wie Christian Ude, Luciano Pavarotti oder Sterne-Koch Heinz Winkler. Und heute? Der Wirt Tassi sagt: Der 1860er Kapiän Benny Lauth kommt oft am Tag vor einem Spiel vorbei und bestellt unsere Spezial-Tiramisu, die wir mit Mandelbiskuit zubereiten. Dabei ist das „Da Fausto“ kein Schicki-Micki-Lokal. Das Restaurant ist für jedermann und für jeden Geldbeutel. Und hier werden oft Geburtstage und Hochzeiten gefeiert – nicht selten schmettert Fausto dann sogar ein Ständchen. Vor kurzem hätte es eine Hochzeit mit Sechzgern und Bayern gegeben, erzählt Fausto. Da habe er die Tische einfach zweifarbig dekoriert: rot und blau. Irek ist bis heute Geschäftspartner von Susanne und dabei ein exzellenter und fachkundiger Kenner der Golfbranche. Auf der PGA Tour und der DP World Tour ist er zu Hause. Als langjähriger SKY-Golfsport-Experte ist Irek Myskow eine wichtige Stimme des Golfs im deutschsprachigen Raum. Seine Analysen sind rational und crystal clear. Er berichtet aber nicht nur exzellent über die Golfbranche, sondern er kennt sie fast auch alle in der Golfbranche persönlich. Und viele Spieler vertrauen ihm als Manager. Von Sergio García, Joaquín Niemann, Carlos Ortiz, Paul Casey, Louis Oosthuizen, Charl Schwartzel, Matti Schmid, Vijay Singh, Sebastián Muñoz bis zu Matthias Schwab. Er macht Golf 24/7. Golf ist sein Leben.
Mit dabei waren
  • Susanne Gehrckens (Seidler), Irek Myskow, Annette & Michael Kamm
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Jahreswechel im Münchner Osten – Silvesterfeier bei Bine & Michael in Hohenthann – 1998

Am Do., 31. Dezember 1998
Im Jahr 1998 feiern Annette und ich gemeinsam mit Nani und Jürgen Schunda den Jahreswechsel im Haus von Bine und Michael Hanewacker in Hohenthann. Hohenthann ist einer der vielen Gemeindeteile von Tuntenhausen, einer Groß-Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Mit rund 1300 Einwohnern ist Ostermünchen der größte Ortsteil der Gemeinde. Der Ortsname Tontinhusa weist auf einen bajuwarischen Ursiedler namens Tonto hin, dessen Name seit etwa 770 überliefert ist. In dem verhältnismäßig kleinen Ort gibt es insgesamt 57 Gemeindeteile. Der Ort Tuntenhausen wird bereits in den Regensburger Urkundenregistern von ca. 1000 n. Chr als Tontinhusa ersturkundlich genannt. Die Marienwallfahrt Tuntenhausen gibt es seit 1441, dem Jahr des ersten nachgewiesenen Mirakels. Seither ist Tuntenhausen Ziel von Wallfahrern aus allen Teilen Altbayerns und Tirols. Die Pfarreien Tuntenhausen und Schönau wurden in der Mitte des 13. Jahrhunderts dem Augustiner-Chorherrenstift Beyharting einverleibt. Das Kloster war eine selbstständige Hofmarkund konnte auch bestimmte Rechte ausüben. Übergeordnete juristische Organisationen waren die Landgerichte Rosenheim, Aibling und Schwaben (Markt Schwaben). Nach der Säkularisation 1803 entstanden als Steuerdistrikte die Verwaltungseinheiten Tuntenhausen, Beyharting, Lampferding und Hohenthann, die mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 Selbstverwaltungsrechte erhielten. Die Gemeinde Tuntenhausen wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gemeindegebietsreform um die Gemeinden Beyharting und Hohenthann sowie den größeren Teil der Gemeinde Lampferding erweitert. Der Wallfahrtsort ist auch bekannt für die alljährlich zweimal stattfindende Tagung des Katholischen Männervereins Tuntenhausen, zu der sich auch führende bayerische Politiker der CSU einfinden. Ebenfalls in Tuntenhausen fand lange Jahre das seit dem 19. Jahrhundert jährlich durchgeführte Treffen des Bayrisch-Patriotischen Bauernbundes statt. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Einwohnerzahl der Gemeinde von 4603 auf 7150 um 2547 Personen bzw. um 55,3 %. Soweit die Statistik ... wir genossen einen netten Abend mit Fondue und guten Weinen und blieben dann bei Nani und Jürgen über Nacht.
Mit dabei waren
  • Bine & Mikel Hanewacker, Nani & Jürgen Schunda, Annette & Michael Kamm
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Jahresrückblicke – 1998

Am Do., 31. Dezember 1998
In den USA wurde auf einer Webseite das Gerücht verbreitet, US-Präsident Bill Clinton sei in eine Sex-Affäre mit einer Praktikantin verstrickt. Als diese Spekulationen kurze Zeit danach in der „Washington Post“ zu Schlagzeilen wurden, war die sogenannte Lewinsky-Affäre über lange Zeit in den amerikanischen Medien beherrschendes Thema. Ein Amtsenthebungsverfahren für das kommende Jahr wurde angestrebt. In Deutschland wurde die terroristische Vereinigung RAF, Rote Armee Fraktion, endgültig aufgelöst. Nahmen die Deutschen diesen Akt noch mit Zuspruch hin, so wurde hingegen die am 1. August in Kraft getretene neue Rechtschreibreform unter Vorbehalt hingenommen. Die Notwendigkeit dieser Reform stieß anfangs sogar auf große Ablehnung. Doch gravierender waren die politischen Ereignisse in Deutschland. Am 27. Oktober wurde Gerhard Schröder zum neuen Bundeskanzler gewählt. Damit waren 16 Jahre Helmut-Kohl-Regierung zu Ende. Durch die Niederlage der CDU bei der Bundestagswahl kam es zur ersten rot-grünen Koalition in der Bundesrepublik. Die Franzosen als Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft hatten Grund zum Jubeln. Sie gewannen den Weltmeistertitel zum ersten Mal durch ein 3:0 gegen den Titelverteidiger Brasilien. Der Finne Mika Häkkinen jubelte gleichfalls, denn er wurde zum ersten Mal Sieger und damit Weltmeister der Formel-1. Soweit zu einigen weltweit beachteten Ereignissen im abgelaufenen Jahr. Was wir durch unsere ganz eigenen und sehr persönlichen Erfahrungen im Laufe des Lebens erkannt haben und dann eigentlich dauerhaft wissen sollten, könnten wir im Rahmen zukünftiger Handlungen ändern und eventuell auch besser machen. Daher erstelle ich für mich selbst kurze persönliche Jahresrückblicke, um diese als Basis für meine Ziele und Wünsche des nächsten Jahres zu nutzen. Nach wie vor gehöre ich zu den Menschen, die jeweils zum Jahreswechsel entsprechend gute Vorsätze für das neue Jahr fassen. In meinen Reviews sammle ich hierfür zuvor meine Erlebnisse und Eindrücke aus dem abgeschlossenen Jahr zusammen. Welche Themen und Überraschungen hat mir das Leben im zu Ende gegangenen Jahr gebracht und welche Aufgaben hatte ich zu lösen. Meine Rückbesinnung wird durch Memorys aus meinem Digital Photo Diary erleichtert, da ich über die letzten zwölf Monate bereits meine Erlebnisse und Eindrücke regelmäßig festgehalten habe und diese nun noch einmal Review passieren lassen kann. Mein Jahresrückblick ist daher rasch erfasst und bleibt mir als dauerhafte Erinnerung für Erlebnisse, Erfolge und auch Misserfolge in zum Teil sehr unterschiedlichen Jahren und Phasen meines Lebens. Inhaltlich werden meine Themen durch eine Reihe unterschiedlicher Fragen thematisiert, mit denen ich versuche, ein recht breites Spektrum aus verschiedenen Bereichen meines Lebens in diesem Jahr abzudecken.
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