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Past Events - Review & Reminders

Schickeria am Puls des Schwabinger Nachtlebens – Geburtstagsessen im Occam Bistro 33 – 1986

Am Do., 9. Januar 1986
Nicis 26. Geburtstag feiern wir zu zweit im Bistro 33 - einem im Jahr 1986 angesagten Restaurant in der Schwabinger Occamstrasse 33 und damit nur wenige Minuten zu Fuss von unserer Wohnung in der Mandlstrasse entfernt. Das Lokal - welches es schon lange nicht mehr unter diesem Namen gibt - hatten wir ursprünglich durch Susanne & Joerg von Petrikowsky kennen gelernt, die damals im Nebenhaus des Restaurants - und damit direkt am Puls des Münchner Nachtlebens - gewohnt haben. In den 1980er-Jahren gab es in München genügend Gründe, um anzustoßen: Die Wirtschaft boomte, München war aufgrund der Olympischen Spiele weltbekannt. Nun zog die Schickeria um die Häuser – und mit ihr Stars aus aller Welt. Die wichtigsten Orte des Jahrzehnts und wo man die 80er heute noch in München erleben kann. Die Olympischen Spiele machten München weltberühmt – und das kostete die Stadt in den 80ern in vollen Zügen aus: Die Schickeria genoss das luxuriöse Leben, berühmte Bands aus aller Welt kamen in die Stadt, um ihr neues Album aufzunehmen und Party zu machen. Nur in der Architektur wusste man nicht so richtig wohin: Man setzte auf verspielte Formen und kombinierte verschiedenste Epochen miteinander, was heute zum Beispiel immer noch gut an der Neuen Pinakothek zu erkennen ist. Während in den wilden 70ern vor allem die Hippie- und Alternativ-Szene Münchens Nachtleben unsicher machte, wurde es in den 80ern mit Münchens Schickeria langsam wohlhabender und konservativer. Einer der beliebtesten Clubs der Stadt war damals das Sugar Shack – eine Diskothek, die zwischen den 70er- und 90er-Jahren auch weltbekannte Stars anzog. Hier feierten Mick Jagger, Frank Zappa und Freddie Mercury. Auch Bands wie Led Zeppelin und Deep Purple waren Stammgäste – sie kamen meistens, um in den Musicland Studios aufzunehmen. Schwabing war besonders für die Touristen hip und so war die Gegend zwischen der Münchner Freiheit und dem Englischen Garten abends immer voll unter Strom. Die Occam- und Feilitschstrasse waren angesagte Adressen für jede Menge Bars, Clubs und Restaurants.

Schneggarei mit Jakob & Ethel – Flexenpass mit Audi Quattro – Ski & Fun im Almhof Schneider – 1986

Von Fr., 17. Januar 1986 bis So., 19. Januar 1986
Zu unserer Hochzeit im vergangenen September schenkten uns unsere St. Galler Freunde Martin Kühner, Michael Veeser und Andi Winkler einen luxuriösen Wochenend-Aufenthalt im Hotel Almhof Schneider in Lech in Vorarlberg. Nur zu gerne buchten Nici und ich uns daher Mitte Januar für ein Ski Wochenende am Arlberg ein und bekamen vom Lindauer Autohaus Schneider zusätzlich zur Fahrt auch einen Audi Quattro Sport zur Verfügung gestellt. Damit kamen wir von Lindau aus problemlos über den Schnee bedeckten Flexenpass in den Almhof Schneider in Lech. Viele namhafte Designer sind in diesem Hotel vertreten, aber der Almhof ist kein Designerhotel. Die Passion des Hotelier-Ehepaars Katia und Gerold Schneider zur Kunst und Architektur spiegelt sich an jeder Ecke wieder, aber das Hotel ist kein Art-Hotel. Fine Dining wird in zwei Hotel-Restaurants neu interpretiert und im Weinkeller schlummern über 25.000 Etiketten. Doch der Almhof sieht sich nicht als Gourmet-Hotel. Für mich ist das in vierter Generation geführte Familienhotel ein ganz neuer Typus an Luxushotel! Eine Metarmophose, welche noch nicht abgeschlossen ist. Der Almhof Schneider ist eng mit der Geschichte von Lech verbunden. Bis 1929 war der Almhof mitten im Zentrum von Lech einer der größten Bauernhöfe überhaupt. Nach einem ersten Gästehaus bauten die Schneiders 1940 hier auch den ersten Skilift, den Vorläufer des heutigen Schlegelkopf Liftes – wo man vis-a-vis vom Hotel auch gleich einsteigen kann. Die Geschichte eines Familienhotels war also vorgegeben. In vierter Generation kam Architekt Gerold Schneider nach dem Tode seines Vaters Gebhard und der schweren Krankheit seines Bruders Andreas in den elterlichen Betrieb zurück. Heute führt er gemeinsam mit seiner Frau Katia und seiner Mutter Hannelore den Almhof. Es ist gerade mal zwei Jahre her, dass der Almhof bei den World Luxury Hotel Awards gewonnen hat. Doch da war die spektakuläre Tiefgarage, in welche selbst die Autos darin zu Kunstwerken werden, noch gar nicht fertig. Der japanische Designer Shinichiro Ogata entwarf keinen Sky Space, aber ein großes Bullauge zum Himmel ermöglicht auch einen magischen Lichteinfall. Warum dieses Architektur-Highlight mit Wald und Mond etwas zu tun hat, kann man wunderbar auf der Hotel-Website nachlesen! In den 80er Jahren war im Hotel Schneider übrigens die "Klausur" die angesagteste Bar in Lech - und damit auch unsere nächtliche Anlaufstelle - wobei die Location mittlerweile einen anderen Namen erhalten hat.
Mit dabei waren
  • Nicola & Michael Kamm
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Farbenfrohe Stricklieseln im Engadin – Corviglia in Narzissengelb & Suvretta in Scharlachrot – 1986

Von Sa., 1. März 1986 bis Sa., 8. März 1986
Als noch junger Berufsanfänger bzw. frische Jura Studentin leiste ich mir mit Nici einen Skiurlaub in der Schweiz .... diesmal jedoch bunter als je zuvor. In St. Moritz strahlen wir zusammen mit Nina, Miranda, Gaby, Birgit und Herbert in allen Farben des Regenbogens. St. Moritz, der luxuriöse alpine Ferienort im schweizerischen Engadin war bereits zweimal Austragungsort der Olympischen Winterspiele und beherbergt den Eiskanal Cresta Run, eine Weltmeisterschafts-Bobbahn aus Natureis sowie eine olympische Eisbahn im Freien. Auf dem zugefrorenen See finden Polo- und Cricketturniere und sogar Pferderennen statt. Zu den Ski- und Snowboardgebieten gehören Corviglia, Diavolezza und Corvatsch. Ich habe leider auf einer komplett vereisten abschüssigen Strasse meinen noch ganz neuen Allrad angetriebenen Synchro VW Passat Variant um eine Hauswand gewickelt ... zum Glück ganz langsam und niemandem ist was passiert. Trotz des automobilen Malheurs war es eine sehr witzige Woche bei sonnigem Wetter, farbtechnisch lief nur Birgit mit rotem Dress aus dem Ruder ... die anderen waren Gelb!! oder Blau unterwegs. Eigentlich war hier ja der Strickliesel Club aus München unterwegs ... dazu gibt es nur leider keine Photos.

Studentischer Stammtisch in Schwabing – wöchentliche Treffen im Golden Twenties – 1986

Am Mi., 19. März 1986
Nachdem die meisten unserer Studienfreunde - wie auch Nici und ich - im Sommer des Vorjahres unsere Examen an der LMU abgelegt haben, verstreuten wir uns mehr oder weniger beruflich in alle Winde und sahen uns nicht ständig im Hörsaal oder in der Bibliothek. Um den Kontakt dennoch zu halten, organisierten wir mit Herbert und Nina sowie Miranda und Gaby Angermair einen wöchentlichen Stammtisch mit den alten Buddies und haben uns dazu mit dem Golden Twenties ein damals angesagtes Lokal in Schwabing ausgesucht. Anders als es der Name vielleicht vermuten ließe, war das Golden Twenties ein italienisches Restaurant in München in der Georgenstrasse an der Ecke Arcisstrasse. Es war aber auch über die Grenzen von München hinweg für seine besonders leckere Küche bekannt. Ein beliebtes Ristorante mit gehobener, nicht ganz klassischer italienischen Küche. Küchenchef Raimondo Deplano war früher im Vinaiolo tätig. Leider gibt es das Restaurant nicht mehr. Sehr schade, diente es Nici und mir und unseren Freunden hervorragend als Treffpunkt für unseren Stammtisch. Dank seiner guten Lage mitten in Schwabing war es für uns alle gut erreichbar. Wie es ausgerechnet zu seinem nicht sehr italienischen Namen gekommen war bleibt ein Rätsel. Golden" waren die 1920er-Jahre sicherlich nur für die Allerwenigsten. Doch von der brüchigen Epoche der Weimarer Demokratie gehen entscheidende kulturelle Impulse aus. Der Mythos der "Golden Twenties" zeigt in vielen Facetten das andere, das hoffnungsvolle Gesicht der Weimarer Republik. Die Menschen versuchen nach dem Ende des Ersten Weltkriegs einen Neuanfang in Politik, Gesellschaft, Kultur und Freizeit. Charleston und Jazz, Revue und Freikörperkultur bedeuten die Abkehr vom rigiden preußischen Staatswesen, das autoritär bis in die Privatsphäre jedes Einzelnen hineinreglementierte. Egal, die Qualität der Pizzas dort war legendär, so ist überliefert, dass 2012 ein Eintrag auf der Restaurant eigenen facebook Seite zu lesen war: „Wow ... Tonight Jon Bon Jovi has ordered 42 pizzas at the ... Golden Twenties !!!
Mit dabei waren
  • Nina & Herbert Vogl, Gaby Angermair, Miranda Stelzer, Nicola & Michael Kamm
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Poltern in St. Emmeran, Trauung in St. Georg & Feiern im Käfer – Blankenese übermannt Bogenhausen – 1986

Von Do., 20. März 1986 bis Sa., 22. März 1986
Ein gutes halbes Jahr nach Nicis und meiner Hochzeit im September des Vorjahres wagen auch unsere Freunde Sabine und Karsten Schmidt den Gang zum Traualtar. Wir hatten mit Ihnen seit 1980 gemeinsam BWL an der LMU studiert, bevor dann beide ab 1983 an die BWL Fakultät der Fachhochschule wechselten und dort das Examen ablegten. Der Hamburger Karsten heiratete dann ein Mädel aus Bogenhausen, denn Sabine wuchs in der Ismaningerstrasse - keine 100 Meter von unserer Wohnung in der Möhlstrasse - in dem ehemaligen Gebäude der HypoVereinsbank auf. Damit waren eigentlich auch schon die Destinationen für die Feier vorbestimmt. Die Emmeramsmühle diente für den Polterabend, die am nächsten Tag folgende Trauung fand in unserer geliebten Kirche St. Georg statt und das Restaurant Käfer hielt perfekt für den Hochzeitsfestabend her. Das Anwesen der Emmeramsmühle liegt dabei unterhalb von Oberföhring an der Römerstraße, die vor zweitausend Jahren Augsburg mit den Salzstätten im Salzkammergut verband. Die erste Gastronomie-Konzessionierung stammt aus dem Jahre 1825. Freilich war damals und über die nächsten 50 Jahre hinweg nur ein winziges Zimmer der Mühle zur Gästebewirtung freigegeben. 1866 entstand das Anwesen in seiner heutigen Gestalt. Es wurde weiter vorwiegend als Mühlenbetrieb genutzt. Brotzeiten und Bier durften nur an wartende Mühlenkunden abgegeben werden. Ein richtiger Wirtshausbetrieb entfaltete sich durch den Erlass einer Bewilligung für Bierausschank und den Verkauf von Speisen erst ab 1855. Früher hatte die Sankt Emmeramsmühle freilich nur im Sommer geöffnet, da sich kein Münchner im Winter so weit nach Norden wagte. Ab 1890 kam die große Zeit der Gaststätte, die plötzlich Mode wurde. Viele Schwabinger Künstlergesellschaften ließen sich vom Fährmann über die Isar setzen, um im Biergarten der St. Emmeramsmühle zu feiern und zu zechen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Mühlenbetrieb ganz eingestellt, und das gesamte Anwesen als Wirthaus genutzt. Feinkost Käfer hingegen wurde 1930 mit der Eröffnung eines Kolonialwaren-geschäftes in der Münchner Amalienstraße von Elsa und Paul Käfer gegründet. Drei Jahre nach der Gründung zogen sie in größere Räume in der Prinzregentenstraße um. Hier befindet sich auch heute noch das Käfer-Stammhaus. In den 60er Jahren übernahmen die Söhne Gerd Käfer und Helmut Käfer das Feinkostgeschäft ihrer Eltern und entwickelten es weiter. Seit vielen Jahren ist in weiterer Generation Michael Käfer der gesamtverantwortliche Leiter des Geschäfts.
Mit dabei waren
  • Sabine Gutthäter, Karsten Schmidt, Nicola und Michael Kamm, Hans und Monika Nöthling
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Hessisch ist Lässisch – Birthday Party zwischen Odenwald und Spessart – 1986

Am Fr., 4. April 1986
Unsere Freundin Simone Mang feiert ihren Geburtstag und lädt Nici und mich zu ihrem entsprechenden Fest in ihre hessische Heimatgemeinde Obertshausen ein. Der Ort ist einer von 13 Städten und Gemeinden des Kreises Offenbach und liegt in dessen nordöstlichem Bereich. Die liebenswerte Kleinstadt im hektisch bewegten Rhein-Main Gebiet, hat sich bis zum heutigen Tag seinen beschaulichen Charme erhalten. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg nahmen die beiden selbstständigen Gemeinden Hausen und Obertshausen überproportional an Einwohnern zu, einmal durch den Zuzug vieler Vertriebener, zum anderen durch ihre günstige Lage zwischen den umliegenden Großstädten Frankfurt am Main, Offenbach am Main, Hanau und Darmstadt. Ende des 19. Jahrhunderts erschließt die Fertigstellung einer Eisenbahn-Nebenstrecke die Region Offenbach-Dieburg-Reinheim. Dies ermöglichte vielen Bewohnern Obertshausens die Möglichkeit einer Erwerbstätigkeit in der Industrie. Die Landwirtschaft wurde nun als Nebenerwerb betrieben. Besonders in Offenbach am Main wurden zahlreiche Lederwarenbetriebe gegründet. Bald entstand der Begriff des "Heimarbeiters". Diese Form der Teilproduktion von Lederwaren in häuslichen Betrieben, ermöglichte die Mithilfe der ganzen Familie am Broterwerb. Nach und nach entwickelten sich daraus zahlreiche selbstständige Betriebe in Hausen und Obertshausen. Um 1965 bestanden in beiden Orten nahezu 130 kleine, mittlere und größere Unternehmen der Lederwarenbranche. So galten Hausen und Obertshausen in den 60er Jahren als zwei der reichsten Gemeinden Deutschlands, bezogen auf das Pro-Kopf-Steueraufkommen. Auch die Familie von Simone wurde früh in Obertshausen unternehmerisch tätig und gründete eine Firma für Akkordeons und Bandonions und ist heute ein führender industrieller Fertiger von Faltenbälgen. Ein Paar, das sich beim Tangotanz durch Führen und Gleiten ganz zur Musik eines Bandonions hingibt, schlägt in verblüffender Weise eine Brücke zu den Produkten der Weinmannschen Unternehmung. Durch die Bewegungen der Maschinen, die den Takt und Rhythmus für ihre Schutzabdeckungssysteme vorgeben, entsteht ebenfalls ein symbiotischer Tanz von Anmut und Eleganz.
Mit dabei waren
  • Simone und Wolf Mang, Nicola und Michael Kamm
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Besuch in der Grünen Lunge – über dem Schwabinger Bach am Englischen Garten – 1986

Am Sa., 5. April 1986
Unsere Trauzeugin Bettina und ihr Gatte Thomas kamen zu Besuch aus Münster nach München und wir organisierten einen kleinen Brunch in unsere Wohnung in der Altschwabinger Mandlstrasse 10. Auch Thomas Schwester Mareille Poullain kam vom St. Anna Platz aus dem Lehel zu uns an den Englischen Garten. Zudem stoßen Bruno und Susanne Weidl - beide ehemalige Studenten aus Münster und dadurch Freunde von Thomas und Bettina - sowie Sigi Nuemann als gebürtiger Osnabrücker und gemeinsam mit Bettina Trauzeuge bei Nicis und meiner Hochzeit im Jahr zuvor zu unserem Happening mit dazu. Wir verbrachten einen sehr schönen April Tag auf unserer Terrasse oberhalb des Schwabinger Bachs, von wo aus der Ausblick in den Englischen Garten einzigartig war. Der Schwabinger Bach ist ein Bach im Englischen Garten in München, der als westlichste der Bäche als ein Teilstück des Eisbachs beginnt. Nach dem Wasserfall nördlich der Prinzregentenstrasse wird er als Schwabinger Bach bezeichnet, fließt am Japanischen Teehaus vorbei und durchfließt die als FKK-Gelände bekannt gewordene Schönfeldwiese. Nach der Einmündung des Entenbachs umfließt er am westlichen Rand des Englischen Gartens den Kleinhesseloher See, bevor er den Mittleren Ring unterquert. Kurzzeitig geteilt dient er dann der Energieversorgung des Lodenfrey Parks. Auf Höhe des Nordfriedhofs mündet linksseitig der Nymphenburg-Biedersteiner Kanal ein. Am Aumeister trennen sich Schwabinger Bach und Mühlbach, der durch das Gelände des ehemaligen Freibads Floriansmühle verläuft.
Mit dabei waren
  • Bettina, Thomas & Mareille Poullain, Susanne & Bruno Weidl, Siegfried Nuemann, Nicola & Michael Kamm
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Quotenfrauen in Small Caps – schweisstreibendes Training bei Arthur am Steinernen Meer – 1986

Von Mo., 14. April 1986 bis Fr., 18. April 1986
Im April ging es für mich - im Zuge meiner Consulting "Lehrjahre" bei Arthur Andersen - ins österreichische Saalfelden im Salzburger Land. Die Schönheit der Umgebung hat mich zu dieser Zeit nicht wirklich beeindruckt, denn die Trainingswoche, die uns bevorstand, hatte es in sich. Meine Mitstreiter:Innen kamen ausschließlich aus unserer Münchner Abteilung, die von Johannes Ammann geleitet wurde. Zum Start der Ausbildung ging es um die sogenannten Small Caps - simpel ausgedrückt die kleineren Unternehmen - die trotz vermeintlich geringerem Börsenwert höhere Renditen abwerfen können. Für die Large Caps benötigte man umfangreicheres Rüstzeug, aber wir standen ja alle am Anfang unserer Karriere. Tagsüber wurden wir mit Theorie traktiert, die sich später als äusserst hilfreich erweisen sollte. Trotz allem flimmerten ab und an Zahlen und Buchstaben vor unseren Augen und Breaks waren mehr als willkommen. Die Sportfreaks unter uns griffen zum Squash Schläger, um die Anspannung loszuwerden, die Gemütlicheren auch gern mal zum Bier. Jeder hatte da seine eigene Strategie. Saalfelden liegt am beeindruckenden Steinernen Meer unweit von Zell am See. Unser Tagungshotel, der Brandlhof, war klasse. Relaxen, meeten, sporteln, konferieren, urlauben - das alles bot der Brandlhof, der heute zu einem 4Sterne Superior Tagungs- und Golfhotel gewachsen ist. Leider hat das Johannes Ammann nicht mehr miterleben können. Er verstarb viel zu früh mit Ende 40. Die Erinnerungen an das, was er mir mitgegeben hat, bleiben...
Mit dabei waren
  • Michael Kleiser, Gerd Plettendorf, Michael Kamm, Johannes Ammann
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Black Devil´s Gordon Setter – MacBeth – 1986

Von Sa., 26. April 1986 bis So., 27. April 1986
Seit meiner frühesten Kindheit hatten wir immer einen Hund in der Familie. Vom Pudel Daisy in Leonberg über unsere beiden Schäferhunde Asta in Renningen bis zu unserem aus Venedig stammenden Labrador Mischling Benjamin in München sind dabei verschiedene Rassen abgedeckt worden. Mit Abschluss meines BWL-Studiums und Start in meinen ersten Job bei Arthur Andersen haben sich Nici und ich auch wieder für die Anschaffung eines Hundes entschieden und damals einen Gordon Setter gewählt. Dies nachdem wir zuvor unseren Labrador Benjamin an Nicis allein lebende Mutter Marion nach Lindau abgegeben hatten. Auf Empfehlung eines Studienfreundes besuchten wir die Black Devil´s Gordon Setter Zucht von Ilona Niederberger bei Allershausen und haben uns dort in ein Welpe Rüden aus Ihrem 1985er M-Wurf verliebt. Mit MacBeth haben wir das große Los gezogen: Ein treuer Freund und zudem ein wunderschönes Tier. Seine guten Anlagen mit perfekten Eltern hatten uns dann auch überzeugt im April 1986 gemeinsam mit der Züchterin Ilona Niederberger zur Welthunde Ausstellung nach Tulln bei Wien zu fahren, um ihn dort in den Wettbewerb zu schicken. Den gewann MacBeth dann sogar in seiner Altersklasse ... allerdings genau an dem Tag, an dem 1.000 km östlich von uns das Atomkraftwerk in Tschernobyl explodierte. Hierdurch wird mir der Tag dieser Hundeausstellung - der zudem der Geburtstag unserer Schwester Ulrike war - für immer in Erinnerung bleiben. Leider blieb MacBeth nur vier Jahre bei uns. Im Jahr 1988 zog er als Scheidungskind noch mit mir von München an den Starnbergersee um; 1989 habe ich Ihn dann schweren Herzens und Zeit bedingt an seine neue nette Familie aus Wedel an der Elbe abgegeben. Auch seinen neuen Herrchen im hohen Norden - mit denen ich sein Leben lang im Kontakt blieb - hat er immer viel Freude gemacht.
Mit dabei waren
  • Ilona Niederberger, MacBeth, Nicola und Michael Kamm
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Welthundeausstellung bei den Habsburgern – Katastrophe in Tschernobyl – 1986

Von Do., 8. Mai 1986 bis So., 11. Mai 1986
Von Ilona Niederberger, der Züchterin unseres noch jungen Gordon Setter namens MacBeth aus Ilonas Zucht der Black Devils wurden wir gebeten, mit unserem jungen Rüden zur Welthundeausstellung nach Tulln bei Wien mitzukommen, um dort unseren neuen Liebling vorzuführen. Sagenhaft - unser Bester wurde dann sogar Welthundesieger und wir waren entsprechend stolz! Nici und ich verbanden den Trip mit einem langen Wochenende in Wien. Wien, die Hauptstadt Österreichs, liegt im Osten des Landes an der Donau. Ihr künstlerisches und intellektuelles Erbe wurde von Bewohnern wie Mozart, Beethoven und Sigmund Freud geprägt. Die Stadt ist auch bekannt für ihre kaiserlichen Paläste wie das Schloss Schönbrunn, die Sommerresidenz der Habsburger. Im MuseumsQuartier sind in historischen und modernen Gebäuden unter anderem Werke von Egon Schiele und Gustav Klimt zu sehen. Sightseeing - und in dieser Stadt gibt es unglaublich viel zu sehen - Ausflüge in die nähere Umgebung, schön Essen gehen, mehrere Glaser beim Heurigen und so vieles andere mehr. Es wäre perfekt gewesen: Dumm nur, daß keine zwei Wochen vorher das Atomkraftwerk in Tschernobyl explodiert war und wir damit näher am "Sauren Regen" Geschehen waren, als uns eigentlich recht sein konnte.

Äppelwoi Coaching – Perfect Behaviour in Offenbach – 1986

Von Mo., 2. Juni 1986 bis Fr., 13. Juni 1986
Als angehender Jung-Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei der renommierten Unternehmensberatung Arthur Andersen hatte ich regelmäßige Ausbildungs-Sessions zu absolvieren. Diesmal ging es sogar über meinen 27. Geburtstag ins Boot Camp nach Hessen. Der Name Arthur Andersen stand für Professionalität und Solidität und genau dies erwarteten unsere hochkarätigen Mandanten auch von der zum Teil noch jungen Consulting-Riege. Es ging hierbei nicht nur um die inhaltliche Beratung, sondern wie man das entsprechende Projekt beleuchtet und sich als Person und Jung-Berater ins rechte Licht rückt. Mit überzeugendem Auftreten und der entsprechenden Präsenz konnte man die ein oder andere inhaltliche Lücke schon mal überspielen. Aber das war ja nicht das Ziel. Die Zeiten der "Jugend forscht" hatten wir Newbies bereits hinter uns gelassen und für unsere Weiterentwicklung stand nun ein persönliches Coaching auf dem Programm. Dies führte uns nach Offenbach am Main, mit ca. 130.000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt Hessens und sehr überschaubar. Damals noch eher mit "hessisch Gebabbel, Bembel und Äppelwoi" konotiert, erlang es 2019 eher fragwürdigen Ruhm durch einen schrecklichen Terror-Anschlag. 1986 war jedoch noch die Zeit des legendären Blauen Bocks mit Heinz Schenk, der in unterschiedlichen hessischen Städten gastierte, u.a. auch in Offenbach. Das war noch echte Samstag-Abend Unterhaltung für die ganze Familie. Wir hatten allerdings ganz andere Unterhaltung in unserem Tax und Behaviour Seminar. Es ging viel um Rollenspiele und wie man seine Mandaten mitnimmt, überzeugt und auch mal Konfliktsituationen bewältigt, die ja kein Einzelfall waren. Die Aufgabenstellungen waren herausfordernd, denn niemand von uns hatte je ein "how to behave" Coaching erfahren. Die Mimiken meiner Mitstreiter:Innen hätte ich damals festhalten sollen. Da wurde die ganze Klaviatur der Gesichtszüge bedient - Entgleisung inbegriffen - und wir haben ne Menge gelacht. Am Ende hatten wir eine Art rhetorischen und verhaltenstechnischen Baukasten in unserem Kopf, dessen wir uns bedienen konnten und der viele Situationen erleichtert hat. Die 2 Wochen hatten sich voll gelohnt. Und aus einer anfänglich holprigen Berater-Strasse wurde mit der Zeit die entspannte Autobahn...für den ein oder anderen mit Überholspur.
Mit dabei waren
  • Michael Kamm, Astrid Grussendorf, Horst Isele, Eva
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Familientag des Hofbauernbundes – Schloss Bodenstein bei Nittenau in der Oberpfalz – 1986

Am Sa., 14. Juni 1986
Nach einigen Jahren Abstinenz nehme ich Mitte Juni als verheirateter Ehemann erstmals gemeinsam mit Nici an unserem Familientag statt. Dies nicht nur, um all meine Verwandten nach einigen Jahren wieder einmal zu sehen, sondern auch, um Ihnen meine neue Ehefrau vorzustellen. So fahren wir an einem recht heißen Tag mit dem Cabrio von München nach Bodenstein, einem Ortsteil von Nittenau bei Schwandorf. Bodenstein war über Jahrhunderte eine offene Hofmark mit niederer Gerichtsbarkeit. Sie hatte zwei Sitze: Michelsberg in Nittenau und das heute im Besitz unserer Familie befindliche Schloss Bodenstein. Das Schloss Bodenstein liegt auf einem Plateau auf der linken Regenseite in Bodenstein, einem östlich gelegenen Ortsteil der Oberpfälzer Stadt Nittenau im Landkreis Schwandorf. Schloss Bodenstein wurde 1333/34 erbaut, wobei Bodenstein vom Geschlecht der Michelsberger gegründet wurde. Der dreigeschossige Bau umschließt einen kleinen Innenhof, von dem aus eine einfache Burgkapelle erreichbar ist. Eine steinerne Brücke über den ehemaligen Burggraben trennt das Schlossgebäude vom weitläufigen Gutshof. Im Jahre 1362 teilten die Brüder Christian und Otto von Michelsberg ihr Besitztum, Christian bezog das neu erbaute Schloss, Otto verblieb in Michelsberg. Später kam der Besitz an die Familie Notthafft. 1854 gelangte das Gut nach zahlreichen Besitzwechseln an die Grafen Walderdorff aus Schloss Molsberg, die Bodenstein 1930 an ihren Verwalter Dittmar – und damit die Familie meines Großonkels - verkauften. Der andere Sitz der Michelsberger war die heute völlig verschwundene Burg Michelsberg, auf einem zungenförmigen Vorsprung ins Regental nordöstlich von Bodenstein gelegen. Die Burg Michelsberg war der Stammsitz des Geschlechtes der Michelsberger, deren Stammbaum ebenso weit zurückzuführen ist, wie der der Hofer. Die ca. 35 Teilnehmer unserer Familien Zusammenkunft waren im Schloss, im Gutshof und einem benachbarten Gasthof untergebracht. Im Gutshof gab es eine wunderbare Party Location mit jede Menge Unterhaltung, Essen und natürlich Bier, wie es sich für eine Brauerei- und Landwirtschaftsfamilie versteht. Es war sehr schön wieder einmal alle noch fitten Oldies sowie auch die gleichaltrigen Cousinen und Cousins wieder zu sehen. Das Fest lief unter der bewährten Führung meiner Tante Traudl Dittmar - der Tochter von Mädi Hollweg aus Ingolstadt - souverän ab. Den Ausflug in die Oberpfalz haben wir sehr genossen.
Mit dabei waren
  • Nicola und Michael Kamm, Horst, Christl, Hans-Peter und Barbara Kleebinder, Uta, Karl-Heinz und Thomas Kamm, Familie Dittmar und Hofbauer
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Kurs Nordbad ohne Wind – mit dem North Sails Team an Bord des Seeadlers – 1986

Am Sa., 21. Juni 1986
In meiner beruflichen Phase als junger Berater bei meinem ersten Job in der amerikanischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen war mein absolutes Lieblingsmandat die Firma North Sails am Starnberger See. Dies einerseits deshalb, weil ich die Segel des Unternehmens selber schon in meiner Regattaphase verwendet habe und andererseits, da die North Sails Truppe in Penzberg immer besonders nett zu meinem damaligen Kollegen Joerg von Petrikowsky und mir gewesen sind. Daher haben wir uns für diese Firma auch besonders engagiert eingesetzt und viele positive Entwicklungen als Berater eingeführt und voran getrieben. Zum Dank wurden wir vom North Sails Team zu einem Segelausflug auf den Starnbergersee eingeladen. Die Organisatoren des schönen Tages waren der damalige Finanzchef Erich Metterlein und der Leiter Customer Service Mucki Binder. Mucki war mit der Schwester des Werftbesitzers Markus Glas aus Possenhofen verheiratet, wodurch er auch Zugriff auf das damals größte Segelboot am See - den Seeadler - hatte. Mit diesem gingen wir dann Mitte Juni auf Tour - Joerg war besonders begeistert - und hatten neben der Gattin und dem Sohn von Mucki auch Erich und Johannes Fitz mit an Bord. Wind war eigentlich keiner ... jedoch war das Restaurant "Nordbad" - unser Ziel fürs Mittagessen zum Glück nicht weit entfernt. Zwei Jahre später habe ich dann übrigens die Seiten gewechselt und bin von Arthur Andersen zu North Sails gewechselt
Mit dabei waren
  • Joerg von Petrikowsky, Mucki Binder mit Gattin, Johannes Fitz, Erich Metterlein, Michael Kamm
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Allgäuer Entspannung – Kasspatzen im Filserhof – 1986

Von Fr., 25. Juli 1986 bis So., 27. Juli 1986
Das Allgäu: viel Grün, viel Raum, um den Blick schweifen zu lassen, malerische Aussichten und überall klare Luft. Genau die richtigen Zutaten für ein Wochenende auf dem Filserhof. Ich selbst habe das Allgäu, das sich den in Oberbayern aufgewachsenen östlichen Bayern nicht sofort erschliesst durch meine Schwiegermutter Marion - einer gebürtigen Augsburgerin - kennen und lieben gelernt. Die bayerischen Schwaben sind schon von der Anbindung her schneller im Allgäu als Oberbayern aus dem Chiemgau. Marions Vater Richard Filser - ein von Augsburg aus tätiger und überregional erfolgreicher Bauunternehmer - hatte diesen schönen Bauernhof noch vor dem Zweiten Weltkrieg erbaut, da sich in der Füssener Gegend seine Jagd befand. So hatte sich für ihn ein Zweitwohnsitz zwischen Pfronten und Weissensee angeboten. Nici und ich haben später - animiert durch Marion - den Hof von München und Lindau aus, besonders im Herbst und Winter - als grandioses Wochenenddomizil entdeckt und geliebt. Duch zahlreiche Gästezimmer waren auch Freunde immer willkommen und das Verwalterehepaar Senft aus Sachsen hat uns bekocht - Spezialität von Frau Senft waren "Täubschen" und auch Kasspatzen. Zudem hat sie nach opulenten Essen dann auch wieder aufgeräumt. Herr Senft war ein Brieftaubenzüchter, daher war immer für Nachschub in der Küche gesorgt. Noch immer befindet sich der Hof im Besitz der Familie ... sollte sich das mal ändern ... ich würde ihn sofort nehmen.
Mit dabei waren
  • Nicola & Michael Kamm
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Palazzo Vecchio & Geschlechtertürme – Toskana Impressionen – 1986

Von Di., 19. August 1986 bis Do., 21. August 1986
Im August gab es für Nici und mich mit der Stadt Siena und einer dort stattfindenden Einladung ein klar definiertes Ziel in der Toskana. Mit einem silbernen Golf Cabrio der ersten Generation ging es daher von München über den Brenner in den Süden. Erster Übernachtungsstopp war bereits im schönen Klausen (Chiusa) in Südtirol. Klausen liegt im Eisacktal und hier knapp fünfzehn Kilometer südlich von Brixen. Von hier ging es weiter zu einem kurzen Kulturbesuch in Florenz und dann über die Strada del Vino nach Siena. Dort war mit der Hochzeit von Conny und Fri Bianchi unser wichtiges Zwischenziel erreicht. Nachdem die beiden glücklich unter der Haube waren, ging es weiter ins Herz der wunderbaren Landschaft, wobei das legendäre San Gimignano unsere nächste Station ist. Diese italienische Hügelstadt in der Toskana, südwestlich von Florenz ist von Mauern aus dem 13. Jahrhundert umgeben. Im Zentrum der Altstadt befindet sich die Piazza della Cisterna, ein dreieckiger Platz, der von mittelalterlichen Häusern gesäumt ist. Die Skyline der Stadt wird durch mittelalterliche Türme geprägt, darunter der Steinturm Torre Grossa. Lucca, Pisa , alle diese Städte sind Juwelen des Städtebaus. Im 13. und 14. Jahrhundert zählte Lucca zu den einflussreichsten europäischen Städten. Der schiefe Turm in Pisa ist ja sowieso eine Ikone und weltberühmt. Bei herrlichstem Wetter durch wunderbare Gegenden ist mir diese Reise in bester Erinnerung geblieben.

Amore in Siena – Toskanische Hochzeit – 1986

Von Fr., 22. August 1986 bis So., 24. August 1986
Die Hochzeit von Conny Bachmann & Federico Bianchi führt uns in der letzten Augustwoche ins wundervolle Siena. Siena ist eine italienische Stadt in der Toskana, die für ihre mittelalterlichen Ziegelgebäude bekannt ist. Am fächerförmigen Hauptplatz, der Piazza del Campo, liegen das gotische Rathaus (Palazzo Pubblico) und der Torre del Mangia. Von der charakteristischen weißen Krone des schmalen Turms aus dem 14. Jh. bietet sich ein weiter Panoramablick. Oberhalb dieser sowieso schon sensationellen Stadt liegt die grandiose Location für das Hochzeitsfest, das am ersten Abend im Haus der Familie Nannini stattfindet. Fällt der Name Nannini, kommt den meisten wahrscheinlich Italiens erfolgreichste Rocksängerin Gianna Nannini in den Sinn. Doch der Name steht auch für eine außergewöhnliche Rennsportkarriere, nämlich die von Nanninis kleinem Bruder Alessandro. In den späten 1980er Jahren galt der heute 57-Jährige als eines der vielversprechendsten Talente der Formel 1 und - mit Aussicht auf ein Ferrari-Cockpit - als aufstrebender Nationalheld, bis ein tragischer Unfall seine Karrierepläne kreuzte. Ihr Vater Nannini war ein Großbäcker in dieser Region. Der zweite Teil der Feier fand in Ballsaal des Hotel Garden in Siena statt. Praktischerweise haben Nici und ich dort - neben vielen anderen Gästen aus München, Wien und Italien - auch gewohnt. Es war sonnig und lustig und für Nici und mich dann Ausgangspunkt für einen Urlaub in der Toskana.
Mit dabei waren
  • Conny & Fri Bianchi, Nicola & Michael Kamm, Iris & Alexander Freys, Tina Hartmann, Innegrit Volkart, Tom Graf & Moni Sandler,
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Romantische Hügel in Chianti – Weingut Barone Ricasoli in Castello Brolio – 1986

Von Mo., 25. August 1986 bis Sa., 6. September 1986
Im September unternehmen Nici und ich eine herrliche Rundreise durch das Chianti Land in der Toskana, die mit der Einladung zu Conny und Fri Bianchis Hochzeit in Siena ihren Höhepunkt findet. Das Chianti ist eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Italiens und unter Kennern längst kein Geheimtipp mehr. In Greve, Castellina, Radda und Gaiole kann man Weinbergromantik hautnah erleben. Die grünen Hügel des Chianti erstrecken sich von Florenz bis Siena mit einzelnen Pinien und Zypressen auf den Kuppen und nicht selten präsentieren sich die Weinberge vor einem strahlendblauen Himmel. Manchmal taucht auch ein mittelalterlicher Ort auf einem Berg am Horizont auf, wie etwa Castellina. Von hier hat man einen phänomenalen Blick über die Weinberge, das Kerngebiet des Chianti, wo die Trauben für den mit dem Gütesiegel Gallo Nero gekennzeichneten Wein wachsen. Im Herzen des Chianti-Gebietes mit seinen zauberhaften Weinbergen, Olivenhainen und Pinienbäumen liegt das Städtchen Greve am gleichnamigen Fluss. Auf unserer Tour haben wir so manches hübsche Restaurant und lauschige Hotel entdeckt. Besonders das Befahren der Nebenstrassen durch die sanfte Hügellandschaft war - mit unserem damals angesagten VW Golf Cabrio - ein tolles Erlebnis.

Hochzeit von Susanne & Dieter Schön im Landgasthof Karner in Frasdorf – Zehn Jahre nach Kingston am Lake Ontario – 1986

Von Fr., 7. November 1986 bis Sa., 8. November 1986
Ein gutes Jahr nach Nici und mir hatten sich auch Dieter und Susanne Schön getraut in den Stand der Ehe einzutreten und heirateten im schönen Chiemgau. Zum Zeitpunkt dieses Events kannten sich die zwei bereits 10 Jahre, da sich sich als "Jugendliche" auf der Olympiade im kanadischen Montreal kennengelernt hatten. Parallelen zu Paul und Feli, die sich ebenfalls nach Jahren Kennenlern Phase für den Karnerhof in Frasdorf im Rahmen ihrer eigenen Hochzeits-Feier entschieden haben. Der dortige Landgasthof Karner ist ein komfortables Ferienhotel mit eleganter Atmosphäre und unter Denkmalschutz stehendem Haupthaus. Nirgends lässt es sich idyllischer feiern als zwischen Chiemsee und Chiemgauer Alpen. Frasdorf ist nah genug an Städten wie Salzburg und München gelegen, um zentral mit Bahn oder Auto erreichbar zu sein, aber fern genug ab vom Trubel. Der über 550 Jahre alte Landgasthof wurde komplett neu renoviert und zeigt sich nun mit einer charmanten Mischung aus bayerischer Tradition und geschmackvoller Moderne. Jedes Zimmer ist so individuell gestaltet wie der Landgasthof selbst. Mit eigenen Restaurants, Bar und Wellnessbereich, fehlt es uns Gästen an nichts. Schlösser & Klöster, Almen & Seen, Bier und Genuss: Der Chiemgau ist nicht ohne Grund seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands. Schon Leopold Mozart machte gerne im Chiemgau Halt – des süffigen Bieres wegen. Währenddessen komponierte sein Sohn, der Wolferl, ein paar Offertorien für das Kloster Seeon. Dort steht heute noch die „Mozart-Orgel“. Diese Kombination aus Braukunst und Hochkultur, kulinarischem und kulturellem Genuss macht bis heute den Reiz des Chiemgaus aus. Die Landschaft – der große Chiemsee vor der Silhouette der Chiemgauer Alpen – ist nicht nur beliebtes Fotomotiv, sondern ein begehrtes Terrain für alle, die sich gerne bewegen: auf dem Rad, mit Wanderschuhen oder Ski, im Kajak und SUP, auf dem Golfplatz oder bei einem Spaziergang zum nächsten Biergarten.
Mit dabei waren
  • Susanne Nolte & Dieter Schön, Nicola & Michael Kamm
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Glück & Können am Weissensee – Konversation mit Witz & sportlicher Wettbewerb im Filserhof – 1986

Von Fr., 21. November 1986 bis So., 23. November 1986
Ende November verbringen wir wieder ein sehr lustiges Wochenende auf dem Filserhof. Nici und ich haben uns - unter anderem mit Kerstin Hübner - ziemlich durchgeknallte Gäste eingeladen und verbringen in dieser ganz besonderen Achter Gruppe unsere amüsante Zeit in mit Wandern, Essen und diversen Spielen. Hin und wieder mit einer Runde Dart und sehr witzigen Gesprächen. Those were the days, my friend!
Mit dabei waren
  • Nicola & Michael Kamm, Hans-Werner Bendix, Kerstin & Vincent Hübner, Mandy, Karoline von Richthofen
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Nikolaus im Kutscherhaus – Adventsparty bei Annelie & Fritz Curtius – 1986

Am Sa., 6. Dezember 1986
Die Vorweihnachtszeit bei Fritz & Annelie Curtius in Lindau ist immer etwas ganz Besonderes. Aufregung und Anspannung all überall. Dieses Mal findet der ganz besondere Event noch im früheren Haus in der Schachener Strasse im Obergeschoß statt. Heute ist es soweit! Der Nikolaus kommt! Besonders die Kinder schwanken zwischen Vorfreude und Angst. Jetzt schnell überlegen, welche Fehler und Missetaten im letzten Jahr begangen wurden. Die Jugend war ganz angetan, sie hatten sich nichts zu Schulden kommen lassen. Selbst die Erwachsenen waren zufrieden, sie bekamen auch keine Schelte. Zu dem Zeitpunkt waren ja auch diverse Paare noch verheiratet, die es heute nicht mehr sind.
Mit dabei waren
  • Nicola & Michael Kamm, Annelie & Fritz Curtius mit Gordian & Philipp, Cornelius Wiedemann und Gattin
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Prüfen in alle Richtungen – Einsatz beim Saubermann Mandant in Augsburg – 1986

Am Mo., 8. Dezember 1986
Im Jahr 1986 führte mich ein interessantes Engagement als junger Unternehmensberater für längere Zeit - nämlich bis ins Frühjahr 1988 - in die Fuggerstadt Augsburg. Die Düsseldorfer Dependance von Arthur Andersen - damals noch nicht vom Bilanzfälschungsskandal beim amerikanischen Energieriesen ENRON geschüttelt - hatte mich mit einem wichtigen Wirtschaftsprüfungsmandat betraut. Das Mandat der Firma Böwe - ihreszeichens Weltmarktführer für chemische Reinigungsmaschinen sowie vollautomatisierte Briefsortier- und Kuvertieranlagen. Ein sehr gutes Business, denn das Briefaufkommen war ja in 1986 auch noch ein anderes als in der heutigen Zeit. In diese Sparte musste man sich erstmal reinfuchsen, um einen Überblick zu bekommen. Daher verbrachte ich eine Menge Zeit vor Ort. Die klassische Unternehmensberater Pendelei blieb mir glücklicherweise erspart, denn ich hatte das Privileg, in der wunderbaren und zudem leerstehenden dortigen Residenz meiner damaligen Schwiegermutter Marion - einer gebürtigen Augsburger Bauunternehmerin - wohnen zu können und in 5 Minuten bei meinen Mandaten zu sein. Augsburg war mir schon sehr früh ans Herz gewachsen, da ich sechs Jahre lang mein Zimmer im Internat in Neubeuern mit Johannes Fugger, einem der 4 Söhne der angesehenen Augsburger Familie teilte. Während unser gemeinsamen Schulzeit haben Hannes und ich viele gemeinsame Wochenenden in den Fugger Schlössern rund um Augsburg verbracht und dabei die oberschwäbische Region unsicher gemacht.
Mit dabei waren
  • Hans-Jörg Zelger, Michael Kamm, Claus Gerkens
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Weihnachten im Allgäu – Hummer & Kaviar im Filserhof – 1986

Am Mi., 24. Dezember 1986
Was gibt es schöneres! Weihnachten im Winter Wonder Land im Allgäu. Diese unglaubliche Ruhe. Natürlich liegt nicht jedes Bauernhaus im Allgäu fernab von jeder Siedlung. Aber ländlich liegen sie alle – natürlich auch mit sämtlichen Vor- und Nachteilen, die sich daraus ergeben. Wohl kaum ein Besitzer hat jemals die Ruhe bereut, die das mit sich bringt. Die kalten Winternächte, wenn die Luft vor Schneekristallen glitzert und innen ein behagliches Kaminfeuer knistert. Auf dem wunderschönen, idyllisch gelegenen Filserhof feiere ich in diesem Jahr zusammen mit Marion, Isabelle und Nici. Die Lindau Fraktion bringt Hummer und Kaviar mit. Die Geschenke für Nici sind warme Mäntel und eine Langlaufski Ausrüstung, ich bekomme eine neue Dart Scheibe und ebenfalls eine Langlaufski Ausrüstung, für gemeinsame Sporterlebnisse. Dann passt ja alles, der Schnee auch und jeder ist zufrieden und glücklich.
Mit dabei waren
  • Marion & Isabelle Schielin sowie Nicola & Michael Kamm
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Jahreswechsel in einer Region mit kulturellen und sprachlichen Eigenheiten – Silvester auf dem Filserhof im Allgäu – 1986

Von Mi., 31. Dezember 1986 bis So., 4. Januar 1987
Seit mehreren Jahren feiern wir unseren Jahreswechsel jeweils ausschließlich in einem kleinen privaten Rahmen und sind dabei in der Regel zu acht im Allgäu. Hier steht uns mit dem Filserhof meiner Schwiegermutter Marion eine Top Location für ein immer sehr schönes Silvesterfest zur Verfügung. Diesmal sind Nici und ich mit Nina und Herbert Vogl sowie Ziggy und Biggy Nuemann am Weissensee unterwegs Natürlich könnten tolle Silvesterpartys auch etwas vielfältiger sein. Gerade in München reichen sie von unwirklich trashigen Veranstaltungen über angesagte Events im 70er-Jahre-Schuppen bis hin zur entspannten und lässigen Indie-Bar. Natürlich gibt es auch einige, wo man sich richtig schick und glamourös anziehen kann. Zum Beispiel in der zweistöckigen Kino-Location 35mm, während des Jahreswechsels auch „Haus der Cocktails“ genannt. Dort wird die ganze Nacht mit vielfältigen Cocktails und ausgezeichnet schmeckendem Essen gefeiert. In dem lässigen und Dresscode freiem Cord Club ist es möglich mit den Freunden ein entspanntes Silvester zu feiern. Wer sich für mehrere Musikrichtungen interessiert oder sich einfach nicht entscheiden kann, wozu er am Liebsten an Silvester tanzen möchte, für den ist Muffatwerk ein perfekter Ort.
Mit dabei waren
  • Nina & Herbert Vogl, Ziggy & Biggy Nuemann, Nici & Michael Kamm
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Jahresrückblicke – 1986

Am Mi., 31. Dezember 1986
Sie hätte ein wissenschaftlicher Erfolg werden sollen, die Mission STS-51-L, zu der die US-Raumfähre „Challenger“ abhob. Millionen verfolgten den Start am Bildschirm und das Entsetzen war maßlos, als die Raumfähre kurz nach ihrem Start auseinanderbrach. Die sieben Astronauten im Innern der Fähre waren rettungslos dem Tod geweiht. Der sowjetische Parteichef Michail Gorbatschowließ nicht lange mit seinen Reformen auf sich warten. Im Januar schlug er dem Westen die Abrüstung aller Kernwaffen bis zur Jahrtausendwende vor und im Februar brachte er auf dem 27. Parteitag der KPdSU zwei russische Vokabeln in den europäischen Sprachgebrauch ein: Glasnost (Offenheit), womit er auf mehr Presse- und Redefreiheit im Land anspielte und Perestroika (Umgestaltung), ein Schlagwort, das eine Erneuerung der Demokratie beinhaltete. Im Frühjahr desselben Jahres erschütterte eine Reaktorkatastrophe die Welt, als im Norden der Ukraine, in der Nähe von Kiew, im Atomkraftwerk Tschernobyl ein Reaktor explodierte. Es wurde so viel radioaktive Strahlung freigesetzt, dass davon viele europäische Länder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Es war ein nuklearer Unfall von verheerendem Ausmaß, dessen Spuren heute noch sichtbar sind. Schweden verlor in dem Jahr seinen sozial-demokratischen Ministerpräsidenten. Der 59-jährige Olof Palme wurde bei einem Attentat am 28. Februar auf offener Straße angeschossen. Er erlag seinen Verletzungen am selben Tag. Soweit zu einigen weltweit beachteten Ereignissen im abgelaufenen Jahr. Was wir durch unsere ganz eigenen und sehr persönlichen Erfahrungen im Laufe des Lebens erkannt haben und dann eigentlich dauerhaft wissen sollten, könnten wir im Rahmen zukünftiger Handlungen ändern und eventuell auch besser machen. Daher erstelle ich für mich selbst kurze persönliche Jahresrückblicke, um diese als Basis für meine Ziele und Wünsche des nächsten Jahres zu nutzen. Nach wie vor gehöre ich zu den Menschen, die jeweils zum Jahreswechsel entsprechend gute Vorsätze für das neue Jahr fassen. In meinen Reviews sammle ich hierfür zuvor meine Erlebnisse und Eindrücke aus dem abgeschlossenen Jahr zusammen. Welche Themen und Überraschungen hat mir das Leben im zu Ende gegangenen Jahr gebracht und welche Aufgaben hatte ich zu lösen. Meine Rückbesinnung wird durch Memorys aus meinem Digital Photo Diary erleichtert, da ich über die letzten zwölf Monate bereits meine Erlebnisse und Eindrücke regelmäßig festgehalten habe und diese nun noch einmal Review passieren lassen kann. Mein Jahresrückblick ist daher rasch erfasst und bleibt mir als dauerhafte Erinnerung für Erlebnisse, Erfolge und auch Misserfolge in zum Teil sehr unterschiedlichen Jahren und Phasen meines Lebens. Inhaltlich werden meine Themen durch eine Reihe unterschiedlicher Fragen thematisiert, mit denen ich versuche, ein recht breites Spektrum aus verschiedenen Bereichen meines Lebens in diesem Jahr abzudecken.
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